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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Der Nachteil bei Allmende ist m.W., daß sie übernutzt wird.
    Gruß, s12

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen


    Also Sachwerte wie Grund und Boden sind eigentlich Allmende (also Gemeineigentum) und sollten es wieder werden. Es gibt wirklich keine vernünftige Erklärung für den Umstand, dass diese Güter sich privat angeeignet wurden.

    Und Vorsorge für´s Alter kann man auch über Generationenvertrag leisten.
    Ich sehe keinen Grund, warum es keinen privaten Grundbesitz geben sollte.

    Eigentum schafft Entscheidungsfreiheit und Entscheidungssicherheit.

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ich sehe keinen Grund, warum es keinen privaten Grundbesitz geben sollte.
    Ich schon. Grund und Boden gehört allen. So wie Luft. Bei Luft siehst du das ein, warum nicht bei Grund und Boden?

    Zitat Zitat von Silvia12 Beitrag anzeigen
    Der Nachteil bei Allmende ist m.W., daß sie übernutzt wird.
    Gruß, s12
    Die einen sagen so, die andern sagen so. Allmende ist hier nicht das Thema, aber ich spreche ja auch von Besitz, nicht von Nutzung. Man könnte es z.B. regeln wie es die Norweger mit ihrem Öl machen. Sie haben einen Staatsfonds und schütten Erträge an die Einwohner aus.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    ... und darum ist eine Diskussion über Geld eben immer auch eine Frage des politischen Standpunkts. Dass deiner denen gilt, die sowieso schon Geld haben und es durch Zinsen vermehren wollen ist ja nun bekannt.

    Also Sachwerte wie Grund und Boden sind eigentlich Allmende (also Gemeineigentum) und sollten es wieder werden. Es gibt wirklich keine vernünftige Erklärung für den Umstand, dass diese Güter sich privat angeeignet wurden.

    Und Vorsorge für´s Alter kann man auch über Generationenvertrag leisten.
    Ad 1: Mehr kann man meine Kritik an der ECB-Geldpolitik gar nicht umdeuten. Diese Geldpolitik halte ich aus diversen Gründen für fatal (gegen die EU-Verträge verstößt sie ohnehin). Einer dieser Gründe ist gerade die verteilungspolitische Wirkung. Gerade wer (noch oder dauerhaft) eher weniger Geld zum Sparen und Anlegen hat, ist auf Zinsen angewiesen, benötigt sichere Anlageformen, kann nur über den Zinses-Zins-Effekt sicher Vermögen aufbauen usw. usw. Die Null- und Negativzinspolitik der ECB verunmöglicht dies - und sorgt zudem - zusammen mit der Geldflutung der ECB - für Vermögenspreisblasen von denen gerade Durchschnittbürger betroffen werden können (z. B. beim Thema Immobilien, Wohnen, Mieten usw. aber auch wenn solche Blasen platzen und die Finanzstabilität insgesamt dadurch gefährdet wird). Diese Geldflutung sehe ich verteilungspolitisch mehr als kritisch, da diese "Flut alle Boote anhebt - aber nur wenn man eben Boote hat".

    Ad 2: Die "vernünftige Erklärung" ist ein gemeinsam vereinbarter und gemäß notariellem Kaufvertrag bezahlter Kaufpreis an den vorherigen Grundeigentümer sprich Verkäufer (Private oder auch den Staat, das Land, die Kommune etc.). Was soll in dem Kontext also sich "privat angeeignet" bedeuten ? Unser gesamtes Wirtschaftssystem basiert u. a. auf Privateigentum …

    Ad 3: Damit würde meine Altersvorsorge zur politischen Verteilungsmasse und wäre der Politik komplett ausgeliefert. Das wäre - für mich jedenfalls - eher ein Grund zur Besorgnis denn zur Beruhigung.

