Wenn sich jemand hinstellt und so was:
So forderte die Medizin-Bloggerin "Doc Caro" unter #allemalneschichtmachen die Beteiligten auf, für eine Schicht im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation mitzuarbeiten, um sich selbst ein Bild der Lage zu machen.
Nun also #allemalneschichtmachen: Liefers will auf Intensivstation arbeiten - n-tv.de
Kommuniziert, sollte dieser Jemand damit rechnen, dass das „Angebot“ angenommen wird. Wenn es nicht ernst gemeint ist, wozu dann überhaupt sowas in den Raum stellen? Wenn ich mich überlastet fühle, dann binde ich mir keine Besucher ans Bein und schreibe nicht in der Bri, geschweige denn, dass ich mich im TV äußere.
Wenn ich gut organisiert bin und sich der Ansturm in Grenzen hält, dann kann ich auch woauchimmer aus irgendwelchen Nähkästchen plaudern.
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30.04.2021, 10:57Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
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30.04.2021, 10:59
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Die Priorität ist aber auch nicht "Um Himmels Willen, das arme Personal."
Das ist auch verlogen.
Die hatten es vor Corona genauso schlecht wie im Moment, nur hat es die meisten, die das medizinische Personal jetzt in den Himmel heben, kein Stück interessiert. Im Gegenteil. Die Anspruchshaltung an das Gesundheitswesen war in der Regel extrem hoch.
Dass die Gelegenheit genutzt wird, auf Missstände deutlich aufmerksam zu machen ist richtig und ich hoffe stark, dass es etwas nutzt. Nur glaube ich nicht daran.
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30.04.2021, 11:34Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
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30.04.2021, 11:41Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Ist das so? Kannst du mir zeigen, nennen, zitieren, wo die ganze Aktion im allgemeinen und Herr Liefers im Besondern hätten erkennen lassen, dass es ihnen in den Clips an irgendeiner Stelle um Aufmerksamkeit für das medizinische Personal und für Misstände im Gesundheitswesen gegangen wäre?
Das würde mich ehrlich gesagt verwundern.
Das war schließlich einer der Hauptkritikpunkte an der Aktion, dass sie von Ärztinnen und Pflegepersonal als Verhöhnung ihrer Arbeit und Arbeitssituation empfunden wurde. Welche sich darüber ja auch deutlich empört haben. So kam es ja überhaupt erst zu dem Angebot bzw. der Anregung der Ärztin mit *allemalneschichtmachen*.
Dass du dies jetzt als logische Folge der Aktion hinstellst und im Nachhinein versuchst, es zur Intention umzudeuten, ist absurd.
Genausogut könntest du behaupten, Umweltverschmutzung führe - über den Umweg des Problembewusstseins - letztendlich zu sauberer Umwelt.
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30.04.2021, 13:12Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Man kann auch - wissend, dass die Arbeitsbedingungen schon vor Corona nicht rosig waren - gerade jetzt den Pflegenden und Ärzten/Ärztinnen wünschen und auch mit dafür Verantwortung übernehmen, dass die Arbeitsbedingungen durch die aktuelle Situation nicht noch schlimmer werden als sie sowieso schon sind.
Je mehr Menschen schwer erkranken, desto prekärer ist die Situation.
Ich hoffe, dieser Zusammenhang wird nicht geleugnet.
Warum das verlogen sein soll, erschließt sich mir nicht.
Dann kann ich ja auch zu dir sagen: ach, wenn es vorher schon keinen kümmert, dann ist es in einer Krise erst recht egal? Oder es gibt keine Berechtigung, darauf hinzuweisen, deswegen?
Vielleicht sollte man mehr auf die hören, die tatsächlich im Einsatz sind, am Ort des Geschehens - in den Krankenhäusern, auf den Intensivstationen.
Oder zumindest das Interesse an ihnen nicht als verlogen abtun.
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30.04.2021, 13:45Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Ich verstehe nicht, dass Du Dich so darüber echauffierst. Anscheinend hat diese Aktion bei Dir - und nicht nur bei Dir - ja einen Nerv getroffen. Die Maßnahmen, die die Regierung getroffen hat, waren nie alternativlos, es hätte immer auch Alternativen gegeben und es gab genügend Beispiele, wie man auch hätte agieren können. Und es war höchste Zeit, dass wir mal darüber reden.
