Kurant, der ganze Beitrag klingt seltsam.
Ich bin als Studentin (also bis vor kurzem) sehr oft umgezogen, auch noch vor der Einführung des Bestellerprinzips - nie war ein Makler involviert, und ich kenne das auch sonst von niemandem.
Wie auch?
Die meisten Studenten, insbesondere die, die den günstigen Wohnraum, den die älteren Leute ja anscheinend angeboten haben, brauchen, könnten doch sowieso keinen Makler bezahlen.
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17.07.2020, 18:52Inaktiver User
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
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17.07.2020, 19:30
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
Und zwar über Jahrzehnte. Es hilft nichts, wenn man zehn Jahre knausert und spart und dann eine Eigenbedarfskündigung kriegt oder wegen irgendeiner Krise, für die man nichts kann, die Aufträge ausbleiben, und das Geld ist weg.
Ein Job (oder ein Job nach dem anderen) der dauerhaft, über Jahrzehnte, genug zahlt und die tatsächlichen Kosten, die man hat, nicht nur zu decken sondern robust zu übertreffen ist nicht nur notwendig, für Vermögensaufbau, sondern fast schon hinreichend. (Es sei denn, man verschenkt den Überfluß.)
Bei den Kosten gibt's einen "harten Boden", unter den kommt man nicht. Und vieles, was das Einkommen verringert oder gefährdet (Krankheit, Kinder, Familienkrisen) erhöht die laufenden Kosten.
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Saetien, ich bin soweit auch lebenslang ohne Makler ausgekommen... aber da spielt auch Glück mit rein -- und Situation. Ich hab die Wohnung direkt vom Bauträger gekauft, meine Mietwohnungen waren von privat und/oder über Beziehungen, und als alleinlebender Mensch der auf ein gutes Angebot wartet, bevor sie umzieht, ist man in einer ganz entspannten Position. Sobald man gegen eine Deadline arbeitet oder erschwerte Umstände hat (man ist nicht vor Ort, man hat bestimmte Anforderungen) wird das schwieriger.
Und für Vermieter ist "Makler" oft eine immense Befreiung von Kopfschmerzen und Zeit-, Orga- und Entscheidungsaufwand, daß mich es nicht wundert, daß das das Mittel der Wahl ist -- vor allem, wenn es nichts oder wenig kostet, wenn die Kosten vom Mieter übernommen werden.
Andererseits, Markt. In einem Verkäufermarkt kann der Verkäufer (in dem Fall der Vermieter) die Nebenkosten, die er übernehmen muß, immer einpreisen. In einem Käufermarkt nicht.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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17.07.2020, 20:23Inaktiver User
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
Schon richtig, aber den Makler übernimmt ja der Vermieter.
Ja, aber es gibt immer einen Maximalpreis, den man erwarten kann, mit oder ohne Makler. Insofern sind die Maklerkosten eigentlich immer on top.Andererseits, Markt. In einem Verkäufermarkt kann der Verkäufer (in dem Fall der Vermieter) die Nebenkosten, die er übernehmen muß, immer einpreisen. In einem Käufermarkt nicht.
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17.07.2020, 21:02Inaktiver User
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
Wildwusel, ich kann schon verstehen, wieso Vermieter mit Makler arbeiten. Nue, bei kurant las sich das so, als ob das vor Einführung des Bestellerprinzips nun ausgerechnet bei der Vermietung von Wohnungen für "arme Studenten" geschehen sei - und das halte ich für unwahrscheinlich, denn gerade die werden sich darauf am wenigsten einlassen.
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17.07.2020, 22:43
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
Moderationshinweis
Bitte beendet an dieser Stelle eure Diskussion über Mieter, Vermieter und Makler, ihr seid damit off topic.
EnergieverbraucherIn, deinen Beitrag habe ich in den Talk-Strang verschoben.