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Ad 1: Mehr kann man meine Kritik an der ECB-Geldpolitik gar nicht umdeuten.
    Ich deute deine Kritik nicht um, ich habe eine vollständig andere Meinung.

    Was soll in dem Kontext also sich "privat angeeignet" bedeuten ?
    Ich denke, das wird ursprünglich in etwa so ähnlich gelaufen sein wie in Amerika gegenüber den Ureinwohnern, also im Wesentlichen kriminell bzw. militärisch, also gewaltsam und unrechtmäßig.

    Danach wurde es dann legitimiert, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass das Privateigentum an Grund und Boden auf einem grundsätzlichen Unrecht beruht, das irgendwann rückgängig gemacht werden muss. Die Dividenden aus dem gesellschaftlichen Eigentum könnten dann als Dividende ausgeschüttet werden und zu einem bedingungslosen Grundeinkommen beitragen (das ist übrigens leider nicht meine Idee sondern die der Ökonomen Matthias Weik und Marc Friedrich, zusammen mit Götz Werner).

    zu 3) Na ja, wenn wir ein bedingungdloses Grundeinkommen hätten, wäre das ja auch in unser beider Sinn geklärt und du wärst nicht der Politik aufgeliefert.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ich deute deine Kritik nicht um, ich habe eine vollständig andere Meinung.


    Ich denke, das wird ursprünglich in etwa so ähnlich gelaufen sein wie in Amerika gegenüber den Ureinwohnern, also im Wesentlichen kriminell bzw. militärisch, also gewaltsam und unrechtmäßig.

    Danach wurde es dann legitimiert, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass das Privateigentum an Grund und Boden auf einem grundsätzlichen Unrecht beruht, das irgendwann rückgängig gemacht werden muss.

    zu 3) Na ja, wenn wir ein bedingungdloses Grundeinkommen hätten, wäre das ja auch in unser beider Sinn geklärt und du wärst nicht der Politik aufgeliefert.
    Was natürlich völlig legitim ist. Entscheidend ist aber, was funktioniert und was nicht funktioniert bzw. sogar desolate Ergebnisse generiert.

    Einen freiwilligen Vertrag zwischen zwei Parteien (Verkäufer und Käufer) mit Begriffen wie "kriminell", "militärisch", "gewaltsam" und "unrechtmäßig" in Verbindung zu bringen - überschreitet eine Demarkationsline der Abwegigkeit hinter der sich - für mich jedenfalls - jeder weitere Kommentar in dem Kontext verbietet …

    Für meinen Teil habe ich diverse Länder live erlebt, die Privateigentum an Grund und Boden aufgehoben bzw. verboten haben - da möchtest selbst Du, werte(r) @Sprachlos - nicht einen Tag weder Eigentümer noch Mieter sein. Da wärst Du nämlich wirklich im wahrsten Sinne des Wortes dann "sprachlos" …

    Von wem sollte das "bedingungslose Grundeinkommen" stammen, wenn nicht vom Staat bzw. seinen Regelungen ?! Etwas Erniedrigenderes als vom Staat alimentiert zu werden - noch dazu ohne Gegenleistung - ist für mich schlechterdings nicht vorstellbar. Es sei denn, ich wäre z. B. ab Geburt an schwerst behindert etc. Zudem ja der Staat selbst völlig mittellos ist - er müßte also das Geld für mich anderen zuvor abnehmen - oder es aus dem Nix schaffen bzw. drucken. Wobei ich nicht wüßte nicht, welche Variante ich die schlimmere fände ...

    By the way: Was mich immer mehr fasziniert, ist die hier teilweise anzutreffende Staatsgläubigkeit

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Meines Wissens haben sich einige Länder (wie Niederlande, Österreich, Dänemark, Schweden) mit einem Gegenentwurf zu dem Merkel-Macron-Plan positioniert.

