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  1. Moderation

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, an Peinlichkeit und fehlgeleiteter Eitelkeit nicht zu überbieten und ein glatter Schuss in den Ofen. Die Querdenker und Aluhüte jubeln ihnen zu und medizinisches Personal von Covid-Stationen ist zu Recht stinkwütend und enttäuscht. Sauber gemacht.
    Meret Becker fasst sich ja an die eigene Nase:

    Es sei eine vielleicht zu zynisch gestaltete Kunstaktion gewesen. Sie kritisierte, in der Pandemie sei immer eine Tür für die Wirtschaft offengehalten worden. Die Theater seien zu, aber die Flieger voll. Menschen müssten zur Arbeit gehen, damit die Industrie weiterlaufe. Es gehe auch darum, dass Menschen allein sterben.

    Und vor allem:
    »Wir hätten vielleicht mehr das sagen sollen, was eigentlich gemeint ist«, sagte Becker.
    Aus dem vorhin verlinkten Spiegel-Artikel


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hat mich vor allem genervt, dass das alles so etablierte Typen sind, die weiterhin ihre Tatorte drehen können.
    Hat Liefers z.B. in eigener Sache geschrieben? Es ist schon gut, wenn bekannte Leute die Situation der Kunstbetriebe beschreiben. Manuel Sprinkelbaum vom Pieplinger Stadttheater würde kaum Aufmerksamkeit erregen. Ab davon beschäftigt eine Tatort-Produktion nicht nur Stammpersonal, sondern hat auch Nebenrollen und viel Statisterie. Wenigstens was.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Die nächsten Allesdichtmacher*innen haben nun offenbar doch fünf Minuten zum wirklich(?) selbst(?) Nachdenken(?) gefunden.
    Oder auch nur Schiss um ihre lukrativen Film- und Werbeverträge:

    Meret Becker und Ken Duken distanzieren sich von #allesdichtmachen - DER SPIEGEL

    Erbärmlich.

  3. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Meret Becker fasst sich ja an die eigene Nase:
    Es ist eben die Frage ,warum sich Schauspieler ,die kritische Gedanken zu der Pandemie veröffentlichen, an die eigene Nase fassen müssen ,um anschliessend nicht komplett aus dem Besetzungsrepertoire gestrichen zu werden , weil es politisch nicht genehm ist?
    Das diese Angst real ist ,belegen genau diese Schauspieler ,die jetzt" Muffensaussen "bekommen haben und sich distanzieren aus Existenzängsten. Das gab es alles schon mal, lesen wir unsere Geschichte.
    Genau darüber sollte man nachdenken ,wo wir inzwischen stehen!!!
    Pandemie hin und Demokratie her...irgendwas läuft schief und das nicht erst seit gestern .

  4. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    In der Aktuellen Stunde im WDR wand sich Jan Josef Liefers gerade wie ein Aal, um die Aktion zu "rechtfertigen". Diese Arroganz, mit der er auf berechtigte Kritik und für ihn unangenehme Fragen des Moderators reagierte, finde ich geradezu abstoßend. Schade, dass mir Münster-Tatorte kein Vergnügen mehr bereiten, da ich immer dieses Geschwurbel im Hinterkopf haben werde.

  5. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Ich hab mir jetzt einige der Filmspots angesehen.

    Was mir dabei auffällt - das ganze wirkt so... vorgetragen.

    Als würde da eben ein Schauspieler ein Stück aufführen.

    Künstlich im Sinne von Kunstprodukt.

    Und alles irgendwie aus einem Guss, auch wenn versucht wird, individuell zu wirken. Nicht inhaltlich, die Intention eint ja die Teilnehmer der Kampagne. mehr so die Art und Weise, wie Ironie verwendet wird.

    Ich habe nicht den Eindruck dass das spontane, ganz eigene Gedanken sind die jeder auf seine besondere Weise vermittelt.

    Ihr etwa?

    Naja, das mit den Tüten für ein- und ausatmen war noch etwas speziell, ich sag mal nix weiter dazu.


    Eher so wie eine konzertierte PR-Aktion mit vorformuliertem Textgerüst.

