Antworten
Seite 3 von 97 ErsteErste 123451353 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 969
  1. Inaktiver User

    AW: Ausschreitungen in Stuttgart, Frankfurt und anderen Städten

    Gastbeitrag von Professorin Susanne Schroter: „Es war doch nur eine Frau“ | Politik

    Ausschreitungen in der Silvesternacht 2015

    Ausschnitte von Teilen aus dem Link:
    Natürlich gab es auch vor dem Jahr 2015 sexuelle Belästigungen. Doch dass Mädchen von Männern in Einkaufszentren und Schwimmbädern verfolgt werden, das gab es nicht. Es war auch unvorstellbar, dass ein Vergewaltiger und Mörder wie Hussein K. während seines Prozesses den Satz „Das ist doch nur eine Frau“ fallen ließ. Auf diese Art von Frauenhass war unsere Gesellschaft bislang nicht vorbereitet.

    Daher stellt sich zwangsläufig die dritte Frage – nämlich, ob die frauenverachtenden Verbrechen mit kulturellen Prägungen der Täter oder mit gewaltlegitimierenden Normen ihrer Herkunftskontexte erklärt werden können oder ob solche Thesen eher rassistischen Vorurteilen als Tatsachen entsprechen.

    Eine Benennung der Herkunft der Täter, eine Bezugnahme auf eventuelle gewaltlegitimierende kulturelle oder religiöse Normen, das sollte mit aller Macht verhindert werden. Das bedeutete auch, diejenigen, die dies trotzdem taten, auf die schärfste Art zu denunzieren und des Rassismus oder der Islamophobie zu bezichtigen.

    Völlig konform mit Beitrag #1927#!
    Geändert von Inaktiver User (27.08.2020 um 12:56 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Ausschreitungen in Stuttgart, Frankfurt und anderen Städten

    Danke, Danica für diesen unaufgeregten und sehr sachlichen Beitrag.

  3. User Info Menu

    AW: Ausschreitungen in Stuttgart, Frankfurt und anderen Städten

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Die Fragen nach dem "Warum?" muss man aber immer dem jeweiligen Täter stellen, unabhängig von der Nationalität.
    Und oft genug, so ging es mir jedenfalls früher oft, versteht man auch dann seine Beweggründe nicht.
    Wenn man die Hintergründe partout nicht sehen will, dann sieht man sie halt auch nicht. Aber es gibt durchaus Leute, die gewisse Muster bei bestimmten Personengruppen sehen. So z.B. auch die Professorin Susanne Schröter, die Danica ja auch schon oben zitiert hat.

    In einem Essay über die Kölner Silvesternacht bringt auch Seyran Ates ihre Verwunderung darüber zum Ausdruck, dass westliche Feministinnen versuchen, bei sexistischen Gewalttaten durch Migranten aus muslimischen Ländern zu relativieren, die Täter gar in Schutz nehmen und dabei auch sehr seltsame Bündnisse eingehen.


    Den Kampf gegen muslimische Machos, Ewiggestrige und Frauen zu führen, die in archaischen Verhältnissen leben wollen, ist viel schwieriger, als den konservativen Muslimen das Wort zu reden, während man/frau für sich im Westen immer mehr Freiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter einfordert. Es ist natürlich sehr viel einfacher, die Diskussion abzuwürgen, indem man den Ball dem Westen/ Europa zuwirft und sagt, kümmere dich erst um deine eigenen Vergewaltiger und Sexisten, bevor du dir anmaßt, muslimische junge Männer als durch Testosteron gesteuerte Bomben und somit als Sicherheitsrisiko zu verurteilen. Die Frage nach dem Haupt- und Nebenwiderspruch bleibt ein Problem der Linken und Intellektuellen.

