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25.02.2021, 10:41
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
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25.02.2021, 12:44
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
Nee. Um beides.
Neue Baugebiete können nicht wirklich ausgewiesen werden, mangels Platz. Nach vorne die See, nach hinten Ackerland.
Es gibt aber sehr viele Einheimische, junge Familien, die gerne kaufen oder bauen würden, aber aufgrund der aufgerufenen Preise keine Chance haben.
Ein Verbot der gewerblichen Vermietung dieser Zweitwohnsitze haben wir schon etliche Jahre (sprich : Ferienwohnungen) nur baut sich anscheinend eine hohe Nachfrage für die Eigennutzung zusammen. Auch gerne im Konstrukt "Familie wirft zusammen, einer kauft, die Nutzung wird unter einander abgesprochen".
Spricht eigentlich nichts dagegen, nur möchte man, völlig zurecht, seitens der Kommune vermeiden, dass junge Leute, die aus der Gegend kommen und gerne bleiben würden, keine Möglichkeit haben.
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25.02.2021, 13:34
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
Häufig ist das das Problem eine Erbengemeinschaft, oder ein Besitzer, der kein Geld zum Renovieren hat aber sich nicht trennen kann oder will, schon gar nicht zugunsten von irgendwelchen Ortsfremden oder am Ende noch einem Bauträger, und dann zu einen Spottpreis! Dann geht's nicht vor und nicht zurück, da kann die Gemeinde nichts machen.
(Hier in der Stadt haben wir ein ganzes Einkaufszentrum, 1 großer Laden und 15 kleine, wo der Besitzer überhaupt kein Interesse daran hat, das zu vermieten, zu pflegen, oder zu modernisieren. Da sieht's auch aus wie in Bodie, Kalifornien, nachdem der Goldrausch vorbei war. (Den großen Laden gibt's noch, aber da schwächelt die Haustehnik...). In den Häusern rundrum werden die Geschäfte immerhin in Wohnungen und Büros/Kanzleien/Praxen umgebaut, aber das sind auch Häuser, die zum Wohnen gebaut wurden, und wo die entsprechende Haustechnik zumindest rudimentär da ist.
@Ophelius, solche ehemaligen Gewerberäume die dann ohne große Umbauen als Wohnraum vermietet wurden, hab ich auch einige gesehen. Da lebt man ein wenig wie ein Hausbesetzer... Viel Platz, total unpassende Form und Technik. Geruch von der Vornutzung als Burgerbräterei optional.
@Nicolo, wenn Erstwohnsitze zu Zweitwohnsitzen gemacht werden: Irgendwo müssen die Einheimischen hin, die aus ihren Dörfern rausgepreist werden und deren Jobs, falls vor Ort, nur noch im Sommer getan werden müssen. Schon sind wir wieder beim Thema...** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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25.02.2021, 14:59Inaktiver User
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
Erinnert mich an Gespräche mit meinen Freunden in Italien. Die waren nicht unbedingt gut auf manche Westeuropäer zu sprechen, die sich Häuser in der Toskana kauften. Die Zeiten sind auch vorbei.

Wir haben hier im Dorf eigentlich keinen Leerstand, eher andersherum, obwohl Osten, aber viel Bauland ringsum ist auch nicht mehr. Wir sind aber direkt an einem der größten mitteldeutschen Gewerbegebiete mit Autobahnanschluß gelegen. Haben Grund-, Regelschule und Gymnasium im Dorf. Mein Sohn pendelt täglich aus der Stadt in der er wohnt, über 60 km zur Arbeitsstelle in mein Nachbardorf, weil er hier keine Wohnung bekommen würde. Wir haben aber Bahnanschluß und die restlichen 5 Kilometer fährt er mit dem Rad. Infrastruktur ist nicht zu unterschätzen.
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26.02.2021, 01:12Inaktiver User
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26.02.2021, 11:30
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
Da ist dann die Politik gefragt.
Auf Amrum beispielsweise ist es meines Wissens schon lange verboten, einen Zweitwohnsitz zur Eigennutzung oder kommerziellen Nutzung zu erwerben.
Auch könnten Gemeinden festlegen, dass leerstehende Gebäude innerhalb von x Jahren einer neuen Dauernutzung zugeführt werden müssen, um sterbende Ortskerne durch Leerstand zu vermeiden.
Nach Ablauf dieser Frist könnte eine Enteignung gegen Entschädigung erfolgen, sprich Kauf durch die Gemeinde zum Verkehrswert plus x.
