Ulina, ich werde mir die Sendung bestimmt ansehen, aber meinst Du nicht, dass es in diesem Fall eher um digitale "Beeinflussung" ging?
Die greifen sich gezielt Gruppen heraus, ob nun klerikal oder anderweitig unterwegs und pimpen die über z.B. Social media mit Meinungsmache und die denken, das ist alles wahr und machen ihr Kreuzchen da, wo die "Beeinflusser" es gern sehen und beabsichtigen.
Das ist - denke ich mal - eine andere Liga, als Wähler z.B. gezielt vom Wählen abzuhalten oder gar Wahlzettel zu "kreieren" und so praktisch zu fälschen, weil die dann in die Zählung kommen.
D.T. behauptet ja, wenn ich seine bisher unhaltbaren Äußerungen richtig verstehe, dass Wahlzettel gefälscht wurden.
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30.11.2020, 16:50
AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf
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30.11.2020, 17:55
AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf
tja, das ist eben die Frage: wie eigentlich sind diese unendlich wiederholten Schwachsinnsbehauptungen wirklich zu verstehen?
Zu dieser Frage ist bereits am 18. November im Magazin „ForeignPolicy.com“ ein Aufsatz verfasst worden, der nunmehr in deutscher Sprache vorliegt.
Dieser Aufsatz versucht, den wahren Sinn dieser auf den ersten Blick völlig blödsinnigen Lügen und Anschuldigungen zu verstehen - schon bekannte Fakten (bspw. diverse regionale Verhinderungsstrategien, um bestimmte Milieus und Wählergruppen zu Ungunsten der Demokraten vom Wählen abzuhalten) gewissermaßen neu zusammen zu denken.
Ich kann euch die Lektüre nur wärmstens empfehlen !!!
Die zentrale These des Aufsatzes lautet:
In Wahrheit sind mit den wiederholten Wahlbetrugsvorwürfen nicht etwaige Schummeleien mit den Wahlzetteln selbst gemeint, sondern es geht vielmehr darum, dass schon von vornherein die falschen Leute überhaupt zur Wahl zugelassen wurden - Einwanderer, Schwarze, diverse Minderheiten usw. ... also Wählergruppen, die vornehmlich für die Demokraten votieren, bzw. nicht mehr für das alte und weiße Amerika stehen. Hinzu kommt dann noch der Generationswechsel, bzw. die Verjüngung der Wählerschaft.
Das alles ist sozusagen die Erzählung hinter der Erzählung vom Wahlbetrug.
Stärker als jeder andere Politiker hat Trump der Angst des weißen Durchschnittswählers Ausdruck verliehen, durch den demografischen Wandel und den Generationswechsel ins politische Abseits zu geraten. Für diese Wähler sind die US-Wahlen tatsächlich manipuliert. Aber der Betrug hat letztlich wenig mit Stimmzettelmanipulation zu tun, trotz der dreisten Behauptungen, die jetzt von Trumps Anwälten aufgestellt werden. Für die glühendsten Trump-Anhänger stellt es sich folgendermaßen dar: Die Wahlen in den Vereinigten Staaten werden durch offene Grenzen und niedrige Hürden für die Einbürgerung illegaler Einwanderer manipuliert, und dadurch, dass Afroamerikanern die Registrierung als Wähler und die Stimmabgabe erleichtert wurde. Diese Regelungen hätten die Demokraten mit dem Ziel eingeführt, ihre künftige Vormachtstellung zu sichern, indem sie die Wählerschaft zu ihrem Vorteil umgestalten.
Diese Schwarzmalerei ist die Erklärung dafür, was Trump und seine Unterstützer wirklich meinen, wenn sie ohne den geringsten Beweis von Wahlbetrug reden. Sie meinen nicht nur den aktiven Betrug im Sinne von gefälschten Wahlzetteln oder falsch gezählten Stimmen. Vielmehr gilt für sie, dass schon die falschen Leute überhaupt erst als Wähler registriert wurden. Der einzige Grund für Trumps Niederlage ist ihrer Meinung nach, dass die Demokraten durch die Unterstützung von Minderheitenrechten und einer liberalen Einwanderungspolitik den Zusammenhalt der mehrheitlich weißen Wählerschaft untergraben haben.
