Du hast den vorangegangen Beitrag über "Spaziergänge" im Infektions-Hotspot gelesen? Du kennst die unsäglichen Vergleiche mit Sophie Scholl und Anne Frank? Du kennst Demonstrationsaufrufe à la "Berlin muss brennen wie ein Scheiterhaufen". Du hast schon mal von den hass- und gewalterfüllten Posts in den einschlägigen Telegram-Gruppen gelesen? Von den miesen Lügen über tote Kinder? Dich hat schon mal jemand übel beleidigt, weil du gewagt hast, nach Fakten zu fragen? Du erlebst immer wieder, dass Diskussionen abgebrochen werden, weil du Fakten anführst und sie belegst?
Wer sich so aufführt, müsste eine Leiter mitbringen, um auf meine Augenhöhe kommen zu können.
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26.11.2020, 10:16Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
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26.11.2020, 10:24
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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26.11.2020, 10:32
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Ich kenne mindestens drei Leugner in der Verwandtschaft und Bekanntschaft. Sie gehören allerdings nicht zu den Querdenkern. Argumente zählen nicht, auch nicht auf den Hinweis , dass in New York ein Bestattungsunternehmer seit einem halben Jahr 650 Corona-Leichen in zum Teil defekten Kühllastern lagert, weil er nicht wusste, wo er die beerdigen soll. Gegenargument: gestorben wird immer.
Eine Kollegin meiner Frau berichtet von ihrem tollen Urlaub in Kroatien, da würde kein Mensch eine Maske tragen, alle Cafes und Restaurants seine offen und gut besucht, da gäbe es kein Corona. Als vier Wochen später das Land ein Hotspot war, tat sie es ab. Davon hätte sie nichts gesehen.
Und immer wieder der Hinweis, man könne Verwandte nicht im Krankenhaus besuchen, dabei gäbe es doch keine Covid19-Kranke in unseren drei Kreiskrankenhäusern .
Ich denke mit den meisten Schüler kann man diskutieren, manchmal sind sie einsichtig, manchmal aber verbohrt. Erwachsene sind keine Schüler. Wir alle haben inzwischen eine sehr gefestigte Meinung, die wir auch vertreten.
Ergänzung:
Und hier im Forum habe ich dafür eine wunderbare Erklärung gefunden: die Filter-Blase und Echokammer.
Man diskutiert in Foren (und im wahren Leben) nur sein ureigenes Thema mit Menschen die einem zustimmen , andere Meinungen werden ignoriert, es wird gefiltert und man hört nur noch sein eigenes Echo.Geändert von Opelius (26.11.2020 um 10:45 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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26.11.2020, 10:42Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
@overknee, ich habe Deinen aktuellen Thread gesehen und kann mir deshalb den Hintergrund deiner Frage denken.
Aber leider: Ich kenne niemanden, der seine Ansichten revidiert hätte. Dafür aber solche, die - trotz Studium und z.T. auch Promotion im naturwissenschaftlichen Bereich (!) - daran festhalten, dass es Corona entweder nicht gibt oder keine Gefahr davon ausgeht, außer dass darüber die NWO installiert werden soll.
Meine Erfahrung ist, dass es nichts bringt, Argumente vorzutragen. Gesprächsbereitschaft ist gut, und es "hilft" auch, die Ansichten des anderen im Hinblick auf die emotionale Komponente nachzuvollziehen. Ängste und Sorgen im nächsten Umfeld nehmen wir ja ernst - aber Argumente sind da, so glaube ich, nicht das Mittel der Wahl. Was aber dann? Es ist wirklich schwer!
@all: Ich muss allerdings sagen, dass ich einen Fall wie "Ich f ü h l e mich wie Sophie Scholl" auch brüsk zurückweisen würde. Da ist die Grenze dann deutlich überschritten. Oder, um es mit Loriot zu sagen: "Dann stimmt mit deinem Gefühl etwas nicht."
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26.11.2020, 10:44Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Nachtrag, da du die Diskussion von Lehrern anführtest: mit Studierenden bin ich - soweit das im Online-Semester möglich ist - im Gespräch. Aber ich weiß nicht, ob und wenn ja, wie viel das bringt. Eine Radikalisierung gibt es auch an Universitäten, inkl. Bildung der entsprechenden studentischen QD-Gruppen.
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26.11.2020, 11:02
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Es gibt auch Studentenverbindungen, auch Korporationen genannt. Auf der einen Seite gelten sie als Bewahrer von Traditionen, auf der anderen Seite fallen einige immer wieder mit rechten und rechtsradikalen Thesen auf. ... Sie sehen sich je nach Verbindungsform in unterschiedlichen Traditionen. Der Vorteil von Korporationen ist, dass Alte Herren ihre Schützlinge protegieren.
Und früher gab es in den üblichen Kneipen die Stammtische, die sich regelmäßig trafen und immer wieder die selben Parolen verbreiteten. Andersdenkende kamen da gar nicht rein. Und noch heute kennt man den Begriff der Stammtischparolen .Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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26.11.2020, 11:36Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Ich finde den Vergleich zu Lehrer und Schüler schon deshalb nicht sinnvoll, weil es ein deutliches Machtgefälle zwischen Lehrer und Schüler gibt. Von Augenhöhe kann da keine Rede sein.
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26.11.2020, 13:38Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Grundrechte einschränken gewohnt, abseits von Corona?
Da fallen mir nur die Hausrechte von Veranstaltern und Einrichtungen ein, die es dürfen, um Sicherheit zu wahren und ihr Hab und Gut zu schützen.
Vielleicht bringst Du einmal ein praktisches Beispiel zur Grundrechteinschränkung, sprich seitens der Regierung.
Das man bei Rot nicht über die Straße gehen darf ist für mich z. B. Fürsorgemaßnahme vor der Möglichkeit, sein eigenes Leben zu gefährden.
Abseits davon kenne ich nichts.
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26.11.2020, 14:18Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Der Frage von Chaos99 schließe ich mich an.
Ich sehe keine Grundrechte eingschränkt ausserhalb von Corona. Es gibt nur wenige Länder, in denen ein solch freies Leben möglich ist. Ich finde es immer sehr schade, wenn einige das überhaupt nicht zu schätzen wissen.
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26.11.2020, 15:23Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das "Fest für Freiheit und Frieden"
Ich wollte da an die Diskussionen um die Sicherheitsgesetze in der letzten Zeit anspielen. Kürzlich wurden der Einsatz von „Staatstrojanern“ verabschiedet. Der Verbot von starker Verschlüsselung in der Internetkommunikation in der EU ist angedacht.
Vielleicht mache ich doch einen eigenen Strang dazu, wenn ich passende Quellen finde. In diesem Strang wird das leider OT.
Mit den Grundrechten ist das so eine Sache. Bei der Verteidigung der selbigen hat nun ein südbadischer Stadtrat einen Konzentrationslager-Vergleich gemacht.
Es hört einfach nicht auf.
(Artikel ist hinter einer Paywall, Kopie geht an die Moderation. )



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