    Nach dem Vertrag zur Arbeitsweise der Europäischen Union (siehe Art. 310 sowie Art. 311 AEUV) ist das Verbot einer Schuldenaufnahme ein ganz elementarer Eckpfeiler des EU-Vertrages. Die EU (da kein Bundesstaat sondern nur ein Staatenbund) hat sich ausschließlich aus Eigenmitteln zu finanzieren. Eine Kreditaufnahme ist der EU nach den Verträge verboten.

    Nach meinen Erfahrungen mit der EU - der kontinuierliche und permanente Bruch der EU-Verträge ist nicht die Ausnahme sondern längst zur Regel geworden - wird es nach meinem Dafürhalten dennoch so kommen.
    Ich hatte gehofft, dass die EU etwas Gutes werden würde.
    Inzwischen hat sich ein (zu den eher zahlenden gehörendes) Land verabschiedet und 4 Länder scheinen noch so annähernd zu erkennen, wie es nicht sein sollte. Wie hat Macrone das geschafft, dass Merkel klein begegeben hat und nun plötzlich für die Zukunft unseres Landes so eine Entscheidung gefällt hat? Ich versteh das einfach nicht.
    Und aus Zuschüssen oder Krediten (die vielleicht nie zurück gezahlt werden, vielleicht bricht die EU ja doch schon bald auseinander, wenn es nur darum geht andere Länder die eigenen Schulden zahlen zu lassen, ansonsten ist man weg, na dann danke ich sehr, was ist das für eine Gemeinschaft in der man so erpressbar ist) sollen nun Zuschüsse und Kredite werden, also noch eins drauf.

    Ich bin so enttäuscht und verstehe nicht, dass das bei uns, von uns allen so hin genommen wird. WIR werden das bezahlen. Ich bin jetzt schon gespannt welche Steuer (Mwst?) ehöht, oder neu eingeführt wird, oder welche Abgabe. Eigentlich sollten die Länder, die nicht wirtschaften können doch "bestraft" werden. Das war ja wohl der größte Witz. Und dank Corona wird nun alles auf den Virus geschoben. Da kann man bald wirklich zu der Annahme kommen, dass der gar nicht so schlimm ist wie behauptet und das alles nur künstlich herbeidramatisiert wurde.
    Make love - not war!

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Solange es zur Staatsräson gehört, bedingungslos an die "Es geht uns gut" Phrase zu glauben und solange ausreichend viele politisch korrekt genug sind und es bejubeln, gibt es keinen ausreichenden Grund was zu ändern.
    Dass ich paranoid bin, heißt nicht, dass ich nicht verfolgt werde.

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ich schon. Grund und Boden gehört allen. So wie Luft. Bei Luft siehst du das ein, warum nicht bei Grund und Boden?...
    Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Du kannst problemlos eine gewisse Menge Luft als dein Eigentum betrachten. Mußt dann halt sehen, wie du dem Ganzen Unterfangen einen Sinn gibst und es technisch ausgestaltest. Was du nicht kannst, ist, die Grenzen völlig eigenmächtig und beliebig zu bestimmen, schon gar nicht für lau. Das geht aber beim Grund auch nicht.
    Dass ich paranoid bin, heißt nicht, dass ich nicht verfolgt werde.

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    AW: Die europäische Einheitswährung Euro

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Solange es zur Staatsräson gehört, bedingungslos an die "Es geht uns gut" Phrase zu glauben und solange ausreichend viele politisch korrekt genug sind und es bejubeln, gibt es keinen ausreichenden Grund was zu ändern.
    Vorab: Deine Beiträge schätze ich übrigens sehr, versuchst Du doch stets - statt dem "betreuten und vorgegebenen Denken" - selbst Überlegungen anzustellen und daraus eigene Gedanken zu entwickeln.

