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  1. Inaktiver User

    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Durch die massive Geldmengenausweitung der EZB (es wurden bereits > 2,6 Billionen frisches aus dem Nix geschaffenes Geld in den Markt verklappt) wurde der Wert des Euro beständig verwässert. Gold ist also im Preis nicht gestiegen - es braucht nur immer mehr verwässerte sprich entwertete Euro um exakt die gleiche Menge Gold zu kaufen.


    Exakt mein Reden.
    Gold wird nicht wertvoller, das Papier wird wertloser.

    Wer übrigens wissen möchte wo das hinführen kann, wenn die Papier druckende Stelle mal die Kontrolle über derlei "Politik" verliert, muss nicht weit weg schauen.
    Es war hierzulande, und meines Wissens nach in Tempo und schwere recht einzigartig.
    Googeln nach: Reichsbank und 1923.

    Die hatten das nämlich mal ähnlich gemacht.

    Bewahre uns alle vor einer Wiederholung.

  2. gesperrt

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Exakt mein Reden.
    Gold wird nicht wertvoller, das Papier wird wertloser.

    Wer übrigens wissen möchte wo das hinführen kann, wenn die Papier druckende Stelle mal die Kontrolle über derlei "Politik" verliert, muss nicht weit weg schauen.
    Es war hierzulande, und meines Wissens nach in Tempo und schwere recht einzigartig.
    Googeln nach: Reichsbank und 1923.

    Die hatten das nämlich mal ähnlich gemacht.

    Bewahre uns alle vor einer Wiederholung.
    Gold hat eine Historie von Jahrtausenden als zuverlässige Währung. Das britische Pfund gibt es seit dem 8. Jahrhundert. Den Dollar seit 1792, den Schweizer Franken seit 1850 … die europäische Einheitswährung als Bargeld seit 2002 und seit 2010 ist der Euro im Zustand der Dauerrettung …

    Es gab in Deutschland dagegen schon sehr viele Währungen in den letzten gut 100 Jahren: Goldmark, Papiermark, Reichsmark, Rentenmark, Alliierte Mark, Deutsche Mark, Ost-Mark und jetzt halt Euro … keine Ahnung, was danach kommt. Man wird jedenfalls seitens der EZB, der Politik, Brüssel usw. weiter alle Regeln und Verträge brechen, um das Projekt der europäischen Einheitswährung irgendwie am Leben zu halten. Man denke an Madame Lagarde: "Wir mußten alle Regeln brechen …"

    Eine Währung kann auf viele Arten untergehen. Eine ist der Crash und/oder die Hyperinflation - eine andere: Die Währung bleibt formal-juristisch bestehen, ihr innerer Wert (Kaufkraft) löst sich aber immer mehr auf (s. Euro versus Gold, Euro versus Immobilien usw.).


    PS: Die Hoffnung auf eine fundierte, positive Gegenmeinung zu Beitrag Nr. 1 lebt noch ...

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    ich habe in 2013 etwas Gold gekauft, 100 gramm haben EURO 3.200 gekostet. Heutiger Wert liegt bei ca. EURO 4.800.

    ich kann nur empfehlen, immer etwas Gold und Silber zu kaufen. Silber steigt gerade erst.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  4. Inaktiver User

    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also ich kann mich persönlich nicht beklagen. Haus gekauft, Kredit aufgenommen zu einem tollen Zinsatz.
    Das kann ich mir gut vorstellen. In so einem Fall passt es wunderbar. Wenn dann noch der Kaufpreis für das Haus stimmte

    Ich habe Nachbarn, die zur Miete wohnen und sich ein haus kaufen wollten. Weil ja überall Werbung gemacht wird für günstige Kredite. Die sind aber nun schon etwas älter und er ist selbstständig, sie hat nur eine kleine Stelle. Die haben keinen günstigen Hauskredit bekommen.

  5. Inaktiver User

    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    ich habe in 2013 etwas Gold gekauft, 100 gramm haben EURO 3.200 gekostet. Heutiger Wert liegt bei ca. EURO 4.800.

    ich kann nur empfehlen, immer etwas Gold und Silber zu kaufen. Silber steigt gerade erst.

    luci
    Da ich letztes Weihnachten Silber verschenkt habe ... leider muss man darauf Mehrwertsteuer zahlen. Ist dann also einfach mal teurer. Bei Gold und Platin, soweit ich weiß, nicht. Sollte ich hier vielleicht nicht so laut schreiben.

