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    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man sich beim Selbstdenken damit outet, dass man den wichtigsten Teil der Realität, nämlich die medizinische Seite, die der Grund für die Maßnahmen ist, gänzlich ausblendet, sollte man sich allerdings nicht wundern, wenn man nicht von allen ernst genommen wird.

    ...
    Pandemien sind offensichtlich in früheren zeiten mit konzentration auf das medizinische und ohne großes gesellschaftliches und politisches drama überstanden worden.

    Im Winter 1969/70 standen Kliniken in Deutschland kurz vor dem Zusammenbruch. Ein Virus infizierte die Menschen – die Hongkong-Grippe. Ein Interview mit Medizinhistoriker Wilfried Witte über die fast vergessene Pandemie.


    ...

    Sprechen wir über die Berichterstattung zu der Zeit der Hongkong-Grippe: Wurden damals schon in Medien Experten aus der Wissenschaft zu Rate gezogen?
    Die Anzahl der Berichte stieg natürlich an, je stärker die Bundesrepublik von der Pandemie betroffen war. Zu dieser Zeit wurden auch Epidemiologen und Virologen befragt und zitiert. Aber das hatte nicht die Breitenwirkung, wie wir sie heute kennen. Einen Christian Drosten der 68er hat es damals nicht gegeben. Trotz der Skandalisierung der örtlichen Verhältnisse beispielsweise in Westberlin war die Situation weniger von Bedrohungsszenarien geprägt. Es ging mehr um Fragen zu den Strukturen im Gesundheitswesen: sind Ambulatorien wie in der DDR sinnvoll oder des Teufels? Wie kann man der Überfüllung in den Krankenhäusern Herr werden?

    Und wie war die Stimmung in der Bevölkerung?
    In der Zeit standen andere Themen im Vordergrund, zum Beispiel die Studentenbewegung, der „Prager Frühling“ oder politische Attentate. Befürchtungen in der Bevölkerung, dass man von einer Pandemie überrollt werden könnte, gab es damals kaum. Die Hongkong-Grippe hatte in der Öffentlichkeit lange nicht so eine Präsenz, wie sie die Coronapandemie heute hat. Das lag auch daran, dass es kaum Maßnahmen gab, die das öffentliche Leben in der Breite so einschränkten, wie das aktuell der Fall ist.
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    hongkong-grippe-die-vergessene-pandemie
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  2. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Nur weil andere das tun, heißt das ja nicht, dass du es nicht auch tust. Aber wenn man auf der "richtigen" seite steht, dann ist es anders?
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    Nein, wenn man auf einer anderen Seite steht, werden Kritik, Gedanken und Fragen gerne diffamiert. Besonders gerne von denen, die "besorgt" sind um die (eigene) Meinungsfreiheit. Damit meine ich nicht dich persönlich.

  3. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    War ja klar, dass als Gegenargument sofort die Corona-Kranken und -Toten instrumentalisiert werden. Das ist DAS Totschlagargument schlechthin. Das kann man für alle Maßnahmen ins Feld führen und seien sie noch so unsinnig.
    Instrumentalisiert? Was ist denn deiner Meinung nach der Grund für all die Maßnahmen wenn nicht die Pandemie? Würde mich wirklich interessieren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann sollte es so gemacht werden, wie Ulrich Tukur sagt:

    „Schließen Sie ausnahmslos jede menschliche Wirkungsstätte und jeden Handelsplatz“, fordert Schauspieler Ulrich Tukur die Bundesregierung auf. „Nicht nur Theater, Cafés, Schulen, Fabriken, Buchhandlungen, Knopfläden, nein, auch alle Lebensmittelläden, Wochenmärkte und vor allem auch all die Supermärkte.“ Und er fügt hinzu: „Sind wir erst am Leibe und nicht nur an der Seele verhungert und allesamt mausetot, entziehen wir auch dem Virus und seiner hinterhältigen Mutantenbagage die Lebensgrundlage.“
    Toll. Und so originell. Schwarz oder Weiß, nichts dazwischen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es muss einen Weg zwischen alles-laufen-lassen und alles-dicht-machen geben. Um diesen Weg müsste in einer Demokratie gerungen werden. Man müsste Fachleute aus unterschiedlichen Fachgebieten zu Rate ziehen und es bräuchte eine breite öffentliche Diskussion. All das geschieht aber nicht in diesem Land.
    Natürlich gibt es diese Wege, und es stimmt auch nicht, dass nicht um Lösungen gerungen würde.