    Natürlich stinkt es zum Himmel, wenn plötzlich die Reform des Sexualstrafrechts in einem rasanten Tempo vorangetrieben und höchstwahrscheinlich in diesem Jahr verabschiedet wird. Natürlich haben wir diesen Umstand der Silvesternacht und den Übergriffen durch junge muslimische Männer an deutschen Frauen zu verdanken. Dennoch erlaubt uns diese Tatsache nicht, ebenso verkürzt zu denken, wie offensichtlich unsere Parlamentarier es tun. Man kann nicht oft genug um Differenzierung und Zurückhaltung bitten. Dennoch ist es falsch, nach gewohnter Manier zu relativieren und zu ignorieren, dass nordafrikanisch und arabisch aussehende Männer klipp und klar aus einer frauenfeindlichen Haltung heraus gehandelt haben und dies tatsächlich auch mit ihrem kulturellen und religiösen Hintergrund im Zusammenhang steht. Sie haben die Gunst der Stunde ausgenutzt, um Frauen anfassen zu können, wie sie es jährlich am Taksimplatz in Istanbul und anderen Orten dieser Welt auch tun. Wenn das jemand mit ihren „eigenen“ Frauen machen würde, würden sie zu Mördern werden. Diese Feinheit entgeht leider manch einem, der in der Analyse der Silvesternacht nur eine Frustentladung muslimischer Jungs sieht, weil sie von der deutschen Mehrheitsgesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert ohne Chance auf eine berufliche Karriere dastehen würden. Warum dann gerade jetzt?

    Die sexuellen Übergriffe haben hier in Europa genauso zugenommen, wie in den letzten 20 Jahren in den islamischen Ländern. Wie gesagt, unsere Gesellschaften ändern sich. Darauf müssen wir mit vernünftigen Konzepten reagieren und aufhören, den Opferstatus der Zugezogenen in Stein zu meißeln.

    (Hervorhebungen von mir)

    Köln: Was hat das mit dem Islam zu tun?

  4. Inaktiver User

    AW: Ausschreitungen in Stuttgart, Frankfurt und anderen Städten

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    Wenn man die Hintergründe partout nicht sehen will, dann sieht man sie halt auch nicht. Aber es gibt

    Köln: Was hat das mit dem Islam zu tun?
    Hervorhebung von mir:
    Aus solchen Anlässen immer wieder eine sehr vereinfachte Kolonialismus-Debatte zu entfachen ist schon eine reife Leistung. In Zeiten der Globalisierung und der Tatsache, dass die Welt nicht in Flüchtling/ Migrant = gut, Urdeutsch = schlecht oder umgekehrt einzuteilen ist, sollten sich doch gerade Feministinnen und Frauenrechtlerinnen die Frage stellen, ob sie nicht ein wenig über das Ziel hinausschießen, wenn sie jeden Hinweis auf die besondere Herausforderung und Situation mit konservativen muslimischen Männern in der freien Welt weiterhin als rassistisch abtun wollen.

    Völlige Zustimmung!

  5. User Info Menu

    AW: Ausschreitungen in Stuttgart, Frankfurt und anderen Städten

    Es ist für das Opfer auch nicht gut, wenn man die Tat vom Täter abstrahiert.

    Die Tat hat ein Täter begangen (oder mehrere zusammen) und diese bestimmte Tat wurde dem Opfer angetan von diesem einen bestimmten Täter.

    Es ist nicht okay, das zu abstrahieren. Es ist ganz wichtig, und zwar für das Opfer, dass der Täter benannt wird und bekannt ist. Und daher ist es nicht egal, "wer der Täter ist".

    Es mag egal sein, welche Nationalität ein Täter hat. Aber sobald der Täter bekannt ist, sichtbar wird, im Idealfall zur Rechenschaft gezogen wird ist das ein Tätermerkmal. Genauso wie dessen Haarfarbe, Größe, Geruch, Name, Alter, ....


    Das ist ein Gesamtpaket. Ich bin: Frau, 1,72, dunkelhaarig, weiß, Deutsche. Das BIN ich.

