Danke.
Ich tu einfach mal so, als meintest du die Frage ernst.
Eine Pflicht brauchen wir
- für die Minderheit, die gegen die Masken sind und sie freiwillig nicht tragen würden.
- um ein Zeichen zu setzen und Bewusstsein zu schaffen: Dieses Verhalten ist wichtig, es ist sinnvoll, es ist erwünscht, es ist notwendig.
Aus deiner Frage schließe ich, dass du dich auch gegen eine Gurtpflicht im Auto aussprichst, gegen die Promillegrenze beim Autofahren und gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen innerorts, insbesondere vor Kindergärten und Grundschulen, und stattdessen lieber auf Freiwilligkeit setzen würdest.
Gut, darf man so sehen.
Dein Argument war, dass man gegen die Maskenpflicht sei, weil man sich die Masken nicht leisten könne. Falls genug Geld für eine Bahnkarte vorhanden ist, ist auch genügend Geld für Masken vorhanden, und dein Argument ist nichtig.
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06.09.2020, 16:58Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
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06.09.2020, 16:59
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06.09.2020, 17:01
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Nee, Rokeby.
Lies nochmal nach.
Dein Posting bezog sich auf Anky's Aussage, dass Rechte nicht so bekloppt seien, bei einer BLM-Demo mitzulaufen.
Ich glaub', mein Schwein pfeift.
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06.09.2020, 17:01Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Da sprichst Du einen sehr wichtigen Punkt an. Mir ist auch schon aufgefallen, dass man seit einigen Jahren eigentlich bei gar keiner Demonstration mehr mitgehen kann, die sich gegen die aktuelle Politik der Regierung richtet. Kaum hat sich gegen ein Thema eine Gruppe gebildet und meldet eine Demonstration an, wird sofort vor Unterwanderung durch Rechtsextremisten gewarnt.
Gehen trotzdem Leute dort mit, gibt es tagelang ein Rauschen im Blätterwald, dies spiele der AfD in die Hände oder die Demonstranten seien dem rechten Rand zuzuordnen. Wenn nötig gibt es Sondersendungen, mindestens aber Talkshows ohne Ende. Ich kann mich jedenfalls an keine Demo erinnern, bei der das nicht so war. Und das ist doch eigentlich sehr praktisch für die Regierung.
Haltet Ihr es für möglich, dass dies politisch so gewollt ist? Ich ging mal dieser Frage nach und fand einen sehr interessanten Essay von Professor Mausfeld:
Die Angst der Machteliten vor dem Volk
Demokratie-Management durch Soft Power-Techniken
Darin sind unterschiedliche Techniken beschrieben, wie Eliten ihrem Volk gegenüber ihre Macht ausbauen und festigen.
Eine davon trifft besonders gut auf dieses oben beschriebene Phänomen zu:
Demokratiemanagement durch Techniken der Mentalvergiftung
Besonders wirksam sind Arten der Manipulation die direkt auf den Kern unserer mentalen Kapazitätäten zielen und dazu beitragen, Chaos in den Köpfen anzurichten, aus dem sich dann politischer Nutzen ziehen läßt. Diese Formen der Manipulation will ich in Ermangelung eines geeigneteren Wortes, Mentalvergiftung nennen. Eine Mentalvergiftung kann auf eher affektive oder auf eher kognitive Bereiche unseres Geistes zielen.
Am einfachsten läßt sich dies auf affektivem Wege bewerkstelligen. Durch die Erzeugung von geeigneten intensiven Affekten läßt sich das Denken lähmen und die Aufmerksamkeit von den
eigentlichen Zentren der Macht ablenken und auf jeweils gewünschte Ablenkziele und Ablenkthemen richten.
Besonders erfolgversprechend ist dabei die systematische Erzeugung von Angst und Haß, die seit jeher zu den wirksamsten Instrumenten der Kontrolle der öffentlichen Meinung gehören. Lasswell stellte in seinem Standardwerk schon 1927 klar: "Es darf keine Zweifel darüber geben, auf wen sich der Haß der Öffentlichkeit zu richten hat.“ Durch die Erzeugung von Haß läßt sich auch Ängsten ein geeignetes Zielobjekt geben, auf das sich dann Affekte des Volkes richten können. Dadurch ist sichergestellt, dass sich Empörungsenergie und Veränderungsbedürfnisse nicht gegen die Zentren der Macht richten.
