Es sind ja nicht nur irgendwelche Likes, sondern es sind Likes von dem Leiter der Social Mediaabteilung. Der sich im Bild-Interview ziemlich dämlich darstellt:
Erst jetzt weiß ich, für was beispielsweise die Bücher stehen, die diese Person gepostet hat.
...
Bohnert betonte, dass ihm „ein großer Fehler“ passiert sei. „Ein Fehler, der nicht hätte geschehen dürfen. Ich war nicht aufmerksam genug, habe darauf vertraut, dass das, was mir aus meiner Community reingespielt wird, schon in Ordnung ist. Das war naiv. Und es tut mir leid“, so der Offizier zur BILD.
Hinzukommen diverse Vorträge in Kreisen, die rechtsextrem aufgefallen sind.
Panorama hat Oberstleutnant Bohnert auch zu diesen neuen Informationen angefragt. Er äußerte sich dazu nicht. Zuvor hatte Panorama berichtet, dass der für Social Media in der Bundeswehr zuständige Offizier auf Instagram mit einem Anhänger der so genannten "Identitären Bewegung" sympathisiert und einschlägige Beiträge mit "Gefällt mir" kommentiert hat. Oberstleutnant Bohnert hat sich auf Panorama-Anfrage nicht gemeldet.
Neue Vorwurfe gegen Offizier: Bohnert referierte bei Rechten | tagesschau.de
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Ergebnis 391 bis 400 von 637
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25.07.2020, 14:50
AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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29.07.2020, 09:44Inaktiver User
AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?
Rechte Beamte bleiben unbehelligt:
Ku-Klux-Klan in Baden-Wurttemberg: Rechte Beamte bleiben unbehelligt - taz.de
Warum hat es Jahre gedauert, bis die Polizei entschieden hat, was mit zwei Beamten geschieht, die Mitglied des Ku-Klux-Klan waren? Der Untersuchungsausschuss des Baden-Württembergischen Landtags offenbart ein strukturelles Versagen der Behörden beim Bekämpfen rechtsextremer Tendenzen.
Die Mitgliedschaft der beiden Beamten wurde den Behörden durch eine Abhöraktion des Landesamts für Verfassungsschutz bekannt. Folgen hatte das erst einmal nicht. Im Ausschuss wiesen die Parlamentarier nun nach, dass das Verfahren von den Polizeibehörden zunächst drei Jahre verzögert wurde. Das Ermittlungsverfahren war erst im März 2005 abgeschlossen, von da an habe es noch einmal ein halbes Jahr lang gedauert, bis eine Verfügung ausgesprochen wurde.
Ein Verweis mit möglichen Gehaltskürzungen oder gar eine Entfernung aus dem Polizeidienst waren damit wegen Verjährung nicht mehr möglich. Gegen die beiden Beamten konnte nur noch eine Rüge ausgesprochen werden.
Jörg W., gegen den zuvor schon ein Strafverfahren wegen rassistischer Äußerungen eröffnet worden war, und Timo H. sind bis heute im Polizeidienst. H. war am Tag der Ermordung der Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter, mutmaßlich durch den NSU, deren Einsatzleiter.
Der ehemalige Vorgesetzte von Timo H. sagte, er sei vom damaligen Chef der Bereitschaftspolizei angewiesen worden, bei der Mitgliedschaft der Beamten im Ku-Klux-Klan „nicht in die Breite“ zu ermitteln, um die Arbeit des Verfassungsschutzes nicht zu gefährden.
Kann man als Einzelfall sehen (oder auch nicht). Was aber stört, ist dieses Vertuschen und Liegenlassen, bis es verjährt ist. Das geht einfach nicht. Wenn man an Polizeibeamte nicht den Anspruch haben kann, dass alles ordnungsgemäß abläuft, auch Vergehen von Polizisten, hat das Konsequenzen für für die Bereitschaft der Bevölkerung, Gesetze und Regeln einzuhalten.Geändert von Inaktiver User (29.07.2020 um 09:50 Uhr)
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29.07.2020, 10:54Inaktiver User
AW: Sicherheitskräfte in der Kritik - übertrieben oder überfällig?
Ich finde diese Hetzjagd auf einen bisher unbescholtenen Offizier der Bundeswehr unerträglich. Unschuldsvermutung gilt anscheinend nicht mehr.
Die Behauptung, er sei Anhänger der Identitären Bewegung fusst auf solchen Bildchen, die er gelikt hat *klick*
Der neuerliche Vorwurf, er hätte Auftritte im "Studienzentrum Weikersheim" gehalten.
In der Tagesschaumeldung heißt es:
Das "Studienzentrum Weikersheim" war seit seiner Gründung immer wieder in Skandale verwickelt. Nach Beurteilung des Simon-Wiesenthal-Zentrums wurden in dem "Studienzentrum" in der Vergangenheit regelmäßig Redner mit extremistischen und zum Teil antisemitischen Ansichten zu öffentlichen Vorträgen eingeladen.
In diesem Studienzentrum sind u.a. laut Wikipedia auch schon aufgetreten:
- Norbert Blüm
- Joachim Gauck
- Annette Schavan
- Wolfgang Schäuble
- Rita Süssmuth
- Papst Johannes Paul II.
Ich finde, man sollte sich jetzt erst mal abregen und Ermittlungen abwarten.Geändert von Analuisa (29.07.2020 um 10:56 Uhr) Grund: Beitragstitel repariert
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29.07.2020, 10:59Inaktiver User
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29.07.2020, 11:15Inaktiver User
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29.07.2020, 14:35Inaktiver User
AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – Übertrieben oder Überfällig?
