Es gibt für mich kein einziges schlüssiges Argument gegen die Massnahmen zu sein , geschweige denn dagegen zu demonstrieren.
Was vielleicht zählen würde ist die wirtschaftliche Not . Aber die hat ganz viel mit dem Virus zu tun und sehr wenig mit Massnahmen.
Deshalb möchte ich auch mit niemanden mehr diskutieren der den Protest gegen die Massnahmen für sinnvoll hält.
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30.08.2020, 15:21Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
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30.08.2020, 15:23Inaktiver User
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30.08.2020, 15:25Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Im übrigen bin ich kein Fan von Querdenken, weil sie mir zu "offen" sind. Dennoch ist vielleicht auch gerade das Demokratie, auch unliebsame Haltungen oder Meinungen zuzulassen.
Ich würde allerdings sagen, dass der Durchschnittsteilnehmer der Demos sich überhaupt nicht für die politische Richtung interessiert, sondern einfach ein Ventil sucht, gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Diese Demos sind eben die Plattform, wo man endlich sagen und zeigen kann, was man von März bis Mai nicht durfte. Ich persönlich habe meine Grundrechte da sehr eingeschränkt gesehen, und das hat mir absolut nicht gefallen. Dass ich das nicht sagen durfte/konnte, auch nicht, und ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, dass Demos endlich wieder erlaubt werden.
Ja, es ist paradox, hier für Demonstrationsrecht und das Recht auf Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Aber als es akut war, durfte man ja nicht. Das war genauso paradox. Und ich finde es gut, auch jetzt im Nachhinein für die Grundrechte einzustehen, auch wenn sie jetzt größtenteils wieder gewährleistet sind. Die Politik soll sehen, dass es Menschen gibt, die da aufmerksam sind. Ich finde es schade, dass diesem Aspekt in der Medienlandschaft keine Beachtung geschenkt wird, sondern es einfach in die Töpfe "Corona-Leugner", "Nazis", "Verschwörungstheoretiker" gesteckt wird. Dieses einseitige Bild, das von den Medien vermittelt wird, ist für mich auch eine Gefahr für die Demokratie.
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30.08.2020, 15:26Inaktiver User
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30.08.2020, 15:27Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Da machst du es dir, da machen die Befürworter von Querdenken es sich aber zu einfach.
Zumindest Herr Ballweg hat sich weder abgegrenzt noch von seinem Pressesprecher distanziert (aus dem Artikel von Xanidae)Ich müsste nochmal recherchieren, wo sich Teilnehmer und Organisatoren explizit davon abgrenzen. Allerdings wären das Videos, von denen ich nicht weiß, ob die hier verlinkt werden dürfen.
Der Tagesspiegel hat Michael Ballweg, den Initiator von "Querdenken 711", zu den Veröffentlichungen seines Pressesprechers befragt. Michael Ballweg bat um Zusendung der Screenshots, versprach, diese umgehend zu prüfen. Danach hat er sich nicht wieder gemeldet. Auch vom rechtsextremen, vom Verfassungsschutz beobachteten Compact-Magazin, das ebenfalls zum "Tag der Freiheit" aufruft, hat sich Michael Ballweg nicht distanziert. Er selbst war bereits im Mai negativ durch einen Tweet aufgefallen. Im November möchte Michael Ballweg bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart kandidieren.
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30.08.2020, 15:30Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
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30.08.2020, 15:31Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Und deswegen bin ich immer etwas skeptisch, wenn irgendwelche Demo-Organisatoren sich als unpolitisch bezeichnen.
NATÜRLICH ist die Querdenken-Demo politisch. Genau wie es FfF, Black Lives Matter und alle möglichen anderen Demos auch sind. Sie alle wollen die Politik von ihren Zielen überzeugen, oder etwa nicht?
Wenn die also behaupten, sie seien politisch neutral, lügen die sich doch in die eigene Tasche.
Und wer eine Veranstaltung anmeldet und explizit betont, es sei jegliche politische Richtung willkommen, ja, der darf sich dann in meinen Augen auch vorwerfen lassen, dass er sich nicht genug von Rechtsextremen abgrenzt.
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30.08.2020, 15:31Inaktiver User
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30.08.2020, 15:31
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Bei dem von Xanidae verlinkten Beitrag wohl nicht, richtig.
Aber gestern schon:
Der Initiator der Corona-Demonstrationen, Michael Ballweg, will nichts mit dem Protest und der Randale am Reichstag zu tun haben. Ballweg von der Initiative „Querdenken“ sagte am Sonntag, er distanziere sich von denen, die am Reichstag demonstriert haben. „Die haben mit unserer Bewegung nichts zu tun.“ Querdenken sei eine friedliche und demokratische Bewegung, Gewalt habe da keinen Platz. Er verstehe nicht, warum der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) „nicht entsprechende Polizeikräfte aufwartet, um solchen Aktionen zu begegnen“ – zumal diese vorher bekannt gewesen seien, meinte Ballweg. „Warum ist er nicht in der Lage, das Gebäude zu schützen?“ (Quelle: Welt)Be a voice not an echo.
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30.08.2020, 15:36Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Wie gesagt, ich bin kein Fan von Querdenken, weil eben diese Auswüchse toleriert werden. Dennoch ist das eher der Tatsache geschuldet, dass die Demos ursprünglich keine politische Richtung hatten und das auch nicht die Motivation ist. Es ging um die objektive Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen und die Verhältnismäßigkeit, dafür ein Großteil der Grundrechte zu opfern. Dass es sich so entwickelt hat, war von der Organisation wahrscheinlich weder vorhergesehen und erst recht nicht beabsichtigt.
Ich kann verstehen, dass sie damit jetzt überfordert sind. Ich wüsste auch nicht, wie ich mit dieser Kaperung durch diverse ätzende Organisationen umgehen soll.
Auf den hier regionalen Demos ist es jedenfalls komplett anders. Daher nehme ich diese "Rechts"-Diskussion hauptsächlich über die Medien wahr. Die regionalen Organisationen hier jedenfalls distanzieren sich da schon offener von der rechten Seite. Aber ich meine, nach der Demo am 01.08. auch Stimmen der Veranstalter gegen rechts gehört zu haben. Das müsste ich nachrecherchieren.
Aber jetzt gehe ich raus, das Wetter genießen.


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