    Das (also die Phrasen) war damals in 1997 und 1998 auch ein großes Problem. Es gab zum einen eine permanente und umfassende Euro-PR und Euro-Propaganda sowie Euro-Lyrik der EU. Zusammen mit der hier üblichen "Political Correctness" und auch dem Desinteresse vieler BürgerInnen an ökonomischen Zusammenhängen entstand so für viele eine verhängnisvolle Melange ihre Finanzen betreffend. Viele meiner Kollegen und Kolleginnen haben z. B. damals weiter brav ihre noch lange laufenden Lebensversicherungen gefüttert ...

    Selbst ansonsten recht schlauen Leuten war es oft zu mühsam sich mit dem Thema zu beschäftigen. Übrigens bin ich damals - als Fan des Gedankens "Europa als Friedensprojekt" und als "gemeinsamer Wirtschaftsraum" - wertneutral an meine Recherche zum Thema Euro heran gegangen. Das Ergebnis derselben war dann allerdings ein total ernüchterndes …

    Wie weit sich die Eurokraten inzwischen von der Wirklichkeit entfernt haben, mögen Dir zwei ganz aktuelle Beispiele verdeutlichen:

    Jüngst stand eine Abwertung von Italien durch die Ratingagentur Standard & Poors an (Italien bewegt sich eh schon ganz knapp am sog. Ramschniveau). Aus Mitarbeiterkreisen hieß es dann aber, es wird auf eine Abwertung verzichtet. Tenor der Begründung: Die EZB werde schon dafür sorgen, daß die Zinsen für Italien tragbar bleiben und/oder notfalls den italienischen Staatsanleihenschrott eben selber kaufen. Sprich der Vertragsbruch (z. B. Art 123 AEUV) ist bereits fester Bestandteil der Kalkulation.

    Jüngst habe ich in einer privaten Diskussion selbst live erlebt, wie auf den Einwand "es dürften, wenn überhaupt, nur konditionale Kredite an die Länder ausgereicht werden" jemand (immerhin ein relativ hochrangiger Politiker) antwortete "diese Länder sind so immens verschuldet, da geben Kredite keinen Sinn mehr, die können sie eh niemals zurückzahlen - deshalb besser gleich Zuschüsse, also Geld schenken". Zur Einordnung: Länder, die nicht mehr kreditfähig sind, machen normalerweise einen Schuldenschnitt. Alles andere ist schlicht Insolvenzverschleppung …

    So wie es damals nach meinem Dafürhalten sehr wichtig war, sich für bzw. gegen die fehlkonstruierte Einheitswährung zu positionieren - so wichtig dürfte es in Zukunft sein, eine alternative Anlaufstelle außerhalb der Eurozone - noch besser außerhalb der EU - zu haben. Bei mir verdichtet sich nämlich immer mehr der Eindruck, daß man unter Abschaffung der Nationalstaaten einen EU-Super- und Zentralstaat durch die Hintertür installieren möchte.

    Weder möchte ich in einer DDR-Light Version oder DDR 2.0 in Deutschland leben, noch weniger in einer großen EUdSSR. Darauf scheint es mir aber immer mehr hinaus zu laufen.

    Insoweit macht mir auch der Brexit eher Hoffnung. Zum einen könnte er einen weiteren Standort in der Nähe aber außerhalb der EU eröffnen. Zum anderen, vor die Wahl gestellt auf die Problemlösungsfähigkeit dieser EU oder die Anpassungsfähigkeit und Kreativität der Briten zu vertrauen, fiele jedenfalls mir die Entscheidung leicht.

    Man wird also die Billionen-Pakete der EU (selbst als Zuschüsse) hierzulande eher noch bejubeln und/oder passiv zur Kenntnis nehmen. Umso erstaunlicher, liegt doch der dafür haftende und bürgende und später in die Pflicht genommene deutsche Michel beim Thema "privates Vermögen" weit abgeschlagen hinter den meisten anderen Länder der Eurozone und auch oft weit hinter den BürgerInnen der Länder, die jetzt mittels "Aufbau-Fonds" gestützt werden sollen ...

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