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    Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Heute hat der Landtag in Erfurt im dritten Wahlgang einen neuen MP gewählt.
    Es ist nicht der bisherige Amtsinhaber, welcher für seine Partei den höchsten Stimmenanteil geholt hat, sondern ein FDP Politiker. Diese Partei kam mit hängen und würgen knapp über die 5% Hürde.

    Ok, das der Regierungschef nicht zwingend aus der stärksten Partei kommt ist durchaus üblich.

    Was mich an dieser Wahl stört ist das Spiel meiner Partei, der CDU.

    Das die CDU keinen Politiker der Linken zum MP wählt, ist für mich selbstverständlich.
    Ebenso verbietet sich für mich jegliche Form der Zusammenarbeit mit der AfD.

    Die Ausgangslage war, dass es für Bodo Ramelow auch mit seinen Partnern SPD und Grünen nicht für eine absolute Mehrheit gereicht hat.
    Mike Möhring von der CDU hätte eine Mehrheit gehabt, wenn er mit der AfD kooperiert hätte.
    Aber wie gesagt, das muss ausgeschlossen bleiben.

    Ich hätte also erwartet, dass man sich als CDU im dritten Wahlgang der Stimme enthält, anstatt einen 5% Kandidaten zu wählen, wohl wissend, dass dieser ausschließlich gewinnen kann, wenn man die AfD ihn wählt.

    Auch hier hätte ich erwartet, dass ein FDP Politiker es tunlichst unterlässt sich von einer rechtsradikalen Partei wählen zu lassen.

    Und das die CDU ein solch dreckiges Spiel spielt und die Höcke-Partei somit zum Königsmacher zu machen, ist so perfide wie durchsichtig.

    Ja, mir wäre, bei aller Abneigung gegenüber den Linken, es lieber gewesen, dass man es zugelassen hätte, dass Bodo Ramelow mit seiner Minderheitsregierung gewählt worden wäre, als mit der Höcke-Partei zu paktieren.

    Ich hoffe auf klare Worte aus Berlin.

    Meine Abscheu vor dem Landesverband Thüringen der CDU ist gerade sehr extrem.

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Das man auch mal ein oder mehrere Stimmen auch von der AfD bekommt, kann man sicherlich nicht ausschließen, dieser Ministerpräsident ist aber nur im Amt, weil er quasi die volle Unterstützung der AfD bekommen hat.
    Und die Faschisten lassen jetzt die Sektkorken knallen, denn ein größerer Triumph ist für die AfD kaum vorstellbar.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Das man auch mal ein oder mehrere Stimmen auch von der AfD bekommt, kann man sicherlich nicht ausschließen, dieser Ministerpräsident ist aber nur im Amt, weil er quasi die volle Unterstützung der AfD bekommen hat.
    Und die Faschisten lassen jetzt die Sektkorken knallen, denn ein größerer Triumph ist für die AfD kaum vorstellbar.
    Ja das kotzt mich so an.

    Die dortige CDU hat genau gewusst wie das ausgeht. Und jetzt Abgrenzung zur AfD zu fordern ist an Heuchelei nicht zu toppen.

    Ich habe nie daran gezweifelt in der richtigen Partei zu sein, immerhin schon fast 40 Jahre, aber heute weiß ich echt nicht wie ich damit umgehen soll.

    Ich hoffe inständig auf klare Worte aus Berlin und von meinen Landesverband NRW

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Es gewinnt natürlich der mit den meisten Stimnen.
    Die Nachricht hat mich überrascht,auch weil mir nicht klar war,dass es so viele Interessenten für das Amt gibt.
    Der Ablauf,so wie die tagesschau es schildert,ist ...interessant.
    Ein gewisses Geschmäckle hat das fpr mich schon.

