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    Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    Blickt das noch jemand?

    Kurden, Türken, Assad, Putin, IS, wer mit, wer gegen wen?

    Was kann die EU tun?

    Wer kann mir was zur Aufklärung beitragen?
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

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    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

  3. Inaktiver User

    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    Blickt das noch jemand?
    ...war das je möglich?

    Eines haben wir wohl geklärt: Man sollte keine Deals mit Despoten machen.

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    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    Erdogan hat sein "Versprechen" gehalten und die Grenzen geöffnet.

    Er ist ein Despot, aber ich kann sein Handeln verstehen, d. h. nicht, daß ich es gut finde. Die EU macht nichts und das finde ich unglaublich. Jetzt muß die EU was machen.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


  5. Inaktiver User

    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Die EU macht nichts und das finde ich unglaublich. Jetzt muß die EU was machen.
    Okay! ...und, äh, was genau?

    Ich finde, aufhören Waffen ins Ausland zu liefern, wäre schon mal ein Anfang.

    Und dann könnten wir mal damit anfangen zu prüfen, inwiefern Schulden bei "westlichen Banken" die Situation in anderen Nationen derart verschlechtert haben, dass diese aus eigener Kraft rein gar nichts mehr hinbekommen. Und das mit dieser Finanz-Knechtschaft könnte man dann direkt mit überdenken.

    Außerdem könnte man einer der elitärsten "weiß-priviligierten" Institutionen dieser Welt auch mal untersagen, die Geschichten aus ihrer Bibel als "heilsbringende Wahrheit" in die Welt zu posaunen. Es reicht doch wenn die zum Gebet bimmeln, wenn dann niemand freiwillig kommen mag ist das auch eine Antwort.

    Wir könnten auch einfach mal damit aufhören, unsere Wahlstimmen den lautesten Hetzern zu geben und statt Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern ausnahmsweise mal Menschen in die Regierung berufen, die was von ihrem Handwerk verstehen. Also, beispielsweise eine Ärztin als Gesundheitsministerin, oder so. Nur mal theoretisch.

    Es scheint aber leider ein bisschen so, als wäre die EU in sich bereits zerrissen genug, um sowas utopisches gar nicht erst aufkeimen zu lassen.

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    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    Blickt das noch jemand?

    Kurden, Türken, Assad, Putin, IS, wer mit, wer gegen wen?
    Da fehlen noch die USA und die UNO.

    Angefangen hat es damit, dass die syrische opposition gegen das regime protestierte.
    Der kampf für demokratie fiel schnell den interessen einzelner gruppen zum opfer.
    Darunter auch die Daesh, die gegen Damaskus und gegen Demokratie kämpften.
    Die Kurden auf syrischem gebiet kämpften für sich gegen Assad.

    Assads verbündete waren schon immer Russland und der Iran. War schon bei seinem vater so.
    Die Türkei ist mit Russland befreundet, aber in rivalität zu Syrien. es kann in der region nur einen 'sultan' geben.

    Als daraus die klassischen fronten entstanden -Iran und Russland auf der einen, Saudi-Arabien und (indirekt) Israel auf der anderen-, und es eine humanitäre krise, verbrechen gegen die menschlichkeit, scharen von kriegsflüchtlingen, eine erstarkte Daesh gab, griffen auch die USA ein.

    Danach schien langsam ruhe einzukehren. Die Daesh wurden weitgehend geschlagen, Syrien massakrierte nicht länger so viele der eigenen bevölkerung.

    Bis Trump beschloss, die US-truppen aus Nordsyrien abzuziehen und die verbündeten Kurden ihrem schicksal zu überlassen.

    Erst wurden sie von den Syrern angegriffen, dann von den Türken verjagt, als diese auf syrisches gebiet vordrangen.
    Die Türkei, die das Kurdengebiet einnehmen will, gerät unter zunehmenden beschuss durch Syrien. Dazwischen sitzt eine syrische bevölkerung, die von beiden seiten aufgerieben wird.
    Viele von ihnen waren bereits aus anderen landesteilen dorthin geflohen, als es dort noch auszuhalten war. Jetzt fliehen sie weiter, zusammen mit noch mehr menschen. Die einzige richtung ohne drohende auslöschung ist der Norden. Da liegt die Türkei. Die Türkei, die ihnen das ganze erst eingebrockt hat und jetzt mit dem zustrom überfordert ist.

    Die UNO ist auch beteiligt.
    Alle versuche, den menschen zu helfen oder irgendwas zu tun, werden von Russland und China mit veto verhindert.

    Und die EU, die alles aus der ferne beobachtet.
    nichts ist wie es scheint

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    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    Wer sich erpressbar macht - wird irgendwann auch erpresst.

    Das war noch nie anders. Ebenso gilt immer: Schlechte oder sogar desolate Politik generiert - früher oder später (oft früher) - die entsprechenden Ergebnisse. Die EU steht (mal wieder) vor den Trümmern ihrer eigenen Politik. Wenn man den seit fünf Jahren gescheiterten Versuch einer gemeinsamen Haltung der EU bei der Flüchtlings- und Migrationskrise noch als Politik bezeichnen will …

    Gibt es überhaupt noch einen (letzten) Einfluss der EU in Syrien ? Wenn ja, welchen ?

