Dass die Kritik an den Maßnahmen in vielen Fällen nicht ehrlich gemeint ist, sondern als Vehikel für eine hidden agenda fungiert.
Populismus: Dass die Rechtsaußen sich - wieder mal - diffuse, vom Einzelnen noch nicht näher benennbare Unzufriedenheit und Frustrationen zunutze machen, in diesen Frust vorstoßen, sich darin breit machen und sowohl den Frust als auch die Kritik hiermit für sich beanspruchen wollen. Was beim Leser/Hörer/Medienkonsumenten hervorgerufen werden soll, ist: "Aha, die Rechten verstehen mich wenigstens. Ich muss die wählen und/oder denen Geld spenden."
Hier erwarte ich Whataboutism als Reaktion: Aber das machen die anderen (Parteien) doch genauso oder noch schlimmer.
Und, last but not least, dass deine Aussage eine falsche Behauptung ist: Kritik an den Corona-Maßnahmen kommt mitnichten nur von rechtsaußen, sie kommt von überall. Was von rechtsaußen kommt, sind Falschbehauptungen über Diktatur, Verschwörungen und fehlende Meinungsfreiheit und Diskreditierung der Wissenschaft.
Hier erwarte ich "inhaltliche" Reaktionen, mit der Stoßrichtung, wissenschaftliche Erkenntnisse zu relativieren, und die Verteidigung der Behauptung, die Meinungsfreiheit sei in Gefahr, sobald man rechten Meinungsäußerungen widerspreche.
Die Einzigen, die hier massiv Framing betreiben, sind die Rechten selbst, indem sie versuchen, sämtliche Kritik an den Maßnahmen zur Eindämmung für sich selbst zu beanspruchen. Der Slogan ist: Wir Rechten sind die Einzigen, die die Maßnahmen kritisieren.
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01.05.2021, 10:03Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Geändert von Inaktiver User (01.05.2021 um 10:33 Uhr)
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01.05.2021, 10:10
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Währenddessen wird auf diversen Querdenker-Demos gegen die Hygieneregeln verstoßen und nationalsozialistische Vergleiche gezogen:
Während der „Querdenken“-Versammlung auf dem Mercksplatz seien „nationalsozialistische Vergleiche zu den eingesetzten Polizeikräften formuliert“ worden sein, teilte die Polizei am späten Freitagabend mit. Die Aussagen würden geprüft und es seien Ermittlungen eingeleitet worden.
Ein Fotograf berichtete via Twitter, eine Rednerin der „Querdenken“-Versammlunghabe Polizistinnen und Polizisten, die auf dem Dach eines Kiosks gestanden hätten, um die Situation zu beobachten, mit KZ-Aufsehern verglichen.
22:30
„Querdenken“-Demo in Darmstadt: Polizei ermittelt wegen Nazi-Vergleich | Darmstadt
Ein Framing ist nicht nötig.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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01.05.2021, 10:51Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Das ist für mich schon auffällig an der "Argumentation":
von und bei den Rechten werden solche Dinge als "Recht auf freie Meinung" gelobt oder zumindest akzeptiert/hingenommen ("das wird man doch noch sagen dürfen..."), allerhöchstens wird es ignoriert
- bei den Kritikern der Rechten wird reflexhaft jede Äußerung als (Re)Framing angeprangert - was ja nichts anderes bedeuten soll, dass damit auch ein mehr oder weniger verborgener, aber suspekter Zweck hinter der Kritik vermutet wird.
Der Trick dabei ist, dass beide Aussagen selten gemeinsam auftreten, sondern immer wieder punktuell bei passender Gelegenheit platziert werden - mal so, mal so.
In der Hoffnung, dass der Widerspruch in der Argumentation nicht auffällt.
Wer schnell vergisst (und manchmal wünsche ich mir das auch für mich, ich merk mir leider zu viel in der Richtung) oder nur flüchtig liest, wird also immer nur eine Hälfte des Ganzen wahrnehmen und damit das ungleiche Maß nicht erkennen.
