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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich ist das noch so. Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat vor ein paar Jahren mal herausgefunden, dass höchstens die Hälfte der Haushalte in Sozialwohnungen wirklich bedürftig seien. Ist man einmal drin, muss das nicht ständig nachgewiesen werden, dass man noch eine Sozialwohnung benötigt.
    Genau so ist es.
    Das meinte ich doch damit, dass die Fehlbelegung aufzuhören hat.

    Ein sicherer (Beamten)job und das günstige Wohnen in einer Sozialwohnung darf eigentlich nicht sein.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Genau so ist es.
    Das meinte ich doch damit, dass die Fehlbelegung aufzuhören hat.
    Ein sicherer (Beamten)job und das günstige Wohnen in einer Sozialwohnung darf eigentlich nicht sein.
    Es gab bis 2006 eine Fehlbelegungsabgabe für Familien, deren Einkommen sich verbessert hatte. Das würde im Rahmen Föderalismusreform abgeschafft, denn der Verwaltungsaufwand war höher als sie erzielten Einnahmen. Die Fehlbelegungsabgabe hatte oftmals dafür gesorgt, dass Besserverdienende aus vormals gemischten Wohnquartieren wegzogen, wodurch sich z. T. homogene Brennpunkte entwickeln konnten. Was ja in den meisten Großstädten inzwischen der Normalfall ist.

    Der Neubau von Sozialwohnungen ist inzwischen durch derart viele Auflagen zur Dämmerung, Energieeffizienz und sonstigen Bauvorschriften inzwischen so teuer geworden, dass die Zuschüsse nicht ausreichen, um auch eine sozialverträgliche Miete zu rechtfertigen. Nahezu alle Mieter benötigen Zuschüsse, um die verlangte "Sozialmiete" bezahlen zu können.
    Der einzige Weg, ein Mindestmaß an Sozialwohnungen zu schaffen, ist die Auflage bei Großprojekten, dass ein gewisser Prozentsatz der Wohnungen nur an Berechtigte vermietet werden dürfen. Das leisten sich Wohnungsbaukonzerne, ein Privatinvestor ist damit überfordert.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Auch wenn du es vielleicht anders meintest?

    aber wenn es endlich flächendeckend schnelles Internet gäbe und man mehr auf Home Office setzen könnte, bräuchte nicht jeder ein eigenes Büro in der Firma (es bedürfte nur einer guten Organisation )

    Was nebenbei noch einige andere Probleme lösen, oder zumindest "lindern" würde.
    Ich hatte zumindest zum Teil daran gedacht, dass sich durch mehr Homeoffice auch Firmen verkleinern könnten, bis zur Auflösung der Firmenadresse sozusagen. Ich bin ja nicht der große Freund von Homeoffice, aber wo es für beide Seiten passt ist es toll. Ich habe gesehen, dass man höhere Energiekosten hat, mehr Zeugs verbraucht wie Klopapier, Wasser. 8 Stunden täglich das Notebook an verbraucht wie viel Strom? Dafür hat man keine Kosten für Zu- und Abfahrt, das man ja in den meisten Fällen über die Steuer zurück bekommt.

    Aber klar, ich denke auch an Firmenpleiten und schlechte Chancen ein Gebäude, oder eine Lokalität dann wieder vermietet zu bekommen. Ich kenne ja selbst so ein Beispiel, wo aus einem Restaurant jetzt Wohnungen werden.

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Hm, um zuhause auch nur so halbwegs die Ergonomie und die Effizienz hinzukriegen, die ich im Büro habe, bräuchte ich ein Zimmer mehr. Und besseres Internet als ein 8 Jahre altes Gebäude mit entsprechenden Anschlüssen bietet (oder dauerhaft mein Handy als Hotspot). Jedem, der zuhause am Rechner arbeitet, ein Zimmer für sich allein zu geben, hat auch Kosten.

    Was vermutlich gut wäre, wäre, wenn die Am-Computer-Arbeiter sich dezentral aufstellen könnten. Gleich nebenan gibt's hier Shared Working Spaces, wenn die Firma da zwei Räume mieten würde, wäre das Raum- und das Wegeproblem gelöst. Aber das kostet vermutlich mehr als ein Werk im Industriegebiet.
    Das meine ich jetzt nicht persönlich, aber jeder denkt da nur an seine Situation und denkt daran, was bei ihm nicht geht
    Wieso nicht mal denken wie es gehen könnte?

    Dein Beispiel zeigt doch, das es Möglichkeiten gibt.