(Seite 11)
Und mir scheint es derzeit keinerlei Zweifel zu geben, auf welches Zielobjekt der Hass und die Empörungsenergie im Lande unbedingt gelenkt werden soll.
Professor Mausfeld ist, soweit ich weiß, kein Verschwörungstheoretiker. Er ist emeritierter Professor für Psychologie.
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06.09.2020, 17:03Inaktiver User
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06.09.2020, 17:06Inaktiver User
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Dieses Konzept hat offensichtlich nicht funktioniert und ich konnte in den livestreams, die ich mir ausschnittsweise angesehen habe, nicht erkennen dass man sich darum bemüht hätte.
Sollte es nicht Ordner von den Organisatoren geben?
Ich konnte nirgends einen erkennen, bzw. dass jemand versucht hätte für Abstand zu sorgen.
Was ich auch nicht wirklich erwartet habe, siehe: Motto der Demo.
Zuallerletzt von den Demonstranten selbst.
Das war ein Unterlaufen mit Ansage.
Davon höre ich nur von einer Seite, kann das belegt werden?Diese konnten wohl im Laufe der Demo deshalb nicht eingehalten werden, weil die Polizei den Demonstrationszug geblockt hat, so dass immer mehr Menschen nachgekommen sind aber der zug nicht weiter ging. Bzw. es sollen auch Seitenstraßen abgesperrt geworden sein, so dass kein Ausweichen möglich war.
Auf den Bildern, die ich gesehen habe, war das nicht zu erkennen.
Die Menschen waren dicht beisammen und keiner hat versucht, den fehlenden Abstand (wie immer der entstanden sein mag) durch tragen von MNS zu kompensieren.
Das wäre eine vernünftige Reaktion gewesen, auch wenn ursprünglich MNS im Freien nicht auferlegt war - weil es zu dicht wurde.
Man muss jetzt nicht konstruieren, dass sie nix dafür konnten....
Ich stelle mir das tatsächlich auch nicht so einfach vor.Was mir hier noch niemand beantworten konnte: wie kann man verhindern dass Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker auf einer angemeldeten Demo mitlaufen? Übrigens waren am 29. Hunderte Demos angemeldet. Der Veranstalter hat sich doch im Vorfeld distanziert. Vielleicht nicht deutlich genug? Aber hätte das was genützt? Und wie sieht dann die Alternative aus, auf die Demo verzichten, weil irgendwo Nazis mitlaufen könnten?
Ernst gemeinte Frage.
Am Ende ist es eine Priorisierung: welches meiner Anliegen ist wichtiger?
Mir wäre die Entscheidung leicht gefallen, aber ich wäre da eh nicht hingegangen.
Ich vermute auch stark, dass die Demos an denen ich mich beteiligen würde von Rechten nicht frequentiert würden.
FfF hatte das Problem z.B. nie, dabei sind diese auch sehr hart in ihrer Kritik gegen die Regierung(en).
Wird also schon auch mit dem Anlass und den Inhalten zu getan haben, dass die Rechten dabei waren.
Meine persönliche Schlussfolgerung.Geändert von Inaktiver User (06.09.2020 um 17:37 Uhr) Grund: Doofe Autokorrektur berichtigt
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06.09.2020, 17:07
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06.09.2020, 17:08
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06.09.2020, 17:13Inaktiver User
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06.09.2020, 17:14
AW: Corona-Demo, das Fest für Freiheit und Frieden
Karzinogene Stoffe werden verboten - obwohl sie nur mit kleiner wahrscheinlichkeit Krebs erzeugen... und nur den schädigen, der sie einnimmt.
Aber wir sind halt unterschiedlicher Meinung. Ich bin absolut für Maskenpflicht (aber ich kann für mich auch nicht verstehen, was so schlimm an der maske ist, die man ja nur selten und in ganz gewissen Situationen tragen muß)




Zitieren
Allerdings ist nachgewiesen, dass eine Gurtpflicht in den meisten Fällen sinnvoll ist. Bei der Maske sehe ich das anders. Weiterhin schütze ich mit dem Gurt immer noch mich selbst. Bei der Maskenpflicht sehe ich einfach die erzwungene Solidarität und die damit verbundene gesellschaftliche Spaltung als das Problem.