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  1. Inaktiver User

    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ja, auf Sarah Wagenknecht selbst. Ihr Mann ist nicht unvermögend, sie bezieht Abgeordenetendiäten, ihr Lebensstil ist extravagant. Aber sie ist die schönste Kommunistin, die ich kenne.
    Es geht doch nicht darum, dass jemand, der Armut und soziale Ungerechtigkeit anprangert, unbedingt mittellos und arm sein muss. Wagenknecht geht es darum, dass das Aufstiegsversprechen durch die wirtschaftlichen und politischen Eliten nicht mehr gewährt wird.
    aus dem Buch „Die Selbstgerechten“

    „Neue Mauern“
    Die gefeierte Offenheit der „offenen Gesellschaft« ist also ein Euphemismus. Offen steht der klassischen Mittelschicht und der Arbeiterschaft vor allem der Weg nach unten, weil die sozialen Netze nicht mehr tragen. Aufstiegshoffnungen dagegen scheitern an der erfolgreichen Abschottung der wohlhabenden Milieus.
    Wenn man unter der Liberalisierung einer Gesellschaft versteht, dass der Einzelne größere Chancen hat, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten, dann hat in den letzten Jahrzehnten für die Mehrheit der Bevölkerung keine Liberalisierung stattgefunden, sondern für sie ist eine bereits. erreichte Liberalität wieder verloren gegangen. Der neue Gegensatz lautet damit auch nicht: offene oder geschlossene Gesellschaft. Die „offene Gesellschaft“ bringt vielmehr eine neue Schließung mit sich. Die Grenzen und Spaltungslinien haben sich nur nach innen verlagert.
    Auch das Ideal der Freizügigkeit, das es angeblich jedem Menschen erlauben soll, dort zu wohnen, wo er oder sie möchte, ist unehrlich: großzügige Einwanderungsgesetze mögen Migranten mehr Möglichkeiten geben, ihren Wohnsitz in reichere Länder zu verlegen. Was ihnen allerdings noch lange nicht freisteht, ist der Zugang zu den teuren Wohnbezirken der großen Städte. Um sie von da fernzuhalten, braucht es freilich keiner Außengrenzen. Das erledigt die ökonomische Abschottung durch hohe Mieten viel eleganter.

    Es geht um die soziale Abschottung der Bildungseliten durch die Bildungspolitik und nicht um die Person Wagenknecht. Wer studiert und promoviert hat, gehört zur Bildungselite in diesem Land. Als publizierende Volkswirtin gehört die kritische Analyse der Wirtschaft und Gesellschaft zu ihren Job. Friedrich Engels war auch Fabrikant und trotzdem hat er die damalige Gesellschaft beschrieben, einschließlich aller Widersprüche. Wenn sie erfolgreich ihre Bücher verkauft und bei ihrem Podcast 217.000 Follower hat, dann gibt es Nachfrage nach ihrem Wissen.

  2. Moderation

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    AW: Lifestyle-Linke

    Herbstzeitloser, auch für dich gilt, was ich weiter oben schrieb:

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Bitte achtet auf die Einhaltung des Regeln dieses Forums.


    Analuisa, Moderation
    Konkret: Da ich nicht davon ausgehe, dass du das Zitat Wort für Wort aus Wagenknechts Buch abgetippt hast, bitte ich um einen Link zu der Quelle für das Zitat.

    Auch das Zitieren aus einem Printmedium enthebt den User nicht der Pflicht, einen ordentlichen Quellennachweis zu führen. In diesem Fall sind korrekte bibliographische Angaben erforderlich (Autor und Titel des Werkes, Erscheinungsort und -jahr, Seitenzahl des Zitats).

    Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass auch wiederholte Missachtungen der Zitierregeln dieses Forums Ermahnungen zur Folge haben können. Die Regeln sind hier nachzulesen.


    Gruß,

    Analuisa, Moderation
    Ich weiß noch, wie wir in Auschwitz in der Baracke saßen und uns überlegt haben,was wir den Deutschen antun würden. [...] es waren die schlimmsten Dinge, über die wir nachdachten. Aber dann sagten wir uns: Wenn wir das täten, dann wären wir genauso schlimm wie sie.
    Ruth Webber, geb. Rut Muszkies, zum Zeitpunkt ihrer Befreiung 9 Jahre alt


    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Salon-Kommunisten
    Klassische Fälle von Salon-Kommunisten findet man auch unter Intellektuellen, vor allem bei den Französischen Philosophen.

    Sartre und sein Kreis waren glühende Kommunisten, während sie im netten Café Flore in St. Germain saßen und schwadronierten. Sartre war ein erklärter Fan von Stalin, Mao und Pol Pot. Wenn mal jemand aus diesem Kreis nach Moskau fuhr und von Stalins Säuberungen erzählte, wurde ihm nicht geglaubt.

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen
    Tatsächlich kennt man das Problem doch schon aus der 68er-Bewegung. Da hat man an den Hochschulen über die Arbeiterklasse, den Hauptwiderspruch und die entfremdete Arbeit theoretisiert, war aber weitgehend abgekoppelt von den real existierenden Malochern.
    Das gilt in noch höherem Maße für die Terroristen der RAF, die so gut wie alle aus bürgerlichen Verhältnissen stammten, sich aber als Robin Hoods der Entrechteten fühlten.

