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  1. Avatar von mono17
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Molito Beitrag anzeigen
    Wie schon andernorts geschrieben, reagiere ich tendenziell lieber auf Deine Beiträge, weil ich da mehr Sinn drin sehe.
    Bin aber dennoch der Meinung, dass dieses um so großes Verständnis Bemühte ggü vermeintlich abgehängten, übers Ohr gehaunen "Ossis" diese ebenfalls entwertet im Sinne eines mitleidigen Tätschelns und ihnen so oder so nicht weiterhilft..

    Allzumal sich die AfD an sich, soweit ich das sehe, ja gar nicht mal deren eigentliche Themen zu eigen macht.
    Oder gibt es dort Programmatisches, welches ggf erlittenes Unrecht ausgleichen will?
    Nö.
    Gegen die AfD argumentieren würde ich egal in welchem Bundesland.
    Verständnis ist mMn immer wichtig. Im Sinne von verstanden. Das ist nicht gleich einverstanden!
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen

    Seine massive Rechtsaußen Haltung war bei seiner Berufung nicht bekannt. Er galt als Hardliner, sehr konservativ und als Law and Order Mann. Das ja, mehr aber auch nicht.
    Sorry, aber bereits anhand des Wikilinks, bzw der darin enthaltenen Infos, kann ich das keinesfalls teilen. Um nur einen Punkt zu nehmen, zumindest zum Thema Asylrecht hat man sich schon sehr eindeutig positioniert, in dem man ihn zum Chef gemacht hat.

    Und schade, dass das eben ins OT führt, aber ich finde es ziemlich als Wegwischen, wenn man nun sagt, dadurch stellte man ja alle unter Generalverdacht.
    Das ist das typische Schwarz/Weiß Denken und Reden, das immer wieder nur zu einem führt : Nichts

    Und das in Zeiten wo nichts wichtiger wäre, als eine differenzierte Auseinandersetzung mit zentralen, problematischen und auch neuralgischen Punkten.

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen

    Zu Recht distanziert sich die CDU davon.
    Also wenn, dann aber ziemlich leise.

    Fühlt sich für mich eher so an:
    "Wir haben da zwar ein paar Schmuddelkinder, werfen sie aber lieber nicht so ganz raus, weil vielleicht wollen ja ein paar AfD Wählern mit denen spielen"

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Die CDU will sich und wird sich nicht mit AfD Positionen gemein machen.
    …….
    Auch hier Widerspruch.
    Hier wurde, soweit ich mich nicht völlig täusche, bereits einiges berichtet und auch verlinkt, nachdem die CDU Thüringen sehr wohl in einigen Positionen ganz klar analoge Positionen vertritt wie die AfD


  3. Registriert seit
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Nö.
    Gegen die AfD argumentieren würde ich egal in welchem Bundesland.
    Verständnis ist mMn immer wichtig. Im Sinne von verstanden. Das ist nicht gleich einverstanden!
    Finde ich ja auch.
    Dennoch liest sich für mich das verstehen wollen schon wieder so wessi……..

    @ Hillary, kannst du dazu mal was schreiben? Sorry, dass ich so direkt frage.
    Aber nach meinem Eindruck reden hier ne ganze Menge Wessis schon wieder mal vermeintlich besserwissend (mich eingeschlossen, denn ich kanns ja nur von außen beurteilen)

  4. Avatar von auxout
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Molito Beitrag anzeigen
    Auch hier Widerspruch.
    Hier wurde, soweit ich mich nicht völlig täusche, bereits einiges berichtet und auch verlinkt, nachdem die CDU Thüringen sehr wohl in einigen Positionen ganz klar analoge Positionen vertritt wie die AfD
    Die landläufige Meinung ist halt, dass Zusammenarbeit an den analogen Positionen festgemacht werden.

    Tatsächlich aber sind es die, wodurch sie sich unterscheiden.
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

  5. AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Molito Beitrag anzeigen
    Fühlt sich für mich eher so an:
    "Wir haben da zwar ein paar Schmuddelkinder, werfen sie aber lieber nicht so ganz raus, weil vielleicht wollen ja ein paar AfD Wählern mit denen spielen"
    Tja, und das führte dann zu dem, was hilary genauso aufstiess wie mir. Vielleicht war es mit ein grund fürs schlechte abschneiden der CDU? Weil die wähler, die Maaßen gewollt hätten, lieber direkt AfD gewählt haben? Und andere hat es abgeschreckt?
    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Aber ausgerechnet Maaßen wollte man uns als MP-Kandidaten der CDU andienen.
    Ja, ich fand es plump und von der CDU anmaaßend.
    nichts ist wie es scheint

  6. Avatar von Lukulla
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    - Der Wähler in Thüringen hat eindeutig die Mitte-links Regierung abgewählt.
    Du meinst, sie wurde gewählt?

