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  1. Inaktiver User

    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außenminister Maas sagte den Medien: „Von den 2500 Ortskräften, die wir in den vergangenen Wochen identifiziert haben, sind bereits 1900 in Deutschland.

    Man war wohl davon ausgegangen, dass man nur die Ortskräfte evakuieren müsste und die Hilfsorganisationen in Afghanistan bleiben könnten. Die afghanische Armee sollte halbwegs für Stabilität sorgen. Keiner konnte wissen, dass die alle kneifen.

    Der größte Teil der Hilfskräfte, die ein Visum erhalten haben, sind anscheinend seit Juni ausgeflogen worden.
    Ich habe grad im Tagesspiegel was von 1700 ausgeflogenen Personen gelesen.
    Naja mit 10.000 Berechtigten ungefähr wurde gerechnet. Deutschland hat's nicht so mit Zahlen.
    Das geht nicht mehr lange gut, dann kommt von denen, die Anspruch drauf hätten, keiner mehr raus.

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe grad im Tagesspiegel was von 1700 ausgeflogenen Personen gelesen.
    Naja mit 10.000 Berechtigten ungefähr wurde gerechnet. Deutschland hat's nicht so mit Zahlen.
    Das geht nicht mehr lange gut, dann kommt von denen, die Anspruch drauf hätten, keiner mehr raus.
    offensichtlich sind auch noch hunderte deutsche drin und ein angehöriger eines deutsche welle journalisten wurde von den taliban gezielt gesucht und hingerichtet - also genau das gegenteil der versprechungen.

    quelle Welt-ticker Afghanistan Live-Ticker: Taliban erschiessen Angehorigen von DW-Journalisten - WELT
    Die Gedanken sind frei....

  3. Inaktiver User

    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Wenn ich das recht verstanden habe, erhielten im Vorfeld 2500 Personen ein Visum für D, weil sie direkte Ortskräfte waren. Bei den anderen scheint es sich um Mitarbeiter von Hilfsorganisationen zu handeln, bei denen man davon ausging, dass sie bleiben könnten.

    Letztes Jahr wurden in Doha Friedensgespräche mit den Taliban geführt. Vermutlich haben die ihnen das Blaue vom Himmel herunter versprochen.

    Der IWF dreht derweil den Taliban den Geldhahn zu:
    Taliban ohne Zugang zu IWF-Geldern
    Der Internationale Währungsfonds hat den Zugang Afghanistans zu Hilfskrediten und weiteren Ressourcen ausgesetzt. Die USA frieren Afghanistans Währungsreserven ein. Den Taliban drohen ernste Geldsorgen.

    Afghanistan ist als eines der ärmsten Länder der Welt stark auf Hilfsgelder angewiesen. Nach Angaben der Weltbank belief sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes im Jahr 2020 auf 19,81 Milliarden US-Dollar, davon machten Hilfsgelder fast 43 Prozent aus.

    Mehrere Länder haben nach der Machtübernahme der Taliban jedoch angekündigt, dass sie die Hilfsgelder einfrieren werden. Auch Deutschland, eines der wichtigsten Geberländer, stoppte seine Zahlungen.

  4. Moderation

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Griffelo, für dein Zitat in #724 fehlt die Quellenangabe.


    Danke im voraus,

    Analuisa, Moderation
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    ich bin mit sicherheit die letzte, die findet, dass sich irgendein weltpolizist irgendwo einzumischen hat.
    aber das wurde nunmal gemacht und zwar ganz gravierend.
    und da jetzt einfach zackzack abzuhaun und "nach mir die sintflut" zu rufen, kann ja wohl nicht die lösung sein.
    Seh ich genau so.
    Wenn man das Kind in den Brunnen rein geworfen hat, dann macht man diesen Fehler nicht wieder gut, in dem man einfach so die Biege macht und das Kind im Brunnen liegen läßt.

    "die müssen auch mal alleine klarkommen" ist doch einfach nur albern.
    Korrekt.

    Tja - und wenn gefragt wird ... wie lange sollten denn die Besatzungstruppen noch im Land bleiben, dann ist diese Frage im Grunde genau so unpolitisch, wie die Festlegung eines Zeitpunktes für den Abzug auf dem Terminkalender, weil es einem selbst halt grad irgendwie in den Kram passt.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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    Daniel Kahneman

  6. Inaktiver User

    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Im Kampf gegen die Taliban ist Krieg der einzig richtige Weg, sagt Ahmed Rashid.

    Rashid: Nein, im Gegenteil, man muss diese Leute mit militärischen Mitteln bekämpfen. Es bleibt gar nichts anderes übrig, schließlich haben die Taliban sich selbst für den gewaltsamen Weg entschieden. Krieg ist der einzig richtige Weg.

    SPIEGEL ONLINE: Sie stimmen also mit den Anti-Terror-Kriegern überein, dass man kämpfen muss, "bis der letzte Taliban getötet" ist?

    Rashid: Nicht alle Taliban, aber die Führung der Radikalen. Man muss die Top-Terroristen töten, ihre Infrastruktur zerstören, ihnen die finanziellen Mittel und das Kriegsgerät wegnehmen. Eine führungslose Terrororganisation wäre längst nicht mehr so gefährlich, womöglich würde sie sich im Gerangel um die Nachfolge selbst zerstören. Erst wenn die Anführer der Terroristen gefasst oder getötet sind, kann man, ja muss man mit den Taliban reden.

    SPIEGEL ONLINE: Gilt diese Strategie Ihrer Meinung nach sowohl für Afghanistan als auch für Pakistan?

