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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Um Stuttgart herum ist es schwierig, auch in den kleineren Dörfern und Orten ist alles leergekauft. Da kosten Reihenhäuser eben nicht knapp eine Million, aber 700.000 Euro auch gerne. Und dafür ist man dann noch länger unterwegs. In den eigentlichen Dorfkernen ist das Problem aber auch wie von Bauschundbogen beschrieben, die Häuser stehen eng an der Durchgangsstraße, was nicht richtig attraktiv ist. Da müsste man mehrere Grundstücke zusammenlegen, um ein größeres Mehrfamilienhaus zu bauen, was dann meistens ein Investorenobjekt mit zusammengesetzten Schuhschachteln wird, wenn es mal passiert. Schwierig.

    Ich bin gespannt, wie die Überbauung des durch "Stuttgart 21" irgendwann mal freiwerdenden Baugeländes wird (wenn ich das noch erlebe). Absehbar wird es so lange dauern, dass die teuere Planung mit der Bürgerbeteiligung dann sowieso schon wieder hinfällig ist.

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    1000 qm Gärten? Wo denn, wie denn?
    Auf dem Kaff.
    Aktueller Komplettwert Haus mit Grundstück 250T Eu. (Belegt durch Gutachen und Verkaufspreise in der Nachbarschaft.)
    Die Parzellen waren 1973 alle so zwischen 1100 und 1600 qm. Mit 1/2 Stellplatz für Gäste, eigene Fahrzeuge waren auf dem Grundstück unterzubringen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Auf dem Kaff.
    Aktueller Komplettwert Haus mit Grundstück 250T Eu. (Belegt durch Gutachen und Verkaufspreise in der Nachbarschaft.) ...
    OK, also Altbestand in infrastrukturell unattraktiver Lage.

  4. Moderation

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    OK, also Altbestand in infrastrukturell unattraktiver Lage.
    Wo halt vor 40 Jahren die Leute hingezogen sind, die ein Einfamilienhaus mit Garten wollten: Aufs Kaff.
    Nicht, daß sie nicht heute auch noch aufs Kaff ziehen und zwei Straßen weiter für 400T einen Neubau ohne Keller mit 400 qm Grundstück kaufen. Das ist dann der Altbestand von morgen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wo halt vor 40 Jahren die Leute hingezogen sind, die ein Einfamilienhaus mit Garten wollten: Aufs Kaff.
    Nicht, daß sie nicht heute auch noch aufs Kaff ziehen und zwei Straßen weiter für 400T einen Neubau ohne Keller mit 400 qm Grundstück kaufen. Das ist dann der Altbestand von morgen.
    OK, aber das aktuelle Bauverhalten kommt meines Erachtens dann aus der Abteilung:
    "Zwei Dinge sind unendlich,
    das Universum und die menschliche Dummheit,
    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    (Albert Einstein)

    Und bei dummem Verhalten, dass auch die Allgemeinheit schädigt, sehe ich einen Ansatz für staatliche Ordnungspolitik - inklusive Verboten.
    Geändert von Nicolo (25.02.2021 um 10:37 Uhr)

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    OK, also Altbestand in infrastrukturell unattraktiver Lage.
    Kommt drauf an. Wir haben so eine Bude Anfang der 2000er Jahre für den Preis vom neuen Golf gekauft, 10 Jahre auf einer Dauerbaustelle mit den damals noch kleinen Kindern gewohnt (was aber zum einen am Denkmalschutz und zum anderen daran lag, dass wir fast alles in Eigenleistung gemacht haben.). Jetzt ist das Ding schön gelegen und, Corona sei Dank, die Nachfrage nach Häusern direkt an der Küste steigt.
    Früher hatte ich Kärtchen am Auto - falls sie mal verkaufen wollen - heute haben wir Kärtchen im Briefkasten. Von Maklern.
    Unlängst sprach mich jemand draußen an. Ob wir verkaufen wollen und wenn, zu welchem Preis. Ich sagte "800.000", was ein absolut lächerlicher Mondpreis war. Er sagt, mit leicht entgleister Miene, "Na... Wir werden schon irgendeinen Dummen finden."

    Das sind ja alles Aufträge von außerhalb, als Zweitwohnsitz.

    Ich habe diese Summe genannt, damit er verschwindet und vielleicht die Story bei seinen Kollegen erzählt - damit Ruhe ist.
    Aber nix.

    Eine Woche später klingelt er und bittet um Kontaktdaten. Er habe einen ernsthaften Interessenten.

    Das wäre in etwa der vierfache Wert. Wer bitte zahlt sowas? Es scheint immer noch sehr viele Leute zu geben, die nicht wissen, wohin mit der Kohle.

    War egal, wir wollen ja nicht verkaufen.

    Die Nachteile erschließen sich dem geneigten Käufer erst nach dem Einzug - wir haben zwar schnelles Internet. Und viel Gegend. Direkt am Wasser, unser Grundstück hat Strandzugang.

    Aber : Wir brauchen vier Autos für 4 erwachsene Personen. Öffis gibt's nicht.
    Nur den Schülertransport.

    Und mit der Ruhe auf dem Dorf ist es immer so eine Sache. Hier gibt eher wenig Fahrzeuglärm. Also, von Kfzs. Dafür von den Fähren. Schon mal um 6 von einem Nebelhorn wachgeworden?

    Und laut ist es ohnehin - aber eben anderer Krach. Die Erfahrung hat ein "zugewandeter" Nachbar schon im ersten Jahr gemacht, als er wegen des Maishäckslers auf dem Feld nebenan nachts um 3 die Polizei rief. Erntebetrieb. Die dürfen rund um die Uhr, auch Sonn und Feiertags krawallen....