    Inhaltlich fand ich es eher banal bis peinlich, keiner dieser Schauspieler hat mich berührt mit seiner "Vorstellung".
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2021 um 19:21 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mir dabei auffällt - das ganze wirkt so... vorgetragen.

    Als würde da eben ein Schauspieler ein Stück aufführen.

    Künstlich im Sinne von Kunstprodukt.
    Ja, genau so war es doch offensichtlich gedacht. Ich fand es gut und oft ist ja gerade das polarisierende ein Zeichen für Qualität.
    Ich stehe inhaltlich etwas ambivalent dazu, aber gerade darum finde ich es im Ganzen gelungen weil es sich durchaus nicht so klar einordnen lässt wie das die AfD interpretiert.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  7. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ja, genau so war es doch offensichtlich gedacht. Ich fand es gut und oft ist ja gerade das polarisierende ein Zeichen für Qualität. .
    Ich finde es nicht polarisierend, sondern schlicht geschmacklos. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

  8. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Man sollte weder der AfD noch sonst wem die Deutungshoheit dafür überlassen.

    Ich finds misslungen weil es auf mich seelenlos und zynisch wirkt, angesichts der Realität.

    Und nicht deswegen, weil die AfD und Querdenker das bejubeln.

  9. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...

    Ich habe nicht den Eindruck dass das spontane, ganz eigene Gedanken sind die jeder auf seine besondere Weise vermittelt.

    Ihr etwa?

    Naja, das mit den Tüten für ein- und ausatmen war noch etwas speziell, ich sag mal nix weiter dazu.


    Eher so wie eine konzertierte PR-Aktion mit vorformuliertem Textgerüst.

    Inhaltlich fand ich es eher banal bis peinlich, keiner dieser Schauspieler hat mich berührt mit seiner "Vorstellung".
    So was geht gar nicht spontan, das will schon organisiert sein.
    Das den Leuten vieles zum Halse raus hängt, kann ich schon verstehen, geht mir ja ähnlich und natürlich kann man da auch ein Kunstprojekt draus machen, aber so kommt es eben derzeit nicht an.
    Und irgendwo muss man immer damit rechnen, dass irgendwer das für seine Zwecke einspannt, grade Liefers müsste das wissen, aber egal.

    Eher so wie eine konzertierte PR-Aktion mit vorformuliertem Textgerüst.
    ob's Geld dafür gab?

    Ich fand den Link in Zwekkes Beitrag # 5155 schon erhellend.

  10. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Es gibt einen schönen Kommentar im Cicero zu dieser Aktion #allesdichtmachen und den heftigen Reaktionen darauf. Hier nur die letzten beiden Absätze:

    Wo bleibt der Freigeist?

    Da staunt der Fachmann, und der Laie wundert sich: Für gewöhnlich gehört es im Feuilleton und in der politischen Öffentlichkeit zum guten Ton, Kunst wie Wissenschaft für ihre kritische Freigeistigkeit zu preisen. Derartige Sonntagsreden tragen dabei symbolisch der Tatsache Rechnung, dass die Freiheitsrechte von Kunst und Wissenschaft im Grundgesetz aus gutem Grund einen besonderen Status genießen. Sie sollen demnach genau das für die Gesellschaft leisten, was Liefers für sich in Anspruch nimmt: das Handeln der Mächtigen „kritisch“ zu begleiten.

    Ja, es soll sogar einmal Zeiten gegeben haben, in denen Intellektuelle und Künstler nicht nur dafür gefeiert wurden, wenn sie Elfenbeinturm und l’art pour l‘art hinter sich ließen, sondern genau dies von ihnen eingefordert wurde. Das kritische Potenzial beider Bereiche galt einmal als ihr eigentlicher gesellschaftlicher Schatz. Kritik durch Verstörung ist somit kein Ärgernis, sondern die eigentliche Technik der Kunst. Wollte sie darauf verzichten und immer mit den Herrschenden ziehen, degradierte sie sich zu bloßer politischer Propaganda.


    Neurotisches Deutschland

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