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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Ad 1: Wenn man glaubt, daß es über den Zeitraum von 40 Jahren keinerlei Inflation (Preissteigerungen) gibt - dann wäre das eine mögliche Vorgehensweise für den Ruhestand … ...
    Ist zugegeben eine theoretische Überlegung.
    Aber wer würde denn 2 Mio einfach unter der Matraze horten?
    Und wer sagt, dass eine Person mit diesem Vermögen wirklich keinen Handschlag mehr tut?


    ... Ad 2: Neben der KV dürfte auch eine Miete anfallen …
    Ja und wenn? Miete zahlen müssen auch die abermillionen Leute, die keine 33,33-50tausend Euro netto(!) im Jahr haben.

    ...Ad 3: Bin schwach im Kopfrechnen, aber 1% von 2,0 Mio. sind bei mir nicht 2.000 sondern 20.000 …?
    Stimmt, aber wirklich, wen schert das?

  2. gesperrt

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von matsuyama Beitrag anzeigen
    In D gibt es über 1 Miollionen Personen, die Vermögensmillionäre sind:
    Vermogen: Zahl der deutschen Millionare steigt

    Das macht fast 2 % der Bevölkerung aus. Sooo abwegig finde ich es nicht, dass sich hier jemand anonym äußert.
    im einkommensstrang hat neulich jemand etwas geschrieben "wieviel geld habt ihr zur verfuegung..."
    lies mal was da dann los war

  3. VIP

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Ich verstehe nicht, warum Menschen mit 2 Mio oder mehr Vermögen, verschont werden sollen, während denen auf der niedrigen Einkommensseite, Geschenke, über 50€ als Einkommen angerechnet werden.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  4. gesperrt

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Stimmt, aber wirklich, wen schert das?
    Der Unterschied von 18.000 Euro - und zwar Jahr für Jahr - würde mich zum Beispiel scheren. Und die meisten Menschen in meinem Umfeld übrigens auch. Offensichtlich hast Du nicht nur falsch gerechnet sondern bewegst Dich auch in anderen Größenordnungen ...

  5. gesperrt

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht, warum Menschen mit 2 Mio oder mehr Vermögen, verschont werden sollen, während denen auf der niedrigen Einkommensseite, Geschenke, über 50€ als Einkommen angerechnet werden.
    "Verschont" wird nach meinem Wissen niemand, auch niemand mit einem gewissen Vermögen (denn es sind ja alle üblichen direkten und indirekten Steuern und Abgaben, Gebühren usw. zu entrichten). Es geht hier - wenn mich nicht alles täuscht - um eine zusätzliche und darüberhinausgehende Steuer (Vermögenssteuer). Diese setzt nicht an den Erträgen an, sondern an der Substanz.

    Apropos "Geschenke": Unabhängig davon, ob ich das für sinnvoll halte oder nicht (finde die Regelung auch fragwürdig): Die Anrechenbarkeit von Geschenke über 50 € dürfte kausal damit verknüpft sein, daß hier (Du spielst vermutlich auf Hartz-Regelungen an) jemand nicht von seinem eigenen Einkommen und/oder eigenen Kapital lebt - sondern von der Allgemeinheit (vorübergehend oder dauerhaft) alimentiert wird. Deshalb wird es für zumutbar gehalten, daß er sich Geschenke "anrechnen" lassen muß. Könnte dieser Kausalzusammenhang nicht zutreffend und schlüssig sein ?

    Die Höhe halte ich allerdings für diskussionswürdig. Auch im Hinzuverdienstbereich gibt es wohl bei Hartz seltsame Regelungen (da kenne ich mich aber einfach zu wenig aus, um was darüber zu schreiben). Leistungshindernde und/oder leistungsfeindliche Anreize finden sich aber in unserem System leider viele und an so einigen Stellen.

  6. VIP

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    "Verschont" wird nach meinem Wissen niemand, auch niemand mit einem gewissen Vermögen (denn es sind ja alle üblichen direkten und indirekten Steuern und Abgaben, Gebühren usw. zu entrichten). Es geht hier - wenn mich nicht alles täuscht - um eine zusätzliche und darüberhinausgehende Steuer (Vermögenssteuer). Diese setzt nicht an den Erträgen an, sondern an der Substanz.
    Ist ein Haus nicht auch Substanz?
    Warum muss ein Hausbesitzer, der ein Haus im Wert von 2 Mio hat, Grundsteuer zahlen und ein Mensch, der ein Vermögen von 2 Mio hat, keine Vermögenssteuer.