    - Wieso darf eine Partei, die einen gerichtlich festgestellten Faschischten in der Führung hat, überhaupt gewählt werden.
    Kein Gericht hat das festgestellt. Ein Landgericht befand, dass man Höcke einen Faschisten nennen darf anlässlich einer Demonstration.
    Die Partei wurde ordnungsgemäss aufgestellt, auch alle Mitglieder auf den Listen, es gibt keine Anklage, und keinen Beschluss/Bescheid/Urteil des Bubdes-Verfassungsgerichtes, dass diese Partei verfassungswidrig wäre.

    Faschismus im Übrigen ist nicht verboten.


    Zitat Zitat von Liberta Beitrag anzeigen
    Mein reden! Statt die Linke und die AfD durch fruchtlose Verbalangriffe zu bekämpfen, sollte man sie durch bürgernahe Politik überflüssig machen.
    Ich würde aus dem ganzen Gemengenlage die gesamte Hetze, das Wort "Kampf" und jegliche emotional geprägte Bewertung und den Schaum vor dem Mund rausnehmen, meinem Generalsekretär verbieten, das Wort "Nazi" in einem öffentlichen Statement zu verwenden - was zudem höchst problematisch ist, da Ziemiak damit die eigenen Leute desavouiert hat - ich würde überhaupt herzlich wenig von dieser Partei reden, ihr nur noch 10% der Aufmerksamkeit zukommen lassen die sie jetzt geniessen darf, ich würde meine politischen Ziele nicht an deren Programm ausrichten, nicht als Kontrapunkt, und nicht als Imitation, ich würde das gar nicht erwähnen, und ich würde einfach gute Politik machen und ausnehmend höflich ein gutes Vorbild sein. Erziehung fängt immer bei einem selbst an.

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Wenn ein Bodo Ramelow eindeutiger Wahlsieger ist und ich sehe, dass rund 70% der Thüringer in als MP wollen, darunter auch CDU Wähler, dann kann ich aus dem Westen den Kollegen dort nicht sagen, mit denen dürft ihr nicht reden.
    Daher hätte ich als Bundesvorsitzender mit den Kollegen vor Ort geredet und versucht den Kompromiss hinzubekommen, ihn durch Enthaltung im dritten Wahlgang zum MP wählen zu lassen und aus der Opposition heraus vernünftige Gegenentwürfe zu seinen Gesetzen anzubieten um vielleicht die nächsten Wahlen wieder zu gewinnen.
    So hätte ich das auch gemacht. Aber in der Führungsetage ist man unfähig, MIT den Landesverbänden zu reden in einer konstruktiven Art, das Wort von Merkel, "Muss Rückgängig gemacht werden" ist auch so ein Befehl von oben herab, man ist unfähig, sich in die Ost CDUler hinein zu fühlen.

    Ausblick: egal, wer jetzt neuer Vorsitzender wird, er muss unbedingt den konstruktiven Dialog mit der OstCDU suchen, stetig und freundlich und konstruktiv. Sonst fliegt das der CDU radikal um die Ohren.
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  7. Registriert seit
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    ……….
    "Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren"

    Da ist sicherlich ein Funken Wahrheit drin...…..
    Na da hake ich jetzt aber liebend gerne ein.
    Ein Funken?

    Genau das ist Fakt, was denn sonst?
    Und ich stand noch nie einer Partei nahe geschweige denn irgendwelchen Extremisten, egal welchen Lagers.

    Das ist doch genau der Mist, auf dem Leute wie Trump so erfolgreich segeln:

    Wer (berechtigte und belegte ) Kritik an ihm übt, ist ein Volksverräter und wird abgesägt (mild formuliert).

    Und genau diese Tendenzen greifen bei uns immer weiter um sich, dagegen trete ich persönlich an, ohne irgendeiner Partei das Wort zu reden.

  8. Avatar von Lukulla
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    ... Der Journalist Markus Wehner (Berlin) hat dazu heute in der "FAZ-Printausgabe" vom 17. Februar 2020 auf Seite 3 einen Artikel geschrieben (Titel: "Die Republik aufmischen", ...
    Gibt es auch online, leider ein Bezahlartikel.
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  9. Avatar von hillary
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Molito Beitrag anzeigen

