Nach 14 Monaten Lockdown finde ich es unerträglich, wie das Schlagwort "solidarisch" in der Debatte instrumentalisiert wird.
Denn gegenüber vielen, vielen Menschen ist unsere Gesellschaft seit Corona genau das Gegenteil: unfassbar unsolidarisch. Kinder und Familien stehen da an erster Stelle, generell die jüngere Bevölkerung. Bildungsdesaster, Schuldenberg, Angststörungen, psychische Erkrankungen, Vereinsamung...all das wird dieser Gruppe aufgebürdet, ohne dass eine ergebnisoffene Debatte über die Verhältnismäßigkeit stattfindet.
"Seid solidarisch" ist das Totschlagargument, das dabei zum Einsatz kommt - gegenüber Menschen, denen man jede Solidarität entzogen hat.
Ja natürlich, es werden in Talkshows und co. mit mitfühlendem Blick gerne auch die "armen Kinder und Familien" erwähnt. Aber das war es dann.
Getan wird für diese nichts! Nur immer mehr aufgelastet...Lockdown wird länger und länger. Keine Suche nach Alternativen, keine Debatten, kein Abwägen. Keine sachliche, fundierte Begründung für Maßnahmen. Immer nur "weiter so".
Der Hinweis auf diese unfassbare Nicht-Solidarität, die wir erleben, ist das zentrale Anliegen der Schauspieler-Aktion.
Antworten
Ergebnis 5.511 bis 5.520 von 7143
-
25.04.2021, 11:10
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
-
25.04.2021, 11:20
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Diese nicht-solidarität ist viel älter als die Pandemie. Sie ist zentrale motivation der Corona-VT-demo-dingensbums gemeinde. Sie drückt sich aus durch das allgemeine ignorieren der bedürfnisse anderer, in sehr vielen gesellschaftlichen gruppen.
Alles ein grosses, ein grundproblem. Das unabhängig von der aktuellen situation besteht.
Ich sehe nicht, dass die aktuellen videos in irgendeiner form eine umfassende reform der gesellschaft zum ziel haben. Ich sehe, dass ganz gezielt kleine einzelaspekte eines teilthemas aufgegriffen werden. Und ich weiss, welche gesellschaftlichen/politischen gruppen sehr ähnliche agenden haben.nichts ist wie es scheint
-
25.04.2021, 11:22Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Hinweise, dass z. B. Richy Müller sich wohl vorher nicht ausreichend über die Hintergründe der Aktion informiert haben dürfte, und sein Video zurückzog, als er feststellte, dass es auf einer Plattform veröffentlicht wurde, die er nicht unterstützen will, dass in den Videos Parolen und Narrative genau derjenigen verbreitet wurden, die die Filme anschließend lautstark bejubeln, dass Schauspieler/innen erst im Nachhinein klar wurde, wie verletzend ihr Zynismus von Krankenhhaus-Personal, Corona-Patient/innenn und Hinterbliebenen empfunden wurde, werden hoffentlich von dir genehmigt.
-
25.04.2021, 11:23Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Die ganze "Corona-Sache" geht überwiegend auf die Kosten der Sozial-Schwachen, die hauptsächlich schwer erkranken oder sogar sterben. Mit den Sozial-Schwachen in unserem Land ist man doch nur solidarisch, wenn man sie gegen eine andere Gruppe ausspielen kann.
-
25.04.2021, 11:24
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Im Oktober machten die Ärzte in der Tagesschau auf die Situation der Kunst- und Veranstaltungsbranche aufmerksam.
"Die Arzte" uber Veranstaltungsbranche: "Viele haben wirklich Existenzangste" | tagesschau.de
Die Band unterstützt beispielweise das Bündnis "Alarmstufe Rot", das mit Demonstrationen und Aktionen regelmäßig auf die prekäre Lage der Branche hinweist. "Wir hoffen, dass wir die Politiker dazu kriegen, diese Riesenbranche, die 1,4 Millionen Menschen beinhaltet, zu sehen und zu unterstützen", so Bela B.
