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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Ein Artikel zur hier diskutierten Frage: Rex Tillerson slams Trump as Pompeo sings his praises - CNNPolitics
    Mal abgesehen davon, dass da ganz offensichtlich ein pathologisches Problem vorliegt, dass schwer zu erfassen ist, ich denke er hat so eine Art Inselbegabung, er kann hervorragend Leute begeistern und mobilisieren, ein Showmaster eben. Das reicht um ins Präsidentenamt zu kommen und bei ausreichender Skrupellosigkeit, auch sich dort zu halten. Es fährt nur halt den Staat mit Schwung gegen die Wand.

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht Trump ist das Problem sondern die vielen Leute, die so jemandem glauben, ja sogar so jemanden brauchen.
    Wählerbashing ist aber irgendwie auch nicht der Weg aus der Misere.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Wählerbashing ist aber irgendwie auch nicht der Weg aus der Misere.
    Ich sehe es keinesfalls als Wählerbashing. Die Fragen, die sich jetzt auftun: Wie wird es geschafft, diesen Verschwörungstheorien das Wasser abzugraben? Wie kann es geschafft werden, dass ein Umdenken bei den Menschen erfolgt?

    Habe gestern diese Doku Zwischen Wahn und Wahrheit - Die Macht der Verschworungstheorien - ZDFmediathek gesehen, um diesem Phänomen mal etwas näher zu kommen.

    Leider schrammelte ich oft an der Fassungslosigkeit vorbei.

  4. Inaktiver User

    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Der Anwalt des Mannes mit den Büffelhörnern bittet darum, dass Trump seinen Mandanten begnadigt. Außerdem plädiert er auf Freispruch, mit der Begründung, sein Mandant sei nur der Einladung des Präsidenten gefolgt:

    Watkins claimed that Chansley acted in a “peaceful and compliant fashion” toward law enforcement and was cooperating with their investigation. Besides, he argued, the Arizona man only went to the Capitol because he was following Trump’s invitation.

    “He took seriously the countless messages of President Trump. He believed in President Trump,” Watkins said. “Like tens of millions of other Americans, Chansley felt — for the first time in his life — as though his voice was being heard.”


    Quelle: Washington Post

    Man muss dem Mann zustimmen. Ich bin gespannt, was das Gericht dazu sagt.
    Interessant finde ich auch, dass Chansley Trump mit dieser Verteidigung im Grunde "unter den Bus" wirft. Mal sehen, ob sich andere der Kapitol-Erstürmer dieser Argumentation anschließen. Ich überlege gerade, ob das bereits Enttäuschung signalisiert oder ankündigt. Also dass sie sich von ihrem Idol verraten fühlen, dass Trump "entzaubert" wird, wenn sie bemerken, dass der Plan mit dem Coup nichts wird, und dass Trump sich seinen gewalttätigen Anhängern ggü. nicht loyal zeigt.

    Edit:

    Ich glaube übrigens, dass dies DIE EINZIGE Möglichkeit ist, das Land wieder "zu einen".

    Nicht, dass man den Trump Anhängern sagt: Guck mal, wir haben euch lieb, und euren Oberboss, den Trump, den haben wir auch lieb. Eigentlich habt ihr sogar ein bisschen Recht. Kommt, wir rücken alle um euch herum und nehmen ihn und euch in unsere Mitte.

    Sondern, dass man es sagt, wie es ist: Guckt mal, er ist leider ein Faschist und hat euch von vorne bis hinten besch*ssen. Ihr seid ihm auf den Leim gegangen. Das ist doof, aber es kann jedem passieren, auch den klügsten und nettesten Leuten. Schwamm drüber, wir fangen neu an, Trump wird zur Rechenschaft gezogen, und IHR DÜRFT DABEISEIN.

    Insofern kann ich mir kaum etwas Einigerendes vorstellen, als das impeachment. Das spaltet nicht, es ist vielmehr unifying.
    Geändert von Inaktiver User (16.01.2021 um 09:07 Uhr)

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sondern, dass man es sagt, wie es ist: Guckt mal, er ist leider ein Faschist und hat euch von vorne bis hinten besch*ssen. Ihr seid ihm auf den Leim gegangen. Das ist doof, aber es kann jedem passieren, auch den klügsten und nettesten Leuten. Schwamm drüber, wir fangen neu an, Trump wird zur Rechenschaft gezogen, und IHR DÜRFT DABEISEIN.
    Das wäre ideal.

    Leider können auch diese Aussagen wieder als Fake dargestellt werden. Nachdem ich die Doku sah, blieb ich mit einem Gefühl zurück: Das ist ja eine Endlosschleife . Man kann mit den besten Argumenten (+ Nachweisen) kommen, alles wird angezweifelt.

    Sollte D.T. Trump ihn nicht begnadigen könnte er es so hinstellen, als sei er daran gehindert worden. Einfache Worte wird er dafür schon finden.

    Habe auch überlegt, wie man diesem Phänomen beikommen könnte. Letztlich wird es nur die Zeit zeigen, in dem die neue Regierung gute Politik macht, die Judikative ihre Arbeit (alle Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen), die Social Medien werden per Gesetz in ihre Pflicht/Verantwortung genommen und bei Nichtbeachten mit empfindlichen Geldstrafen belegt und sich dann mehr oder weniger immer mehr lossagen.

    Schwierig, aber nicht unmöglich.
    Geändert von Chambord (16.01.2021 um 09:20 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Grissom, in Mary Trumps Buch wird beschrieben, wie der Vater ihn zu einem "Killer" erzogen hat. Er hat ihm bereits als Kleinkind eingetrichtert, dass er der Größte ist, auf niemanden Rücksicht nehmen muss, jeden aus dem Weg räumen darf, der ihm nicht passt, und zwar mit allen Mitteln...