Hm, kommt darauf an. Es gab von Anfang Anzeichen, dass die Morde dem rechtextremistischen Umfeld zuzuordnen sind, beispielsweise gab es ein NSU Graffito in der Nähe der Stelle, wo Michelle Kiesewetter erschossen und ihr Kollege angeschossen wurde. Es wurde aber erstmal ausgiebig bei einer anderen Gruppe gefahndet:
Lange Zeit fahndete man unter Sinti und Roma nach den Tätern, die sich am Tag der Tat als Landfahrer in der Nähe aufgehalten hatten. Im Mai 2012 bedauerte der Chef des Bundeskriminalamts Jörg Ziercke gegenüber dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma die – nach seinen Angaben von den Medien verschuldeten – öffentlichen Falschverdächtigungen.[13] Während der Ermittlungen wurde bei einem Verdächtigen ein Lügendetektortest durchgeführt. Die Psychologen hielten daran fest, dass der Mann „ein typischer Vertreter seiner Ethnie“ sei, was bedeute, dass „die Lüge ein wesentlicher Bestandteil seiner Sozialisation“ sei. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma warf den Fahndern daraufhin vor, nach rassistischen Vorurteilen ermittelt zu haben,[14] und erstattete im Februar 2014 Anzeige gegen die baden-württembergischen Polizeimitarbeiter.[15]
Aber die Polizei hat ja kein strukturelles Rassismusproblem, was ein Glück aber auch.
Erst als die beiden Waffen der Polizisten aus Heilbronn bei Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt vom NSU gefunden worden hat man wieder in diese Richtung ermitteln. Später fand man auch die Tat Waffen bei Ihnen beziehungsweise in der Wohnung von Beate Tzschäpe. Kann man gut bei Wikipedia nachlesen.
Polizistenmord von Heilbronn – Wikipedia
Gibt auch eine TV Doku dazu.
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29.07.2020, 15:13
AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – Übertrieben oder Überfällig?
Don Alphonso: Linksextreme Verbindungen ignorieren, Offentlichkeit tauschen - WELT
Da hier von Bohnert die Rede war: das ganze hat ein arges Geschmöckle, wie man in Schwaben sagen würde und schmückt die Panoramaredaktion nicht unbedingt!
Scheinbar werden hier doppelte Maßstäbe angelegt: ein Offizier wird wegen zwei Likes - die nicht als Zustimmung zu werten sind - und eines Vortrages öffentlich vorgeführt/beruflich massiv geschädigt, während es über die angebliche Expertin Strobl als Aktivistin weit schwerwiegendere Dinge zu sagen gäbe.
Das ganze finanziert von Gebührengeldern.
Und bitte keine Aussagen a la: das ist Don Alphonso, der ist rrechts und den lese ich nicht.
Ich lese auch ab und an die taz, zu einer Runduminformation gehört es, sich nicht nur in der eigenen präferierten politischen Richtung umzusehen.
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29.07.2020, 16:33Inaktiver User
AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?
In den sozialen Medien schikanieren und bedrohen rechte Trolle und Aktivisten Frauen. Gerade ist die auch Natascha Strobl betroffen. Zufälle gibt‘s, dass es da gerade in der Welt einen Artikel, hat damit natürlich nichts zu tun.
Aber Frauen gehören natürlich in die Küche, was geben sie sich auch als „Expertin“ aus.
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29.07.2020, 16:53
AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?
Es geht hier um Kritik an Sicherheitskräften und nicht an anderen Personen - das kann gerne anderswo diskutiert werden.
Herr Bohnert ist nun mal bei der Bundeswehr und diese hat in ihren Richtlinien (S. 29) so einiges festgelegt. Als Social Media Experte sind ihm die Likes mit Sicherheit nicht versehentlich passiert, denn es waren nicht nur Likes, sondern auch Kommentare. So was „passiert“ einem Social Media Experten mit langjähriger Erfahrung als Soldat „einfach so“?
In der Vergangenheit hatte Bohnert mit Felix Springer das Buch „Soldatentum“ veröffentlicht.
S. publiziert auch beim "Institut für Staatspolitik", einer Denkfabrik der "Neuen Rechten". Dort schreibt er etwa über eine seiner Meinung nach voranschreitende "Staatsverrottung" und von der "Wesensferne von Soldat und Zivil-Gesellschaft". "Sinn des Soldaten" sei "töten und sterben", behauptet er.
Felix S. verbarg seine politische Gesinnung nicht vor seinem Arbeitgeber. Für die Bundeswehr waren die Aktivitäten des Offiziers aber wohl bislang kein Problem. Zusammen mit seinen Neubiberger Mitstreitern veröffentlichte S. einen von der Stiftung des Deutschen Bundeswehrverbandes unterstützten Sammelband zum "Soldatentum". Beim offiziellen Akt zum Volkstrauertag 2014 im oberpfälzischen Eslarn sprach Felix S. vor Soldaten und Bürgern. Weder die Hochschule in Neubiberg noch der MAD wollten sich auf Nachfrage zu den Vorwürfen äußern.
Hinweise auf rechtes Netzwerk an Bundeswehr-Uni - Munchen - SZ.de
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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29.07.2020, 16:54
AW: Sicherheitskräfte in der Kritik – übertrieben oder überfällig?
Das ist billig, und mir als Feministin unangenehm. Auch als Frau sollte man Argumente der vermeintlichen Gegenseite anhören und sich ein eigenes Urteil bilden.
Ich bin Frau und daher passiert alles Unangenehme ausschließlich weil ich Frau bin, sollte für gestandene Frauen tabu sein.
Ob Frau Strobl kochen kann, weiß ich übrigens nicht, aber Antifaaktivistin ist sie und das als Expertin in den ÖR ? Stell dir das mal umgekehrt vor, Weidel wird als Expertin zu Linksextremismus eingeladen


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