  6. Inaktiver User

    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    PS: Die Hoffnung auf eine fundierte, positive Gegenmeinung zu Beitrag Nr. 1 lebt noch ...
    Da ich sie ja nun ganz bestimmt nicht liefern kann, schließe ich mich hier doch einfach mal an.

    Ich warte auch noch immer sehr gespannt auf einen solche von den zahlreich anwesenden Europafans.

  7. gesperrt

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe Nachbarn, die zur Miete wohnen und sich ein haus kaufen wollten. Weil ja überall Werbung gemacht wird für günstige Kredite. Die sind aber nun schon etwas älter und er ist selbstständig, sie hat nur eine kleine Stelle. Die haben keinen günstigen Hauskredit bekommen.
    Ursächlich dafür könnte eine relativ neue EU-Richtlinie sein, die sog. EU-WIKR (EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie; seit März 2016 in Kraft).

    Insoweit ist auch dieses Thema (Immobilienfinanzierung) mit der europäischen Einheitswährung bzw. deren Dauerrettung durch die EZB kausal verknüpft.

    Die Idee zu einer solchen Richtlinie entstand in der EU nach der US-Immobilienblase (nicht werthaltige und/oder geplatzte Immobilienfinanzierungen - die noch dazu mittels Verbriefung weltweit verkauft wurden - lösten damals die globale Finanzkrise von 2008 aus).

    Dazu kam dann aber später (ab 2010) die Eurokrise in deren Verlauf die EZB zwecks Eurorettung die Zinsen immer weiter absenkte. So entstand a) ein Anlagenotstand und b) gleichzeitig wurden im Zinssog nach unten auch die Hypothekenzinsen mit nach unten gezogen (zur Erinnerung; Ende der 70er waren für Immobiliendarlehen 11-12% Zinsen an der Tagesordnung; heute gibt es Immobiliendarlehen schon ab ca. 0,5% !). Was (zusammen mit einigen anderen Gründen) zu einem Boom bei den Immobilienpreisen (ganz besonders in Ballungsgebieten; aber nicht nur da) geführt hat.

    Daneben sind - nicht zuletzt wegen der Eurokrise - auch vielen Menschen aus dem Euro (als Geldwert) in das sog. Betongold (Sachwert/Immobilien) geflüchtet. Was auch einen Teil des Preisanstieges erklärt.

    Die EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie (EU-WIKR) ist daher sicherlich zum einen ein Art Verbraucherschutz (der Verbraucher soll vor Darlehen geschützt werden, die er sich nicht leisten kann; Stichworte: Verlust des Wohneigentums, Zwangsversteigerung).

    WIKR ist aber vor allen Dingen auch eine Art der sog. Makroprudentiellen Aufsicht um die Finanzstabilität zu stärken. Aufgrund der extremen und dauerhaft ultra lockeren Geldpolitik der EZB kann eine daraus resultierende Immobilienblase (bzw. deren Platzen; s. o. die US-Immobilienblase) nämlich die kreditgebenden Banken und damit die Finanzstabilität in der Eurozone noch mehr als ohnehin schon (Eurokrise) gefährden.

    So werden mittels EU-WIKR seit März 2016 sehr strenge Kriterien und Regulierungen bei der Vergabe vom Immobilien-Darlehen definiert. In alle Details zu gehen würde hier zu weit führen.

    Konkret bezogen auf den von Dir genannten Fall: Die Immobilie als Sicherheit und die aktuelle Leistbarkeit der Annuität (Zins plus Tilgung) allein reichen heute nicht mehr aus (vor 2016 war dies in aller Regel so). Heute muß gem EU-WIKR die Kapitaldienstfähigkeit (= Tragbarkeit der Raten) über die gesamte Darlehenslaufzeit (nicht selten also über 20, 30 oder noch mehr Jahre) geprüft und gewährleistet sein. Wird ein Darlehen im Alter von z. B. 45 Jahren beantragt, bedeutet dies oft, daß die Rate auch bei Eintritt in den Ruhestand (mit den in aller Regel deutlich niedrigeren Ruhestandbezügen) noch getragen werden muß, sprich die Kapitaldienstfähigkeit auch mit 60+ oder 65+ gewährleistet sein muß. Zudem werden Szenarien mit einem fiktiv höheren Zins bei Anschlussfinanzierungen gerechnet. Auch kommt es auf die Sicherheit und Regelmäßigkeit der Einkommens ab. Zusätzlich wird eine Haushaltsrechnung (mit pro Kopf-Pauschalen) durchgeführt.

    In dem von Dir genannten Fall könnte deshalb die Knackpunkte (einzeln oder in der Summe) das "schon etwas älter" (Kapitaldienstfähigkeit als Rentner !), einer ist "selbständig" (schwankendes bzw. unregelmäßiges Einkommen !) sowie einer hat "nur eine kleine Stelle" (Haushaltsrechnung bzw. Pauschale !) sein.

    Die Moral von der Geschichte: Superbillige Darlehenszinsen sind eine feine Sache - man muß sie aber auch bekommen können ...
    Geändert von kurant (01.03.2020 um 10:31 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ich sie ja nun ganz bestimmt nicht liefern kann, schließe ich mich hier doch einfach mal an.

    Ich warte auch noch immer sehr gespannt auf einen solche von den zahlreich anwesenden Europafans.
    Meine kleine damalige Kurzanalyse (Beitrag Nr. 1) wartet nun schon seit etwa einer Woche auf fundierten Widerspruch …

    Die Hoffnung gebe ich nicht auf - und bin wie Du, nach wie vor, sehr gespannt.

  9. Inaktiver User

    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Kurant, so ist es bei ihnen. Sie sind schon um die 50, noch älter also als in deinem Beispiel. Nachvollziehbar ist das, besonders wie du es erklärt hast. Es gilt somit nicht für jeden. Junge Familien, wo beide sichere Jobs haben, das passt. Früher habe ich mich gewundert wenn Bekannte aus den Staaten so stolz waren beim Gouvernment zu arbeiten. Hier ist das inzwischen scheinbar auch schon langsam so. Das ist noch das sicherste.

  10. gesperrt

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kurant, so ist es bei ihnen. Sie sind schon um die 50, noch älter also als in deinem Beispiel. Nachvollziehbar ist das, besonders wie du es erklärt hast.

    Es gilt somit nicht für jeden. Junge Familien, wo beide sichere Jobs haben, das passt.

    Früher habe ich mich gewundert wenn Bekannte aus den Staaten so stolz waren beim Gouvernment zu arbeiten. Hier ist das inzwischen scheinbar auch schon langsam so. Das ist noch das sicherste.
    Ad 1: Ja, diese EU-WIKR greift mit dem Kriterium "dauerhafte Kapitaldienstfähigkeit" oft schon für alle, die ab einem Alter von 40 aufwärts eine Immobilienfinanzierung erhalten wollen (Stichwort: Tragfähigkeit der Rate auch mit dem in aller Regel deutlich niedrigeren Renteneinkommen). Für Beamte (Stichwort Pension statt Rente) mag das in vielen Fällen kein Problem sein. Bei vielen Selbständigen und Freiberuflern ist es dagegen ja schon ein großes Problem überhaupt zu berechnen und/oder darzustellen, was aus ihrer privaten Altersvorsorge in 20, 30 oder mehr Jahren konkret herauskommen wird ...

    Ad 2: Um zu Deinem anderen Beispiel "junge Familien, wo beide sichere Jobs haben" zu kommen. Auch da kann WIKR Probleme bereiten ! Beispiel: Familienplanung. Wird nämlich noch ein oder mehrere Kinder gewünscht, dann kann das Einkommen sinken (wenn ein Elternteil vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr arbeiten kann oder will) während gleichzeitig sogar die erforderliche Haushaltspauschale steigt (da statt zwei nun drei, vier oder mehr Personen im Haushalt sind) …

    Ad 3: Wie ein Finanzierungsspezialist im Kontext mit WIKR mal sagte "am einfachsten ist es, wenn beide Beamte sind, also mit sicherem Job, unkündbar und gut planbarer, hoher Pension. Oder wie ein anderer - sehr bösartig - formulierte, WIKR ist von EU-Beamten erdacht, für Beamte gemacht und von deutschen Beamten im BMJV auch noch lausig in deutsches Recht umgesetzt worden - was hier aber zu weit führen würde. An Deiner Beobachtung (Arbeiten beim Staat) ist also wohl was dran. Allerdings: Es muß auch noch (viele) andere geben, die arbeiten und Steuern zahlen - um die Beamten zu finanzieren. Conclusio: Alle können wohl nicht zu Staatsdienern werden ...

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