Die Dummen, das sind immer die anderen und ob verzerrt oder verdreht wird - das spielt auch keine Rolle dabei, oder fällt eben nicht auf. Ist ja alles nur Meinung, dann kann es ja auch nicht falsch sein. Meinungen werden wie Gefühle behandelt, die sind ja auch immer "richtig", dabei ist eigentlich authentisch gemeint.
Auf der Basis fühlen sich dann Leute auf einer Demo wie von KZ-Aufsehern bewacht und sagen das so, also: hey - wenn das ihre Meinung ist....?
Erwähnt man das, dann ist es automatisch: Polarisierung oder Spaltung.
Wenn die Querdenker und ihre FreundInnen wenigstens für sich zugeben könnten, dass ihr Meinungskorridor mindestens so eng ist wie der derjenigen, die sie genau deswegen dafür angreifen - dann wäre damit schon was gewonnen.
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01.05.2021, 10:59Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Merken die Corona-Kritiker nicht, mit wem sie sich da gemein machen?
Man kann bei Demonstrationen Maske tragen und Abstand halten, man kann einzelne Maßnahmen kritisieren und andere vorschlagen, das ist alles möglich und findet statt.
Ich sehe da kein Mundtot-machen.
Wer allerdings demonstrativ ohne Maske und Abstand grölend demonstriert und damit genau das macht, wozu Kickl aufruft, der sollte sich nicht wundern, wenn er mit ihm in Zusammenhang gebracht wird.
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01.05.2021, 11:14Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Merkst du wirklich nicht, dass der ewiggleiche, haltlose Vorwurf des Framing nichts an der Tatsache ändert, dass die Quer-"Denker" nachgewiesen Kontakte zu Blaubraun haben, Redner/innen aus diesem Millieu wiederholt ständig eine Bühne bieten, sich um die Kooperation mit Reichsbürgern bemüht haben und nicht grundlos vom Verfassungsschutz beobachtet werden?
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01.05.2021, 11:42Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
[ed.]
In D sind es leider auch die Medien, die oft maximal populistische Formulierungen verwenden. Vermutlich denken sie, sie verkauften sich dann leichter. Ich finde das verantwortungslos, denn es hat auch Auswirkungen auf die Kommunikation allgemein und hält eine Panikstimmung aufrecht.Geändert von Analuisa (01.05.2021 um 15:15 Uhr) Grund: Zitat angepasst, Bezug gelöscht
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01.05.2021, 11:48
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Ich empfinde es nicht so, dass versucht würde, irgendjemanden mundtot zu machen.
Der Kernwiderspruch bleibt doch, auf einer öffentlichen Demonstration, einen im Internet geposteten Beitrag oder Video seine Meinung kundzutun und gleichzeitig zu beklagen, mensch dürfe seine Meinung nicht mehr sagen.
Wer das tut, legt mir nahe, dass es ihm/ihr nicht um Menungsfreiheit geht, sondern darum, dass er/sie die eigene Meinung als "die Wahre, einzig Gültige" durchsetzen will.
Ich hielte es auch nicht nur für unethisch, sondern für unsinnig, irgendjemanden mundtot machen zu wollen.
Denn nur in der freien Meinungsäußerung erkennen wir, wer jemand ist, wie jemand denkt, was jemanden bewegt.
Aber es gibt eben Dinge, die nicht meinungsfähig sind.
Beispielsweise haben Polizist*innen, die den ordnungsgemäßen Ablauf einer Demonstration überwachen, nichts Wesentliches mit KZ-Aufseher*innen gemein.
Noch weniger haben Anti-Anti-Corona-Maßnahmen-Demonstrant*innen, Corona-Leugner*innen, Querdenker*innen oder Impfgegner*innen mit KZ-Häftlingen gemein.
Wer solche Vergleiche zieht, verharmlost das, was KZ-Aufseher*innen getan und KZ-Häftlinge erlitten haben und tut Polizist*innen bitter Unrecht.
Und das weiss auch jede/r, die solche Vergleiche anstellt. So miserabel kann kein Geschichtsunterricht gewesen sein.
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01.05.2021, 11:59Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Find ich schon auch zutreffend, sofern dann jeweils das gleiche System auftritt (Framing-Behauptungen, die Behauptung von unterdrückter Meinungsfreiheit, "Gleichschaltung der Medien".... usw. usf.)
