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    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    hm... ich bin mir nicht so ganz sicher, aber.... doch... ich glaube das ist so. Ich glaube der körperlich stärkere fühlt sich den schwächeren überlegen und nimmt gern die die Anführer-Rolle ein.

    (dazu können bestimmt Mütter von Jungen viel besser etwas sagen)
    Ja es gibt bestimmt auch solche Tendenzen. Aber ich glaube in Männergruppen geht es auch um Führungsstärke. Und die wird von einem Mann eher akzeptiert als von einer Frau. Auch im Job, unabhängig von der körperlichen Stärke.
    Kontrolle ist unser größtes Streben und eine der größten Illusionen.


  2. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Mal weg von den Überlegungen, was Einzelne in ihrem Umfeld gegen Gewalt gegen Frauen unternehmen können, hin zu der Rolle von Politik und Gesellschaft in diesem Bereich, wo m. E. ganz dringender Handlungsbedarf besteht statt Betroffenheitsbekundungen und hier und da einem fianziellen Tröpfchen auf dem heißen Stein. Bekanntlich ist die Finanzierung von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen nicht vollumfänglich gesichert, so dass die ehrenamtlichen Vorstände der Trägervereine, aber auch die Mitarbeiterinnen sehr viel Energie für die Beschaffung von Spendengeldern aufbringen müssen. Es werden nur maximal 85 Prozent der Personalkosten in Beratungsstellen durch die Länder bezuschusst, was bedeutet, dass jeden Monat! mehrere hundert Euro freiwillige Kommunalzuschüsse (deren Höhe je nach Haushaltslage bedenklich schwanken kann) und Spenden nötig sind, nur damit die Gehälter der Mitarbeiterinnen bezahlt werden können.

    Es gibt in Deutschland aktuell ca 350 Frauenhäuser mit 6 800 Plätzen. Um die von der Bundesregierung vor sechs Jahren ratifizierte IIstanbul-Kovention umzusetzen, fehlen sage und schreibe über 14 000 Frauenhausplätze, wenn der Schlüssel von einem Platz auf 7 500 Einwohner/innen erfüllt werden soll. Dazu gibt es einen Sachstandbericht des wissenschaftlichen Dienst im Deutschen Bundestag von 2019, der eigentlich die Überschrift "Armutszeugnis" tragen müsste.

    Die Frage, die sich stellt: Was können wir (in dem Fall sind alle Frauen und Männer gemeint, die sich gegen jede sexuaisierte Gewalt engagieren) tun, damit dieses Thema in der Politik endlich mal so ernst genommen wird, dass wenigstens Mindeststandards eingehalten werden? Eine zündende Idee habe ich persönlich leider (noch) nicht.
    Geändert von Inaktiver User (02.09.2020 um 10:38 Uhr) Grund: Ups, da hätte ich fast die engagierten Männer vergessen. Sorry Jungs.

  3. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn es eine heile Welt gibt, hatte ich offenbar Pech in den 80ern, als ich jung war. Meine WG-Nachbarin auch. Und heute die Opfer, die ich in Strafprozessen vertrete. Ich habe bei dir den Eindruck, dass du das Thema vor 2015 nicht in dem Umfang wahrgenommen hast, nachdem du ja auch davon ausgehst, es handele sich um psychisch Kranke.
    @badenserin:
    Ich stimme dir zu-ich habe das Thema vor 2015 nicht wahrgenommen weil es mich eben nicht betroffen hatte.
    Und ich hoffe weiterhin dass ich dieses Thema auch nach 2015 nicht (persönlich oder im näheren Umfeld ) wahrnehmen muss.

  4. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Frage, die sich stellt: Was können wir (in dem Fall sind alle Frauen und Männer gemeint, die sich gegen jede sexuaisierte Gewalt engagieren) tun, damit dieses Thema in der Politik endlich mal so ernst genommen wird, dass wenigstens Mindeststandards eingehalten werden? Eine zündende Idee habe ich persönlich leider (noch) nicht.
    Ich habe den Bericht mal so überflogen (mehr Zeit habe ich gerade nicht), das Problem ist hier doch, wie bei vielen anderen Dingen auch, dass nicht der Bund, sondern die einzelnen Länder bzw. Kommunen dafür zuständig sind... jedes Bundesland also sein eigenes Süppchen kocht... und jedes Bundesland sehen muss, wie es das finanzieren kann...

    unter den Umständen eine einheitliche Lösung zu finden... hm... schwierig...

  5. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Wenn der Bund bestimmte Richtlinien erlässt, ist es für die Länder nicht die Frage ob, sondern lediglich wie sie die umsetzen. Ein einheitliches Bundesgesetz zur Erfüllung der Istanbul-Konvention sollte machbar sein.

  6. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Ein einheitliches Bundesgesetz zur Erfüllung der Istanbul-Konvention sollte machbar sein.
    irgendwo in deinem Link hatte ich gelesen, dass der Bund der Meinung ist DE erfülle die Vorgaben aus der Konvention bereits...

  7. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Wie die Politik, allen voran die Frauenministerin, diese Meinung weiter durchgehen lassen kann, wenn der wissenschaftliche Dienst mit den aufgeführten die Fakten zeigt, dass das pure Augenwischerei des Bundes ist, kann ich nicht nachvollziehen.