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Kommt drauf an. Wir haben so eine Bude Anfang der 2000er Jahre für den Preis vom neuen Golf gekauft, 10 Jahre auf einer Dauerbaustelle mit den damals noch kleinen Kindern gewohnt (was aber zum einen am Denkmalschutz und zum anderen daran lag, dass wir fast alles in Eigenleistung gemacht haben.). Jetzt ist das Ding schön gelegen und, Corona sei Dank, die Nachfrage nach Häusern direkt an der Küste steigt. ...
    Naja, ist ja auch schön an der Küste, selbst wenn mensch nicht fälschlicherweise annimmt, dass Seeluft gegen Corona schützen könnte.
    Ich möchte nicht in permanenter Abhängigkeit vom PKW und ohne ernsthafte Infrastruktur zu leben.


    ... Das wäre in etwa der vierfache Wert. Wer bitte zahlt sowas? Es scheint immer noch sehr viele Leute zu geben, die nicht wissen, wohin mit der Kohle.
    ....
    Der Markt ermittelt den Wert als Preis über Angebot und Nachfrage.

    Solche Summen zahlen Leute, denen diese geschilderten Nachteile nachranging erscheinen oder egal sind.
    Vielleicht befürchten derlei OInteressenten auch, sich für all ihr Geld in nächster Zukunft nichts ihnen sinnvoll und erstrebenswert Erscheinendes oder wirklich Substantielles mehr kaufen zu können.
    Es gibt offenbar zuviel Buch- und Papiergeld.
    Die Leute haben das Recht, ihr Geld in legalen Geschäften auszugeben, selbst wenn sie dabei etwas "über Wert" kaufen.

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Natürlich hat jeder das Recht, sein Geld zum Fenster raus zu werfen:)

    Ich finde es allerdings richtig, dass der Landkreis an einer Lösung für eine Begrenzung für die Zweitwohnsitze arbeitet. Wir haben es diesen Winter erlebt - die normale Winterinfrastruktur war mit dem Lockdown noch schlechter als sonst, während es so voll ist und war wie sonst im Fruhsommer - es ist ein Chaos.
    Und "Sylter Verhältnisse" will hier auch keiner.


    Es gibt aber auch genug Orte, gar nicht weit entfernt, da sinken Häuser extrem im Wert. Die Eigentümer, oft Senioren, für das Haus so eine Art Versorgung im Krankheitsfall darstellte, sind dann entsetzt, wenn ihnen gesagt wird - 40.000 vielleicht.
    Da finde ich viele Bürgermeister aber oft noch zu sehr "Generation Auto". Wir haben einen Arzt, einen Zahnarzt, einen Supermarkt, ne aktive Kirchengemeinde, den Schützenverein.. Was wollen denn die Leute NOCH?

    Na, vielleicht einen vernünftigen ÖPNV, Arbeitsplätze in der Nähe (und "man ist doch in einer Stunde in X mit dem Auto" ist nicht in der Nähe) und auch noch sowas wie einen Kindergarten . Mit 3 Stunden Spielkreis am Tag, in den die eigenen Kinder schließlich vor über 30 Jahren auch gegangen sind, kommt man nicht weit.... Und vielleicht drei seit 20 Jahren leerstehende Gebäude im Ortskern abreissen und davon zwei Grundstücke machen.

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen

    Ich finde es schon auffällig, dass viele neue, teure Stadtwohnungen ganz bewusst so geplant werden, dass sie nicht familientauglich sind. Da hat die 120qm-Wohnung gerne ein turnhallengroßes Wohnzimmer und ein eher kleines Schlafzimmer, bodentiefe Fenster und nirgendwo Stellfäche. Die ganze Raumaufteilung ist so, dass ein Kinderzimmer nicht in Konzept passt, von zweien gar nicht zu reden.

    Aus Investorensicht ist die Sache ja sonnenklar: Warum sollte man an eine Familie vermieten, wenn ein gut verdienendes kinderloses Paar im Rennen ist? Da ist die Abnutzung allemal geringer und die Leute haben finanziell einen ganz anderen Spielraum.

    Ich kann mir nicht helfen, aber eine Person auf 120 qm finde ich fast obszön. Da würde ab einer gewissen Größe eine Abgabe draufschlagen, die in den sozialen Wohnungsbau fließt.

    Auf der anderen Seite habe ich Paare gesehen, die sich mit zwei kleinen Kindern in einer 60 qm-Wohnung herumdrücken und nichts Größeres finden.
    Gestern war ich zum ersten Mal in der 120 qm Wohnung meines ältesten Enkels. Er nimmt niemanden etwas weg. Die Wohnung war bis vor kurzem die Filiale einer Sparkasse. Nach der Eingangstür gibt es nur zwei weitere Türen: die zum Bad und einem kleinen Schlafzimmer. Die bodentiefen Fenster hat er mit einer Spiegelfolie abgeklebt, damit niemand vom Bürgersteig reinschauen kann.
    Der ehemalige Serviceraum ist sehr groß, da steht seine Küche, sein Sofa, ein Riesenfernseher, sein Computer und ein Billardtisch drin.

    Die Sparkasse hat ihren alten Tresor im Schlafzimmer stehen lassen. Der dient jetzt als Lager für Putzmittel und Werkzeug.
    Das ist definitiv kein Wohnraum für eine Familie.
    Geändert von Opelius (25.02.2021 um 07:52 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Nachverdichtung - es lebe die Betonwüste?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Gestern war ich zum ersten Mal in der 120 qm Wohnung meines ältesten Enkels. Er nimmt niemanden etwas weg. Die Wohnung war bis vor kurzem die Filiale einer Sparkasse. ...
    Das ist allerdings ebenfalls eine Bestandsimmobilie.
    Um die geht es in der Diskussion um die Regulierung von neuen Bauvorhaben aber nicht.

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