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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da jetzt hier eine Buchbesprechung ohne Buch erfolgen soll, klinke ich mich hier aus.
    Man könnte auch auf Basis des Artikels diskutieren, den Magdalena im ersten Beitrag einstellte. Er fasst das Thema mE. gut zusammen.

    Eine interessante Frage lautet zB: Wie kann es sein, dass die Identitätspolitik und die Woke-Kultur alle linken Parteien so widerstandslos kapern konnte?

    Warum war die "alte Linke" so leicht bereit, ihre Grundsätze aufzugeben? Vielleicht, weil sie sie schon vorher nicht mehr mit Überzeugung vertrat? Und warum war das so?

    Könnte es nicht sein, dass sie letztendlich an ihren eigenen Erfolgen scheiterte, nämlich der Tatsache, dass immer mehr Kinder aus der Arbeiterschaft zu Akademikern wurden, während der Nachwuchs in der Arbeiterschaft immer häufiger aus dem ost- und südosteuropäischen Ausland importiert wurde?

  2. Moderation

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    AW: Lifestyle-Linke

    Moderationshinweis

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dieses Buch gibt es zwar als eBook, aber nicht in einem kopierfähigen Format.
    Nur zur Kenntnis.
    Wer die Kapitel verifizieren will, muss sich das Buch besorgen.
    Da jetzt hier eine Buchbesprechung ohne Buch erfolgen soll, klinke ich mich hier aus.
    Das ist mir dann doch zu kindisch.
    Na wenn du meinst.

    Dein Zitat ist mit einem Klick bei Google Books zu finden, es wäre also ein Leichtes für dich gewesen, es zu belegen.

    Wenn verfügbar, ist immer ein Nachweis zu einer Online-Quelle zu erbringen, da diese von Usern*innen und Moderation besser nachvollzogen werden kann. Nur im Fall, dass ein Text online nicht verfügbar ist, können ausnahmsweise bibliographische Angaben erfolgen, aber dann bitte vollständig, siehe meine Ausführungen in Beitrag #12.

    Im Übrigen sind wir hier nicht in einer Buchbesprechung, sondern diskutieren die von der TE aufgeworfene Frage "Lifestyle-Linke - Kennt ihr Menschen, auf die der Artikel zutrifft?" anhand eines Essays von Sahra Wagenknecht, der auf t-online.de veröffentlicht wurde. Mag sein, dass dort die selben Thesen vertreten werden wie im Buch, es kann jedoch nicht zur Voraussetzung für die Teilnahme an einer Diskussion gemacht werden, ein bestimmtes Buch gelesen zu haben.

    Für Diskussionen über gemeinsam gelesene Bücher empfehle ich das Forum "BriCom-Lesekreise - Gemeinsam lesen".


    Analuisa, Moderation

    Für den Fall weiterer Nachfragen verweise ich auf die PN-Funktion.
    Ich weiß noch, wie wir in Auschwitz in der Baracke saßen und uns überlegt haben,was wir den Deutschen antun würden. [...] es waren die schlimmsten Dinge, über die wir nachdachten. Aber dann sagten wir uns: Wenn wir das täten, dann wären wir genauso schlimm wie sie.
    Ruth Webber, geb. Rut Muszkies, zum Zeitpunkt ihrer Befreiung 9 Jahre alt


    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

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    AW: Lifestyle-Linke

    Ob ich welche kenne? Ja, irgendwie ist mein Umfeld voll davon - bzw. voll von Leuten, die sich damit arrangieren (müssen). Vielleicht nicht ganz so krass, wie von Frau Wagenknecht beschrieben, aber die Tendenz ist da. Ich bin im Hochschulbereich tätig. Hier ist es zwar nicht ganz so übel, wie es die ganz Konservativen bejammern, von wegen "Denkverbote" und "freie Meinungsäußerung gefährdet", aber manche Dinge sagt man trotzdem lieber nicht.

    Ein Beispiel: Öffentliches Sinnieren darüber, wie hoch der Anteil ausländischer Studierender idealerweise ist, damit beide Seiten von der Internationalisierung profitieren, und ab welchen Zahlen sich Communities bilden, die dann eher kein Deutsch lernen/sprechen und unter sich bleiben, ist ganz gefährlich. Im Zweifel ist der Steuerzahler dran, der bitteschön mehr Stellen für Betreuung, Sprachenlernen etc. zur Verfügung stellen soll. Das sind dann halt mehr Stellen für Leute, die irgendwas mit "interkulturell" studiert haben, was häufig in der Wirtschaft kein Einstiegsgehalt von 50.000 Euro bedeutet. E 13 im öffentlichen Dienst auf Dauer ist ja nett und da ist man mit Verve "weltoffen".

