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  1. Inaktiver User

    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Sheherezade, es geht hier nicht um ein Gesetz, sondern um ein aktuelles Verfassungsgerichtsurteil. Dieses Urteil wird allgemein so verstanden, dass es eine Überarbeitung des §217 StGB erzwingt.

    Vielleicht schaust du dir doch einmal den im Eröffnungsbeitrag angebotenen Link an.
    Ja, gerne, tue ich.
    Aber, vom Prinzip her steht ja noch alles zur Diskussion.

  2. Moderation

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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich tue das nicht. Habe mich auf ein Post bezogen.
    Machst du bitte deutlich, auf welches Post du dich beziehst?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber, vom Prinzip her steht ja noch alles zur Diskussion.
    Die Entscheidung des Verfassungsgerichts steht nicht zur Disposition. Diskutieren darf man sie natürlich, und man darf sie auch falsch finden.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Machst du bitte deutlich, auf welches Post du dich beziehst?
    Bin zwar nicht gemeint, aber diejenige, die den saloppen Begriff genannt hat und zwar in Post Nr. 573.

    Melde mich auch aus dem Grund, weil dieser Begriff vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen genannt wurde und wohl der Begriff "Selbstbestimmung" bis jetzt von einer Userin nicht verstanden wird oder schlicht nicht verstanden werden will (was im Übrigen ihr gutes Recht ist).

    Die Selbstbestimmung beinhaltet für mich auch, dass getroffene Entscheidungen, die später bereut werden, von der Entscheiderin getragen werden müssen (und in diesem Zusammenhang benutzte ich das saloppe Wort "Gejaule").

    Wir waren da ein wenig abgedriftet und da ich auch durchaus Parallelen zum Schwangerschaftsabruch sah, habe ich mich dazu geäußert.

  4. Inaktiver User

    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Machst du bitte deutlich, auf welches Post du dich beziehst?


    Die Entscheidung des Verfassungsgerichts steht nicht zur Disposition. Diskutieren darf man sie natürlich, und man darf sie auch falsch finden.
    Liebe Analuisa,
    danke für deine Aufforderung.

    Ich bin folgendermassen vorgegangen. Das Urteil gefunden und gelesen - und natürlich nicht komplett verstanden.
    Woraufhin ich die ZDF-Mediathek gefunden habe und Disussion nebst live-Übertragung aus dem Gerichtssaal angesehen habe, Dauer ca. 45 Minuten.

    Es war auch einer der Kläger - Herr Feldmann zugeschaltet.
    Für den hab ich mich sehr gefreut, weil er ja gerade wegen dieser Zusage seine Lebenszeit noch mehr geniessen kann als wenn es das nicht gäbe.
    Es wäre noch das Betäubungsgesetz zu ändern und bestenfalls das Berufsordnungsgesetz der Ärzte.
    Mir ist schon die Deutlichkeit aufgefallen - die Betonung auf das Selbstbestimmungsgesetz - ohne die Dringlichkeit einer unheilbaren Krankheit.
    Und vor allem in jeder Lebensphase.
    Das gilt es zu akzeptieren.
    So richtig freuen kann ich mich darüber nicht. Mir scheint es eben doch nicht automatisch die beste Lösung zu sein.
    "Wir dürfen das bedauern" waren auch die Worte des Vorsitzenden Voßkuhle.
    Das triftt es was ich meine.
    Mehr möchte ich dazu nicht schreiben.

  5. Moderation

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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Chambord, danke für den Hinweis. Ja das war tatsächlich etwas sehr flapsig formuliert. Hatte ich überlesen.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  6. Inaktiver User

    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Vielleicht erweitert es die ein oder andere Perspektive, wenn man sich einfach mal hier informiert:

    EXIT - Deutsche Schweiz

    Z.B. zum Themenkomplex: "Voraussetzungen für Freitodbegleitung"

    Ich lebe in der Schweiz, in in der Akutmedizin beschäftigt, bin seit Alter 42 bei Exit und ich weiss genau, warum.
    Mir ist die Diskussion in der Gesellschaft um die Möglichkeit des Freitods wichtig und ich unterstütze sehr gerne den Verein mit meinem jährlichen Mitgliedsbeitrag und darüber hinaus.
    Das, was ich bei nicht wenigen Patienten erlebe, in welchem Zustand sie weiterleben "müssen", kann ich mir für mich nicht vorstellen. Dazu habe ich nicht genug Mut.
    Die Aussicht, im entscheidenden Moment einen terminalen Drink zu mir nehmen zu können, noch bevor das grosse Leiden anfängt, hat für mich etwas ungemein Tröstliches.
    Ich kann mir diese Entscheidung für mich sehr gut vorstellen und würde mir zutiefst wünschen, dass ich am Tag X noch genug kommunikationsfähig und urteilsfähig bin, um meinen Wunsch auch anzubringen...