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von _Magdalena Beitrag anzeigen
    Es sind Menschen, die von der Sozialdemokratie enttäuscht sind und sich in einem Drozda mit seinen Rollex und Porsche, um nur ein Beispiel zu nennen, einfach nicht mehr wiederfinden können.
    Viele können sich auch nicht mit der Ärztin Rendi-Wagner identifizieren, die ihre Kinder auf eine katholische Privatschule schickt, während die Lehrerinnen an Brennpunktschulen in Wien mit Zuständen kämpfen, die von der Lehrerin Susanne Wiesinger sehr deutlich benannt wurden.

    Ich halte übrigens die Tatsache, dass auch in den Sozialdemokratischen Parteien unter den Spitzenfunktionären nur noch Akademiker zu finden sind, für einen Erfolg der angeblich so ungleichen Bildungspolitik.
    Früher hatten Arbeiterkinder tatsächlich weniger Chancen, auf ein Gymnasium zu wechseln, aber weniger, weil die Akademikereltern der anderen Kinder sie dort nicht reinließen, sondern weil es in Arbeiterfamilien verpönt war, ein "Großkopferter" zu werden. Viele Arbeitereltern wollten, dass ihre Kinder eine Lehre machten und früh zu arbeiten begannen. Man hatte in diesen Kreisen auch nicht das Geld, die Kinder studieren zu lassen und BaFög ist eine relativ junge Erfindung.

    Da also viele intelligente Arbeiterkinder einen anderen Ausbildungsweg einschlugen, war es politisch viel einfacher als heute, gescheite und eloquente Menschen aus diesen Gruppen in die Politik zu holen und sie dort aufsteigen zu lassen.

    Das Problem ist nicht der mangelnde Zugang zur Bildung, sondern die allgemeine Über-Akademisierung.
    Wagenknecht wiederholt nur alte Hüte.
    Geändert von kunnst (20.04.2021 um 10:34 Uhr)

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ja, auf Sarah Wagenknecht selbst. Ihr Mann ist nicht unvermögend, sie bezieht Abgeordenetendiäten, ihr Lebensstil ist extravagant. Aber sie ist die schönste Kommunistin, die ich kenne.
    Männlicher Chauvinisnus in Reinform.

    Wäre sie weniger attraktiv, würde deine Einordnung demnach anders ausfallen?

    Es ist noch eine Menge zu tun, wie zu sehen ist.
    dodadadiamoisongdesisahoidaso!

    Was Leute tun, tun sie normalerweise wegen sich. Nicht wegen dir. (Zitatgeschenk vom Wusel)

  7. Inaktiver User

    AW: Lifestyle-Linke

    Natürlich habe ich das Buch gelesen und in einer Diktier-App digitalisiert, geprüft und redigiert.
    Dieses Buch gibt es zwar als eBook, aber nicht in einem kopierfähigen Format.
    Nur zur Kenntnis.
    Wer die Kapitel verifizieren will, muss sich das Buch besorgen.
    Da jetzt hier eine Buchbesprechung ohne Buch erfolgen soll, klinke ich mich hier aus.
    Das ist mir dann doch zu kindisch.

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    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    Männlicher Chauvinisnus in Reinform.

    Wäre sie weniger attraktiv, würde deine Einordnung demnach anders ausfallen?

    Es ist noch eine Menge zu tun, wie zu sehen ist.
    Meine Einschätzung von Frau Wagenknecht ist auf ihr Aussehen nicht zurückzuführen.

    Wenn ich von einer Person des öffentlichen Lebens sage, dass sie gut aussehe, ist das schon Chauvinismus?
    Zum Beispiel Ministerpräsidentin Manuela Schwesig finde ich auch sehr schön.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Lifestyle-Linke

    Opelius, tut mir leid, aber du verstehst offenbar nicht mal, was ich meine.

    Hier wird eine inhaltliche Diskussion geführt. I n h a l t l i c h. Da ist das Aussehen einer Person schlichtweg kein Kriterium. Ich weiß, Menschen über 60 sind da häufig anders sozialisiert, aber ich traue den meisten entsprechend Lernvermögen zu, diesen Standpunkt zu überdenken.

    Denn im Umkehrschluss bedeuten deine Aussagen, dass du weniger attraktiven Politikerinnen weniger oder kein Wohlwollen entgegen bringst.
    dodadadiamoisongdesisahoidaso!

    Was Leute tun, tun sie normalerweise wegen sich. Nicht wegen dir. (Zitatgeschenk vom Wusel)

  10. User Info Menu

    AW: Lifestyle-Linke

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen

    Denn im Umkehrschluss bedeuten deine Aussagen, dass du weniger attraktiven Politikerinnen weniger oder kein Wohlwollen entgegen bringst.
    Aussehen ist bei meinem Wahlverhalten kein Kriterium - nur Inhalte. Und ich befürchte, dass es keine Form von Political Correctness ist, die Erscheinung eines Menschen unerwähnt zu lassen.

    Du siehst das anders, das kann ich ertragen.

    Und auf Frau Wagenknecht zurück zu kommen: die bisher hier im Strang zitierten Auszüge ihres Buches, finde ich schriftstellerisch gut. Nur inhaltlich ist da nix neues für mich.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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