    Mit Verachtung werden dann böse Länder wie UK oder Australien betrachtet, weil da ausländische Studierende ein Business sind, mit denen die Unis Geld erwirtschaften. Ohne zu urteilen, was besser oder schlechter ist: für mich ist klar, dass die Verachtung schon deswegen eher interessengetrieben als moralisch ist, weil man sich für zahlende Kundschaft schon mehr anstrengen muss und die eigene Stelle wegfallen kann, wenn die besagte Kundschaft wegbleibt. Es wird dann moralisch überhöht und als das eigentlich "Richtige und Gute" dargestellt, dass das alles steuerfinanziert bleiben soll (und noch ausgebaut gehört, weil die "Weltoffenheit" ja schon der Wert an sich ist, und mehr davon per definitionem besser ist.)

    Ich habe mal als Marxistin angefangen - deswegen schaue ich mir eigentlich immer an, wer wie von einer Position profitiert, denn absolut selbstlos ist nur selten einer.

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Unayza Beitrag anzeigen


    Mit Verachtung werden dann böse Länder wie UK oder Australien betrachtet, weil da ausländische Studierende ein Business sind, mit denen die Unis Geld erwirtschaften. Ohne zu urteilen, was besser oder schlechter ist: für mich ist klar, dass die Verachtung schon deswegen eher interessengetrieben als moralisch ist, weil man sich für zahlende Kundschaft schon mehr anstrengen muss und die eigene Stelle wegfallen kann, wenn die besagte Kundschaft wegbleibt. Es wird dann moralisch überhöht und als das eigentlich "Richtige und Gute" dargestellt, dass das alles steuerfinanziert bleiben soll (und noch ausgebaut gehört, weil die "Weltoffenheit" ja schon der Wert an sich ist, und mehr davon per definitionem besser ist.)

    Ich habe mal als Marxistin angefangen - deswegen schaue ich mir eigentlich immer an, wer wie von einer Position profitiert, denn absolut selbstlos ist nur selten einer.
    Das ist ein ganz eigenes Feld und ich würde wahrscheinlich in Depressionen ausbrechen? Das vorallendingen dann oft auch besser gewürdigt wird ,was viel Geld kostet ,ist das nächste Problem. So schafft man eher striktere Klassentrennung als das sie entgegenwirkt.
    Vorallendingen kann man hier auch prima Anker setzen, das fällt mir in den letzten Jahren im Bereich der chinesischen Studenten auf und zwar in ganz Europa. Die studieren interessanterweise meist in Landessprache und nicht international auf Englisch und das nicht aus kulturellem Interesse wie vielleicht manche glauben?
    Solche Zusammenhänge werden weder beachtet noch thematisiert, denn es ist auch egal ,wir sind alle gleich und Menschen. Das schon nur...

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von kunnst Beitrag anzeigen
    Das gilt in noch höherem Maße für die Terroristen der RAF, die so gut wie alle aus bürgerlichen Verhältnissen stammten, sich aber als Robin Hoods der Entrechteten fühlten.
    Die Idee der RAF war nie etwas Robin-Hood-mäßiges - kann mich nicht entsinnen, dass die z.B. irgendwann mal irgendeinem unterfinanzierten Projekt Geld in den Briefkasten gesteckt hätten.

    Die RAF wollte durch Attentate auf exponierte Vertreter des "System" provozieren , bis dieser Staat seine vermeintliche Maske fallen lassen und sich als "faschistisch" offenbaren möge.
    Worauf sich dann "die Massen" dann erheben würden.
    Krasse Fehleinschätzung, hat bekanntlich nicht funktioniert.

  6. Inaktiver User

    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Die Idee der RAF war nie etwas Robin-Hood-mäßiges - kann mich nicht entsinnen, dass die z.B. irgendwann mal irgendeinem unterfinanzierten Projekt Geld in den Briefkasten gesteckt hätten.