    Rashid: Grundsätzlich ja. In beiden Ländern muss man ihre Spitzen bekämpfen. Aber es gibt grundlegende Unterschiede zwischen den Taliban in Afghanistan und Pakistan. Die afghanischen Taliban sind weitaus weniger ideologisch, die meisten sind arme Bauern, die sich den Radikalen aus persönlichen Gründen angeschlossen haben. Der eine hat vielleicht seinen Vater im Krieg verloren, von dem anderen wurde aus Versehen der Sohn durch das Militär getötet, vom Dritten wurden vielleicht Haus und Habe vernichtet. Die pakistanischen Taliban kämpfen dagegen aus ideologischen Gründen, sie wollen ein gesellschaftliches Modell, das auf den Vorstellungen des radikalen Islam beruht. Sie haben, im Gegensatz zu den meist ungebildeten afghanischen Bauern, eine Ausbildung in den Koranschulen genossen. In diesen Madrassas haben sie eine Radikalisierung erfahren, die sie viel gefährlicher macht als die afghanischen Taliban.

    SPIEGEL ONLINE: Im Westen werden trotzdem immer wieder Stimmen laut, die Nato-Truppen sollten Afghanistan möglichst bald verlassen. Mit einer vom US-Militär geforderten Truppenaufstockung tut sich Präsident Obama noch schwer.

    Rashid: Der Westen hat viel zu spät erkannt, welche Gefahr die Taliban darstellen. Anstatt sich auf diese Region zu konzentrieren, haben sich die USA in das Abenteuer Irak gestürzt. Hätten sie all ihre Kräfte in Afghanistan eingesetzt, wären die Führungen von Taliban und al-Qaida womöglich schon erledigt.


    Quelle: Kampf gegen Taliban: "Krieg ist der einzig richtige Weg" - DER SPIEGEL

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Die erneute Machtübernahme der Taliban ist sehr wahrscheinlich auch (natürlich nicht nur) deshalb möglich geworden, weil es einer nennenswerten Anzahl von afghanischen Männern nicht gepasst hat, was in den letzten 20 Jahren für Frauen und Mädchen möglich geworden ist, bzw. was die sich selbst für Freiheiten und Rechte erkämpft haben.
    Unser Sohn (Jetzt 29 J.)ist seit dem Kindergarten mit einem afghanischen Jungen befreundet. Wir kennen daher diese Familie sehr gut. Leider bestätigen die Frauen in dieser Familie Deinen Eindruck @vanDyck
    "Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."
    Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

    "Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von bifi Beitrag anzeigen
    Unser Sohn (Jetzt 29 J.)ist seit dem Kindergarten mit einem afghanischen Jungen befreundet. Wir kennen daher diese Familie sehr gut. Leider bestätigen die Frauen in dieser Familie Deinen Eindruck @vanDyck
    Wenn dem so sein sollte, was kann "der Westen" tun, um den Männern die Angst vor gleichberechtigten Frauen zu nehmen? Irgendetwas, was die vergangenen 20 Jahre nicht getan wurde?
    "Der Westen" kann genau Nichts tun.

    So grausam es für die emanzipiert(er)en Frauen auch ist: das ist die "demokratische" (mehrheitliche) Abstimmung mit den Füßen, von der ich Anfang der Woche schrieb.

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    ......
    So grausam es für die emanzipiert(er)en Frauen auch ist: das ist die "demokratische" (mehrheitliche) Abstimmung mit den Füßen, von der ich Anfang der Woche schrieb.
    was einfach nicht wahr ist, denn eine abstimmung mit den füßen setzt alternativen und fluchtmöglichkeiten voraus.

    von alternativen wissen all diejenigen nichts, an die auch nur die möglichkeit zur bildung nicht herangetragen wurde - man hatte sich ja auf die städte konzentriert.
    und die, die von alternative wissen haben nun keine fluchtmöglichkeiten mehr und auch vorher nur begrenzt.
    Die Gedanken sind frei....

  10. Inaktiver User

    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Wenn dem so sein sollte, was kann "der Westen" tun, um den Männern die Angst vor gleichberechtigten Frauen zu nehmen? Irgendetwas, was die vergangenen 20 Jahre nicht getan wurde?
    "Der Westen" kann genau Nichts tun.
    Natürlich ist der Umgang der Taliban mit den Frauen eine absolute Katastrophe. Keine Frau möchte Gewalt erfahren. Das bezweifelt niemand.

    Aber es gibt (jetzt mal abgesehen von den Taliban) eben nicht nur Schwarz-Weiß: Auf der einen Seite die grausame Unterdrückung von Frauen, auf der anderen Seite die westliche Lebensweise.
    Wollen die Frauen in allen Teilen der Welt tatsächlich so leben wie wir? Oder projizieren wir wieder einmal unsere Vorstellungen in andere?

    Das, was wir unter Freiheit verstehen, ist ein sehr ausgeprägter Individualismus. Jede muss sich ihr Lebensmodell selbst zusammen basteln, muss selbst für ihre wirtschaftliche Sicherheit sorgen. Aus einer traditionellen Perspektive kann das auch so aussehen: Frauen im Westen genießen weniger Schutz, sie kriegen kaum noch Kinder. Hausfrau sein und bei den Kindern bleiben ist nicht mehr angesagt.
    Auch diese Lebensweise erzeugt bei manchen Stress. Die Freiheit in einer Multi-Optionsgesellschaft ist anstrengend.

    Bevor wir unsere Lebensweise als Nonplusultra darstellen und alles andere verurteilen, wäre es interessant, sie auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
    Geändert von Inaktiver User (20.08.2021 um 08:40 Uhr)

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