    Nur gibt es eben keine Patentlösungen. Überall dort, wo aufgrund sinkender Infektionszahlen die Maßnahmen gelockert wurden, schossen die Fallzahlen wieder in die Höhe, so dass fast überall wieder Lockdowns nötig wurden. Du brauchst dazu nur in andere europäische Länder zu sehen.

    Es wurden weltweit alle nur denkbaren Methoden versucht. Manche funktionierten besser, andere weniger gut. Die Tatsache, dass Deutschland noch immer geringere Infektionszahlen hat, deutet darauf hin, dass man nicht ganz daneben lag. Aber manche interpretieren das so, dass die Maßnahmen nichts gebracht hätten. Das ist ohne jede Logik.

    Am lächerlichsten finde ich allerdings, wenn man nicht über den Rand der eigenen Suppenschüssel hinaus guckt. Alles dreht sich um Merkel, die deutsche Regierung, deren Maßnahmen. Das Zentrum des Denkens ist der eigene nationale Bauchnabel. Man macht sich nicht einmal die Mühe, hinzusehen, wie es woanders läuft, was man sich Positives abschauen könnte und was man vermeiden sollte.
    Diese Leute, die immer nur auf die eigene Regierung fokussieren, gibt es zwar in jedem Land, aber man braucht nur Medien aus mehreren verschiedenen Ländern zu lesen, um zu erkennen, wie kleinkariert das ist.

    Einmal ist Merkel an allem schuld, einmal Kurz, einmal Berset, einmal Macron....und so weiter. Wenn diese "Elternfiguren" nicht alles richtig machen, nimmt man sich das Recht heraus, zu trotzen. Wie kindisch das ist, fällt manchen gar nicht auf.

    Gilt auch für diese Schauspieler. Das erstaunt mich wirklich, denn die hätte ich für weniger engstirnig gehalten. So kann man sich täuschen.
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2021 um 10:15 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, wenn man auf einer anderen Seite steht, werden Kritik, Gedanken und Fragen gerne diffamiert.
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    Naja eben - und das funktioniert wechselseitig.
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  5. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gegenüber einem Virus? Klingt äußerst sinnvoll.
    Aber ich vergaß: Dieses Virus ist doch nur eine Erfindung. Das Tolle daran: Alle Herrscher dieser Welt, ganz unabhängig von ihrer politischen Einstellung, sind sich das erste Mal im Lauf der Geschichte einig. Merkel ist ihre Anführerin. Sie haben gemeinsam ein Virus und die dazu passenden Maßnahmen erfunden, um........ja, warum eigentlich? Wer von denen wird denn nun die Weltherrschaft übernehmen?
    Was Sie hier erzählen, ist Unsinn. Es geht nicht um den Virus. Es gab schon viele Epidemien und es wird auch noch in Zukunft diese geben. Die Künstler gehen kritisch mit den Auswirkungen des Corona-Lockdowns auf die Gesellschaft um. Wenn die Politik die Auswirkungen des Lockdowns nicht sieht oder spürt, die Künstler, und nicht nur die sich hier zu Wort gemeldet haben, auch die Künstler aus meinem Bekanntenkreis, spüren die Veränderungen in der Gesellschaft. Sie spüren, wie der 90% Lockdown die Menschen zu reinen Arbeitssklaven ohne Anspruch auf Freizeit und Freiheit degradiert. Und sie spüren, dass Kunst und Kultur aus den Interessenskreis der Menschen verschwindet.
    Ob das jemals wieder revitalisiert werden kann, da habe ich große Zweifel.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist irgendwie tragisch, wenn man politische nicht von medizinischen Problemen unterscheiden kann und will.
    Nein, es ist nicht tragisch, es ist die Lebenserfahrung einer Jugend in der Diktatur. Am Ende der DDR war die Situation ähnlich, sämtliche Reisen ins Ausland waren untersagt, es gab nichts mehr einzukaufen und die Stimmung war ganz unten, Natürlich kann ich medizinische von politischen Problemen unterscheiden. Das medizinische Problem ist, dass es zuwenig Intensivbetten, zuwenig medizinische und Pflegepersonal in den Krankenhäusern gibt und dass der Impfstoff zu spät beschafft worden ist. Die Politik hatte genug Zeit dieses strukturellen Probleme zu klären. Das politische Problem ist, dass unter dem Vorwand der Pandemiebekämpfung wissenschaftlich nicht nachgewiesen Maßnahmen wie Ausgangssperren und Gewerbeverbote gibt, deren Wirkung als gering eingeschätzt wird und die in der Güterabwägung unverhältnismäßig sind. Deshalb werden die FDP, die Freien Wähler und der Einzelhandelsverband auch Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen.

