Ja, das stand auch in dem Artikel.
Aber vielleicht sehen viele Paschtunen es genau wie die Tadschiken?
Gehst Du davon aus, dass alle Paschtunen per se radikale Talibane sind?
Die Meinungen, die ich las, gehen - mal wieder - auseinander: Die einen meinen, dass sich aus dem Widerstand durchaus mehr entwickeln könnte, die anderen, dass die Taliban auch irgendwann das Tal stürmen und den Widerstand brechen.
Bleibt mal interessant, zu sehen, wie sich die Anrainerstaaten verhalten werden.
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Ergebnis 971 bis 980 von 1458
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23.08.2021, 09:54
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
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23.08.2021, 10:07
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23.08.2021, 10:12
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23.08.2021, 10:25Inaktiver User
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Das könnte eine Fortsetzung von Homeland/Staffel 4 sein.
Carrie (CIA station chief in Kabul und Islamabad) sucht den Taliban-Top-Terroristen Haqqani, der u. a. für einen Anschlag auf die Botschaft verantwortlich ist, um ihn zu liquidieren. Als der Showdown bevorsteht und sie ihre Waffe entsichert um Haqqani zu töten, wird sie von einem hochrangigen Mitglied des ISI mit in etwa den Worten "ich würde mir das gut überlegen, sehen sie mal wer mit Haqqani im Fahrzeug sitzt, plaudert und lacht" daran gehindert ... sie erkennt den CIA Black Operations Director Dar Adal. Da macht sich dann Ernüchterung breit.
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23.08.2021, 10:34Inaktiver User
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Es wurde aber in Afghanistan nicht selbstlos um seiner selbst willen geholfen. Es sollte ein Staat nach westlichem Verständnis geschaffen werden mit demokratischen Wahlen, mit Gleichstellung der Frauen usw. usf. Deswegen schrieb ich, dass die Bemühungen der westlichen Länder auf eine Art Kolonialisierung hinauslief.
Nein, es fand selbstverständlich keine Christianisierung statt. Aber man hat einfach ignoriert, dass das islamische Staatsverständnis auf dem Absolutheitsanspruch, Totalitätsanspruch und Universalitätsanspruch des Islam beruht und nicht kompatibel ist mit dem westlichem Staatsverständnis. Das war meiner Meinung nach das Kernproblem.
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23.08.2021, 10:37Inaktiver User
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23.08.2021, 10:50Inaktiver User
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23.08.2021, 10:53Inaktiver User
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Ich bezweifle, dass das jemals ernst gemeint war. Nach dem Abzug der ISAF-Truppen 2014 durfte sich die Bundeswehr nicht mehr an Kampfeinsätzen beteiligen. Also suchte man sich andere Aufgaben, vermutlich deswegen, weil die Amis mit den Verhandlungen über einen Abzug noch nicht so weit waren.
"Nation building", Mädchenschulen bauen etc. ließ sich daheim gut verkaufen. Dieser Einsatz war schließlich teuer. Militärische Einsätze sind nie selbstlos. Dafür gibt es humanitäre Organisationen.
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23.08.2021, 11:04Inaktiver User
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Ich habe neulich einen interessanten Artikel in einem ePaper gelesen.
Demnach gilt die Loyalität der Afghanen nur ihrer Familie und ihrem Clan. Die pfeifen auf eine Zentralregierung und deren Anordnungen.
Und sie haben auch kein Problem mit den Taliban, solange diese nicht auf ihrer exzessiven Scharia bestehen.
Will sagen: Es gibt Länder, die kein Interesse an westlichem Demokratieverständnis haben. Damit muss sich der Westen abfinden. Und solange die sich nicht terroristisch über ihre Grenzen hinaus ausbreiten, habe ich auch kein Problem damit.
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23.08.2021, 11:11
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Die afghanische Bevölkerung hat doch nie auch nur einen Invasoren interessiert.
Das Land ist voll von Bodenschätzen und, vor allem von der Lage her, , eines der wichtigsten Länder seit Jahrzehnten .
Oder glaubt hier einer ernsthaft, das es darum ging, Mädchen und Frauen ein besseres Leben zu ermöglichen ?Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm



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