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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Kaum etwas ist in den USA undenkbar.
    Danke für die links.
    Na, den Republikanern wird schon noch was einfallen, um an weiteren Stellschrauben zu drehen, bzw. neue aufzuspüren, die es den demokratisch gesinnten Wählern immer schwerer machen, wählen zu gehen.

    Ich an deren Stelle würde ja gleich in die Vollen gehen und versuchen, folgenden Vorschlag durchzudrücken:

    In Zukunft soll das 'Winner-takes-all-Prinzip' nicht erst auf Bundesstaat-Ebene greifen bei der Präsidentenwahl, sondern schon eine Ebene tiefer, nämlich auf der Ebene der Countys.

    Als Begründung würde ich in ungefähr folgende Argumentation vorschlagen:

    Das Winner-takes-all-Prinzip hat sich seit langer Zeit bewährt. Daher spricht aus demokratietheoretischen Gründen alles dafür, dieses Prinzip nicht erst auf Bundesstaatsebene anzuwenden, sondern schon viel früher, nämlich auf der Ebene der Countys. Dadurch wird die Präsidentenwahl weiter demokratisiert, weil die neue Regelung viel näher am eigentlichen Wahlakt der Wähler stattfindet, wenn das Winner-takes-all-Prinzip schon auf der Ebene der Countys angewendet wird.
    Insgesamt würde dadurch die gesamte Präsidentenwahl auch transparenter und nachvollziehbarer für alle Wähler werden. Denn mit dieser neuen Regelung würde die Bedeutung eines jeden Countys auch gestärkt werden - sehr viel mehr Wähler hätten in Zukunft das Gefühl, dass ihre Stimme wichtig ist.

    Am Beispiel Pennsylvania zeigt sich, dass es einfach ungerecht, unfair und undemokratisch ist, dass nun alle 20 Wahlmännerstimmen an Joe Biden gehen sollen, obwohl von 67 Countys nur nur ca. 15 für Joe Biden als Präsident gestimmt haben. Aber 52 Countys haben für Donald Trump gestimmt.
    Auf diese Weise wird die übergroße Mehrheit der Countys extrem benachteiligt. Das grenzt nicht nur an Wahlbetrug - es IST Wahlbetrug.

    One County, one Vote ... DAS ist demokratisch. Genau so, wie es demokratisch ist, wenn aus einem Bundesstaat alle Stimmen für einen Präsidentschaftskandidaten abgegeben werden.
    Es ist einfach undemokratisch, wenn die bevölkerungsreichen Countys in Pennsylvania eine weit überproportionale Bedeutung haben, nur weil dort mehr Menschen wohnen, als in den vielen vielen anderen Countys in Pennsylvania, wo viel weniger Menschen wohnen. Nur weil dort weniger Menschen wohnen, dürfen diese Countys in Zukunft nicht mehr so ungerecht benachteiligt werden.
    In Wahrheit hat Pennsylvania mit 52:15 für den amtierenden Präsidenten gestimmt, und der Präsident hat bei diesen Wahlen einen großartigen Wahlsieg in Pennsylvania errungen - ein Wahlsieg, der ihm jedoch nun gestohlen worden ist.

    Auch im Senat der Vereinigten Staaten sind schließlich aus jedem Bundesstaat genau gleich viele Senatoren vertreten - nämlich zwei. Jeder Bundesstaat stellt zwei Senatoren, das ist gerecht und demokratisch. Alle Bundesstaaten sind gleich viel wert im Senat - das ist fair. Und deshalb müssen in Zukunft auch in allen Bundesstaaten die Countys gleich viel wert sein bei einer Präsidentenwahl.
    Nur weil in einigen wenigen Countys mehr Menschen wohnen als in anderen, darf das in Zukunft kein Grund mehr sein, die übergroße Mehrheit der Countys in den gesamten Vereinigten Staaten bei den Präsidentenwahlen zu benachteiligen und zu betrügen!


    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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  2. Moderation

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Klingt auf den ersten Blick bestechend .... the devil is inthe details.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Ob die USA Nachhilfe in Sachen "Demokratie" benötigen - und das ausgerechnet aus Deutschland - scheint mir beim Blick auf die letzten 100 Jahre etwas fraglich.
    Ich meinte keinesfalls, dass "Nachhilfe" in Sachen Demokratie von Deutschland aus erfolgen soll.

    VanDyck hat es in seinem Post sehr gut beschrieben, dass das Wahlsystem wohl nicht so demokratisch ist, wie es den Anschein hat?

    Von daher täte eine grundlegende Demokratie-Debatte (einschl. Änderung des Wahlrechts) in der Bevölkerung ganz gut?

    Ich kann sicherlich nicht beurteilen, wie sich der amerikanische Bürger bei und mit dieser Wahl fühlt und ich übe auch keine Kritik, sondern versuche, zu verstehen, wie die "Denke" ist und was getan werden könnte, um ....

    Feststellen kann ich zumindest, dass dieses 2-Parteien-System seine erheblichen Tücken hat. So bin ich hier ob der Parteienvielfalt doch froh, da klar ist, wer für was steht. Überschneidungen in einigen Punkten gibt es sicherlich, aber mir ist z.B. die AfD mit eigener Partei und Leuten, die ihr Gesicht zeigen und letztlich ggf. im eigenen Saft schmoren allemal lieber, als wenn sie in demokratische Parteien eintreten, um von innen heraus ihr Unwesen zu treiben.