  8. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich wollte mich eigentlich für ein ganz anderes Thema anmelden und bin an dem hier hängengeblieben.

    Das ist ja mal ein sehr interessanter Link. Macht es doch sehr deutlich, dass viele Zeitungen nur noch politisch korrekte Meinungsmache betreiben und keine sachlichen Informationen mehr drucken.
    Dieser Artikel ist eine wohltuende Ausnahme.
    Du meinst, Du hast endlich einen Bericht gefunden, Dr Dir persönlich gefällt.

    Mir Wahrheit hat das gar nichts zu tun.

    [editiert]
    Geändert von Analuisa (02.09.2020 um 13:49 Uhr) Grund: Bezug auf die Moderationsansage gelöscht

  9. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt in Deutschland aktuell ca 350 Frauenhäuser mit 6 800 Plätzen. Um die von der Bundesregierung vor sechs Jahren ratifizierte IIstanbul-Kovention umzusetzen, fehlen sage und schreibe über 14 000 Frauenhausplätze, wenn der Schlüssel von einem Platz auf 7 500 Einwohner/innen erfüllt werden soll.
    Der Bedarf an Plätzen in Frauenhäusern steigt kontinuierlich an. Interessant finde ich, dass der Anteil an Migrationen in Frauenhäusern ebenfalls stark angestiegen ist.

    Bei Wikipedia steht:

    In den 1990er Jahren stieg der Anteil von Migrantinnen unter den Bewohnerinnen der Frauenhäuser an und ist seitdem in den Großstädten, vor allem in Berlin, hoch. Mitte bis Ende der 90er Jahre betrug der Anteil der Migrantinnen zum Beispiel in einem Berliner Frauenhaus 60 bis 80 Prozent.[24] Bundesweit sind etwa 40 Prozent der in den 350 Frauenhäusern Schutz suchenden Frauen Migrantinnen (Stand: 2012)

    Also 2012 war der Anteil der Migratinnen 40 %. In einem Beitrag der ARD-Sendung Panorama vom Januar 2019 heißt es:

    Von den acht Frauen im Haus von Rita Schön sind sechs nicht in Deutschland geboren. Das entspricht in etwa dem bundesweiten Schnitt von 68 Prozent.

    Das ist ein immenser Anstieg innerhalb von nur sieben Jahren. Möglicherweise hängt es doch mit dem arachischen Frauenbild zusammen, das viele Migranten mit ins Land gebracht haben.

  10. Inaktiver User

    AW: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen - Outtake

    Platzmangel in Frauenhausern: Geschlagen, bedroht, schutzlos? | tagesschau.de

    "Zurzeit sind im Berliner Frauenhaus etwa 60 bis 80 Prozent Frauen, die aus dem Ausland kommen. Das hat auch damit zu tun, dass deutsche Frauen, die geschlagen oder misshandelt werden, sich oft andere Möglichkeiten suchen als das Frauenhaus: Sie ziehen erstmal zu Freundinnen oder Verwandten. Manchmal nehmen sich Frauen ein Hotelzimmer, nur um ihrem gewalttätigen Mann zu entkommen."

    Das entspricht auch dem Bild aus meiner beruflichen Erfahrung.

    Die Unterbringung in Frauenhäusern ist - harmlos ausgedrückt - keine gute Lösung und nur für den absoluten Notfall eine Zuflucht. Es gibt eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten, z.B. die Vorgehensweise nach Gewaltschutzgesetz (Wohnungszuweisung), Antragstellung mit Verfahrenskostenhilfe, anwaltliche Unterstützung mit Beratungshilfeschein und natürlich die Unterbringung in Familien-/Freundeskreis. Je besser informiert und unterstützt, umso weniger ist die Betroffene auf ein Frauenhaus angewiesen. Die rechtlichen Möglichkeiten in Deutschland scheinen Migrantinnen oft wenig bekannt zu sein, auch nicht die Möglichkeit, einen Anwalt (fast) zum Nulltarif in Anspruch nehmen zu können, zumindest entspricht das meiner Erfahrung.

    Diesen Ansatz halte ich für sehr empfehlenswert:

    "Häusliche Gewalt kommt in allen Bevölkerungsschichten, Nationalitäten und Religionen vor. Die Leiterin des Berliner Frauenhauses, in dem Katharina lebt, erzählt von einem Angebot für Paare, die Beratung nach häuslicher Gewalt suchen. Dieses Programm fand in einem wohlsituierten Bezirk in Berlin statt. "Da hatten wir lange Wartelisten, und das waren nur Leute aus dem Mittelstand, sagt sie."

    Bei uns sind Broschüren im Umlauf zur Intervention gegen häusliche Gewalt, dort sind Anlaufstellen genannt, die aber überwiegend für von Gewalt betroffene Frauen (mittlerweile auch Mönner) offen sind. Es gibt aber auch Projekte, die solche Paarberatungen anbieten, z.B. der Verein Gewaltberatung, früher besser bekannt unter dem Namen Männer gegen Männergewalt.

    Wir bewegen uns hier jetzt zwar etwas vom eigentlichen Thema der sexualisierten Gewalt weg, interessant ist das in dem Zusammenhang aber sicher trotzdem.

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