Ich möchte mal einen Satz von dem Interview mit Heribert Prantl rausgreifen:
Das Wesen der Grundrechte ist jedoch, dass sie gerade in einer Krise gelten müssen.
Dazu folgende Anmerkung von mir:
Ja - im Prinzip Zustimmung zu diesem Satz, allerdings mit einer entscheidenden Einschränkung.
In allen historischen und aktuellen Debatten und Diskursen bzgl. Demokratie, Grund- und Menschrechten ging und geht es IMMER um politische und gesellschaftliche Krisen, wenn denn von Krisen die Rede war oder ist.
Niemals ging es darum, die zeitweise und demokratisch legitimierte Einschränkung von bestimmten Grundrechten zu beklagen, wenn es um die Eindämmung einer hochansteckenden und WELTWEIT grassierenden gefährlichen Krankheit ging.
Und was das Stichwort 'weltweit' angeht: Heribert Prantl müsste doch im Grunde selbst erkennen, dass die zeitgleiche befristete Einschränkung von bestimmten Grundrechten in unzähligen Ländern der Erde darauf hinweist, dass es unzulässig ist, einfach mal so salopp darauf hinzuweisen, dass die Grundrechte "gerade in einer Krise" gelten sollten. Herr Prantl tut ja fast so, als ob hier bei uns die Verfassung auf den Müll geworfen wird und ansonsten auf dem Rest dieses Planeten eitel Sonnenschein ist.
Antworten
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01.02.2021, 13:39
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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01.02.2021, 13:44
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Ich sehe dieses trostlose rumgehangel daß vielen schadet und höchstens dem Virus hilft als einen *Effekt* davon, daß die Politiker sich überwiegend bewußt sind, daß sie auf dünnem Eis sind. Daß der Großteil des mosernden Volkes mosert, weil sie sich allein- und im Ungewissen gelassen fühlen, und nur eine Minderheit wünscht, daß das Virus ignoriert werden möge -- das scheint mir nicht durchgängig angekommen.
Tatsächlich sollte es leichter sein, die wirtschaftlichen Risikopatienten zu schüzten, als die oft replizierte Aussage, man müsse halt die medizinischen Risikopatienten schützen (aber ohne Kontaktbeschränkungen oder Schutzkleidung, bitte!) Geld ist kooperativer als Viren.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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01.02.2021, 13:46Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Genau das machen die Grundrechtjammerer aber.
Diese Sichtweise wird schlicht beiseite geschoben.
Und genau da hört offensichtlich logisches Denken bei so Einigen auf.
Total egal, was los ist, ich will machen, was ich will.
Das nennt man aber imo nicht "Grundrechte" , sondern blinden Egoismus mit Tarnmantel.
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01.02.2021, 13:52Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Bei Dir sind die wahren Zahlen der Zustimmung zu den Maßnahmen nicht angekommen, sonst würdest Du es nicht verdrehen.
Dein moserndes Volk stellen nur 18% laut letzter Umfrage da.
Corona-Krise: Corona-Massnahmen im Januar 2021 | Statista
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01.02.2021, 13:56
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
@ chaos99:
ich glaub, du hast wildwusel falsch verstanden.
Ihr geht es nicht um den 'Großteil des Volkes', sondern um den Großteil von denen, die mosern, bzw. es geht ihr um die Beweggründe der 18% - und diese 18% als Zahl werden von ihr (sehr wahrscheinlich) auch nicht bestritten.Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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01.02.2021, 14:28Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Na hoffentlich sind sie das.
Mir auch nicht. Leider verhindern die spinnerten Querdenker mit ihrer Revoluzzerattitüde und ihrem Verschwörungskäse, dass sich die wirklichen Verlierer (mal von den Toten abgesehen) auf die Hinterbeine stellen und sich im Rahmen des Rechtsstaates wehren. Die Initiative des Handels (Wir machen auf) hat eiskalte Füße bekommen, weil sich die Reichsbürger-Deppen „aus Solidarität“ sofort vor ihren Geschäften versammeln wollten.Daß der Großteil des mosernden Volkes mosert, weil sie sich allein- und im Ungewissen gelassen fühlen, und nur eine Minderheit wünscht, daß das Virus ignoriert werden möge -- das scheint mir nicht durchgängig angekommen.
Ich finde sowas höchst bedauerlich. Es gibt wohl einige streitbare Händler, die bei einem eventuellen Bußgeldbescheid bis vors BVerfG gezogen wären und die Recht- und Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen überprüft hätten. Aber mit Nazis ins einem Atemzug will keiner genannt werden - verständlich.
Mich besorgt diese Entwicklung tatsächlich mehr als das Virus selbst.
Das von mir hervorgehobene wollen ja doch bloß die QD - ernstzunehmende Massnahmenkritiker (Streek, Nida-Rümelin, Kekulé, u.v.a.m. werden von den ggw. Regierenden nicht gehört - eine Schande in meinen Augen.Tatsächlich sollte es leichter sein, die wirtschaftlichen Risikopatienten zu schüzten, als die oft replizierte Aussage, man müsse halt die medizinischen Risikopatienten schützen (aber ohne Kontaktbeschränkungen oder Schutzkleidung, bitte!) Geld ist kooperativer als Viren.
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01.02.2021, 14:51
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Zu dem Thema habe ich ein kurzes Interview im TV mit Frau Merkel gehört/gesehen - einen link dazu finde ich im Moment leider nicht.
Inhalt war im Wesentlichen: man habe eine politische Grundsatzentscheidung getroffen, das man ALLE Bürgerinnen und Bürger vor Krankheit oder sogar Tod schützen will.
Dementsprechend sei es kein Zufall sondern Absicht, dass man sich nicht/kaum mit bestimmten Virologen, Epidemiologen etc. austauscht, die sozusagen nicht hinter dieser politischen Grundsatzentscheidung stehen.
Ich hoffe, ich habe es richtig wieder gegeben.
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01.02.2021, 15:02Inaktiver User
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01.02.2021, 15:04Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Bei diesen aktuellen Diskussionen über die Einschränkung von Grundrechten in Ausnahmezeiten schwirren in meinem Hinterkopf die Katastrophenschutzpläne für einen schweren Atomunfall herum. Da geht es um viel schwerwiegende Maßnahmen, wie z. B. die Zwangs-Evakuierungen ganzer Landstriche mit anschließender Kasernierung der kontaminierten Betroffenen, oder die Zwangs-Verpflichtung von zivilen Helfer/innen in Gebieten mit deutlicher Strahlenbelastung von bis zu 100 Millisievert. Mir wäre nicht bekannt, dass darüber engagiert diskutiert oder deswegen regelmäßig demonstriert wurde/wird, da die meisten Menschen wohl die Notwendigkeit einsehen. Was ist da bei notwendigen Infektionsschutz-Maßnahmen so anders?
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01.02.2021, 15:09Inaktiver User


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