Ich fürchte, dass die Organisatoren dieser Demos (genauso wie Pegida) sehr genau wissen, was sie tun und Ängste und Befürchtungen von Bürgern schüren und bewußt ausnutzen um ihre politischen Ziele zu verfolgen (und die halte ich für nicht akzeptabel).
Deshalb verurteile ich diese Demos und unterstütze die Worte von Steinmeier (denn natürlich ging es auch ihm nicht um "Sturm auf den reichstag" sondern um Schutz unseres Staats gegen Feinde der Demokratie)
Trotzdem muß man diese Demos erlauben und ertragen!
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07.09.2020, 11:42
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
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07.09.2020, 11:49
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Diese von dir beschriebene Haltung erlebe ich fast ausschließlich bei denen, die auf diesen Demonstrationen oder Kundgebungen sind. Auch die Telegramm-Gruppen sind voll mit solchen Aussagen. Ich habe mir einiges an Youtube-Videos reingezogen und bin nun mal zu einem anderen Schluss gekommen, als andere, die diese angeschaut haben.
Um die Themen der Grundrechte, wie auch von Opelius beschrieben, scheint es den wenigsten auf diesen Demonstrationen zu gehen.
Ich kenne viele, mich eingeschlossen, die unter bestimmten Regelungen finanziell leiden. Trotzdem habe ich das Geld für meine Tickets für Konzerte und Theater, gespendet und nicht zurück gefordert. Denn wir alle haben an der Situation zu knabbern und ich finde wir sollten da zusammen halten.
Gegen die Regeln zu verstoßen und andere zu gefährden (Beispiel Freikirche), hat nichts mit Zusammenhalt zu tun.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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07.09.2020, 11:50
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Ich habe gerade folgende Seite gefunden. Keine ahnung, wie seriös sie ist, aber für mich klingt das sehr neutral und ausgewogen...
Corona und Grundrechte: Fragen und Antworten – GFF – Gesellschaft fur Freiheitsrechte e.V.
Corona und Zivilgesellschaft – GFF – Gesellschaft fur Freiheitsrechte e.V.
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07.09.2020, 11:55Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
@Opelius
Es gab in manchen Bundesländern Ausgangssperren. Man durfte zu Beginn zum Beispiel in Bayern Sachsen und Berlin nicht ohne besonderen Grund die Wohnung verlassen.
Als besonderer Grund galt zum Beispiel aber immer Sport oder spazieren, in manchen Ländern nur mit dem Haushalt, in anderen max. 2 Personen.
Auch gab es in manchen Ländern schon den Versuch Demos zu verbieten. Diese Verbote wurden zum Beispiel in Giessen vom Verfassungsgericht aufgehoben, eine Teilnehmebegrenzung war erlaubt:
Bundesverfassungsgericht: Giessen muss Demos trotz Corona erlauben | hessenschau.de | Gesellschaft
zu Abs. 3: Zumindest die beiden Volkskirchen haben die Gottesdienste und die vielen traditionellen Oratorien zur Osterzeit abgesagt..
Gottesdienste in den Kirchen (nicht online). waren natürlich eine Zeitlang verboten und wurden dann nach und nach mit Begrenzungen erlaubt. (Ich glaub Sachsen war das erste Land dass sie wieder erlaubt hat)
Die meisten Kirchen haben diese Massnahmen bei aller Trauer aber unterstützt.
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07.09.2020, 12:03Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Allein die öffentlich zugängliche Telegram-Gruppe des rechtsextremen und antisemitischen Kochbuchschreibers Hildmann hat über 82 000 Mitglieder. Und von solchen extremistischen Gruppen gibt es unzählige im Netz, in denen täglich Hunderttausende ganz schamlos gegen alles hetzen, was diese Leute als gegnerisch deklarieren.
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07.09.2020, 12:06Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Nunja, ich stelle fest: Im Grunde kann ich mich beruhigt zurück lehnen: Ich habe mich noch nie mit den VT befasst, ehrlich gesagt. Für mich ist das nicht ernst zu nehmen und raubt mir zuviel Energie, die ich für sinnvolleres nutzen möchte. Wenn es den Leuten hilft, ihre Ängste darüber zu kompensieren, sollen sie doch. Und in die rechte Ecke stellen lassen muss ich mich auch nicht. Ich gehöre also nicht wirklich zu den Leuten, um die es in diesem Thread geht.
Ursprünglich habe ich mich an dieser Diskussion beteiligt, weil die Frage aufkam, welche Motive die Demo-Teilnehmer/innen haben. Ich habe zwar nicht an der Demo in Berlin teilgenommen, aber an einer hier regionalen Demo und beschäftige mich mit den Themen und dachte, ich könnte dem ein oder anderen meine (!) Motive näher bringen mit dem Ergebnis, dass die Einsetzung für Grundrechte offensichtlich nicht klar genug formuliert ist und man immer mehr forderte. Ich dumme Nuss habe mich auch noch darauf eingelassen, weil ich dachte, es interessiert die Leute wirklich. Letztendlich ist es eine Handvoll gewesen, die sich wenigstens auf sachlicher Ebene mit mir unterhalten haben. Dafür hat es sich vielleicht schon gelohnt.
Warum man sich auch noch an VT (Q-Anon, Bill Gates, 5G etc.) aufreibt, verstehe ich tatsächlich nicht. Die sollen eine Gefahr für unsere Demokratie sein? Da traue ich den Mitbürger*innen unseres Staates einfach mehr zu als dass ich glaube, dass sich da eine ernst zu nehmende Mehrheit anschließt.
