Weil niemand weiß, WER infiziert ist, oftmals nicht mal die Infizierten selbst (Stichwort Dunkelziffer).
Weil diverse Beispiele (jüngst einige Hochzeiten) zeigen, dass Ansteckungen schnell gehen, wenn Masken und Abstände nicht vorhanden sind, und diese Infizierten das Virus weitertragen, oft unwissentlich.
Weil die Masken ja nicht ständig getragen werden, sondern nur, wenn man sich bspw. in einem Laden oder einem öffentlichen Gebäude befindet (Zeit, in der die Maske zu tragen ist, für die meisten also nur Minuten pro Tag - zumutbar).
Weil es sinnvoller ist, vorsichtig zu sein als risikobereit.
Weil viele leider nicht zu Eigenverantwortung (in der klassischen Definition: ich selbst übernehme Verantwortung, für mich und für andere) in der Lage zu sein scheinen.
Weil Covid-19 tödlich sein kann oder zu Langzeitschäden führen kann und nicht in allen Fällen ohne schweren Krankheitsverlauf vonstatten geht und man vorher nicht weiß, ob man es symptomlos übersteht oder nicht vielleicht zwei Wochen an der Beatmungsmaschine liegt und dann stirbt (wie ein vorher kerngesunder Mann in meinem Umfeld) oder auch Monate später mit einem schweren Lungenschaden leben muss (wie eine Bekannte von mir).
Was wäre eigentlich, wenn wir es nicht mit Covid-19, sondern mit der Pest zu tun hätten? Wären da auch so viele so tiefenentspannt, nach dem Motto "ist doch alles übertrieben"?
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24.09.2020, 15:45
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Wir werden weitermachen!
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24.09.2020, 16:35Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Keine Ahnung, ich kenne die Zahlen der Pest nicht. Aber soweit ich weiß, ist sie um einiges tödlicher als Covid-19. Ob dieser Vergleich überhaupt passt, kann ich gerad nicht beurteilen.
Ich kenne die Argumente der Befürworter und sage nicht, dass sie falsch sind. Aber die Argumente der Gegner dürfen durchaus auch ernst genommen und nicht einfach als Nicht-Argumente bezeichnet werden. Jeder bewertet anders, auch was seine persönliche Risikobewertung angeht.
Um es ganz krass zu sagen (in diesem Falle sicher etwas übertrieben): Lieber kurz leben und mit Spaß als lang leben, ohne Menschen umarmen oder frei rum laufen zu dürfen. (Und nein, aktuell fühle ich mich nicht frei).
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24.09.2020, 16:54
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
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24.09.2020, 17:27
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Sicher darf man sich die Frage stellen, ob eine Maskenpflicht sinnvoll ist. Die haben sich die Entscheider mit Sicherheit auch gestellt und sind unter Abwägung des Risikos und verschiedenster Konsequenzen zur aktuellen Schlussfolgerung gekommen.
Der derzeitigen Regelung geht es ja weniger darum, dass kein Einzelner sich ansteckt. Für den Einzelnen ist das Risiko sich anzustecken sehr gering, das stimmt. Allerdings wurde in mehreren Studien festgestellt, dass sich die Infiziertenzahl ohne AHA innerhalb einer Woche ver 2,5 facht. Das ist kein Risiko, sondern das ist zu erwarten/bei normalem Verhalten üblich. Das heißt, eine Woche später sind ohne AHA 500 Menschen (s. Dein Beispiel) infiziert und stecken entsprechend wieder weitere Personen an. Noch eine Woche später sind wir bei 1250 Menschen usw.
Sind die Zahlen dann Deiner Meinung nach immernoch niedrig genug, um ohne AHA auszukommen? Das hieße dann 2 Wochen ohne AHA länger, dann wären die Maßnahmen wieder da. Lohnt sich das gesellschaftlich/Lohnt sich das für den Einzelnen?
Parallel gefährdet man mit höheren Infektionszahlen Berufsgruppen unnötig, die sich nicht schützen können: Lehrer, Erzieher, Zahnärzte und sicherlich gibt es noch einen ganzen Strauß weitere. Möchte man das? Wozu führt das? Wie funktioniert die Wirtschaft dann, wenn viele gleichzeitg erkrankt sind und daher ausfallen? Wie wirken sich die hohen allgemeinen Infektionszahlen auf gefährdete jüngere oder ältere Bevölkerungsgruppen aus? Gehen die dann vielleicht auch demonstrieren oder lassen sie sich krank schreiben oder fallen vor lauter Furcht aus?
Hier eine entsprechende Studie, die sich mit der Wirkung höherer Infektionszahlen auf die Wirtschaft beschäftigt hat und zu einem günstigen R-Wert von um 0,8 kam.
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24.09.2020, 17:31
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24.09.2020, 17:34
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Analuisa hat das schon ganz oft geschrieben:
Bitte diskutiert die Maskenpflicht und die Sinnhaftigkeit der Covid-Schutzmasnahmen nicht hier, sondern im Coronaforum!
Flau
-Moderation-Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne
"Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".Maxi Gstettenbauer
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24.09.2020, 17:38
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Ich muss sagen, ich finde die Entwicklungen in Schweden auch sehr spannend und frage mich, weshalb von dort keine Informationen über Langzeitfolgen, die ja offenbar in irgendetwas zwischen 2 und 70% der Fälle auftreten, hier publik und diskutiert werden. Sie könnten vielleicht Licht ins Dunkel bringen.
Ist der "schwedische Weg" denn etwas, worauf die Demonstranten abzielen?
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24.09.2020, 18:54
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Keine Ahnung - das frage ich seit ich hier im Strang bin
Mittlerweile glaube ich fast es geht dort (wie auch hier im Strang) fast nur um die Maskenpflicht - Einen kleinen Teil des Tages eine Maske zu tragen ist so lästig und unerträglich und macht uns zu Sklaven dass man dagegen aufbeheren muß - und man lieber ein paar (???) Tote mehr dafür in Kauf nehmen will.
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24.09.2020, 19:08Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Ich habe hier dazu schon häufiger gelesen, dass der schwedische Weg von vielen Kritikern bevorzugt würde. Auch ich habe das schon mehrfach geschrieben.
Der schwedische Weg bedeutet zumindest keine Maskenpflicht und mehr Eigenverantwortung. Und sorry, es ist schwierig, nicht über die Maskenpflicht hier zu diskutieren, wenn das eins der zentralen Themen der Demonstranten ist. Hier wird ständig gefragt, was die Demonstratanten wollen. Bei der Antwort kommt man unweigerlich zum Thema "Maskenpflicht" und dass diese abgeschafft werden soll. So kommt man unweigerlich zu dieser Diskussion. Ich weiß nicht, wie man dieses Thema hier umgehen soll. Ich finde diesen Strang sinnlos, wenn man darüber nicht schreiben darf. Dann kann man leider die Frage nach den Zielen der Demonstranten hier kaum beantworten, wenn das ständig abgewürgt wird.
Das ist ungefähr so wie wenn man in einer Fridays for Future-Diskussion nicht über den Klimawandel schreiben dürfte.Geändert von Inaktiver User (24.09.2020 um 19:22 Uhr)
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24.09.2020, 19:35Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Ich glaube, dass so manche denken, dass so mancher denkt, dass deren Leben bei einem schwedischen Weg weniger beeinflusst wäre.
Da bei vergessen sie, dass in Schweden eben auch die soziale Verantwortung für Dritte sehr viel zählt und man sich deshalb auch an viele Empfehlungen hält. Direkte Verordnungen müssen deshalb gar nicht erst getroffen werden.
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