Donald Trump/USA: Experten erklaren, was wirklich hinter dem Trotz des US-Prasidenten steckt | Politik
Wenn man sich der zentralen These des Aufsatzes anschließt, dann erscheinen die ganzen irrsinnigen Betrugsvorwürfe plötzlich in einem ganz anderen Licht ...Geändert von VanDyck (30.11.2020 um 18:03 Uhr)
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30.11.2020, 18:02
AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf
Dann wäre es eine Gemengelage aus verschiedensten Aspekten.
Nur frage ich mich dann, wer IST amerikanischer Staatsbürger mit allen Rechten (auch und eben des Wahlrechts)?
Amerika ist und bleibt ein Einwanderungsland. Wollen sie also ganze Bevölkerungsgruppen von der Wahl ausschließen und möglichst nur "nature" (weiße) Amerikaner wählen lassen? Wer ist denn ein "nature" Amerikaner?
Dann gäbe es allerdings noch mehr zutun, indem die Einwanderungspolitik überdacht wird einschließlich der zu gewährenden Rechte jedes Einzelnen.
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30.11.2020, 18:52Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf
Vandyck,
was du zitiert hast, klingt sehr plausibel. Andererseits auch so antidemokratisch, dass ich es mir kaum vorstellen kann, denn so wie jetzt an gewandert wird, sind auch die ganzen " weißen Amerikaner "vor vielen Jahrhunderten eingewandert. Das heißt eingewandert wird immer, und wer dort lebt in seine Steuern zahlt (oder verheiratet ist oder oder oder), einen amerikanischen Pass hat, darf wählen, deiner ist Amerikaner. Trumps Vorfahren sind schließlich auch eingewandert vor ein paar Generationen.
Oder gar Melania!
Insofern – und aus dem europäischen Blick – kann ich die Argumentation nicht nachvollziehen. Ich kann sie nur nachvollziehen, wenn ich den weißen eingewanderten Amerikanern Rassismus unterstelle.
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30.11.2020, 19:19Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf
Diese Erklärung ist tatsächlich plausibel und NOCH widerlicher als alles, was ich in dem Zusammenhang schon gelesen habe
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30.11.2020, 19:20
AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf
Streng genommen, ist das der Indianer.
Amerika ist eigentlich ein Unrechtstaat. Die Siedler haben sich illegal Land und Wohnrecht angeeignet und die Ureinwohner vertrieben, entrechtet und in Reservate abgeschoben.
Das Verbrechen an den Schwarzen ist noch schlimmer.
Sklaverei!
Amerikanische Regierungen müssten sich eigentlich für ihre Menschenrechtsverletzungen entschuldigen.
In Australien ist das geschehen.
Die Regierung hat sich bei den Aborigines offiziell entschuldigt, inwieweit sie entschädigt wurden und inwieweit das überhaupt möglich ist, weiß ich nicht.
Sie haben aber ihren heiligen Berg Uluru (Ayers Rock), der regelmäßig von Touristen entweiht wurde, wiederbekommen.
Es ist zumindest eine Geste.
Dass hinter Trumps Gebaren die Anmaßung und Arroganz des "weißen Mannes" steckt, ist mir schon lange klar.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
er braucht auch die Literatur
by me ...
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01.12.2020, 01:14Inaktiver User
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01.12.2020, 10:31Inaktiver User
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01.12.2020, 15:15Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf
Donald Trump hat nach dem 3. November mit den Bettelbriefen an seine. Unterstützer und Anhänger immerhin über 150 Millionen Dollar eingenommen. Davon dürfte nur ein kleinerer Teil in den juristischen Kampf zur Anfechtung des Wahlergebnisses gehen.
Er weiß doch, dass das mehr eine notwendige Show ist, um noch mehr Geld einzusammeln.
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01.12.2020, 16:07
AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf
Ganz streng genommen sind das außer den "Indianern" alle unter dem unterdessen in den USA gebräuchlichen Begriff "Native Americans" lebenden amerikanischen Bürger, also auch die Ureinwohner Alaskas und Hawaiis. Meine älteren Kinder haben vor mehr als 20 Jahren dort in der Schule schon gelernt, dass das Wort "Indians" keine Bezeichnung der ersten Wahl mehr darstellt und durch "Native Americans" zu ersetzen ist.
Manches ist durchsichtiger als es scheint.
Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
Seize the Day, Heaven Can Wait
If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
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