    Und ja, auch das wird nicht für alle funktionieren. Aber auch das soll ja nur ein Teil des Puzzles sein.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das interessiert mich jetzt, ich weiß nicht, was du meinst. Wo soll es genug Wohnraum geben, doch nicht da, wo die Leute Wohnraum wollen? Wie wird das denn jetzt genutzt?
    Nur kurz, weil ich los muss...
    Viele Leute würden ländlicher leben wollen, wenn denn die Infrastruktur gegeben wäre
    Da gibt es aber so viele Hürden, und Lösungen werden behördlich torpediert.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  6. Inaktiver User

    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    IDafür hat man keine Kosten für Zu- und Abfahrt, das man ja in den meisten Fällen über die Steuer zurück bekommt.
    Äh nein, die bekommst du nicht über die Steuer zurück, der daraus errechnete Anteil deines Gehaltes/Lohns bleibt steuerfrei.
    Ist besonders geil für Leute, die Geringverdiener sind, damit kaum Steuern zahlen, aber täglich 60 km eine Fahrt zur Arbeit haben. Das ersetzt denen niemand, nehmen wir mal an du fährst runde 16.000 km jährlich nur hin zur Arbeit, zurück ist da nicht dabei
    mach pi mal Daumen 4800 Euronen die dafür veranschlagt werden könnten, da du aber mit 1300 € brutto Geringverdiener bist, zahlst du rund 300 € Lohnsteuern im Jahr. Was kriegste also vom Finanzamt wieder? ...

    Aber klar, ich denke auch an Firmenpleiten und schlechte Chancen ein Gebäude, oder eine Lokalität dann wieder vermietet zu bekommen. Ich kenne ja selbst so ein Beispiel, wo aus einem Restaurant jetzt Wohnungen werden.
    Besser als trauriger Leerstand.
    Bin eh gespannt wie das mit den Restaurants/Kneipen wird. Die die bei uns nach der Wende in den Dörfern dicht gemacht worden sind, sind nie wieder geöffnet worden, aber auch oft nicht umgenutzt, nennt sich im Osten oft ungeklärte Eigentumsverhältnisse oder auch gern Erbengemeinschaft.

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Was aus verkauften städtischen Sozialwohnungen werden kann, beleuchtet folgender Artikel.

    Kontrollen in Häusern von Altro Mondo



    Düsseldorf/Lemgo/Oerlinghausen. Gegen Missstände in den Wohnungen von DEGAG/Altro Mondo ist am Dienstag das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung vorgegangen. An der Kontrollaktion beteiligten sich mit Castrop-Rauxel, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Hagen, Herne, Kamen, Lemgo, Oerlinghausen und Wuppertal zehn Kommunen.

    Wiederholt waren Missstände in Wohnungen der Deutschen Grundbesitz AG (DEGAG), die von der Altro Mondo verwaltet werden, Gegenstand öffentlicher Berichterstattung.
    wie defekte Aufzugsanlagen, defekte Heizungsanlagen/fehlende Warmwasserversorgung, Schimmelbefall und Abfallproblematik/Vermüllung. Wegen nicht bezahlter Versorgungsrechnungen drohen den Mieterinnen und Mietern zudem Wasser- und Wärmesperren.

    "Das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mieter wird belastet"
    „Es ist ein verlässliches Zeichen, dass heute gemeindeübergreifend Kontrollen in den Wohnungsbeständen der DEGAG/Altro Mondo stattfinden", betont Minsterin Ina Scharrenbach. Zahlungsrückstände für Wasser-, Abwasser-, Strom- und/oder Wärmeleistungen oder Maßnahmen zur Instandhaltung würden oftmals erst auf wiederholtes Tätigwerden von Behörden betrieben oder ausgeglichen, heißt es seitens der Ministerin, die ergänzt: "All das passiert auf dem Rücken von Mieterinnen und Mietern. Kurzum: Das ist kein Wohlverhalten eines Unternehmens und solche Unternehmen belasten massiv das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mieter und schädigen das Gesamtbild der Wohnungswirtschaft. Das wollen wir in Nordrhein-Westfalen nicht."
    Quelle
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  9. Moderation

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bin eh gespannt wie das mit den Restaurants/Kneipen wird. Die die bei uns nach der Wende in den Dörfern dicht gemacht worden sind, sind nie wieder geöffnet worden, aber auch oft nicht umgenutzt, nennt sich im Osten oft ungeklärte Eigentumsverhältnisse oder auch gern Erbengemeinschaft.
    Erbengemeinschaften.

    Eine Wohnung, in die ich gezogen bin, da hatten sich die Erben so lange gestritten, bis der Mieter, der seit einem Jahr keine Miete zahlte (weil die Erben sich icht mal darauf einigen konnten, was dagegen zu machen) verduftet ist und alles was abmontierbar und nicht größer als ein Klo war, hat mitgehen lassen.

    Zwei Häuser hab ich mir mit Freunden angesehen mit den Gedanken, die zusammen zu kaufen und eine MehrfamilienhausWG zu machen, und bei beiden stellte sich nach einem Jahr hin und her raus, daß der Anbieter gar nicht verkaufen durfte, wegen, genau, Erbengemeinschaft.

    Und dann gibt's noch so was wie das Einkaufszentrum, wo der Vermieter die Anlage nur für die Steuer hat und gar kein Interesse daran, was zu vermieten, denn dann müßte er ja mal die Schäden beseitigen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. Inaktiver User

    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Danke, Lilith, sehr interessanter Artikel. Beispielsweise auch das hier (hätte ich nicht vermutet): .

    Slupina: In bevölkerungsarmen Regionen geht es darum, mit kleinen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Lösungen die bestehende Infrastruktur zu erhalten. Die Idee, durch die Schaffung neuer Strukturen automatisch neue Einwohner anzulocken, wird nicht funktionieren. Im Gegenteil verschärft solches Handeln nur das Problem. Unterm Strich steigen dann nämlich die Ausgaben.

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