    Von einer gemeinsamen europäischen militärischen Option - unabhängig von der Nato und damit dem Rockzipfel der US-Regierung Trump - redet man besser erst gar nicht.

    Der strategische Bankrott ist damit nahezu perfekt.

    Erdogan als bezahlter "Türsteher" und Hasardeur kann problemlos an den Fäden der Marionette EU ziehen.

    Man darf gespannt sein, wieviel Chancen diese EU noch hat, nicht endgültig zur politischen Lachnummer zu werden.

    Ihre Feinde (derer sind außen nicht wenige und sehr mächtige - und auch im Inneren werden es immer mehr) wird es freuen.

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    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Gibt es überhaupt noch einen (letzten) Einfluss der EU in Syrien ? Wenn ja, welchen ?
    Man könnte auf einen (der) Kriegsverbrecher einwirken. Auf Erdogan.
    Das wäre wirtschaftlich möglich, aber...

    Sowohl Russland, als auch die USA haben ein großes Interesse daran, ihre Füße drin zu halten und wägen von daher ab - Erdogan flirtet mal in die eine Seite ein, mal in die andere, ganz, wie es gerade gebraucht wird und alle (die EU inklusive) ließen ihn völkerrechtswidrig einmarschieren; man darf das bei allem nicht vergessen. Die USA haben das möglich gemacht, aber auch hier aus der EU. Außer ein bisschen "das geht aber eigentlich nicht, weil..." kam nicht viel. Sanktionen?

    Die Türkei befindet sich in einem, eigentlich souveränen, Staat und führt direkten Krieg gegen Syrien, erklärter Feind: Assad. Und ja, ich weiß, was er, dieses Regime unter ihm tat/tut; viele Syrer nicht mehr nach Hause können, diverse Gründe.
    Fakt bleibt aber. Die Türkei führt einen Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat auf seinem Territorium.

    Bis heute besetzt die Türkei Regionen in Syrien, hat zu Hunderttausende vertrieben, der Heimat beraubt, gar nicht an die furchtbaren Morde (so sehr ich solche Worte ungern nutze, in manchen Fällen wäre "Abschlachten" bezeichnender) zu denken, die Vergewaltigen von türkisch unterstützten "Rebellen", die Plünderungen, Zerstörungen und gewaltsame Übernahme von Eigentum - will heißen: ist auch mitverantwortlich für das Hochschnellen der neuen Flüchtlingsströme (und hier bitte ich auch das Wort als solches zu nehmen, denn diese Menschen fliehen vor Krieg, Bomben und unsäglichem Leid).

    Nur. Will die EU "aufmucken" bzw. kann sie es?
    Ich glaube, eher das Punkt 2 - bei der eigenen Uneinigkeit - nicht angestrebt wird, auch nicht versucht wird, von daher fällt Punkt 1 aus. Polen z.B. wird ja gerade zum neuen Liebling der USA unter Trump.
    Zumal die EU durch Waffenverkäufe ebenso "mitspielt" - man beachte dazu mal die Zahlen in Sachen Deutschland an Türkei, Aufklärungsflüge, Unterstützung von Kurden (die viel dafür getan haben, den IS erfolgreich zu bekämpfen).

    Erdogan - so sehe ich das - steht gerade, fast (wobei, die "Strategie" geht auf), mit dem Rücken zur Wand, die toten türkischen Soldaten, das wird ihm von vielen Türken sehr vorgeworfen -und, informiert Euch mal über Türkei und Corona.
    Ihr werdet kaum fündig, aus gutem Grund.

    Er würde (müsste!) um sich schlagen - eine Niederlage, weitere türkische tote Soldaten, weitere syrische Flüchtlinge: Wie lange lassen sich diese Lager an der türkischen Grenze noch halten, an der syrischen Grenze?
    Wenn das "Außen" Ergogans zusammenbricht, verliert er den Halt im Innen in der Türkei.
    Dieses unglaubliche Leid der Menschen, sterbende Kinder, jetzt auch an der Grenze zu Griechenland, egal. Aber da unterscheidet er sich auch nicht von den anderen, leider auch - am letzten Ende - nicht von den Verantwortlichen in der EU (wenn Herr Röttgen über Russland herzieht, würde ich gerne direkt ein paar Worte in Sachen Waffenlieferung Deutschlands mit ihm wechseln, wen wir da so "unterstützen", gestern gab es die Gewinnmeldungen von Rheinmetall, wie passend und wie "überraschend" - zum Kxxxxxx.
    Rheinmetall erzielt uberraschend starken Gewinn).
    ...