AnaluisaModeration in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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17.07.2020, 22:53Inaktiver User
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
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17.07.2020, 23:56
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18.07.2020, 08:29
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
Ja, der SPD-Strang wäre auch möglich gewesen - oder, da es nicht um ein Partei-Thema ging, besser noch der Koalitionsstrang. Jedenfalls nicht dieser hier.
Analuisa, ModerationModeration in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
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18.07.2020, 10:12Inaktiver User
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
Ich habe es tatsächlich nicht geschafft, das deutsche Medianeinkommen zu ermitteln, kannst du uns eine konkrete Zahl bzw. die Quelle nennen?
Ich mache mal eine naive Überschlagsrechnung: Für den Mittelverdiener ist es schon eine beachtliche Leistung, 10.000 € p.a. auf die hohe Kante zu legen. Momentan wird der risikolose Zins komplett von der Inflation gefressen. Wenn man Zins und Inflation in erster Näherung komplett beiseite lässt, dann ist unser Geringverdiener beim Renteneintritt noch meilenweit vom "Millionaire-Next-Door" entfernt. Natürlich kann ich auch clevere Investitionen und hohe Renditen unterstellen, aber solche Anlagen bergen natürlich auch das Risiko eines Teilverlustes. "There is no such thing as a free lunch".
Wohlgemerkt, die Rechnung unterstellt stillschweigend, dass man nie von solchen Ärgernissen wie Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen ist.
Noch wichtiger: Das Konzept ist daran gebunden, dass man sich gegen Kinder entscheidet und auch den alten Eltern in keinem Fall unter die Arme greift.
Gesamtwirtschaftlich ist das ganze übrigens ausgesprochen heikel. Wenn ab morgen alle Deutschen strikte Haushaltsdisziplin und Konsumverzicht üben, kinderlos bleiben und das Geld investieren, dann gibt es einen Bombenrezession, gepaart mit einer irren Spekulationsblase.
Vermögend wird man im Regelfall durch ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen, erfolgreiche Selbständigkeit oder durch ein Erbe. Letzteres ist durchaus problematisch und trägt deutlich zum Konzentrationprozess bei.
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18.07.2020, 13:01
AW: SPD-Reichtumsdefinition : Wie geht's den "millionaires-next-door" damit?
Danke für eure Antworten

Nocturna, BlueVelvet, matsuyama, ich finde es etwas schwierig, dass ihr das Thema mit euren Anmerkungen zum Eigenheimbesitz so auf die persönliche Ebene holt, das war jetzt von mir überhaupt nicht intendiert. Es macht es einem schwer zu argumentieren, denn wenn man dazu etwas Kritisches anmerkt, liest es sich u.U. so, als würde man Menschen, die im eigenen Haus wohnen, ihren Besitz und die damit verbundene Sicherheit nicht gönnen. Darum geht es mir absolut null.
Natürlich ist jemand, der ein Haus im Wert von einer Million besitzt un der darüber hinaus kein oder kaum Vermögen hat, ein kleines Licht im Vergleich zu den "richtigen Millionären".
Beißt euch bitte nicht am Begriff "Millionär" so fest.
Und mir ist auch klar, dass ein Haus, das im München 1 Million wert ist, in einer kleineren Großstadt vielleicht noch 500.000 und auf dem Land 150.000 € einbringt. Dafür gibt es in D auch ein Gehaltsgefälle zwischen (Groß)stadt und Land bzw. im Vergleich von einzelnen Regionen, das das Gefälle bei den Immobilienpreisen in etwa widerspiegelt.
Es ging mir darum, aufzuzeigen, dass die Vermögensverteilung innerhalb Deutschlands noch ungleicher ist, als bisher angenommen. Natürlich kriegt man unterschiedliche Zahlen je nachdem, was man als Vermögen mitrechnet, und internationale Vergleiche sind wegen bestimmter schwer vergleichbarer Parameter (die Eigenheimquote in D ist z.B. im Vergleich traditionell niedrig) schwierig. Trotzdem habe die Zahlen in dem Bericht eine Aussagekraft, meint ihr nicht?Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs



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