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  1. Inaktiver User

    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    Das ist mal eine gute Nachricht!
    Ja, eine richtig gute Nachricht!

  2. Avatar von jofi2
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich an und freue mich mit
    Ich auch.
    Über der Erde braust der Sturm,
    unter der Erde haust Herr Wurm.
    Hat Apfel, Kerze und Roman,
    womit ihn nichts erschüttern kann.

    (Aus: E. Moser: Der Dachs schreibt hier bei Kerzenlicht).

  3. Avatar von jofi2
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Und es ist leider ein herber Rückschlag für die Palliativmedizin, was wirklich schade ist..
    Inwiefern?
    Ich kenne Palliativärzte, die das Urteil sehr begrüßen.
    Über der Erde braust der Sturm,
    unter der Erde haust Herr Wurm.
    Hat Apfel, Kerze und Roman,
    womit ihn nichts erschüttern kann.

    (Aus: E. Moser: Der Dachs schreibt hier bei Kerzenlicht).

  4. Inaktiver User

    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Mal etwas differenzierter als die ZDF-Schlagzeile:

    Paragraf 217: Recht auf Tod | ZEIT ONLINE

    Die Richter sehen durchaus die Gefahren, die eine Freigabe der Suizidhilfe mit sich bringt. Es sei ein legitimes Anliegen des Staates, schreiben sie, zu verhindern, "dass sich der assistierte Suizid in der Gesellschaft als normale Form der Lebensbeendigung durchsetzt". Es könnten "soziale Pressionen" entstehen, sich aus ökonomischen oder anderen "Nützlichkeitserwägungen" das Leben zu nehmen. Erwähnt wird auch, dass in Ländern mit liberalen Sterbehilferegeln ein "stetiger Anstieg assistierter Selbsttötungen" verzeichnet werde.

    Neue Regeln darf es also geben. Sie müssen nur filigraner, geschmeidiger, weniger plump sein als der Paragraf 217.„


    Ich gestehe, dass ich in den allgemeinen Jubel hier nicht einstimmen möchte. An mich wird einfach zu oft der Wunsch nach Sterbehilfe heran getragen. Und bisher wusste ich, dass das Gesetz auf meiner Seite ist. Jetzt hab ich nur noch meine private ärztliche Ethik, auf die ich mich berufen kann.
    Ich finde das schwierig.


  5. Registriert seit
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich gestehe, dass ich in den allgemeinen Jubel hier nicht einstimmen möchte. An mich wird einfach zu oft der Wunsch nach Sterbehilfe heran getragen. Und bisher wusste ich, dass das Gesetz auf meiner Seite ist. Jetzt hab ich nur noch meine private ärztliche Ethik, auf die ich mich berufen kann.
    Ich finde das schwierig.
    Aber, Frage, liegt es nicht an Dir, Deine Entscheidung entsprechend zu fällen? Und die entsprechend zu vertreten?

    Ich freue mich auch, sehr sogar, hatte das oben im allgemeinen Politik-Forum schon verlinkt, u.a. auch den Hinweis auf eine Doku dazu gegeben, die gestern wieder, in Auszügen, gezeigt wurde.

    Persönlich, so ist das in meiner Familie abgestimmt, würden wir allerdings, egal welche Gesetzeslage es gibt, unseren eigenen selbstbestimmten Weg gehen.
    Meine Eltern haben z.B. mein Versprechen, dass ich mich "kümmern" werde, wollen sie das. Sie würden ganz sicher nicht in die Schweiz reisen müssen und auch nicht leiden.
    Maxïmo Park: "The reason I am here".


  6. Registriert seit
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich gestehe, dass ich in den allgemeinen Jubel hier nicht einstimmen möchte. An mich wird einfach zu oft der Wunsch nach Sterbehilfe heran getragen. Und bisher wusste ich, dass das Gesetz auf meiner Seite ist. Jetzt hab ich nur noch meine private ärztliche Ethik, auf die ich mich berufen kann.
    Ich finde das schwierig.
    Wenn Du keine Sterbehilfe leisten möchtest - ich nehme an Du bist Ärztin - dann ist das Gesetz doch weiterhin auf Deiner Seite. Kein Arzt ist dazu gezwungen, gegen seine eigene Ethik zu handeln. Auch wenn ich das persönlich nicht verstehe, weil ich nicht nachvollziehen kann, wie man es als unethisch ansehen kann, einem Menschen zu helfen, seine Leiden zu beenden, würde ich das als Patient akzeptieren. Das Verstecken hinter einem Gesetz, dass es einem ja leider, leider verbietet, diese Hilfe zu gewähren, finde ich dagegen feige.

    Und ganz schlimm finde ich es, dass das Gesetz, das nun ja zum Glück für nichtig erklärt wurde, Ärzte, die helfen wollten in eine unmögliche Lage gebracht hat, weil sie sich der Gefahr der Strafverfolgung ausgesetzt haben.

    Das Urteil des BVerfG bestätigt einmal mehr das Selbstbestimmungsrecht des Menschen auch im Hinblick darauf, nicht elend krepieren zu wollen.

  7. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und bisher wusste ich, dass das Gesetz auf meiner Seite ist. Jetzt hab ich nur noch meine private ärztliche Ethik, auf die ich mich berufen kann. Ich finde das schwierig.
    Es wird ja kein Arzt verpflichtet Sterbehilfe zu leisten. Was ja auch gut so ist.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.

  8. Inaktiver User

    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von indiegrandma Beitrag anzeigen
    Aber, Frage, liegt es nicht an Dir, Deine Entscheidung entsprechend zu fällen? Und die entsprechend zu vertreten?
    Schrieb ich doch. Und dass es schwierig ist. Ich empfinde einfach keinen Grund zum Jubeln. Und ich fand auch das Gesetz nicht verkehrt, undifferenziert ja, aber nicht verkehrt.

    Meine Eltern haben z.B. mein Versprechen, dass ich mich "kümmern" werde, wollen sie das. Sie würden ganz sicher nicht in die Schweiz reisen müssen und auch nicht leiden.
    Aktive Sterbehilfe bleibt übrigens weiterhin strafbar, heißt „Tötung auf Verlangen“. Nur so zur Info.

  9. Inaktiver User

    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Lisa9 Beitrag anzeigen
    Und ganz schlimm finde ich es, dass das Gesetz, das nun ja zum Glück für nichtig erklärt wurde, Ärzte, die helfen wollten in eine unmögliche Lage gebracht hat, weil sie sich der Gefahr der Strafverfolgung ausgesetzt haben.

    Das Urteil des BVerfG bestätigt einmal mehr das Selbstbestimmungsrecht des Menschen auch im Hinblick darauf, nicht elend krepieren zu wollen.
    Tja. Es fragen aber nicht nur totsterbenskranke Menschen (da gab es schon immer juristische Grauzonen, in denen menschenwürdiges Sterben und ärztliche Ethik vereinbar waren), sondern eben auch solche, die noch munter drei vier fünf zehn zwanzig Jahre leben könnten, aber einfach keine Lust mehr drauf haben. Je älter desto öfter. Und das finde ich massiv schwierig, das geht Richtung Euthanasie. Macht man sich wahrscheinlich als Nicht-Mediziner nicht so bewusst. Und ich hätte da schon sehr gern klare Regeln.

  10. Inaktiver User

    AW: Karlsuhe kippt Verbot organisierte Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Es wird ja kein Arzt verpflichtet Sterbehilfe zu leisten.
    Dagegen würden sich die Ärztekammern auch heftig verwehren, denn Ärzte sind zuallererst dem Leben verpflichtet.

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