    Und ich kenne bisher kein Opfer, dem es egal gewesen wäre wer der Täter ist. Die sagen nicht, "ach egal, Mann halt"

    Aus der Opferposition rauszugehen ist auch: sich den Täter fassbar zu machen. Und das geht über Information.

    Natürlich ist es für den reinen Gewaltakt egal ob er von einem Bayern oder Ostfriesen begangen wurde. Aber danach ist das für das Opfer eine Info, die dazu dient auch die Deutungshoheit über die Tat zu erhalten.

    DAs zu negieren bringt eine Frau, die Opfer wurde in eine Art "Objektposition" zurück. So nach dem Motto "egal, halt was Schlimmes passiert: IHR".

    Es geht aber nicht um "passiert ....ihr" sondern um "von IHM" Und zum "ihm" gehört dazu, wo der her ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Ausschreitungen in Stuttgart, Frankfurt und anderen Städten

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Danke, Danica für diesen unaufgeregten und sehr sachlichen Beitrag.
    Gerne doch!

  7. User Info Menu

    AW: Ausschreitungen in Stuttgart, Frankfurt und anderen Städten

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Danke, Danica für diesen unaufgeregten und sehr sachlichen Beitrag.
    Von mir auch ein Danke dafür, Danica.

    In einem anderen Essay zur Kölner Silvesternacht beschrieb Susanne Schröter auch den Roll Back des konservativen Islam seit den 70er Jahren.

    In vielen islamischen Ländern hatten Feministinnen bis in die 70er, 80er Jahre gute Erfolge für die Frauen erzielt.

    In den 1970er und 80er Jahren kam die Wende. Sie begann zunächst im Iran im Jahr 1979 mit dem Sturz des Shahs und wurde von breiten Kreisen der Bevölkerung getragen, innerhalb derer sehr unterschiedliche Ideen für die neue Republik entwickelt wurden. Innerhalb eines Jahres wurde aus Vielfalt jedoch erzwungene Homogenität, aus der allgemeinen Revolution eine islamische, und der charismatische Geistliche Khomeini ergriff die Macht.

    Die Konsequenzen betrafen vor allem die Frauen. Das Heiratsalter für Mädchen wurde von 18 auf 9 (!) Jahre gesenkt, die häusliche Dominanz des Ehemannes festgeschrieben, Frauen aus Berufen und Bildungseinrichtungen vertrieben und unter den Ganzkörperschleier genötigt. Frauen gelten bis heute als personifizierte Verführungen und werden verantwortlich gemacht, wenn Männer ihre sexuellen Triebe nicht unter Kontrolle halten.

    Auch in anderen islamisch geprägten Ländern kam es zu einem Roll-back des konservativen Islam, dessen Vertreter geradezu besessen von der Idee waren, Frauen unter den Schleier und in vielen Fällen auch ins Haus zu verbannen. In Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban standen selbst die Stimmen oder der hörbare Schritt von Frauen unter dem Verdacht, unzüchtiges Gedankengut bei Männern zu evozieren.

    Selbst im religiös liberal geltenden Indonesien gelang es 2008 neue sittenstrenge Regularien für Frauen gesetzlich zu verankern. Das Parlament verabschiedete ein so genanntes Anti-Pornographie- Gesetz, das insbesondere Frauen für sexuelle Übergriffe von Männern verantwortlich machte. Jede Art der Bekleidung, die geeignet sei, das sexuelle Begehren eines Mannes zu reizen, müsse von Frauen vermieden werden, so das Gesetz.
    (Hervorhebungen von mir)

    Gewaltlegitimierende Gendernormen benennen

    In solchen Gedankenwelten sind viele junge männliche Migranten aufgewachsen und sozialisiert worden, und sie bringen ihr Frauenbild mit seinen gewaltlegitimierenden Normen natürlich zu uns mit.