  6. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es muss einen Weg zwischen alles-laufen-lassen und alles-dicht-machen geben. Um diesen Weg müsste in einer Demokratie gerungen werden. Man müsste Fachleute aus unterschiedlichen Fachgebieten zu Rate ziehen und es bräuchte eine breite öffentliche Diskussion. All das geschieht aber nicht in diesem Land.

    Und so steht auch im Vierten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite , das am Mittwoch im Bundestag beschlossen wurde wie so oft (wie viel zu oft):

    C. Alternativen

    Keine.
    Ich kann durchaus die meisten Maßnahmen mittragen, sehe aber durchaus Diskussionsbedarf. Was mich an dem Gesetz wütend macht, ist dass von dem Flugverkehr nirgendwo die Rede ist.

    [editiert]
    Geändert von Analuisa (23.04.2021 um 10:17 Uhr) Grund: off topic gelöscht. Wie schon mehrfach gesagt, dieses Thema gehört ins Coronaforum, Einschränkungen-Strang.

  7. User Info Menu

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Es wird allzuoft vergessen, dass die klugen, warmen, edlen Worte, die wir oft aus den Mündern von Schauspieler*innen hören, nur deshalb aus ihren Mündern kommen, weil jemand anders diese klugen Worte vorher geschrieben hat.

    Und es der Job von Schauspieler*innen ist, die Worte Anderer so zu sprechen, als wären es ihre eigenen.

    Von daher darf und sollte mensch die Worte, die Schauspieler*innen jenseits der Kamera und Bühne sprechen, genauso kritisch betrachten wie die Worte jedes anderen Menschen.

  8. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen

    Und wie war die Stimmung in der Bevölkerung?
    In der Zeit standen andere Themen im Vordergrund, zum Beispiel die Studentenbewegung, der „Prager Frühling“ oder politische Attentate. Befürchtungen in der Bevölkerung, dass man von einer Pandemie überrollt werden könnte, gab es damals kaum. Die Hongkong-Grippe hatte in der Öffentlichkeit lange nicht so eine Präsenz, wie sie die Coronapandemie heute hat. Das lag auch daran, dass es kaum Maßnahmen gab, die das öffentliche Leben in der Breite so einschränkten, wie das aktuell der Fall ist.
    Das lag vor allem auch daran, dass es damals kein Internet gab und die Menschen längst nicht so mobil waren wie heute. Die Hongkong-Grippe forderte weltweit eine Million Tote. Bisher haben wir schon 3 Millionen registrierte Covid Tote.

    Was glaubst du, was los wäre, wenn die Pandemie in der Öffentlichkeit unter den Teppich gekehrt würde? Dann würden "investigative" Blogger Bilder von Coronakranken aus Intensivstationen verbreiten, um zu zeigen, wie wenig die Regierung an der Gesundheit der Bevölkerung interessiert ist und dass sie versucht, eine massive medizinische Bedrohung zu vertuschen.

    Natürlich ist die Berichterstattung heute oft übertrieben, aber eher von der Quantität als von der Qualität her. Diese Nach-Tagesschau-Sondersendungen halte ich zB. für völlig überflüssig.

    Inhaltlich aber denke ich nicht, dass das Thema hochgespielt wird. Zwar werden nicht alle Betroffenen schwer krank, aber die Zahl der Mutationen steigt laufend. Das könnte dazu führen, dass uns dieses Virus noch viel länger begleitet, als wir uns wünschen.
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2021 um 10:30 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann richte Deine Worte doch bitte an Zwekke, der ich mit meinem Beitrag, den Du zitiertest, geantwortet habe und die unterstellte, "diese Leute" hätten sich vor jemandes Karren spannen lassen und damit indirekt unterstellte, sie könnten nicht selbst denken.
    Nein, ich richte mich an dich weil du ausdrücklich den Beitrag von Frau Gümmich lobtest.

    Warum ich das nicht so sehe, hab ich begründet.

  10. Inaktiver User

    AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    War ja klar, dass als Gegenargument sofort die Corona-Kranken und -Toten instrumentalisiert werden. Das ist DAS Totschlagargument schlechthin. Das kann man für alle Maßnahmen ins Feld führen und seien sie noch so unsinnig.
    Nein.

    Die Erwähnung von Kranken und Toten, bzw. den Zusammenhang mit der Pandemie als Instrumentalisierung zu bezeichnen - DAS ist das Totschlagsargument par excellence.

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