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    Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Hasskampagnen gegen Politikerinnen im Netz, sexistische Bemerkungen in Parlamenten, zunehmender Antifeminismus in rechtsradikalen Kreisen und ihrem Umfeld, eine Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in öffentlichen Debatten.

    Die einen warnen vor Gefahren, die anderen halten das Thema für künstlich aufgebläht. Die Diskussion wird dadurch erschwert, dass es bisher keine belastbaren Zahlen und kaum wissenschaftlich dokumentierte und untersuchte Fakten gibt. Weder in der Polizeistatistik, noch in Bundestagsanfragen zu Angriffen auf Mitglieder und Repräsentant/innen deutscher Parteien werden nach meinem Kenntnisstand Zahlen zu männlichen und weiblichen Opfern getrennt dargestellt.

    Werden Politikerinnen und Politiker in Parlamenten, Gremien, Parteien und vor allem im öffentlichen Diskurs gleichbehandelt?

    Meine persönliche Antwort lautet Nein. Gerade durch die Kandidatur von einer Frau und zwei Männern für das Kanzleramt ist das sichtbar geworden. Nicht nur bei Fragen nach Vereinbarkeit von Familie und politischer Karriere, sondern zum Beispiel bei der anhaltenden Diskussion über Baerbocks Lebenslauf-Schönfärberei und dem im Vergleich dazu dröhnenden Schweigen darüber, dass auch Laschet sich für solche Dummheiten nicht zu schade ist.

    Und im Politik-Alltag? Da werden Frauen mit sexistischen Bemerkungen und Angriffen in Parlamenten belästigt, werden im Netz zur Zielscheibe sexueller Gewaltphantasien, muss sich eine Politikerin durch zwei Instanzen kämpfen, bis übelste Beschimpfungen als justiziabel eingestuft werden. Von ihren männlichen Kollegen ist nicht bekannt, dass sie sich mit vergleichbaren Widerwärtigkeiten auseinandersetzen müssen. Keine Frage, auch Politiker werden viel zu oft angegriffen, beschimpft und bedroht, aber ihr Geschlecht spielt dabei so gut wie keine Roolle.

    Wie seht ihr das? Höchste Zeit, gezielt etwas gegen frauenfeindliche Vorkommnisse in der Politik und drumherum zu unternehmen, oder darauf hoffen, dass das nur eine vorübergehende Erscheinung ist?
    Schuldgefühle sind ein sehr starker Empathieblocker.

    Asal Dardan

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Nur kurz eingeworfen
    laschet lebenslauf - Bing News

    Dröhnendes Schweigen ist in dem Falle nicht richtig. Was ja auch gut ist
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    In der letzten „Hart aber fair“-Sendung ist die Grünennachwuchspolitikerin Ricarda Lang aufgetreten. Statt inhaltlicher Auseinandersetzung ging es in den Kritiken doch eher um Bodyshaming.

    Ricarda Lang: Schlusspunkt unter Bodyshaming-Debatte | STERN.de

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Nur kurz eingeworfen
    laschet lebenslauf - Bing News

    Dröhnendes Schweigen ist in dem Falle nicht richtig. Was ja auch gut ist
    In diesem Forum habe ich im Gegensatz zu seitenlangen Diskussionen über Baerbocks Lebenslauf noch keine Meinung dazu gelesen.

    Nachtrag: Ich hab gegoogelt und beim Suchbegriff "Laschet Lebenslauf" (der sich nicht nur auf die aktuelle mediale Berichterstattung bezieht) wurden 95 000 Treffer angezeigt. Zu "Baerbock Lebenslauf" waren es 483 000 Treffer.
    Geändert von Zwekke (09.06.2021 um 11:53 Uhr) Grund: Nachtrag
    Schuldgefühle sind ein sehr starker Empathieblocker.

    Asal Dardan

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    In diesem Forum habe ich im Gegensatz zu seitenlangen Diskussionen über Baerbocks Lebenslauf noch keine Meinung dazu gelesen.
    Dann frag doch vielleicht die User, die dir dazu einfallen, warum das so ist.
    Wäre doch interessant
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Ich bin da eher pragmatisch veranlagt und will von schlauen (!) Menschen regiert werden. Ob diese jetzt m/w oder d sind, ist mir herzlich egal.

    Ich halte auch nichts von Frauenquoten. Die Frauen, die tough sind, beissen sich schon durch.

    Meine ganz persönliche Meinung: Viele Frauen sind einfach zu brav und devot und bleiben sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft auf der Strecke. Ausserdem unterschätzen es Frauen, sich ein lukratives Netzwerk aufzubauen. Das baut man halt eher nicht im Elternbeirat auf . .