Ich habe mir die Sendung Maybritt Illner von gestern auch angesehen und ich muss sagen, dass ich schon lange keine Talk-Show zum Thema Corona mehr gesehen habe, die so ausgewogen war. Mir hat sehr gut gefallen, wie unaufgeregt und sachlich Herr Liefers seine Punkte brachte, manchmal gewürzt mit einem Schuss Ironie. Also mir gefällt das
Diese TV-Kritik in der Welt hat das Geschehen ganz gut zusammen gefasst:
„Man wird so unter Druck gesetzt, bis man nicht mehr zu dem steht, was man gesagt hat“
Der Schauspieler verteidigt sein Video. „Wir können doch nicht das, was wir sagen und wie wir darüber sprechen, definieren lassen von denen, mit denen wir nichts zu tun haben wollen“, so der Schauspieler. Ihm und seinen Kollegen war der Applaus von „Querdenkern“ und AfD vorgehalten worden. Bildhaft meint Liefers, er müsse sagen dürfen, dass zwei plus zwei vier ist – auch wenn ein AfD-Politiker zum gleichen Ergebnis komme. „Ich stehe für die offene Gesellschaft und für die Freiheit der Rede.“
Und auch den Part über Herrn Kubicki find ich gut:
FDP-Vize Wolfgang Kubicki, ins Studio zugeschaltet, gibt Feuer in die Debatte. Er maße sich nicht an zu beurteilen, ob eine Diskussion destruktiv oder konstruktiv sei. Diese Unterscheidung gebe es auch in der Verfassung nicht. Er appelliert, Kritiker von Corona-Maßnahmen nicht zu Menschen zu erklären, die schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle wollten.
Auf Dauer werde die Gesellschaft einen Lockdown nicht aushalten, betont Kubicki. Dass sich jetzt gerade Schauspieler geäußert hätten, könne er nachvollziehen – die hätten vielfach schließlich nicht nur Einkommen, sondern vor allem auch ihr Publikum verloren. Und ihre Videos und Meinungen gelte es auszuhalten – das garantiere ja ohnehin die im Grundgesetz verankerte Kunst- und Meinungsfreiheit.
(Hervorhebungen von mir)
Was daran findest Du denn nicht gut und sogar "unglaublich"? Dass Leute ihr Recht auf freie Meinungsäußerung noch ausüben?
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30.04.2021, 13:55
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Geändert von wildwusel (30.04.2021 um 14:01 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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30.04.2021, 14:06
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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30.04.2021, 14:17Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Auf Dauer wird auch keine Gesellschaft diese zugespitzten und polarisierenden Diskussionen aushalten. Trotzdem wird von allen Seiten draufgehauen, was das Zeug hält. Und immer mit maximalem "Waffeneinsatz" - N*azi und Stasi-Vergleiche, Diktaturankündigungen, AfD-Paranoia.
Sowohl die Medien wie die Menschen in den Sozialen Medien ergehen sich in einer Hysterie, über die man nur noch den Kopf schütteln kann. Gerade die Medien spielen eine sehr unrühmliche Rolle, wie man unschwer bei Vergleichen mit ausländischen Zeitungen aus dem deutschsprachigen Raum feststellen kann. Sie sorgen dafür, dass der Panik-Pegel stets auf Maximum steht.
Deutschland dürfte inzwischen nicht weniger polarisiert sein als die USA.
Allerdings ohne Not, denn sowohl die Covid-Infektionen wie die wirtschaftlichen Schäden sind in Deutschland geringer als anderswo. Deutlich höher ist allerdings die Aufgeregtheit.
Wenn da nicht auf allen Seiten abgerüstet wird, schafft man sich in D genau das, was man angeblich verhindern will: Eine durch und durch gespaltene, polarisierte Gesellschaft, in der jeder nur noch mit der dicksten Keule zuschlägt, die er finden kann.
Falls sich jemand fragt, ob das nicht überall so ist: Nein, das ist es nicht.
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30.04.2021, 14:17
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Leider geht das kulturelle Wissen um rhetorische Mittel rapide verloren.
Ich denke, Liefers wußte ganz genau, daß das "die sollten mal hier arbeiten, dann würden sie nicht so daherreden" kein Angebot zum Praktikum war, aber es ist spaßig und öffentlichkeitswirksam, ein treudoofes Gesicht zu machen und Sarkasmus beim Wort zu nehmen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **




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