    Die RAF wollte durch Attentate auf exponierte Vertreter des "System" provozieren , bis dieser Staat seine vermeintliche Maske fallen lassen und sich als "faschistisch" offenbaren möge.
    Worauf sich dann "die Massen" dann erheben würden.
    Krasse Fehleinschätzung, hat bekanntlich nicht funktioniert.
    Die RAF waren nützliche Idioten für die kommunistischen Regimes in den Zeiten des kalten Krieges.
    Markus Wolf hat sich sehr intensiv und rührend um diese Truppe gekümmert.
    Nach den Erkenntnissen der Gauck-Behörde hat die DDR Staatssicherheit aktiv mitgewirkt.
    Die Staatssicherheit war sozusagen die Lebensversicherung der RAF-Terroristen im Kampf gegen das bürgerliche Establishment und es war ein Geheimdienst-Experiment der DDR.
    Ohne DDR wird es auch keine RAF mehr geben.

    Die Beziehungen zwischen der Roten Armee Fraktion (RAF) und dem Ministerium fur Staatssicherheit (MfS) in der DDR | zeitgeschichte | online

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nach den Erkenntnissen der Gauck-Behörde hat die DDR Staatssicherheit aktiv mitgewirkt.
    Nachdem die Anführer tot waren, versteckte sich der Rest der Truppe in der DDR.

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von kunnst Beitrag anzeigen
    Klassische Fälle von Salon-Kommunisten findet man auch unter Intellektuellen, vor allem bei den Französischen Philosophen.

    Sartre und sein Kreis waren glühende Kommunisten, während sie im netten Café Flore in St. Germain saßen und schwadronierten. Sartre war ein erklärter Fan von Stalin, Mao und Pol Pot. Wenn mal jemand aus diesem Kreis nach Moskau fuhr und von Stalins Säuberungen erzählte, wurde ihm nicht geglaubt.
    Ja, très chic....

    Es muss ja nicht immer ein Mensch eins-zu-eins das leben was er sagt und schreibt.
    Manchmal genügen mir auch gute Informationen.

    Und - grundsätzlich einen Menschen in eine Partei-Schublade zu packen scheint heute leider sehr üblich zu sein.
    Mir wäre das regelrecht zu beschränkt.
    Wenn man von der Sonne spricht,
    so scheint sie auch.

    aus Norwegen

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    Opelius, tut mir leid, aber du verstehst offenbar nicht mal, was ich meine.

    Hier wird eine inhaltliche Diskussion geführt. I n h a l t l i c h. Da ist das Aussehen einer Person schlichtweg kein Kriterium. Ich weiß, Menschen über 60 sind da häufig anders sozialisiert, aber ich traue den meisten entsprechend Lernvermögen zu, diesen Standpunkt zu überdenken.

    Denn im Umkehrschluss bedeuten deine Aussagen, dass du weniger attraktiven Politikerinnen weniger oder kein Wohlwollen entgegen bringst.
    Na ja, sie spielt ja damit, unsere Frau Wagenknecht.
    In der Vergangenheit hat sie regelrecht mit ihrer äußerlichen Ähnlichkeit zu Rosa Luxemburg kokettiert.

    Du kannst schon voraussetzen dass man Aussehen eben erwähnt - wenn es denn eine Bedeutung hat.
    Mir gefällt das übrigens, warum soll sie in Sack und Asche gehen.

    Man sollte ihr nur nicht zu sehr auf den Leim gehen.
    Letzten Endes ist sie sehr agitatorisch unterwegs.
    Wenn man von der Sonne spricht,
    so scheint sie auch.

    aus Norwegen

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Na ja, sie spielt ja damit, unsere Frau Wagenknecht.

    (...)

    Man sollte ihr nur nicht zu sehr auf den Leim gehen.
    Letzten Endes ist sie sehr agitatorisch unterwegs.
    Meine Frau Wagenknecht ist sie nicht, deine vermutlich auch nicht. Mit solchen Formulierungen trägst du nicht gerade dazu bei, dass deine Worte ernst genommen werden.

    Beispiele fürs Agitatorische, bitte.

    Ich hab sie mal live erlebt, das war sogar im Wahlkampf, und nicht mal da war sie agitatorisch, sondern sehr entspannt.
    dodadadiamoisongdesisahoidaso!

    Was Leute tun, tun sie normalerweise wegen sich. Nicht wegen dir. (Zitatgeschenk vom Wusel)

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