Die Gemeinde könnte dann an Interessenten weiterverkaufen, die dort wirklich selbst und dauerhaft leben oder ein Gewerbe betreiben wollen.
Enteignung gegen Entschädigung ist eine legale (und meines Erachtens legitime) Maßnahme zur Durchsetzung gesellschaftlicher Interessen gegen Privatinteressen (wie z.B. zerstrittene Erbengemeinschaften oder Spekulanten), die allerdings weder besonders bekannt noch besonders beliebt ist.
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26.02.2021, 11:50
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
Und zu Viele machen das dann mit dem Auto, was eine ökologische Katastrophe ist.
Infrastruktur ist alles.... Infrastruktur ist nicht zu unterschätzen.
Ich würde nirgendwo hinziehen, wo keine Ärzte, Apotheken, Einzelhandel, Bildungs- und Freizeitangebote in Fahrraddistanz (max. 10 km) erreichbar sind und wo kein ÖPNV existiert, mit dem ich dieses erreichen kann.
Schon gar nicht mit Kindern, die ich dann jeden Tag herumchauffieren müsste.
Aber viele Menschen denken vermutlich, sie fahren eh gern Auto und die ganze Versorgung könnten sie ja auch "online machen". Viel Spaß dabei.
Mein Vater war von seinem "Landlebentraum" nach 3 Jahren komplett abgefressen, dabei musste er werktäglich nur 20 Minuten Auto plus 40 Minuten Bahn bzw. zwischen 60 und 75 Minuten Auto fahren.
ÖPNV Fehlanzeige.
Einkaufen, Ärzte, Ein-Saal-Kleinstadtkino 2 x 20 Minuten Fahrzeit.
Theater, richtiges Kino, Livemusik 2 x 60+ Minuten Fahrzeit.
Die nächste Dorfkneipe (mit sensationellen Bratkartoffeln) 3,5 km, ok, biste ggf. wieder halbwegs nüchtern, wenn Du zu Hause bist.
Aber 'ne Menge Platz, Gegend und Ruhe.
Kann mensch machen, muss mensch aber nicht.
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26.02.2021, 12:08Inaktiver User
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
Ja ist leider so, ich zB. komme gar nicht anders zu meinen Einsätzen, weil viele Betriebe an Autobahnzufahrten liegen, ich nicht zu den üblichen Schichtzeiten beginne oder ende, da fällt ÖPNV flach, weil: fährt dann nicht.
Ich wohne in einem Dorf, dass das fast alles hat und das in einer ausgebauten Scheune am Dorfrand. 6 Minuten mit der Bahn in die LandeshauptstadtInfrastruktur ist alles.
Ich würde nirgendwo hinziehen, wo keine Ärzte, Apotheken, Einzelhandel, Bildungs- und Freizeitangebote in Fahrraddistanz (max. 10 km) erreichbar sind und wo kein ÖPNV existiert, mit dem ich dieses erreichen kann.
Schon gar nicht mit Kindern, die ich dann jeden Tag herumchauffieren müsste.
Aber 'ne Menge Platz, Gegend und Ruhe.
Kann mensch machen, muss mensch aber nicht.
, also fast Vorort. Aber wir sind das Gemeindezentrum und es gibt ein paar Kilomter weiter Dörfer hinterm Berg, die haben gar nix. Wenn da nicht mal der Bäcker oder Fleischer mit dem Transporter kommt, ist da gar nix und da zieht auch kaum einer hin. Bei uns im Ort ist Bauland nicht mehr zu haben und die gemeindeeigenen, sowie die Genossenschaftswohnungen sind alle vermietet. Speckgürtel halt.
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26.02.2021, 13:20Inaktiver User
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
interessanter Artikel aus den Tagesspiegel zum Mietendeckel und Wohnungsnot
klick
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26.02.2021, 14:43
AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?
Passt irgendwie nicht so recht dazu, dass Berlin gerne zusätzliche Migranten aufnehmen möchte . .
Die Stadt / der Landkreis Berlin erklärt sich bereit, aus Seenot gerettete Menschen, beispielsweise von einem zivilen Seenotrettungsboot, ähnlich eines Relocation-Programms, direkt aufzunehmen und unterzubringen. Diese Aufnahme geschieht zusätzlich zur Verteilungsquote Asylsuchender.
Quelle: seebruecke.org
Eigentlich sollte man erst einmal die, die schon da sind, mit Wohnraum versorgen.
lg luci
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH



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