    Ich kann nicht verstehen, wieso solch eine Einstellung gegenüber Frauen hier nicht thematisiert werden darf. Kritikerinnen werden verbal angegriffen und als rassistisch abgestempelt. Will man denn, dass sich ein solches Frauenbild mit dem dazugehörenden Rollenbild auch in Deutschland ausbreitet. Müssten nicht gerade wir Frauen dafür kämpfen, dass unsere Errungenschaften zumindest auf ihrem jetzigen Status Quo erhalten bleiben? Was bringt es uns denn, bei Gewalttaten wegzusehen, wenn sie aus bestimmten Tätergruppen heraus begangen werden?

  8. Inaktiver User

    AW: Ausschreitungen in Stuttgart, Frankfurt und anderen Städten

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    Von mir auch ein Danke dafür, Danica.


    In solchen Gedankenwelten sind viele junge männliche Migranten aufgewachsen und sozialisiert worden, und sie bringen ihr Frauenbild mit seinen gewaltlegitimierenden Normen natürlich zu uns mit.

    Ich kann nicht verstehen, wieso solch eine Einstellung gegenüber Frauen hier nicht thematisiert werden darf. Kritikerinnen werden verbal angegriffen und als rassistisch abgestempelt. Will man denn, dass sich ein solches Frauenbild mit dem dazugehörenden Rollenbild auch in Deutschland ausbreitet. Müssten nicht gerade wir Frauen dafür kämpfen, dass unsere Errungenschaften zumindest auf ihrem jetzigen Status Quo erhalten bleiben? Was bringt es uns denn, bei Gewalttaten wegzusehen, wenn sie aus bestimmten Tätergruppen heraus begangen werden?
    Fürs den ersten SatzDer Dank gebührt aber eigentlich Arabeske,(habe ihn nur abgekupfert)ich fand den Link hier aber passend.


    Den Rest des von mir zitierten Textes betreffend:
    Auch wenn ich mich wiederhole: Genau diejenigen die sich über frauenfeindliche Parteiprogramme ereifern sind komischerweise blind gegenüber dieser Realitäten und scheinen das komplett auszublenden...
    So das mußte ich einfach noch zum Abschluß dazu sagen.
    Sorry Analuisa
    Geändert von Inaktiver User (27.08.2020 um 15:46 Uhr) Grund: Korrektur

  9. User Info Menu

    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    @ kaffeesahne,

    kannst du bitte meinen nick richtig schreiben!

    Ich habe dich hier schon einmal auf die richtige schreibweise hingewiesen:



    Das bestärkt mich in meinem eindruck, dass hier oft nicht gelesen wird, was geschrieben wurde
    Entschuldige.
    Die andere Schreibweise habe ich oft gelesen, deshalb kommt sie immer durch,
    Ich bemühe mich, deinen Namen richtig zu schreiben.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!

  10. User Info Menu

    AW: Die AfD - 3. Strang

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Ich finde es ohne Worte, wie du den bestialischen Mord an deiner Freundin benutzt, um andere sexuellen Straftaten zu relativieren. Schämst du dich eigentlich nicht anderen Frauen gegenüber?

    Zu deinen 'hochinteressanten' Thesen lasse ich Susanne Schröter zu Wort kommen

    Gastbeitrag von Professorin Susanne Schroter: „Es war doch nur eine Frau“ | Politik

    Wie frau im Jahre 5 nach 2015 immer noch Statistiken ignorieren kann, die leichtesten Rechenaufgaben verweigern (Kriminalität in Verhältnis setzen mit Bevölkerungsanteil), den Einfluss patriachalischer Kulturen wegdiskutieren wollen, das erschließt sich mir nicht.

    Ich kann es mir nur mit ideologischer Verblendung erklären.

    Ich habe gelernt, das es Menschen gibt, die Verbrechen verüben.
    Denen man das nicht an der Nasenspitze ansieht.

    Ich finde andersherum, das Verbrechen ideologisch gegen Migranten genutzt werden.

    Nein, Ich schäme mich nicht anderen Frauen gegenüber.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!

Antworten
Seite 3 von 97 ErsteErste 123451353 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •