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  1. Inaktiver User

    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen


    [.....]


    Andererseits ein gutes beispiel dafür, warum welche damit durchkommen. Andere relativieren deren taten, und die, die sie aufdecken wollen, stossen auf die relativierer.
    Es ist wirklich kein polizeispezifisches phänomen, sondern allgemein unter diversen überschriften sehr beliebt.
    Nur dass es bei der polizei und ähnlichen institutionen absolut untragbar ist.

    Ja, es ist nicht polizeispezifisch und man wird nicht verhindern können, dass Leute mit solchen Tendenzen Polizisten werden.
    Sie werden dann nur wissen, wie sie "es" verstecken können und vielleicht auch müssen.
    Dann kann z. B. jemand Daten abgreifen und sie anderweitig anderen zukommen lassen usw.

    Daher finde ich Teile der Diskussion naiv.
    Solche Leute gibt es fast überall und sie wird es auch weiterhin fast überall geben.
    Nur werden sie sich vielleicht vorsichtiger verhalten, um nicht entdeckt zu werden.
    Außerdem sind die Grenzen fließend.
    Wir werden mit dem Problem leben müssen und das ist alles andere als neu.

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    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir werden mit dem Problem leben müssen und das ist alles andere als neu.
    Stimmt. Aaaaber ...
    Es macht einen unterschied, ob man sich des problems bewusst ist. Ob man hinsieht/sehen will. Ob man etwas dagegen tun will.
    nichts ist wie es scheint

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    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    In den letzten tagen habe ich genau diesen punkt gehört. Im regionalen NRW-diskurs; von wissenschaftlern, die sich bereits lange mit der polizei beschäftigen, polizisten, sachverständigen jeglicher couleur, die im thema tief drin sind.
    Das ist ja das irre. So vieles ist lange bekannt, zu so vielem gibt es bereits tolle lösungsansätze.
    Aber bisher wurde nichts davon zusammengeführt. Weil es ja nicht nötig ist. Weil es das nicht gibt. Deswegen musste man ja die ohren zuklappen, wenn diese nestbeschmutzer sagten, es sei nicht immer alles ganz grossartig.
    Ich finde nicht, dass man die Ohren zuklappen soll und derjenige, der über unangenehme Wahrheiten spricht, ist für mich kein Nestbeschmutzer.

    Die Frage ist für mich nur, was kann ich von nächsten Kollegen erwarten und welche Lösungsansätze es gibt.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  4. Inaktiver User

    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    Stimmt. Aaaaber ...
    Es macht einen unterschied, ob man sich des problems bewusst ist. Ob man hinsieht/sehen will. Ob man etwas dagegen tun will.

    Na ja. Stimmt schon. Aber mir wäre es lieber, nicht nur auf der Symptomebene zu bleiben.
    Das wäre vielleicht als "Notlösung" und nur vorübergehend, in Ordnung.
    Aber viel wichtiger finde ich die Frage, warum Menschen so werden.
    Das geht uns alle an.

    Es gibt viel zu wenig Bereitschaft, sich an die Gründe heranzutasten.
    Das ist eh eine sehr langwierige Aufgabe und wir haben nicht einmal angefangen, danach zu fragen (außer in manchen Wissenschaftskreisen).

  5. Inaktiver User

    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Danke für den Einblick.
    So verstehe ich, warum die Dinge nicht eher auffallen.

    "Der Klaus ist doch sonst echt ein Netter, daran ändern ein paar dumme Hakenkreuze doch nichts" ist halt auch eine Lebenseinstellung
    Das kann man beliebig weiterführen.

    „ Der Klaus ist doch sonst echt ein Netter, daran ändern ein paar Griffe in die beschlagnahmten Rauchmgifte doch nichts"

    „ Der Klaus ist doch sonst echt ein Netter, daran ändern ein paar Ohrfeigen bei einer Vernehmung doch nichts"

    „ Der Klaus ist doch sonst echt ein Netter, daran ändern ein paar Tausender doch nichts, die er mal bekommen hat, um die Straftat seines Vermieters unter den Tisch fallen zu lassen"

    Wo fängt das an, wo hört das auf?

    Ich glaube übrigens nicht, dass der Korpsgeist die Hauptmotivation darstellt, sondern die Angst vor Repressalien durch die anderen Kollegen. Ich finde es eine Schande, dass es keine unabhängige Institution gibt, der man als Polizist solche Dinge melden kann, ohne gravierende Nachteile für sich befürchten zu müssen.

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    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube übrigens nicht, dass der Korpsgeist die Hauptmotivation darstellt, sondern die Angst vor Repressalien durch die anderen Kollegen. Ich finde es eine Schande, dass es keine unabhängige Institution gibt, der man als Polizist solche Dinge melden kann, ohne gravierende Nachteile für sich befürchten zu müssen.
    Ich traue mir da keine Gewichtung zu, aber das ist auch ein sehr wichtiger Punkt.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Ich bin jetzt hier über den begriff Nestbeschmutzer gestolpert.
    Gerade im aktuellen beispiel in NRW kann man sie sehr gut sehen: die dünne grenze zwischen solidarität und korpsgeist.
    Der Nestbeschmutzer steht auf der unerwünschten seite.
    Da sollte einigkeit herrschen, auf welcher seite man steht. In der Polizei, in der politik, in der gesellschaft.
    Ich glaube, dass diese grenze viel zu oft in die falsche richtung überschritten wird. Da kann man korrigierend eingreifen.
    nichts ist wie es scheint

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    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Für mich ist der Nestbeschmutzer der, der solche Fotos etc..., ver/weiter schickt und nicht der, der das weiter gibt.

    Nur, um Missverständnissen vorzubeugen
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Nur, um Missverständnissen vorzubeugen


    Ich meinte es nicht auf uns hier bezogen, sondern auf die perspektiven innerhalb des jeweiligen geschehens bzw. der strukturen.
    nichts ist wie es scheint

  10. Inaktiver User

    AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    1. Ich merke das gar nicht. Das ist nicht so absurd, wie es klingt: Ich bin selbst in Ehrenamtschatgruppen. Diese Gruppen sind recht gut frequentiert, insbesondere in den freizeitlastigen Gruppen lese ich das meiste überhaupt nicht, weil gefühl alle 5 Minuten irgendetwas für mich nicht wirklich relevantes kommt.
    Auch andere halten dies so.
    Kann theoretisch bei einer Chatgruppe unter Polizisten auch passieren. Und dann ist man auf einmal "genauso schuldig" (kam heute im Radio) weil man "geschwiegen" hat, dabei hat man es einfach nur nicht mitbekommen.
    Ja, das kann passieren...und dann ist es ja auch glaubhaft, wenn man sich nie bzw. nicht zu der Zeit, als Symbole/Fotos/etc. gepostet wurden, an der Chatgruppe beteiligt hat. Das lässt sich ja durchaus kontrollieren.

    2. Ich merke das durchaus und natürlich stört mich das. Ich pampe also via chat den Kollegen, der das postet, an, dass das gar nicht geht etc. etc.
    Der Kollege unterlässt das daraufhin tatsächlich.
    Nun fände ich es nachvollziehbar, wenn sich der, der den Kollegen erfolgreich zurechtweist, damit zufriedengibt und sich denkt: "Es ist kein Schaden entstanden, er hat es eingesehen/tut das nun nicht mehr, warum soll ich nun noch dafür sorgen, dass er seinen Job verliert?"
    Rechtlich müsste er das.
    Nein, es ist kein Schaden entstanden, aber es wurde eine Straftat begangen.

    Strafrechtlich relevant ist es nicht, wenn man das nicht meldet.

    Es könnte in diesem Fall allerdings dienstrechtliche Kosequenzen haben.

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