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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    @ Analuisa und Polak: Das scheint die SPD vor kurzem geändert zu haben, vor einigen Wochen wurde noch klar der Freibetrag von 2 Millionen genannt (ging auch durch alle großen Tageszeitungen).

    Nochmal zur Definition von Vermögen: alles, was nicht betrieblich gebunden ist und einen Marktwert darstellt, also veräußert werden kann. Die Klassiker wären Immobilien, Wertpapiere, Edelmetalle und eben auch das Bargeld was auf dem Girokonto rumliegt.
    Pensionsansprüche stellen allerdings auch ein Vermögen dar, das allerdings nicht veräußert werden kann und daher gebunden ist. Trotzdem stellt es Vermögen dar, weil es in der Zukunft definitiv vorhanden sein wird.

    Übrigens: In den USA sind die meisten Rentenanwartschaften (401k, Roth IRA) kapitalgedeckt und fließen auch in die Vermögensstatistik ein, das erklärt die hohen Durchschnittswerte.

    Den Begriff "leistungsentkoppelt" habe ich Pensionszahlungen für Pensionszahlungen verwendet, weil es wirklich fast egal ist, was derjenige nach der Verbeamtung auf Lebenszeit macht, die Ansprüche bleiben bestehen. Ein Selbstständiger haftet in der Regel mit derletzten Unterhose, wohingegen Beamte auch monatelang krankwerden können oder sogar minderschwere Straftaten begehen können.

    Den zweiten thread habe ich erstellt, weil ich mich beim ersten nicht klar genug ausgedrückt habe, weshalb die Diskussion dann ins Abstrakte abgedriftet ist, Sneek hatte mich daraufhingewiesen.
    Geändert von matsuyama (12.03.2020 um 17:10 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Ich glaube nicht, dass der Antrieb von Gates oder Bezos unbedingt war, Multimilliardär zu werden. Ich gönne jedem ja seinen durch Leistung erworbenen Reichtum, aber bei Milliarden wird es für mich einfach unverhältnismäßig, denn das kann ein einzelner gar nicht durch Leistung rechtfertigen, da haben viele andere und auch die Gesellschaft in der er lebt durch Infrastruktur etc beigetragen.

    Das Modell Robert Bosch ist mir da deutlich sympathischer, und es ist ja nicht so dass der Mann nichts zustande gebracht hätte...

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von matsuyama Beitrag anzeigen

    Den zweiten thread habe ich erstellt, weil ich mich beim ersten nicht klar genug ausgedrückt habe, weshalb die Diskussion dann ins Abstrakte abgedriftet ist, Sneek hatte mich daraufhingewiesen.
    Solange Du nicht konkret wirst und eben immer noch nicht auf Fragen eingehst, was Deine Motivation ist, bleibt das hier nur globales Gejammer über Leute, die mehr Geld haben.

    Obsolet.


    Zu Leuten wie gerade Gates....
    Ausgerechnet er hat schon diverse Milliarden gespendet...auch ohne groß Wind darum zu machen.

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich gönne jedem ja seinen durch Leistung erworbenen Reichtum, aber bei Milliarden wird es für mich einfach unverhältnismäßig, denn das kann ein einzelner gar nicht durch Leistung rechtfertigen, da haben viele andere und auch die Gesellschaft in der er lebt durch Infrastruktur etc beigetragen.
    Exakt so argumentiert auch der Herr Thomas Piketty in seinem neuen Buch. Er will jedem (ab einem gewissen Alter, glaube ab der Volljährigkeit oder so ähnlich) 120.000 Euro schenken - das Geld soll aus einer extrem hohen Besteuerung kommen (meine, eine 90% Steuer auf Erbschaften). Eine geniale Idee, da werden Wirtschaft und Beschäftigung einen nie gekannte Aufschwung nehmen.

    Hoffentlich machen da auch alle relevanten Länder wie China, USA, Russland usw. mit ?!