    So ist aus ihm ein Mensch geworden, dem menschliche Eigenschaften wie Empathie, Gemeinschaftsgefühl und Mitgefühl vollständig abgehen, diese Dinge kommen in seinem Charakter einfach nicht vor, sie waren für ihn immer unnötig.

    Und, ja, ich würde das unerzogen nennen. Ihm fehlt alles, was einen sozialen Menschen ausmacht.
    Du schreibst, was ich denke. Danke, dann brauch ich das nicht mehr schreiben.

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen

    Schlecht erzogen ist er trotzdem. Und das war ja der Diskussionspunkt.
    Aber nicht meiner, sofern du jeweils mit mir diskutierst. Und mich zitierst.

    Mein Standpunkt ist nur, dass es zu nichts sinnvollem führt, die Qualität seiner Erziehung zu bewerten.

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen

    Ja, er ist der mächtigste Mann der Welt.
    Das ist er jedoch nicht geworden, weil er entsprechend fähig ist.
    ......
    Er ist es sogar geworden obwohl er dazu angeblich gar nicht in der Lage sein sollte.

    So war doch hier die Argumentation: Jemand der so erzogen wurde wie er, bringt doch gar nicht die Fähigkeiten mit, um POTUS zu werden.

    Das stimmt aber nicht.

    Denn er wurde Präsident.

    Und der einzige Weg, so jemanden in Zukunft zu verhindern besteht darin herauszufinden, was ihn in den Augen seiner Wähler dazu qualifiziert hat.

    Jenseits seiner Programmatik. Schon bezogen auf die Soft Skills.

    Weil seine Wähler, die Menschen, die ihn gewählt haben, weil er so ist, wie er ist, die sind ja auch noch da, wenn Trump schon längst weg ist.

    Wozu wird es wohl führen, wenn man die weiterhin einfach in ein gedankliches Paralleluniversum schickt?
    Geändert von Grissom (16.01.2021 um 09:46 Uhr)
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    Und der einzige Weg, so jemanden in Zukunft zu verhindern besteht darin herauszufinden, was ihn in den Augen seiner Wähler dazu qualifiziert hat.

    Weil seine Wähler, die die ihn gewählt haben....
    Leider liebe Grissom, haben die Wähler ihn ja gerade nicht gewählt. Sie haben die Wahlleute gewählt, die den Präsidenten bestimmen.

    Überwiegend wollen die Amerikaner ihren Präsidenten direkt wählen, ohne Umweg über dieses krude Wahlverfahren. Hillary Clinton hatte mehr Stimmen.

    Womit wir bei dem für mich auch wichtigsten Punkt wären: Die Änderung des Wahlprocederes. Angeblich sollen etliche Reformen in der Schublade liegen. Packte bisher nur keiner an.
    Vielleicht tut sich unter der neuen Regierung mit Mehrheit in beiden Häusern ja mal was.

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    ......
    Man muss dem Mann zustimmen. Ich bin gespannt, was das Gericht dazu sagt.
    Interessant finde ich auch, dass Chansley Trump mit dieser Verteidigung im Grunde "unter den Bus" wirft.


    .........
    und dass Trump sich seinen gewalttätigen Anhängern ggü. nicht loyal zeigt.
    .....
    Das wird einer der massivsten Stolpersteine für Trump werden, im für ihn dümmsten Fall seine Schlinge.

    Das hat er nicht bedacht. Bzw hat er wohl angenommen, er regelt das wie immer und schubst die Leute seinerseits vor den Bus.

    Genau das, was er in großem Maßtab nun am 6ten veranlasst hat. Und beinahe geklappt hätte.

    Ich kann echt nur "empfehlen" sich mal die minutenlangen Todesangst-Schreie des Polizisten auf ABC-news anzuhören, der dank Trump um ein Haar von Trump`s Leuten bei lebendigem Leibe zerquetscht wurden.

    Und dabei mit auf dem Schirm zu haben, dass die Vorgesetzten dieses Polizisten bereits am 5ten wußten, was für den 6ten geplant ist
    Geändert von Grissom (16.01.2021 um 09:45 Uhr)
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Leider liebe Grissom, haben die Wähler ihn ja gerade nicht gewählt. Sie haben die Wahlleute gewählt, die den Präsidenten bestimmen.

    Überwiegend wollen die Amerikaner ihren Präsidenten direkt wählen, ohne Umweg über dieses krude Wahlverfahren. Hillary Clinton hatte mehr Stimmen.

    Womit wir bei dem für mich auch wichtigsten Punkt wären: Die Änderung des Wahlprocederes. Angeblich sollen etliche Reformen in der Schublade liegen. Packte bisher nur keiner an.
    Vielleicht tut sich unter der neuen Regierung mit Mehrheit in beiden Häusern ja mal was.
    Faktisch haben diese Wähler Wahlmänner damit beauftragt, ihn zu wählen. So unähnlich ist unser Prinzip ja nun auch nicht

    Aber ganz klar gehörte das Wahlsystem da mal reformiert.

    Wenn man das jetzt aber mal weiterdenkt, in unser Parteien-System, dann stell dir das mal mit Leuten vor, die mit Waffen auf Demos kommen dürfen.

    Vielleicht ist es so gesehen gar nicht so schlecht, dass man die ganzen Extremisten noch unter die Haube der Republikaner quetschen kann?

    Stell dir nur mal vor, (jemand wie) Trump zieht dadrüben seine eigene Partei auf, weil er es finanzieren kann.
    Und bekommt den ganzen Zulauf.

    Das nur mal eben laut in die Zukunft gedacht von mir..........
    Die Gedanken sind frei....

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