    Mein Rentenalter werde ich dereinst aber in Deutschland verbringen. Hatte mit Exit schon abgesprochen, dass ich dann trotzdem Leistungen von Exit bekäme, weil ich schon so lange Mitglied bin. Eine weitere grosse Erleichterung.
    Nur: sie dürfen natürlich nicht in Deutschland aktiv werden, da sie sich dort ja strafbar machen würden.
    Das hat sich vielleicht nach dem BGH-Urteil aber geändert. Was mich natürlich sehr freut.

    Ich erhalte drei-monatlich die Zeitschrift von Exit, wo immer auch Situationen beschrieben werden von Menschen, die mit Hilfe von Exit gegangen sind.

    Es sind Geschichten, die meist von einem gelebten Leben, von Krankheit, Hoffnung, Entscheidung, Akzeptanz, Liebe, Trauer, Loslassen sprechen. Ich finde es jedes Mal sehr berührend, diese Geschichten zu lesen.

    Zwei meiner Kolleginnen haben einen Angehörigen begleitet, der den Freitod gewählt hat. Sie haben beide gesagt, dass es für sie sehr schön war zu begleiten (klingt paradox...) und sind auch beide total ok mit der Entscheidung dessen, der gegangen ist.

    Mit dem, was hier im Strang abgeht, hat das alles überhaupt nichts zu tun.

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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit dem, was hier im Strang abgeht, hat das alles überhaupt nichts zu tun.
    Das mag Dir so erscheinen, aber es möge uns (Deutschen) doch die Zeit gegeben werden, die anstehenden Veränderungen zu "verdauen".

    So wie ich lese, bist Du uns zum einen da um Längen voraus und zum anderen stelle ich es mir auch in diesem unserem Lande so vor.

    Und wenn ich in Traueranzeigen lese: "Der Tod kann auch Erlösung sein", wird damit oftmals bestimmt nicht nur der/die Verstorbene gemeint sein, sondern auch die Hinterbliebenen.

    Um Erlösung beizeiten zu bitten und diese auch zu kommen halte ich für den richtigen Weg.

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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Mit dem, was hier im Strang abgeht, hat das alles überhaupt nichts zu tun.
    Ach ja, du bist ja heute noch mit dem Thema beschäftigt und dein Rentenalter in Deutschland verbringen. Nur mal so angemerkt.

    Wenn Leute sich in EXIT veröffentlichen wollen, bei diesem sensiblen Thema, ist das deren Angelegenheit. Andere mögen es lesen wollen, warum nicht. Ein Thema wie die die Verbotsänderung in der Verfassung ist natürlich für uns Deutsche aktuell und auch wichtig und es mag Gegenstimmen geben. Und dennoch sind sich allesamt Betroffene einig und befürworten schon seit langer Zeit diese Änderung.

    Die Erweiterung die für jeden Menschen jetzt zugänglich ist, hat die Schweiz nicht in der Verfassung.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    R_Rokeby für deine unermüdlichen Bemühungen. Ich sehe es ebenso.

    die Parallele zur Abtreibung sehe ich übrigens auch, wenngleich eher systematisch, da bei A. noch ein anderer Mensch betroffen ist. Aber die Ausgestaltung finde ich vernünftig sowie die Autonomie letztlich beim mündigen Bürger zu belassen.

    Wie man die Chuzpe aufbringt, anderen vorschreiben zu wollen, was sie bezüglich ihres Lebensendes zu wollen haben und was nicht, ist mir unbegreiflich. Wie kaltherzig und moralisch verbohrt muss man sein, um nicht das Leid dieser Menschen zu sehen, die einen Suizid erwägen. Aus Spaß macht das niemand. Hauptsache, man hat sich als ethisches Vorbild positioniert im Sinne von Entscheidung über den Wert des eigenen Lebens kann der einzelne nicht treffen, dies können nur Dritte, es ist grauenhaft und ekelhaft.

    Zum Thema Spahn und Herausgabe tödlicher Medikamente trotz Urteil von BVerwG und nun BVerfG- ich wünsche ihm, dass ihn die Coronakrise sein Amt kostet. Widerlicher Typ.

  10. Inaktiver User

    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    @AE90

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