Protest der Veranstalter: Alarmstufe Rot | tagesschau.deImmer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
25.04.2021, 11:26
-
25.04.2021, 11:29
AW: Demonstrationen und andere Formen des Protests gegen Pandemiebekämpfungsmaßnahmen
Von April 2020
Immer mehr Theater und Opernhäuser stellen wegen der Corona-Krise ihr Programm online zur Verfügung – entweder im Livestream oder als Videomitschnitt vergangener Vorführungen. Wir geben euch einen Überblick über die Angebote – für die meisten sind gute Deutschkenntnisse von Vorteil. Zum Schluss gibt es noch einen englischsprachigen Bonus.
Corona-Krise: Theater online erleben
Dezember 2020
Theater und Orchester trotzen Corona: Die Kultur spielt online | Kultur | DW | 01.12.2020
Am diesem Montag (30. November 2020) haben sich die Mitarbeitenden deutscher Kultureinrichtungen kurzentschlossen digital verbündet. Dazu aufgerufen hatte der Deutsche Bühnenverein mit dem "Aktionstag der Theater und Orchester".
Die Bühnen machten engagiert mit sehr unterschiedlichen Aktionen und dem Hashtag #Wirsindda auf die derzeitige Situation aufmerksam. Am Abend erstrahlten viele Häuser ganz in Rot.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
25.04.2021, 11:30Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
zu den sozial schwachen kommen noch die hinzu, die sozial schwach gemacht werden.
kulturbetriebe und gastronomie sind seit einem jahr geschlossen oder eingeschränkt, da kräht kein hahn mehr nach. DAS finde ich unsolidarisch und sehr einseitig, dass immer dieselben den infektionsschutz ausbaden müssen.
-
25.04.2021, 11:31Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Sehe ich leider auch so.
Aber es war ein Versuch. Meiner Bekannten, die auf Mittelaltermärkten, Märkten oder Kirmsen als Artistin auftritt, hilft das Null.
Die lebt von Hartz-IV.
Kindsmisshandlungen, Frauenmisshandlungen da sehe ich den Zusammenhang mit Covid-19 eher gespalten, da ist nicht erst zu diesem Zeitpunkt aufgekommen. Das sitzt tiefer dran und war vorher schon da, da müssen viel früher Ansätze kommen und durchgezogen werden, trotz Pandemie.
Homeschooling ist ein Trauerspiel, wird aber seit Monaten von vielen Eltern angesprochen, bin mal gespannt ob sich da jetzt mehr tut. Auf diesem Kamm bläst bei uns übrigens auch die AFD, weil's eben einfach beschixxen läuft, das ist nun mal so, aber wie gesagt das fällt vielen auf.
Das sich in den letzten Wochen die Ministerpräsidenten, einschließlich Spahn und Merkel nicht gerade durch für alle nachvollziehbare Ideen hervorgetan haben, bestreitet ja auch keiner. Aber allen Leuten recht getan, ist eine Kunst die keiner kann.
Dann weist man eben mit künstlerischen Mitteln nochmal darauf hin. OK.
Mich würde ja mal interessieren wer von den Künstlern bei # Alarmstufe rot mitmacht, mitredet, die Kollegen unterstützt.
Aber da landen wir wieder bei der Moral und darüber wollen wir ja nicht reden.
Ohne irgendjemandem zunahe treten zu wollen, der Arsxx geht immer erst auf Grundeis, wenn's einen selber betrifft.
War schon vor Corona so.
Ich hoffe ja immer sehr, das die derzeitige Situation mal deutlich macht, wie es ums Personal in den Krankenhäusern bestellt ist.
Ich lag im vergangenen Jahr 4 Wochen Normalstation, der Dienst, der auf Station geschoben wird, ist noch anders, als wenn ich rollierende Schicht fahre und alle 6 Woche ein Wochenende frei hab.
Gut, die meisten haben sich den Beruf ausgesucht. Aber wenn den niemand mehr machen will, was dann?
-
25.04.2021, 11:34Inaktiver User



Zitieren