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Am Beispiel Pennsylvania zeigt sich, dass es einfach ungerecht, unfair und undemokratisch ist, dass nun alle 20 Wahlmännerstimmen an Joe Biden gehen sollen, obwohl von 67 Countys nur nur ca. 15 für Joe Biden als Präsident gestimmt haben. Aber 52 Countys haben für Donald Trump gestimmt.
    Auf diese Weise wird die übergroße Mehrheit der Countys extrem benachteiligt. Das grenzt nicht nur an Wahlbetrug - es IST Wahlbetrug.
    Wenn er DAS durchgeboxt bekommt, wird er Präsident wohl bleiben?

    Vielleicht steht es in anderen Bundesstatten genauso?

    Könnte wohl zum ersten Mal passieren, dass am 20.01. kein neuer Präsident vereidigt wird?

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen

    One County, one Vote ... DAS ist demokratisch. Genau so, wie es demokratisch ist, wenn aus einem Bundesstaat alle Stimmen für einen Präsidentschaftskandidaten abgegeben werden.
    Es ist einfach undemokratisch, wenn die bevölkerungsreichen Countys in Pennsylvania eine weit überproportionale Bedeutung haben, nur weil dort mehr Menschen wohnen, als in den vielen vielen anderen Countys in Pennsylvania, wo viel weniger Menschen wohnen. Nur weil dort weniger Menschen wohnen, dürfen diese Countys in Zukunft nicht mehr so ungerecht benachteiligt werden.
    In Wahrheit hat Pennsylvania mit 52:15 für den amtierenden Präsidenten gestimmt, und der Präsident hat bei diesen Wahlen einen großartigen Wahlsieg in Pennsylvania errungen - ein Wahlsieg, der ihm jedoch nun gestohlen worden ist.


    :
    Pass auf. Trump Anhänger erkennen die Ironie nicht und nehmen das als ernstgemeinten Vorschlag.

  6. Inaktiver User

    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Pass auf. Trump Anhänger erkennen die Ironie nicht und nehmen das als ernstgemeinten Vorschlag.

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Ich verstehe gar nicht, dass die Hälfte der Amerikaner so dumm, ungebildet und rassistisch ist.
    Woran liegt das?
    Und warum wird eigentlich nicht die intellektuelle Oberschicht der BriCom in politischen Fragen zu Rate gezogen? Der Weltfrieden wäre zum Greifen nah!

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Und warum wird eigentlich nicht die intellektuelle Oberschicht der BriCom in politischen Fragen zu Rate gezogen? Der Weltfrieden wäre zum Greifen nah!
    sehr gut!
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  9. gesperrt

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe gar nicht, dass die Hälfte der Amerikaner so dumm, ungebildet und rassistisch ist.

    Woran liegt das?

    Und warum wird eigentlich nicht die intellektuelle Oberschicht der BriCom in politischen Fragen zu Rate gezogen? Der Weltfrieden wäre zum Greifen nah!
    Ad 1: Ja, das ist wirklich unglaublich. Eventuell sollte man das Wählen in den USA besser verbieten lassen ...

    Ad 2: Es scheint noch eine andere Sicht auf die Welt zu geben als die hier oftmals vorgegebene und bevorzugte samt Political Correctness Geschwurbel

    Ad 3: Ein genialer Ansatz. Motto: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Damit wäre nicht nur der Weltfrieden gerettet - sondern gleich auch noch das Weltklima, alle Flüchtlinge, der Euro usw. usw. Es muß generell überhaupt viel mehr gerettet werden ...

    Vorsicht: Realitätsbezug !
    Mal sehen, ob "Sleepy Joe" wenigstens die größte Steueroase der Welt - sprich Delaware - rettet. Für den Bundesstaat saß er nämlich nach meiner Erinnerung jahrzehntelang im Senat ... Da haben mW mehr Unternehmen ihren Steuersitz - als der ganze Bundesstaat Einwohner hat

  10. Moderation

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    AW: Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2020 - Vorwahlen und Wahlkampf

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ich an deren Stelle würde ja gleich in die Vollen gehen und versuchen, folgenden Vorschlag durchzudrücken:

    In Zukunft soll das 'Winner-takes-all-Prinzip' nicht erst auf Bundesstaat-Ebene greifen bei der Präsidentenwahl, sondern schon eine Ebene tiefer, nämlich auf der Ebene der Countys. [...]
    Ich hätte da auch noch einen Vorschlang, inspiriert durch Price Wallace, Vertreter der Republikaner im Abgeordnetenhaus von Mississippi, der sich für die Unabhängigkeit Mississippis stark gemacht hat (Quelle: SPON, bisschen runter scrollen, Eintrag von 18.27 Uhr). Ich finde den Vorschlag geradezu genial, man muss ihn nur größer denken. Warum bilden nicht die roten Bundesstaaten einen eigenen, unabhängigen Republikaner-Staat? Na gut, die ehemaligen USA sähen dann ein bisschen aus wie ein Flickenteppich, aber was soll's. In Zeiten des Flugverkehrs und moderner Kommunikationsmittel sollte das kein Problem darstellen.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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