Das rechte Spektrum wurde ursprünglich von den Medien kolportiert, die irgendwo auf den ersten Demos mal eine (!) Reichsflagge gesehen haben und meinten, auf den Zug der rechten Gesinnung aufspringen zu können. Wenn man die Teilnehmer gefragt hat, waren die einfach hilflos, weil die für ihre Motivation hingegangen und das ignoriert haben, was nicht deren Thema ist. Das war damals (noch) die Mehrheit. Hat hier irgendeiner schon einmal einen neutralen Bericht über die Demo gesehen? Hat ein Leitmedium schonmal als Aufhänger für einen solchen Bericht "Grundgesetzverteidiger/innen" statt "Corona-Leugner/innen" gehört/gelesen? Ich nicht! Und ich glaube nicht, dass ein neutraler Bericht eine Gefahr für die Demokratie darstellt.
Ich für meinen Teil habe nun alles zu den Geschehnissen geschrieben, was ich dazu zu schreiben habe. Ich akzeptiere übrigens die Mehrheitsmeinung, deswegen teile ich sie dennoch nicht und tue weiterhin meine Meinung kund, weil es mein gutes Recht ist. Ich habe auch nicht den Anspruch, dass sich meiner Meinung angeschlossen wird oder irgendwas von meinen Wünschen umgesetzt wird. Dennoch hoffe ich, dass sich auch die andere Meinung angehört wird, ohne polemisch, beleidigend oder abwertend zu werden.
Vielleicht war meine anfängliche Angst, unser Grundgesetz sei in Gefahr, real unberechtigt. Dennoch kann man diese Angst, die manche Bürger/innnen immer noch haben, doch auch mal ernst nehmen, so wie erwartet wird, dass die Corona-Gegner die Ängste der Bevölkerung vor dem Virus ernst nehmen. So hat halt jeder seine persönlichen Angst-Trigger, ob das rational nun begründet ist oder nicht. "Dumm" oder "idiotisch" ist beides nicht!
Ich werde mich in Zukunft wieder mehr mit dem außerparlamentarischen Corona-Ausschuss beschäftigen. Ich hoffe, die Leute verstrahlen nicht genauso wie Ballweg & Co.Geändert von Inaktiver User (07.09.2020 um 12:16 Uhr)
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07.09.2020, 12:25Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Ich glaube, das wird bei allen zukünftigen Demos der Fall sein, wo es auch nur ansatzweise um Themen geht, die man regierungskritisch besetzen könnte. Da werden alle von AfD über Reichsbürger und VT auftauchen, um sich gegenseitig zu bestätigen, dass sie doch die Mehrheit wären.
„Normal demonstrieren“ wird man nur noch zu Themen können, die Inhaltlich zu weit von ihnen weg sind.
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07.09.2020, 12:33
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Nein, habe ich nicht.Hat hier irgendeiner schon einmal einen neutralen Bericht über die Demo gesehen? Hat ein Leitmedium schonmal als Aufhänger für einen solchen Bericht "Grundgesetzverteidiger/innen" statt "Corona-Leugner/innen" gehört/gelesen? Ich nicht! Und ich glaube nicht, dass ein neutraler Bericht eine Gefahr für die Demokratie darstellt.
Aber das Phänomen ist so alt wie die Bundesrepublik.Es gab immer schon Demonstrationen. Die größten waren Maikundgebungen der Gewerkschaften, die Friedensdemonstrationen in den 80ern und die Ostermärsche und die Demonstrationen gegen Atomkraftwerke und Atommülltransporte und noch viele andere.
Bei den Gewerkschaften sendete man drei Sätze des Vorsitzenden und einen Schwenk auf die Menge. Bei den Friedensmärschen wurden nur noch Länge des Demonstrationszuges berichtet. Die jungen Leute der Atomgegner hatten dann aber gelernt; friedlich demonstrieren ist keine Schlagzeile wert, es muss was Spektakuläres passieren, was sie auch taten. Viel Polizei, Parolen und Widersetzen. Das gab für Reporter gute Bilder, Greenpeace verfeinerte das mit risikoreichen Aktionen.
Es muss etwas passieren, was Polizei aufmarschieren lässt, dann ist man in den Medien (und hier im Forum). Wer heute noch friedlich demonstriert, hat lediglich die Aufmerksamkeit wie Zeugen Jehovas, die den Wachturm in der Einkaufsmeile hochhalten. Keine gute Entwicklung!Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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07.09.2020, 12:39Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Ich habe schon 2 x geschrieben, scheint aber nicht interessant gewesen zu sein:
in der heute-Sendung vom 29.8. wurden u.a. 3 Demoteilnehmer interviewt, das waren nicht nur "Freaks".
Ich fand das recht ausgewogen.
Schreib es jetzt zum 3 Mal weil immer wieder behauptet wird, es werde durchgehend einseitig berichtet in den Medien.
Daneben nehme ich schon auch wahr, dass sich auf die "starken Bilder" (Situation vor dem Reichstag) gestürzt wird.
Mir wäre aber eher unwohl gewesen, wenn das in den Nachrichten nicht thematisiert worden wäre.
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07.09.2020, 12:43Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Was ich persönlich als spaltend empfinde, neben fruchtlosen Diskussionen:
Hätte ich einen Demoteilnehmer in meiner Nähe, also: wüßte ich davon - ich würde mich von dieser Person physisch fern halten weil ich dann ja weiß, was von demjenigen über AHA gedacht wird.
Ich würde gar nicht mehr heraus finden wollen, ob diese Person sich dann eigentlich noch an die Regeln hält, aber dagegen demonstriert - oder sie jetzt schon unterläuft, wo es geht (z.B. auf einer Demo, bei der Anreise dorthin etc.).
So ist es eben.


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