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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Finde ich persönlich nicht, denn du schilderst die Umstände, die dazu beitragen, dass Frauen in der Politik immer noch deutlich unterrepräsentiert sind, und dass die Frauen, die sich politisch engagieren, oft mit ganz anderen Widerständen zu tun haben, als Männer, die nicht selten die Verursacher dafür sind.
    Schade nur, dass diese Aussage der Realität nicht standhält.

    Selbst bei den Grünen liegt der Frauenanteil deutlich unter 50%. Bei allen anderen Parteien noch deutlich niedriger.

    Der Frauenanteil in der Regierung ist deutlich höher.

    Und selbst bei der AFD haben es Frauen bis an die Parteispitze geschafft.

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Was hält denn der Realität nicht stand, wenn du selber darauf hinweist, dass die Mitgliedschaft in den Parteien von Männern dominiert wird?

    Dass ein paar Vorzeigefrauen in Regierung und Vorständen das nicht rausreißen, ist offensichtlich, nachdem der Frauenanteil im Bundestag nach der letzten Wahl zurückgegangen ist.
    "Generischer Akkusativ. Den anderen Fällen sind mitgemeint."
    Twitterperle

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Was hält denn der Realität nicht stand, wenn du selber darauf hinweist, dass die Mitgliedschaft in den Parteien von Männern dominiert wird?

    Dass ein paar Vorzeigefrauen in Regierung und Vorständen das nicht rausreißen, ist offensichtlich, nachdem der Frauenanteil im Bundestag nach der letzten Wahl zurückgegangen ist.
    Mitglied in einer Partei kann nun wirklich jeder werden, ob Mann oder Frau. Das ist ausschließlich eine persönliche Entscheidung.

    Oder willst du hier behaupten, Männer halten Frauen davon ab, einen Mitgliedsantrag zu unterschreiben?

    Genauso kann jede Frau sich auch zur Wahl stellen.

    Offenbar ist jedoch unter Frauen das Interesse geringer als bei Männern.

  4. VIP

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Aus dem aktuellen Gleichstellungsbericht S. 124:

    Gewalt im digitalen Raum (Internet) bzw. mittels digitaler Technik schränkt Ver- wirklichungschancen insbesondere für Frauen mas- siv ein: im privaten Leben, im Erwerbsleben und auch hinsichtlich der Teilhabe an demokratischer Willens- bildung (Frey 2020: 1) und -äußerung

    S125
    Auch Männer sind von geschlechtsbezogener Gewalt betroffen, wenn sie den Männlichkeitsvorstellungen be- stimmter Akteur*innen nicht entsprechen (vgl. BMFSFJ 2020b) – oder wenn sie sich emanzipativ oder (pro-)femi- nistisch äußern (Frey 2020: 5).

    Gleichzeitig erfahren gerade Frauen im Internet digita- le Gewalt: „Wo Frauen sich im Netz öffentlich oder gar politisch äußern, riskieren sie sexistische Anmache, pornografische Pöbeleien, die Androhung von Vergewal- tigungen bis hin zu Morddrohungen“, stellt der Deut- sche Juristinnenbund (djb 2019a: 1 f.) fest. Ein aktuelles Beispiel sind rechtsextremistische Beleidigungen und Morddrohungen, die im Sommer 2020 mehrere Poli- tikerinnen und andere prominente Frauen per E-Mail erhielten; unterschrieben waren sie mit „NSU 2.0“. Die Politikerin Anne Helm, selbst Opfer solcher Drohmails, sagte im Interview: „Eigentlich ist dieser Fall der erste, bei dem nun speziell über den antifeministischen und frauenhassenden Aspekt der Drohungen gesprochen wird. Das liegt einfach durch die Auswahl der Opfer auf der Hand, auch die Sprache ist extrem frauenver- achtend aufgeladen.“ (Bauer 2020)
    S.126
    Auch Politikerinnen sind, im Ver- gleich zu Politikern, besonderem Hass bzw. sexistischen Ausdrucksformen von Hasssprache ausgesetzt, selbst wenn sie sich nicht geschlechterpolitisch positionieren (Frey 2020: 15). Laut einer Umfrage des ARD-Magazins „Report München“ unter weiblichen Bundestagsabge- ordneten wurden quer durch alle Fraktionen vier von fünf Parlamentarierinnen bereits Opfer von Hassrede, mehr als die Hälfte von ihnen erhielt sexistische Kom- mentare (Lang 2019).
    Digitale Gewalt beschneidet die Verwirklichungschan- cen von Frauen, was ihre demokratischen Teilhabemög- lichkeiten betrifft. Der Deutsche Juristinnenbund stellt fest: „Tatsächlich ziehen sich viele Frauen zurück und verlieren damit die Möglichkeit, am digitalen öffentli- chen Diskurs zu partizipieren und ihn mitzugestalten.“ (djb 2019a: 1)
    https://www.dritter-gleichstellungsb...b/e/41aa0a.pdf
    Leben ist kein Wettrennen.

