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  1. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dagegen würden sich die Ärztekammern auch heftig verwehren, denn Ärzte sind zuallererst dem Leben verpflichtet.
    Das ist ja auch gut und richtig so.
    Aber ich selbst habe schon 2 mal schlimme Schicksale persönlich gesehen, die um Sterbehilfe wirklich gefleht haben.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.


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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tja. Es fragen aber nicht nur totsterbenskranke Menschen (da gab es schon immer juristische Grauzonen, in denen menschenwürdiges Sterben und ärztliche Ethik vereinbar waren), sondern eben auch solche, die noch munter drei vier fünf zehn zwanzig Jahre leben könnten, aber einfach keine Lust mehr drauf haben. .
    ...ach und die dürfen nicht selbst entscheiden zu gehen...

    tja dazu sage ich nur Entastung aller Menschen die bei einem Suizid selbst zu schaden kommen emotionaler Natur weil sie bergen müssen oder im Worst Case sich der Mensch vor die Bahn, von der Autobahnbrücke, etc.
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  3. Registriert seit
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tja. Es fragen aber nicht nur totsterbenskranke Menschen (da gab es schon immer juristische Grauzonen, in denen menschenwürdiges Sterben und ärztliche Ethik vereinbar waren), sondern eben auch solche, die noch munter drei vier fünf zehn zwanzig Jahre leben könnten, aber einfach keine Lust mehr drauf haben. Je älter desto öfter. Und das finde ich massiv schwierig, das geht Richtung Euthanasie. Macht man sich wahrscheinlich als Nicht-Mediziner nicht so bewusst. Und ich hätte da schon sehr gern klare Regeln.
    Aus meiner Sicht haben auch die "nicht totsterbenskranken" Menschen ein Recht, selbst zu entscheiden, ob sie so weiterleben möchten oder nicht. Es gibt viele Zustände, die ich mir vorstellen könnte, bei denen man noch viele Jahre vor sich hinvegetieren könnte, die ich aber für mich persönlich nicht als lebenswert ansehen würde. Warum sollte ein Arzt, der einem ernsthaften Sterbewunsch nachkommt, dafür bestraft werden?

    Möchtest Du wirklich, dass andere Ärzte, deren Ethik es ihnen gebietet, einem Menschen dabei zu helfen, sein Leben in würdiger Weise zu beenden (anstatt sich vor den Zug zu werfen), bestraft wird, nur damit deine persönliche ethische Entscheidung bestätigt wird?

  4. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    ...ach und die dürfen nicht selbst entscheiden zu gehen...
    Na doch, dürfen sie schon. Nur nicht mit Hilfe eines Arztes.
    Müssen sie selbst machen.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.


  5. Registriert seit
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Na doch, dürfen sie schon. Nur nicht mit Hilfe eines Arztes.
    Müssen sie selbst machen.
    Zum Glück sieht das BVerfG es anders...

  6. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Lisa9 Beitrag anzeigen
    Zum Glück sieht das BVerfG es anders...
    Jemand gesundes der nur alt ist und nicht mehr will, darf Sterbehilfe bekommen?
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.


  7. Registriert seit
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ..(da gab es schon immer juristische Grauzonen, in denen menschenwürdiges Sterben und ärztliche Ethik vereinbar waren)...
    Man sollte doch hoffen, dass menschenwürdiges Sterben und ärztliche Ethik immer vereinbar sind....
    Das Gegenteil wäre nämlich, dass dem Arzt meine Menschenwürde im Ernstfall völlig egal ist.

    Das ist übrigens auch, wie ich die Diskussion um die Sterbehilfe erlebe. Das Leid der Menschen, die elendig krepieren, weil es eben Fälle gibt, wo selbst die beste Versorgung die Qual nicht wirklich lindert, scheint die Verfechtern der harten Linie nicht wirklich zu stören.


  8. Registriert seit
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Nein, ganz so einfach nicht. Aber in dem Urteil steht, dass der Gesetzgeber es nicht davon abhängig machen darf, dass der Patient sterbenskrank ist. Die Würde des Menschen beinhaltet es eben auch, dass nicht andere entscheiden, wie lange man sich rumquälen muss, damit einem endlich geholfen werden darf.

  9. Inaktiver User

    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Das ist ja auch gut und richtig so.
    Aber ich selbst habe schon 2 mal schlimme Schicksale persönlich gesehen, die um Sterbehilfe wirklich gefleht haben.
    Glaub mir, das Thema ist sowas wie mein täglich Brot. Und es ist jedesmal eine Einzelfallentscheidung. Ich habe einen Patienten, der mich vor 5 Jahren fast täglich um "die Todespille" -salopp gesprochen- gebeten hat. Er hat damals wirklich schlimm gelitten, grauenhaft, zuzuschauen. Und ich war froh, dass ich "nicht durfte". Denn wir haben schließlich die Ursache gefunden und er hat seitdem einige richtig schöne Jahre.
    Andere Patienten erhalten von mir durchaus Infos, was sie mit welchen ihrer Tabletten machen könnten, aber sie tun es einfach nicht - warum? Weil sie eben doch am Leben hängen, wie mühsam es auch sein mag.

    Das Thema ist so vielschichtig, dass ich den Jubel hier einfach befremdlich finde. Niemand, so vermute ich, war je in dieser Situation - ich auch nicht. Aber ich will klare Regeln als potentiell Handelnder, was in welcher Situation erlaubt ist. Allerdings traue ich das diesem Bundestag nicht zu, solche Regeln aufzustellen. Leider.

  10. Avatar von FrauE
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Leben und Tod...

    Das sind sensible Themen und daher sehe ich das heutige Urteil durchaus kritisch.
    Denn die Ziele des Verbotes waren ja, das Leben zu schützen und zu verhindern,dass sich Menschen gedrängt fühlen,sterben zu müssen.

    Und es ist leider ein herber Rückschlag für die Palliativmedizin, was wirklich schade ist.

    Es müsste allermindestens eine Beratungspflicht für die Patienten her.
    Sehe ich nicht als Rückschlag, weil es immer noch genug Menshen geben wird, die nicht sterben wollen. Ich glaube auch nicht daran, dass jetzt massenweise Sterbewillige los rennen, die Zahl dürfte doch eher niedrig sein. Beratung finde ich auch wichtig, aber grundsätzlich sollte ein Mensch, der des Lebens müde ist, die Möglichkeit zum Sterben haben. Ohne vor den Zug springen zu müssen und ohne, dass Verwandte genug Schlaftabletten heranschaffen müssen...
    Halts Maul - ich bin voll nett !

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