    Dazu die desaströse wirtschaftliche Situation/Arbeitslosigkeit in der Türkei, Ablehnung (auch von der Opposition angetrieben) gegenüber den syrischen Flüchtlingen im eigenen Land, die Korruption/unglaubliche Gelder für die eigene Familie Erdogan und seine Speichellecker und das aggressive, rechtlose Vorgehen gegen "Putschisten", kritische Menschen, intellektuelle Menschen... es brodelt in der Türkei.
    Ein Pulverfass kann auch die Türkei selber werden (so sehr ich diesen Autokraten und seine Schergen verachte), jedenfalls im Moment. Das will keiner der "starken Player", auch keine EU - zumal es, gerade für Deutschland, auch um innerdeutsche Konflikte geht bzw. ganz sicher ist, dass die rechten Kräfte jetzt wieder zulegen können - verfolge ein wenig diverse Foren, da "kippen" gerade ganz viele Richtung Nichtwähler oder AfD und natürlich auch eine türkische Community "pro Erdogan", die hier nichts abbekommt von dem Desaster, ihn aber massiv unterstützt (betrifft eher nicht die aktuellen Flüchtlinge aus der Türkei, die fliehen vor dem Regime Erdogan).

    Von daher.
    So "übersetze" ich auch Frau Merkels Worte heute, wird eben die EU, Deutschland versuchen, Erdogan wieder zurückzupfeifen, d.h. mehr Geld (er will ja das Geld für den Haushalt direkt, nicht, wie bisher, indirekt in unterstützende Flüchtlingsmaßnahmen, explizit für die Flüchtlinge).
    Dass das nun fällt, sah ich bereits beim letzten Treffen von Merkel/Erdogan, vielleicht ist es längt gefallen, dieses letzte Prinzip.

    Und die EU wird ihn unterstützen, das Flugverbot durchzusetzen, auch Putin hält plötzlich "still", das er so dringend einfordert und so furchtbar, widerwärtig auf dem Rücken von Menschen austrägt.
    Ich muss wirklich an mich halten, um nicht weiter etwas dazu sagen. ...
    Hier noch ein Link dazu:
    Idlib, Syrien: Recep Tayyip Erdogan greift an, Wladimir Putin halt still - DER SPIEGEL

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Von einer gemeinsamen europäischen militärischen Option - unabhängig von der Nato und damit dem Rockzipfel der US-Regierung Trump - redet man besser erst gar nicht.
    Niemals nie nicht, hoffentlich.

    Und in diesem Fall. Wegen Erdogans feuchter Träumen in Sachen Kurdenvertreibung, -vernichtung, das osmanische Reich usw., werden weder Russland/USA und auch nicht die EU irgendwie zu "sehr" treiben. Jeder Gesichtsverlust von Erdogan jetzt, m.E. hätte unübersehbare fatale Auswirkungen, auch auf die Türkei selber, hat es ohnehin schon.
    Abgesehen davon greift der Bündnisfall nicht in diesem Fall.

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Ihre Feinde (derer sind außen nicht wenige und sehr mächtige - und auch im Inneren werden es immer mehr) wird es freuen.
    Natürlich. Alle "starken Player" profitieren, außer der EU selber.

    Am Ende glaube ich, wir kriegen einige Dinge gar nicht mit.
    Fakt ist allerdings, dass hier - nach Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen, um nur einige zu nennen, es um alles geht, nur nicht um das Wohl von Menschen.

    Ich bin ziemlich resigniert, selbst die deutlichen Worte von Angela Merkel, kann ich nicht mehr ernst nehmen.

    Übrigens.
    In den "tagesthemen" wurde auch gerade wieder "Putin", "Waffenstillstand" betont, Manfred Weber (CSU), der allerdings klar macht: Flüchtlinge ja, Migranten nein.

    Es bleibt.
    Ein unglaubliches Desaster für die Menschen vor Ort. Und so kein lösbares.
    Und niemand hat auf dem Schirm, siehe Gesichtsverlust Erdogan, dass es recht einfach wäre, gerade jetzt.
    Raus mit den Türken aus Syrien.
    Geändert von indiegrandma (02.03.2020 um 23:10 Uhr)
    Maxïmo Park: "The reason I am here".

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    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    @auxot
    Danke für die Eröffnung des Strangs .

    Und "Türken raus aus Syrien" ist, zugegeben, mein Traum, ein sehr illusorischer, ich weiß,
    siehe möglicher Gesichtsverlust Erdogan.
    Wird absehbar nicht eine Option sein.
    Maxïmo Park: "The reason I am here".

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    AW: Erdogan, Putin, die EU und Syrien

    @indiegrandma

    Man könnte ja auch auf einen anderen der Kriegsverbrecher "einwirken" z. B. Russland. Das Land ist militärisch relativ stark, aber wirtschaftlich eher ein Zwerg (wenn auch mit einer extrem leiderprobten und leidensfähigen Bevölkerung ausgestattet). An wirklich harten und dauerhaften Wirtschafts-Sanktionen gegenüber Russland scheint man aber seitens der EU auch keine Interesse und/oder diesbezüglich in der EU keinerlei Einigkeit zu haben …

    Militärisch ist wiederum die EU (ohne NATO und damit die US-Regierung) ein Zwerg, um nicht zu sagen gar nicht existent.

    Damit bleibt also nix mehr übrig: Außer den üblichen warmen Worten und Phrasen unseres Außenministers halt …

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