Und das geschieht tatsächlich und ist auch von Bedeutung weil damit eine Zermürbung des öffentlichen Diskurses an verschiedenen Stellen stattfindet - mit den gleichen Mitteln.
Ich halte das nicht für einen Zufall, ich halte das für ein Muster.
Ebenso ist es kein Zufall, dass zu verschiedenen großen Themen Meinungscluster erkennbar sind.
Menschen, die aktuell gegen die Pandemiemaßnahmen protestieren (auf der Straße oder nicht), sind recht häufig auch gegen politisch voran getriebenen Klimaschutz, sind eher ablehnend gegenüber Zuwanderung/Flüchtlingen und Deutschen, die Migrationshintergrund haben eingestellt... bis hin zu "früher war alles besser" (außer in der DDR, aber da sind wir ja schon bald wieder... usw. usf....).
Nicht alles auf einmal, nicht unbedingt in jedem Punkt ausgeprägt oder gar radikal - aber erkennbar ist es.
Vor allem beim "harten Kern" sehe ich dieses Muster, und das wird zufällig (natürlich!) in Deutschland politisch von der AfD abgebildet.
Offensichtlich passt das alles irgendwie zusammen.
Als gemeinsamer Nenner fällt mir auf: die Regierung, die Koalitionsparteien, oder die, die es werden könnten (realistisch gesehen) - da wird der Kern allen Übels gesehen und angeklagt.
Als würden wir eben tatsächlich in einer Diktatur leben, da schließt sich dann querdenkerisch der Kreis.
Viele von diesen Demonstranten sind nicht erst seit der Pandemie und ihren Maßnahmen unzufrieden, das bricht jetzt nur mit Macht hervor da die Einschränkungen ja tatsächlich real sind..
Welche Bedeutung das hat, auch das kann jeder für sich bewerten.
Dass es aber solche Zusammenhänge gibt - darüber sollte man sprechen (dürfen).
Damit ich nicht missverstanden werde (obwohl, ich rechne damit, dass): der Umkehrschluss funktioniert nicht.
Nicht jeder, der die Maßnahmen kritisiert, ist ein Querdenker und nicht jeder Querdenker ist automatisch ein Klimawandelleugner.
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01.05.2021, 13:12
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
[editiert]
Ich finde grundsätzlich auch nichts Schlimmes daran, jemanden irgendwie einzuordnen oder eingeordnet zu werden. Das machen Menschen x-tausendmal am Tag, anders ist Leben gar nicht möglich.
Wenn mensch dies weiss und seine Einordnungen überprüft, wo dies geboten ist, sehe ich da kein Problem.
Es sollte sich aber auch jeder Mensch darüber im Klaren sein, dass es immer einen Eigenbeitrag, ein eigenes Sein, eine eigene Äusserung gibt, die jede/r zur eigenen Einordnung beiträgt.Geändert von Analuisa (01.05.2021 um 22:44 Uhr) Grund: Zitat angepasst, Userthematisierung gelöscht
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01.05.2021, 13:13Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Nach dem Vorbild von #allesdichtmachen?
Und mir fehlt, dass nicht differenziert wird zwischen den Vorwürfen, rechte Narrative gezielt bedient oder arglos nachgeplappert zu haben. Und auch eine Differenzierung zwischen der Motivation bestimmter Initiatoren und der Akteur/innen ist kaum erkennbar, da Erstere von den Befürworter/innen möglichst totgeschwiegen werden.Wäre gerade bei Corona logisch, denn ob das Virus jetzt rechts oder links ist ,weiss keiner so genau.Mir fehlt hier auch die Differenzierungen der 155 Schubladen oder wie zuletzt der 53 Öffentlichen.
Wenn ich z. B. die Aktion nicht als "wunderbar" bejubelt, sondern als "ignorante Verhöhnung" von Krankenhaus-Personal, Erkrankten, Verstorbenen und Angehörigen kritisiert habe, hat das überhaupt nichts mit links-rechts zu tun.



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