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen


    ...
    Laut einer Umfrage des ARD-Magazins „Report München“ unter weiblichen Bundestagsabge- ordneten wurden quer durch alle Fraktionen vier von fünf Parlamentarierinnen bereits Opfer von Hassrede, mehr als die Hälfte von ihnen erhielt sexistische Kommentare.
    Die männliche Vergleichsgruppe wurde offensichtlich gar nicht befragt. Warum nicht? Wie oft werden Männer angefeindet? Interessiert offenbar keinen.

    Objektiv ist das alles nicht.

    Natürlich kann Hass und Sexismus nicht geduldet werden. Nur muss das grundsätzlich für alle Geschlechter gelten.

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Mitglied in einer Partei kann nun wirklich jeder werden, ob Mann oder Frau. Das ist ausschließlich eine persönliche Entscheidung.

    Oder willst du hier behaupten, Männer halten Frauen davon ab, einen Mitgliedsantrag zu unterschreiben?

    Genauso kann jede Frau sich auch zur Wahl stellen.

    Offenbar ist jedoch unter Frauen das Interesse geringer als bei Männern.
    Du machst es dir hier ein bisschen zu einfach. Klar können Frau Parteimitglied werden - mit der Mitgliedschaft alleine wird man aber nichts.
    Da muss man dann schon mehr machen, z.B. sich zur Wahl stellen, bzw. aufgestellt werden.
    Auch das kann eine Frau natürlich, aber nicht "genauso" wie ein Mann.
    Denn statistisch gesehen übernehmen Frauen - wie du sicher weißt - weitaus mehr "Care-Arbeit" für Kinder und Senioren, haben also weniger Zeit für so etwas.
    Männer, die "den Rücken freihalten", wenn die Frau sagen wir mal für ein Amt auf kommunaler Ebene kandidiert, sind seltener als die entsprechenden Frauen umgekehrt.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Du machst es dir hier ein bisschen zu einfach. Klar können Frau Parteimitglied werden - mit der Mitgliedschaft alleine wird man aber nichts.
    [...]
    Warum übernehmen Frauen statistisch mehr "Care-Arbeit"? Das wird doch in aller Regel innerhalb einer Beziehung vereinbart. An diesem Entscheidungsprozess ist die Frau mit 50% beteiligt und wird nicht dazu gezwungen.
    Geändert von Analuisa (11.06.2021 um 10:46 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Warum übernehmen Frauen statistisch mehr "Care-Arbeit"? Das wird doch in aller Regel innerhalb einer Beziehung vereinbart. An diesem Entscheidungsprozess ist die Frau mit 50% beteiligt und wird nicht dazu gezwungen.
    Es wird häufig implizit "vereinbart". Es "ergibt sich halt so". Tu doch bitte nicht so, als kenntest du die Mechanismen nicht. Klar kann man sich freimachen von geschlechtsspezifischen Erwartungen - aber das kostet eine Kraft, die Männer eben nicht aufwenden müssen, frau muss Hürden überwinden, die Männer nicht überwinden müssen.
    Wenn bei gleichem Energieeinsatz für die einen die Strecke länger ist als für die anderen, können die Ergebnisse auch kaum gleich sein.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Es wird häufig implizit "vereinbart". Es "ergibt sich halt so". [...]
    Gleichberechtigung ist nunmal, dass für alle die Strecke gleich lang bzw. die Latte gleich hoch ist.

    Hilfskonstrukte wie z.B. das Frauenstatut der Grünen sind keine Lösung, sondern eher Teil des Problems.
    Geändert von Analuisa (11.06.2021 um 10:47 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt

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    AW: Gleichstellung in Politik und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Gleichberechtigung ist nunmal, dass für alle die Strecke gleich lang bzw. die Latte gleich hoch ist.
    Wie ich gerade schrieb: ist sie aber nicht, wenn Frauen noch Hürden überwinden müssen, die Männer nicht überwinden müssen.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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