    Apropos "Geschenke": Unabhängig davon, ob ich das für sinnvoll halte oder nicht (finde die Regelung auch fragwürdig): Die Anrechenbarkeit von Geschenke über 50 € dürfte kausal damit verknüpft sein, daß hier (Du spielst vermutlich auf Hartz-Regelungen an) jemand nicht von seinem eigenen Einkommen und/oder eigenen Kapital lebt - sondern von der Allgemeinheit (vorübergehend oder dauerhaft) alimentiert wird. Deshalb wird es für zumutbar gehalten, daß er sich Geschenke "anrechnen" lassen muß. Könnte dieser Kausalzusammenhang nicht zutreffend und schlüssig sein ?
    Das mag für dich schlüssig sein, führt aber zu absurden Aktivitäten im Graubereich, um zu verhindern, dass ein höheres Geschenk bekannt wird.
    Anderes Beispiel: Eine Alleinerziehende arbeitet und erhält Aufstockung durch den Staat. Ihre Arbeit berechnet sich nach den geleisteten Stunden. Mal sind es 60 mal 120 Stunden im Monat. Sie muss jeden Monat ihre Gehaltsabrechnung und Kontoauszüge einreichen, damit genau ausgerechnet werden kann, wie viel ihr zusteht. Auf der Behörde ist jemand länger erkrankt, sie erhält weiter Leistungen als würde sie jeden Monat 120 Stunden arbeiten. Die Miete kann nicht abgebucht werden. Es gibt Ärger mit dem Vermieter. Ihr Vater überweist ihr Geld, um die Miete zahlen zu können, da die Behörde immer noch nicht reagiert. Nach weiteren zwei Monaten sind auf der Behörde alle wieder gesund. Die Überweisungen des Vaters werden als regelmäßiges Einkommen gewertet und die Behörde stellt ihre Zahlungen ein. Der Vater hat einen Kredit aufgenommen, um für seine Tochter einspringen zu können. Dieser ist nun aufgebraucht. Die Miete kann nicht gezahlt werden, die Behörde verlangt, dass wie bisher der Vater einspringt.


    Ich glaube nicht, dass jemand, der reich ist, auch nur annähernd solcher Nachweispflicht und solcher Einmischung ausgesetzt ist.

    Wenn ich die Rechnung von Nicolo lese und ich weiß welches Jahresgehalt andere und ich haben - um damit ihre Familien zu ernähren, dann empfinde ich Aussagen über eine mögliche (!) 1% Vermögenssteuer ein Jammern auf hohem Niveau.
    Interessant finde ich diesen Artikel aus 2009:

    Zahlen soll jeder, der mehr als 500.000 auf dem Konto hat, und weil das in Deutschland nicht Wenige sind, würde Lehmkuhls Vermögensabgabe auf einen Schlag 100 Milliarden Euro in den Haushalt spülen. Durch die Vermögenssteuer kämen jedes Jahr zusätzlich 14 Milliarden rein.
    Gemeinsam mit ein paar reichen Freunden und Bekannten hat Dieter Lehmkuhl im Mai den Appell für eine Vermögensabgabe ins Leben gerufen. Mittlerweile sind 46 Vermögende dabei. Wie Lehmkuhl halten sie das jetzige Steuersystem für ungerecht und unsolidarisch. "Es ist so, dass die Einnahmen bei Kapitalvermögen bei mir in acht Jahren um das Doppelte gestiegen sind, und die Steuerlast ist um das Doppelte gesunken." In den vergangenen 20 Jahren hat es eine enorme Umverteilung gegeben, sagt Lehmkuhl – von unten nach oben. "In keinem anderen westlichen Land ist die Zahl der Millionäre so gestiegen wie bei uns."




    Die Höhe halte ich allerdings für diskussionswürdig. Auch im Hinzuverdienstbereich gibt es wohl bei Hartz seltsame Regelungen (da kenne ich mich aber einfach zu wenig aus, um was darüber zu schreiben). Leistungshindernde und/oder leistungsfeindliche Anreize finden sich aber in unserem System leider viele und an so einigen Stellen.
    Ja, das ganze System ist da sehr fragwürdig.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  7. Inaktiver User

    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ist ein Haus nicht auch Substanz?
    Warum muss ein Hausbesitzer, der ein Haus im Wert von 2 Mio hat, Grundsteuer zahlen und ein Mensch, der ein Vermögen von 2 Mio hat, keine Vermögenssteuer.
    Die Grundsteuer ist zwar unterschiedlich hoch, aber in der Regel sehr gering. Deutlich weniger als 1% jährlich.

    Zu diesem Vergleich, überhaupt zur Vermögenssteuer, empfehle ich den Artikel in der FAZ von Clemens Fuest, Präsident eines Wirtschaftsforschungsinstitutes.

