Ja. Ich hab das im März 2020 gehört ("Hallo, können da langsam mal verbindliche Regeln aufgestellt werden anstatt daß dieser Virus hier so einen Durchmarsch macht und jeder vesucht, sein eigenes Süppchen zu kochen und sein eigenes Klopapier zu horten?") und im Oktober 2020 ("Hallo? Nägel mit Köpfen? Ich will doch nicht noch nach Neujahr in dieser halbgaren Suppe sitzen...") Und was ist? Wer auf der Straße Radau macht, kriegt das Händchen getätschelt, und die Mehrheit darf da sitzen und mit den Zähnen knirschen, und nicht mal auf die Straße, denn entweder sind sie nicht "bürgerlich" genug, um das Händchen getätschelt zu kriegen, oder sie haben keine Lust, dem Virus und den Verschwörungmythikern eine weitere Plattform zu bieten.
re: "Systemimminenter Bug"
It's not a bug, it's a feature.
Jedenfalls meine ich mich aus dem Sozialkundeunterricht zu erinnen, daß Deutschland wurde darauf angelegt, nur im Konsens regierbar zu sein, damit dramatische Aktionen sehr ausgebremst bis unmöglich werden. Leider ist auch die Bekämpfung eine Pandemie eine dramatische Aktion, und das Bewußtsein für die Notwendigkeit von Konsens hat schon seit längerem auf zu vielen Seiten schwer gelitten.
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28.04.2021, 13:46
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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28.04.2021, 14:05Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Mein Eindruck ist, dass Konsens und Kompromiss verwechselt werden, bei so einigen.
Man erwartet oder fordert eher einen Kompromiss - etwas, womit alle einigermassen gut leben können und jeder ein Stück aufgeben muss, damit keiner benachteiligt wird oder sich schlecht dabei fühlt.
Das funktioniert aber in einer Pandemie leider so nicht.
Wenn dann die Interessen so weit auseinander liegen, dann wäre ein Konsens tatsächlich notwendig. Darüber, was genau das Ziel ist und dass es zur Erreichung des Ziels manche härter treffen muss (und diese dafür unterstützt werden), weil es in der Natur der Sache liegt:Großveranstalter aller Art, Tourismus..... sofern man eben den Konsens "Eindämmung" hätte.
Aber diesen Konsens, auf der Basis: soll das Infektionsgeschehen eingedämmt werden?" - selbst den gab und gibt es so eindeutig nicht. Ich war lange im Nebenstrang "Persönliche Einschränkungen...." unterwegs, in regelmäßigen Abständen wurde das immer wieder mal bestritten bzw. so stark relativiert dass man bei "laufen lassen" landen würde, würde man dem folgen.
Ganz zu schweigen von eben der Gruppe in der Gesellschaft, die die Gefahren grundsätzlich leugnet.
Dazu scheint mir noch eine Art Grundverbitterung über Regierung/Politik zu kommen.
Wer nur das schlechteste erwartet, der wird auch fündig werden, die Differenzierung zwischen schwierigem Problem und mangelhafter Problembehandlung wird oft erst gar nicht mehr gemacht.
Ist nicht viel anders als 2015 ff (Flüchtlinge), jetzt eben anderes Thema.
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28.04.2021, 15:43Inaktiver User
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28.04.2021, 18:15Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Keine Ahnung, mir ist das noch nicht passiert, denn meine Meinung zu diesen Leuten äußere ich klar und eindeutig genug, dass wohl niemand auf die Idee kommt, das zu versuchen. Deshalb schrieb ich ja auch, von der Veinnahmung des Themas.
Aber nachdem die Quer-"Denker" jetzt bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet werden, ist aktuell ohnehin die Frage ob und wie sich das auf das Demonstrationsgeschehen auswirken wird. Die Behauptung, die meisten Demonstrant/innen, die ihren Aufrufen folgen, hätten mit antidemokratischen Zielen, Bedrohungen, antisemitischer Hetze und Verschwörungsmärchen nichts am Hut, ist ja ab sofort wohl hinfällig.
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28.04.2021, 18:19Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Stopp, die bekommen ein neues Etikett!
Markierungen von mirEs bedeutet auch, dass die Proteste nach Einschätzung des Verfassungsschutzes nicht von Rechtsextremisten gesteuert werden, auch wenn sie unübersehbar Teil der Bewegung sind - über diese Frage war viel diskutiert worden.
Den Anfang machte Baden-Württemberg
In den vergangenen Monaten hatten bereits mehrere Landes-Verfassungsschutzbehörden Teile der Protestbewegung unter Beobachtung genommen: zunächst Baden-Württemberg, wo die "Querdenken"-Bewegung ihren Ursprung hat, danach folgten Bayern, Hamburg und zuletzt Berlin. Dabei gilt nicht die gesamte Bewegung als extremistisch - maßgebliche Akteure, die einen steuernden Einfluss auf das Protestgeschehen haben, nach Einschätzung der Verfassungsschützer hingegen schon.
Quelle
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28.04.2021, 18:26
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Nein, es bedeutet lediglich, dass die Aussrede nicht mehr funktioniert, mensch hätte nicht gewusst, wer zu diesen Demos aufruft und dort ebenfalls mindestens mitmarschiert.
Aber nachdem letzten Samstag schon zig-tausende Supermarkt-Kund*innen in D von den neuen Bedingungen der Corona-Notbremse überrascht waren, würde es mich auch nicht wundern, wenn solche Leute auch nicht mitbekommen, dass der Verfassungsschutz es nun für nötig hält, diese Bewegung zu beobachten und warum.
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28.04.2021, 19:08Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Hm. Und wenn ich jetzt mit den Covidioten so rein gar nichts am Hut habe, aber gegen bestimmte Maßnahmen protestieren möchte, was mache ich da?
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28.04.2021, 19:11Inaktiver User
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28.04.2021, 19:18Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Das nennt man persönliches Pech, betrifft ungefähr die Hälfte der Bevölkerung und es gibt 2 Optionen.
Man bleibt daheim und lernt sich zu ängstigen oder man geht mutig raus demonstrieren und wundert sich dann über den imaginären 3. im Emailfach...
Man könnte seine Aggressionen auch anders abbauen, nützt aber auch nichts, denn man landet dann im Verfahrensbereich, was auch nicht erbaulicher als Option 2 ist.
Ängstigen jedenfalls wird nicht reglementiert und liegt im Trend.
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28.04.2021, 19:21Inaktiver User
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Gehst du zur örtlichen Polizei, meldest eine Demonstration an und rufst Gleichgesinnte zur Teilnahme auf. In diesem Aufruf erklärst du ganz deutlich, an wen er sich richtet und wer inhaltlich nicht dorthin passt. Falls dann doch die "falschen" Leute kommen, erklärst du ganz laut und vernehmlich, dass die Veranstaltung beendet ist. Dann ist allles, was danach passiert nicht mehr deine Sache, sondern die Polizei zuständig. Was meinst du, wie oft die Quer-"Denker" und Neonazis, die ja gerne durch die halbe Republik reisen, um sich kein Protest-"Event" entgehen zu lassen, das mitmachen?



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