    Bodo Ranelow Extremismus zu unterstellen, halte ich allerdings für ziemlich weit hergeholt.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Das man auch mal ein oder mehrere Stimmen auch von der AfD bekommt, kann man sicherlich nicht ausschließen, dieser Ministerpräsident ist aber nur im Amt, weil er quasi die volle Unterstützung der AfD bekommen hat.
    Und die Faschisten lassen jetzt die Sektkorken knallen, denn ein größerer Triumph ist für die AfD kaum vorstellbar.
    Volle Zustimmung. Das ist zum Kotzen. Heuchlerisch.
    Lieber im Amt mit "abzugrenzenden" Stimmen als Würde?
    Es ist unfassbar, wie leicht es den Nazis wieder gemacht wird.
    Geändert von Analuisa (09.02.2020 um 11:19 Uhr) Grund: Beitrag wiederhergestellt

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    ......

    Bodo Ranelow Extremismus zu unterstellen, halte ich allerdings für ziemlich weit hergeholt.
    Ist bislang weder von mir, noch von DerJunge82 geschehen. Ich unterstelle ihm das nicht.

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Ich habe nie daran gezweifelt in der richtigen Partei zu sein, immerhin schon fast 40 Jahre, aber heute weiß ich echt nicht wie ich damit umgehen soll.
    Ich bin kein CDU-Mitglied, aber ich wüsste es und würde auf die "milden" Stimmen des Landesverbands pfeifen. Das ist für mich klarer Wortbruch. So ein Verhalten meiner Partei könnte und würde ich nicht mittragen. Ich würde mir, wenn ich parteipolitisch aktiv bleiben wollen würde, eine andere Partei suchen, die bei einer klaren Kante bleibt und dennoch meine Interessen vertritt. FDP und CDU fallen damit wohl weg.

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Heute Vormittag habe ich noch im Radio gehört, der FDP Kandidat wolle sich nur dann im dritten Wahlgang zur Wahl stellen, wenn auch der Kandidat der AfD weiter kandidieren würde. Die Begründung war, dass man so sicher sein könne, dass sie ihren Kandidaten und nicht den der FDP wählen würden.
    Aber das haben sie nun mal nicht getan, der AfD-Kandidat hat keine einzige Stimme bekommen, die AfD hat komplett den FDP-Kandidaten gewählt.

    Ob die FDP je geglaubt hat, dass ihre angebliche Rechnung aufgehen würde, darf natürlich bezweifelt werden.

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Aber das haben sie nun mal nicht getan, der AfD-Kandidat hat keine einzige Stimme bekommen, die AfD hat komplett den FDP-Kandidaten gewählt.
    1. Die AfD hat genau das - nämlich dass sie den Kandidaten wählen, vorher kundgetan.
    2. Man könnte ein Amt auch ablehnen. Oder ob Punkt 1 dann doch nicht antreten.

    Tja.

    Wenn man wirklich so naiv war, dann ist man auf die AfD reingefallen. Das macht es nicht besser. Alice Weidel feiert schon in Social Media. Peinlich reicht dafür nicht als Adjektiv. Bin gespannt, wie FDP und CDU sich nun "abgrenzen" und das wieder einfangen wollen, um in Thüringen regieren zu können oder gar weiter Wahlen zu gewinnen. Das nimmt doch niemand mehr ernst, dass sie nicht mit der AfD regieren würden, wenn es hart auf hart käme. Das heute war ein klarer Tabubruch.

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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von ja-aber Beitrag anzeigen
    Ich bin kein CDU-Mitglied, aber ich wüsste es und würde auf die "milden" Stimmen des Landesverbands pfeifen. Das ist für mich klarer Wortbruch. So ein Verhalten meiner Partei könnte und würde ich nicht mittragen. Ich würde mir, wenn ich parteipolitisch aktiv bleiben wollen würde, eine andere Partei suchen, die bei einer klaren Kante bleibt und dennoch meine Interessen vertritt. FDP und CDU fallen damit wohl weg.
    Das ist nach rund 40 Jahren und der Sozialisierung in einem eher "linken" Landesverband nicht so einfach.
    Da erlaube ich mir schon noch etwas Zeit zum nachdenken.

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