Ich denke, sie kritisieren die rolle der Medien, die sehr einheitlich berichtet haben. Daß jede abweichende Meinung sofort angestraft wird und Applaus nur von der richtigen Seite kommen darf. Das Video von Christian Ehrich hat mir zB gut gefallen.
Andere kritisieren das extrem autoritäre auftreten des Staates, der extrem wie nie zuvor in das Heiligste, das Private der Bürger eingreift, und den vorauseilenden Gehorsam einiger dort mitzumachen ohne zu reflektieren ob die Verhältnismäßigkeit überhaupt noch gegeben ist.
Es gäbe sicherlich eine Menge mehr zu den Videos zu schreiben, aber dazu müsste man sie sich einzeln vornehmen und dazu bin ich wirklich zu müde.
Viele haben den Menschen einfach aus dem Herzen gesprochen und die Reaktionen zeigen einmal mehr wie tief gespalten unsere Gesellschaft ist.
Aber vielleicht ist das ja auch für irgendwas gut.
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23.04.2021, 21:56
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
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23.04.2021, 22:00Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Das frage ich mich auch. Jammern kann ich selber oder die eine oder andere Maßnahme belächeln, darüber wütend sein etc. Da brauche ich niemanden, der das mit großer Geste tut, kann ich schon selber. Man kann sich damit arrangieren oder sich nicht, dann sollte man fundierte Vorschläge machen, wie was besser gehen könnte. Die hätten sich ja beispielsweise für Luftreiniger in Schulen oder Theatern stark machen können, NoCovid unterstützen oder sonst was.
So, wie es ist, ist es für mich eine weitere Art, die Maßnahmen zu beklagen, braucht das wirklich jemand? Schade um die Ressourcen, die dafür verbraucht wurden.
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23.04.2021, 22:02Inaktiver User
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23.04.2021, 22:03
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Tja, da ich diese Künstler*innen ausnahmslos nicnt kenne, kenne ich auch deren Ideen nicht.
Und die Ideen, die ich in dem Projekt erkenne, sind eben ... hm.
Schauspieler*innen werden dafür bezahlt, den Texten, Figuren und Geschichten anderer Leute Leben einzuhauchen.
Filmschauspieler*innen haben sogar mehrere Versuche dafür, dass richtig hinzukriegen - dafür bleibt das Ergebnis dann "länger stehen".
Die genuin eigenen Sätze oder Meinungen von Schauspieler*innen sind daher so oft oder selten klug und einfühlsam wie die aller anderen Menschen auch.
Denn sonderlich klug und einfühlsam müssen Schauspieler*innen eben nicht sein, um Erfolg zu haben.
Dürfen die das? Na klar, die Kunst darf fast alles.
Wollten die das so? Offensichtlich wollten die das so, beim Medium Film gibt es da keine Ausreden.
Was genau wollten die eigentlich? Tja, ... Kunst entsteht im Auge der Betrachtenden, manchmal aber eben auch nicht.
Nun sollten die Herrschaften also auch mit kritischer Rezeption klarkommen.
Applaus bekommen sie schliesslich auch.
Nur vielleicht nicht von denen, von denen sie gern welchen gehört hätten.
Mit dem "Applaus von der falschen bzw. richtigen Seite" und dem "Stehen/sich stellen/gestellt werden in rechten Ecken" befassen sich übrigens zwei, drei der interessanteren Kurzfilme.
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23.04.2021, 22:04
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"
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23.04.2021, 22:04Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Nein, du verstehst gar nicht, wie mich Corona betrifft - aber darum geht es nicht. Das ist genauso eine Verurteilung, wie wenn man die Künstlergruppe zur Richtung Querdenken zählt.
Und ich lehne es absolut ab, dass du dies mit der Thematik Kindsmisshandlung verbinden willst. Nein. Das ist ein schlechtes Beispiel.
Ich könnte mir vorstellen, dass es darum geht, dass die Kultur extrem unter den Maßnahmen aufgrund des Virus leidet. Ich nehme an, ich weiß es nicht...
Satire als Stilmittel und keiner weiß, um was es geht? Das ist keine Politik und natürlich betreiben die Künstler Politik. Aber.... was wollen sie? Worauf wollen sie aufmerksam machen?
Das ist das Hornberger Schießen schlechthin.
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23.04.2021, 22:04Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Ich glaube, Krankheit und Tod eignen sich in Deutschland nicht für Satire.
Die Berliner Zeitung hat übrigens einen, wie ich finde, ganz guten Artikel dazu.
erklären die Schauspieler und Schauspielerinnen, weshalb Grundrechte einen Grund bräuchten und warum man kritisches Denken am besten einstellen sollte. Die Schauspielerin und Kabarettistin Tina Maria Aigner, auch bekannt durch ihre Auftritte im Berliner Kabarett-Theater Distel, appelliert schließlich an die Bevölkerung: „Bleiben Sie gesund. Und unterstützen Sie die Corona-Maßnahmen. Mit und ohne Grund!“
Für mich zeigt's wie sehr Covid-19 an die Substanz geht, bei jedem, ob Maßnahmenakzeptierer, Befürworter, Gegner oder Verharmloser. Ich persönlich kann nichts mehr spaßig finden, ich wünsche mir manchmal es ist nur ein schlechter Traum. Dabei kann ich noch arbeiten gehen und wenn es klingelt, gehe ich an die Tür und ich sehe täglich mehr als einen Menschen.
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23.04.2021, 22:06
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Wenn man sich z.B. mal dieses Zitat hernimmt in dem der GF des Kulturrats sich dazu äußert:
Olaf Zimmermann: Ich bin nicht sehr glücklich mit dieser Aktion. Sie ist nicht hilfreich, sie bringt eine Diskussion, die letztendlich in die vollkommen falsche Richtung führt. Wir haben ja in den letzten Wochen so intensiv darum gerungen - auch jetzt beim Infektionsschutzgesetz - noch ein bisschen mehr Freiheiten für die Kultur herauszuholen. Das ist leider nicht gelungen, selbst die Kultur draußen wird in der nächsten Zeit nicht stattfinden können.
Aber wir diskutieren und ringen ja auch gerade mit den Politikerinnen und Politikern. Und dann kommt so eine Aktion, die sicherlich satirisch überspitzt gemeint ist, die uns aber unter dem Strich einfach nichts nützt. Sie wirft uns zurück. Sie bringt uns als Gesellschaft auch nicht nach vorne.
Das ist der Beitrag des Kulturrates zur Debatte. Wow. Wie viel Aufmerksamkeit hatte das? Was haben sie damit erreicht?
Wenigstens was die Aufmerksamkeit betrifft haben sie mit #allesdichtmachen sehr viel mehr erreicht.
Da kann man sich schon fragen, ob die Kunst- und Kulturszene von ihrer Interessenvertretung wirklich gut vertreten wird.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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23.04.2021, 22:06Inaktiver User
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23.04.2021, 22:07Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"



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