    Sexistische Witze finde ich im übrigen herrlich . . ich arbeite in einer reinen Männerdomäne, da werde ich des öfteren damit konfrontiert und kontere mit entsprechenden männerfeindlichen Witzen. Gerade über die S*******-Länge kann man herrlich witzeln . .

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Dann frag doch vielleicht die User, die dir dazu einfallen, warum das so ist.
    Wäre doch interessant
    Die Chancen, dass sie sich unaufgefordert dazu äußern, sind m. E. höher, als wenn ich einzelne User/innen frage, die sich möglicherweise dadurch "vorgeführt" fühlen.
    Schuldgefühle sind ein sehr starker Empathieblocker.

    Asal Dardan

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    ...

    Sexistische Witze finde ich im übrigen herrlich . . ich arbeite in einer reinen Männerdomäne, da werde ich des öfteren damit konfrontiert und kontere mit entsprechenden männerfeindlichen Witzen. Gerade über die S*******-Länge kann man herrlich witzeln . .

    ...
    Sorry, aber es geht hier um Hassnachrichten, Androhungen von Gewalt, sexistische Beleidigungen und Frauenfeindlichkeit, also Dinge, von denen Frauen sich bedroht, verunglimpft und erniedrigt fühlen, und nicht darum, auf welchem Niveau es sich "herrlich witzeln" lässt.
    Schuldgefühle sind ein sehr starker Empathieblocker.

    Asal Dardan

  9. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    In diesem Forum habe ich im Gegensatz zu seitenlangen Diskussionen über Baerbocks Lebenslauf noch keine Meinung dazu gelesen.

    Nachtrag: Ich hab gegoogelt und beim Suchbegriff "Laschet Lebenslauf" (der sich nicht nur auf die aktuelle mediale Berichterstattung bezieht) wurden 95 000 Treffer angezeigt. Zu "Baerbock Lebenslauf" waren es 483 000 Treffer.
    Nun ja. Frau B. ist angetreten, um uns eine schöne, neue, teure Welt anzutragen und uns nicht zu sagen, wer das bezahlen soll. Zudem hat sie sich in Sachfragen, sogar zu ihrem ureigensten Themenfeld, mehrfach blamiert. Frau B. ist jung und schön. Da ist der Unterhaltungsfaktor hoch.

    Laschet hat (im Gegensatz zur schönen Frau Kraft) immerhin die Clankriminalität in Angriff genommen, und dafür gebührt ihm Dank. Auch er hat manchen Mist gemacht, aber er hat noch nie so viel ahnungslose Chuzpe an den Tag gelegt wie Frau B. Laschet ist ältlich und langweilig. Da ist der Unterhaltungsfaktor nicht so hoch.

    Außerdem glaube ich nicht, dass Laschet seinen Lebenslauf jetzt 5x nachbessert. Er wird einmal nachbessern und gut ist.

    Interessant wäre noch der Lebenslauf vom Möchtegernkanzler Spahn. Ich bin sicher, dass sich dort einige Inkonsistenzen finden lassen. Da er aber nicht mehr Kanzler werden darf, ist das vielleicht nicht interessant genug.

    Ansonsten: Nein, Frauen sind nicht stärker Opfer als Männer. Zumindest in der EU nicht. Außerhalb, z.B. in der Türkei, kann das schon passieren, wenn sie nicht aufpassen. Aber ab einer bestimmten Ranghöhe sollten sie doch bitte ein bisschen besser aufpassen. Nicht nur wegen sich, sondern auch wegen der gesamten EU.

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Frau B. ist jung und schön. Da ist der Unterhaltungsfaktor hoch.
    ...
    (im Gegensatz zur schönen Frau Kraft)...
    Ist das jetzt Provokation, oder persönliche Einstellung, dass das Aussehen von Politikerinnen dir wichtiger ist, als das ihrer Kollegen?
    Ansonsten: Nein, Frauen sind nicht stärker Opfer als Männer. ...
    Ach was.

    Fast alle Frauen und Menschen mit nicht-binärer Geschlechtsidentität in Deutschland haben schon einmal sexuelle Belästigung erfahren. Das hat eine Studie der Hochschule Merseburg im Auftrag des Innenministeriums von Sachsen-Anhalt ergeben. Demnach haben 97 Prozent aller Frauen und 95 Prozent aller diversgeschlechtlichen Personen Formen sexueller Belästigung erlebt oder sich belästigt gefühlt. Bei den Männern seien es 55 Prozent.
    Quelle
    Schuldgefühle sind ein sehr starker Empathieblocker.

    Asal Dardan

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