    Meine mich nämlich zu erinnern, daß sein eigener ehemaliger Staatspräsident, Herr Hollande (Herr Piketty ist m. W. Franzose), schon mit seiner im Vergleich dazu sehr bescheidenen Reichensteuer damals kläglich gescheitert ist ...

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    @ chaos99: Zu meiner Motiation: Das Thema interessiert mich einfach (habe gerade viel Zeit).
    Und wo jammere ich bitte über Leute, die mehr Geld haben? Bill Gates & Co. habe andere ins Spiel gebracht. Ich bitte um einen höflicheren Tonfall.

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Wer sind denn die ominösen millionaires-next-door?

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    @ schubidu: So werden im englischsprachigen Raum Menschen bezeichnet, die ein Vermögen im Wert von 1 bis max 5 Mio $ besitzen und einen sehr bodenständigen Lebensstil pflegen, also die Millionäre von nebenan darstellen.

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von matsuyama Beitrag anzeigen
    wohingegen Beamte auch monatelang krankwerden können oder sogar minderschwere Straftaten begehen können.

    Selten so einen Quatsch gelesen, ehrlich.

    Kannst ja mal den Münchner Polizisten fragen, der vor etlichen Jahren die Geschwindigkeitsüberschreitung von Franz Beckenbauer nicht weiter verfolgt hat, wie es dem nun geht, nachdem man ihn vom Polizeidienst entfernte, ungeachtet der Tatsache, dass er drei Kinder hatte.

    Ich habe nun 42 Berufsjahre hinter mir, ich habe in dieser Zeit insgesamt keine zwei Millionen Euro verdient, obwohl ich seit 25 Jahren im gehobenen Dienst tätig bin.

    Lies doch mal das alte Vermögensteuergesetz durch, schaue dir die Freibeträge und die Steuersätze an, da ist früher niemand wirklich belastet gewesen und wird dies auch zukünftig nicht sein.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    @ jaws: http://www.sns-anwaelte.de/recht/arbeitsrecht/straftat-oeffentlicher-dienst.html

    "Das Bundesverwaltungsgericht ist offensichtlich der Auffassung, dass bei einem zum Tatzeitpunkt noch geltenden Strafrahmen von bis zu einem Jahr der außerdienstliche Besitz kinderpornographischer Dateien auch bei einem Lehrer nur unter besonderen Umständen die Entfernung aus dem Dienst rechtfertigt."

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    AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Lies doch mal das alte Vermögensteuergesetz durch, schaue dir die Freibeträge und die Steuersätze an, da ist früher niemand wirklich belastet gewesen und wird dies auch zukünftig nicht sein.
    Na ja, heute kann ja schon eine Eigentumswohnung am "falschen" Ort reichen und man ist Millionär auch wenn man sonst kein weiteres relevantes Vermögen hat … Hier vor Ort braucht es manchmal dazu kein Haus, kein Penthouse oder gar eine Villa (mit oder ohne Park).

    Auch ist es sicherlich ein signifikanter Unterschied, ob ich - wie damals zum Beispiel - für meine Anleihen, Pfandbriefe, Bundesschatzbriefe usw. acht, neun oder 10 Prozent Zinsen erhalte und daraus - sprich aus den Erträgen - auch eine Vermögenssteuer bezahlen kann. Oder diese eben - in heute dauerhaft zinslosen Zeiten - aus der Substanz bezahlen müßte.

    Ein Rentner etwa mit der oben besagten Wohnung (die er noch vor 30 Jahren zu einem deutlich niedrigeren Preis erworben hatte) und mit daneben nur einer normalen Durchschnittrente von der BfA, bliebe dann wohl als Lösung nur eine Hypothek auf die Wohnung. Eine Immobilie kann man ja nicht - wie ein Wertpapierdepot - stückweise veräußern, um eine neue Steuer zu bezahlen.

    Insoweit kann man die heutige Situation nicht so recht mit der damaligen vergleichen. Die Erträge sind eben völlig andere geworden.
    Geändert von kurant (12.03.2020 um 18:33 Uhr)

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