    Armut und Reichtum: Kosten und Nutzen einer deutschen Vermogensteuer

    Er schreibt u.a.
    In der aktuellen Debatte geht es jedoch nicht um Grundsteuern, sondern um Steuern auf das Nettovermögen von Privathaushalten und Unternehmen. Nettovermögensteuern sind in fast allen Industrieländern in den vergangenen Jahren abgeschafft worden. Einige Schweizer Kantone erheben mit dieser Steuer noch nennenswerte Einnahmen, allerdings sind dafür die Einkommensteuern dort niedriger als anderswo. In Spanien und Norwegen gibt es ebenfalls noch Nettovermögensteuern, aber mit geringerem Aufkommen.
    ...

    Neben der beschriebenen Steuerlast gibt es vier weitere Aspekte von Nettovermögensteuern, die sie besonders belastend machen und erklären, warum viele Länder sie abgeschafft haben. Erstens erfordert eine solche Steuer eine genaue Durchleuchtung der Privatsphäre der Besteuerten. Schmuck, Gemälde, teure Teppiche, all das muss erfasst werden, um Steuervermeidung zu verhindern. Zweitens müssen alle Vermögensgegenstände regelmäßig bewertet werden. Diese Bewertung ist zeitraubend, teuer und streitanfällig. Drittens ist, wenn das Vermögen einmal vollständig erfasst ist, die Versuchung für die Politik groß, den Steuersatz stetig weiter zu erhöhen. Viertens sind Investitionen riskant – anders als bei der Einkommensteuer muss der Unternehmer die Vermögensteuer auch dann zahlen, wenn er Verluste macht.

    Dem kann man entgegenhalten, dass die Ertragsunabhängigkeit der Vermögensteuer bessere Leistungsanreize setzte als die Einkommensteuer. Das würde aber nur dafür sprechen, die Einkommensteuer zu senken und sie durch Vermögensteuern zu ersetzen. Die Vermögensteuer draufzusatteln verschlechtert Leistungsanreize.
    Ich erinnere mich sehr gut daran, warum die Vermögenssteuer, die de facto ja noch existiert in Deutschland, damals ausgesetzt wurde: weil es so aufwändig war, sie zu kontrollieren. Das schreibt er u.a.auch. Ich meine mich zu erinnern, dass es mehr kostete, sie in der richtigen Höhe einzutreiben, als sie erbrachte. Dazu kam die Frage nach Gerechtigkeit.

    Ich frage mich, ob sich manche etwas vergaloppieren in dem Wunsch, Reiche müssten mehr abgeben als bisher. Ich bin durchaus für ein gerechteres Steuersystem, glaube aber auch, dass man nicht einfach eine Steuer mehr erheben kann und dann wäre das gegeben. Man muss schon das Ganze betrachten und das geschieht in dem Artikel schon eher.

  8. VIP

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Wenn es so ist, warum löst dann die SPD-Idee einer Vermögenssteuer solche Stränge aus?

    Ich gebe zu, dass ich mir insgesamt ein weniger komplexes Steuermodell wünsche. Denn trotz (verschiedener) Steuerberater bei Selbständigkeit, scheint es unmöglich im Voraus zu berechnen wie hoch die Steuerlast sein wird.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  9. User Info Menu

    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Vielleicht sollten alle mal lesen, was die SPD genau zu diesem Thema schreibt.

    Da ist unter anderem davon die Rede, Altersversorgungsansprüche von der Vermögenssteuer weitestgehend auszuklammern (also die der Reichen genauso wie die Pensionsansprüche von PolitikerInnen), von großzügigen persönlichen Freibeträgen, da soll Doppelbesteuerung ebenso vermieden werden wie die Besteuerung von Produktivvermögen in Unternehmen.

    De facto landet man dann vermutlich bei steuerfreien Vermögenssummen, die weit über 2 Mio. Euro liegen.

    Und weil es hier erwähnt wurde:
    ...Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schätzt die Erhebungskosten einer wiedereingeführten Vermögensteuer im Verhältnis zum Steueraufkommen auf zwischen vier und acht Prozent. Das ist vergleichbar mit den Erhebungskosten der Einkommensteuer. ...

  10. Moderation

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Immobilien als Vermögen:

    Das Verfassungsgericht hat, wenn ich mich recht erinnere, seinerzeit (1995) eine Revision der Vermögenssteuer angeordnet, damit die Bevorzugung von Immobilienvermögen gegenüber von Geldvermögen (=Ungleichbehandlung) abgeschafft wird. Die Reaktion der Regierung war, die Vermögenssteuer auszusetzen. (Wir ham's ja...)

    Problem bei Immobilien ist, daß sie, anders als Papiere, nicht tagesaktuell akkurat bewertet werden können. Aber ich würde mal vorsichtig davon ausgehen, daß das hinreichend gut lösbar wäre, um das BVerfG zufriedenzustellen...

    Grundsteuer ist ja auch gerade überholt worden, oder dabei.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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