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  1. Avatar von Nocturna
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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen

    Andererseits darf man auch nicht vergessen, dass auch jetzt und schon länger jeder Mensch Möglichkeiten hat, sein Leben zu beenden und zwar ganz ohne Gewaltanwendung und auch ohne das Bett verlassen zu müssen. Da ist trotzdem kein Druck aufgebaut worden. Was aber, zugegeben, vielleicht auch daran liegt, dass das Wissen nicht sehr verbreitet war (ist?), dass es geht.
    Definitiv, denn ich weiß nicht worauf du anspielst.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  2. Inaktiver User

    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Definitiv, denn ich weiß nicht worauf du anspielst.
    Niemand darf dich z.B. zwingen, deine Medikamente zu nehmen, OPs durchführen zu lassen oder sogar zu essen und zu trinken, wenn du Herr über deine sieben Sinne bist, juristisch: zur freien Willensbildung fähig.

  3. Avatar von mono17
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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Alles andere ist Bevormundung. Wer hat das Recht, für wen zu entscheiden, ob und wann er sterben darf? Herr Spahn, die katholische Kirche, die Pharmaindustrie oder mein Nachbar? - Das ist eine höchstpersönliche Entscheidung, die nur mir zusteht.
    Oh nein. Es war auch nicht deine Entscheidung,geboren zu werden.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  4. Avatar von mono17
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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn der 18jährige von seiner ersten großen Liebe verlassen wurde, keinen Ausbildungsplatz bekommt und die Eltern Alkoholiker und gewalttätig sind - wenn der keine Lust zu leben hat, darf der dann in deinen Augen also auch den „Cocktail„ trinken?
    Dann hat sich das m der Menschheit wenigstens schnell erledigt, denn wer wollte das nicht schon Mal.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  5. Avatar von mono17
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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    . Der Gesetzgeber muss jetzt ran. Gottseidank hörte ich gerade in den Nachrichten, dass Vertreter so gut wie aller Fraktionen das genauso sehen

    .
    Hoffentlich. Da muss mindestens eine scharfe Beratungspflicht her.
    Ich hab da Bedenken,denn kranke und alte Menschen gelten hierzulande nicht viel.

  6. Avatar von mono17
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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von indiegrandma Beitrag anzeigen

    Bei "heute" im ZDF wurde gerade der Vergleich mit dem Schwangerschaftsabbruch gezogen, kam ja hier heute auf.
    Warum reicht es nicht,bei EINEM sensiblen Thema zu bleiben...
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


  7. Registriert seit
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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Niemand darf dich z.B. zwingen, deine Medikamente zu nehmen, OPs durchführen zu lassen oder sogar zu essen und zu trinken, wenn du Herr über deine sieben Sinne bist, juristisch: zur freien Willensbildung fähig.
    Richtig. Und die Beispiele mit den 18jährigen, die habe ich auch schon wirklich oft (!!!) erlebt, quasi in jedem zweiten Nachtdienst. Da würde ich generell erstmal andere Wege aufzeigen und auch vielleicht eine Regelung für junge Leute unter 25 Jahren ohne schwerwiegende körperliche Erkrankungen einführen und auch bei psychisch Kranken sehe ich das gerade bei bestimmten Krankheitsbildern sehr, sehr kritisch. Ich habe schon oft Leute so sehr suizidal erlebt, die dann zwei Wochen (oder Monate oder Jahre) später lebensfroh auf Festivals getanzt haben.

    Das sind aber hier hauptsächlich psychisch kranke Menschen. Im Fall von chronisch kranken, schmerzgeplagten alten Menschen sehe ich das aber anders - sofern hier eine freie Willensbildung vorliegt.

  8. Inaktiver User

    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    Im Fall von chronisch kranken, schmerzgeplagten alten Menschen sehe ich das aber anders - sofern hier eine freie Willensbildung vorliegt.
    Sehe ich ja auch so. Aber selbst da bedarf es einer Differenzierung, finde ich.
    Mich hat der Jubel hier so irritiert, da das so ein schwieriges und extrem differenziertes Thema ist.


  9. Registriert seit
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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehe ich ja auch so. Aber selbst da bedarf es einer Differenzierung, finde ich.
    Mich hat der Jubel hier so irritiert, da das so ein schwieriges und extrem differenziertes Thema ist.
    Ja, ich bin da auch vollkommen bei dir und finde auch, dass es da notwendig und sehr wichtig ist gut zu differenzieren, um eine gute Entscheidung zu treffen. Denn ich denke, dass wir da durchaus auch Menschen kennen, die sich zwar öfter mal den Tod wünschen und dennoch eine gute Lebensqualität mit vielen schönen Augenblicken genießen.

    Und es ist ja immer noch etwas anderes, wenn man etwas gut findet, aber wenn man das dann tatsächlich verantwortlich tun muss (Rezept unterschreiben, es richtig einschätzen), dann sind das doch öfter mal (nicht immer) zwei paar Schuhe. Und wir tragen halt noch ein anderes Paar.

    Ich habe übrigens auch überhaupt gar kein Problem damit in Absprache mit Angehörigen und Patienten soviel Opiate auch zu spritzen, dass ich im palliativen Fall eine Lebensverkürzung in Kauf nehme. Das machen wir Ärzte ja nun schon nicht so selten. Aber das sind dann meist sehr, sehr klare Situationen und für alles andere braucht es gute Regelungen.

    Das soll jetzt auch nicht wertend gemeint sein, ich denke schon, dass alle hier das gut reflektieren, es ist nur was anderes dann dafür quasi direkt mitverantwortlich zu sein. (Oder sich zu fühlen.)
    Geändert von Colour (26.02.2020 um 20:37 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Karlsruhe kippt Verbot organisierter Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehe ich ja auch so. Aber selbst da bedarf es einer Differenzierung, finde ich.
    Mich hat der Jubel hier so irritiert, da das so ein schwieriges und extrem differenziertes Thema ist.
    Differenzierung: ja.

    Der Jubel kommt bei mir einfach daher, dass Menschen, die sich dafür einsetzten, - beizeiten einige davon das nicht mehr erleben - die Härte einer Politik zu spüren bekommen/haben, die ins Unmenschliche geht, gegen jegliche Würde.

    Dazu reihen sich ein paar persönliche Lebensereignisse, die meine Meinungsbildung begründen. Auch ein Autor wie Wolfgang Herrendorf, der sich umbrachte, als ich begann, meinen eigene aggressiven Krebs zu bekämpfen.
    In einer Krebs-Familie, in der letztes Jahr auch mein jüngstes "Kind" mit gerade 20ig erkrankte, ein Organ verlor. Der nächste Verwandte direkt hinterher erkrankte.
    ...

    Mir ist es ein persönlich sehr wichtiges Anliegen, aber genauso eines der Menschenwürde. Und es war dringend Zeit, dass dieses Urteil kam.
    Maxïmo Park: "The reason I am here".

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