    Allzumal sich die AfD an sich, soweit ich das sehe, ja gar nicht mal deren eigentliche Themen zu eigen macht.
    Oder gibt es dort Programmatisches, welches ggf erlittenes Unrecht ausgleichen will?
    Das macht die Linke, aber sie ist eben keine Kraft vor der die anderen großen im Bundestag vertretenen Parteien Sorge haben müssen. Da wird ganz fix an die Mauerschüsse erinnert und aus ist's. Gibt genügend "Ossis" die zwar links fühlen, aber sich für den Einsatz der Schusswaffe an der Grenze schämen.
    Offiziell gab es keinen Schussbefehl, aber die Ansage, das Grenzdurchbrüche zu verhindern waren, notfalls mit der Waffe. Verboten war in Richtung Westen zu schießen, weil man Angst hatte, das könnte als Angriff auf die Bundesrepublik verstanden werden. Aber über dieses Thema müssen wir hier nicht referieren, sprengt den Strang, mir ist auch niemand bekannt, der das heute noch als bekennender Linke gutheißen würde.
    Mein 1. Mann war Grenzsoldat, mein derzeitiger auch. Jeder von ihnen hat erzählt, dass seine größte Angst war, einen Grenzdurchbruch erleben zu müssen, denn keiner von beiden hätte schießen können. Und keiner der beiden war Mitglied der SED oder ist Mitglied der Linken.
    Die Geschichte der DDR unterscheidet sich durch die sowjetische Besatzung eklatant von der der BRD und es gibt immer noch genügend Menschen im Osten, die das verfluchen. Gerade in Thüringen, das kurzzeitig amerikanisch besetzt war und für ein Stück Berlin eingetauscht wurde. Andererseits hatten wir mit Herrmann Brill einen Regierungspräsidenten, der für einen Zusammenschluss von SPD und KPD war, damit sich die "Arbeiterschaft " nicht wieder spalten ließe und geeint gegen den Gegner agieren könnte.
    Brill ist 1946 nach Hessen gegangen, wo er bis 1949 Chef der hessischen Staatskanzlei war. Ein Thüringer SPD -Mann wohlgemerkt!
    Und nun haben wir 70 Jahre später aus Hessen den Herrn Höcke bekommen, einen verbeamteten Geschichts- und Sportlehrer, der seine völkischen Ansichten unters Volk bringen darf.
    Die AfD im Osten punktete nicht mit der Eurogegnerschaft, sondern sie bedient und schürt Ängste und Wut der Bevölkerung. Wut auf Asylbewerber, die alles in den Allerwertesten geschoben bekommen, die kostenlos Implantate bekommen, die keine Miete für tolle Wohnungen bezahlen müssen, denen Ramelow eine Moschee baut, die nur hier sind, weil der dumme Deutsche ja durch Merkel Steuern abgepresst bekommt, die man dann den Ausländern wieder in den Rachen wirft, während deutsche Rentner hungern müssen.

    Wende 2.0 war auch ein beliebtes Schlagwort der AfD im Wahlkampf und bedient wunderbar das Klischee vom übern Tisch gezogenen Ossi und zugleich kämpft man gegen die Linke als Mauerschützenpartei.
    Eigentlich kann die Linke gar nichts richtig machen, schon verwunderlich, das trotzdem 31% der zur Wahl gegangenen Menschen in Thüringen ihr Kreuz da gemacht haben.
    Im Großen und Ganzen ist das auch Protest, denn würden die anderen gute Arbeit machen, würden die nicht so absacken.
    AfD-Wähler wählen aus Protest gegen die Bundes-CDU, deren Hauptfeind ist Merkel, Linke-Wähler wählen aus Protest gegen die Landes-CDU, weil die letzten CDU -Jahre sich nichts vorwärtsbewegt hat, sondern wir in der Bundesstatistik irgendwo hinten rumgedümpelt sind. Viele Jahre sind junge Menschen in die alten Länder abgewandert, der Trend hat sich unter RRG verringert. Es sind auch einige zurückgekommen und haben hier wieder Jobs und Haus gefunden.
    Alles nicht unbedingt etwas das linkentypisch ist, aber war eben so. Ramelow hat geschafft Unternehmen hier zu halten und herzuholen, obwohl man ihm das als Ex-Gewerkschafter und damit Unternehmergegner wohl nicht zugetraut hat. Ich war von 1990 bis 1995 aktiver HBVler, daher kenne ich ihn. Toll fand ich ihn damals nicht und wenn er da Kommunist gewesen sein soll, hat er das gut versteckt. Aber auch er hatte Zeit sich weiterzuentwickeln und ich finde zum Positiven.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.

    Geändert von hillary (17.02.2020 um 18:36 Uhr)


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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Molito Beitrag anzeigen
    Na da hake ich jetzt aber liebend gerne ein.
    Ein Funken?

    Genau das ist Fakt, was denn sonst?
    Und ich stand noch nie einer Partei nahe geschweige denn irgendwelchen Extremisten, egal welchen Lagers.

    Das ist doch genau der Mist, auf dem Leute wie Trump so erfolgreich segeln:

    Wer (berechtigte und belegte ) Kritik an ihm übt, ist ein Volksverräter und wird abgesägt (mild formuliert).

    Und genau diese Tendenzen greifen bei uns immer weiter um sich, dagegen trete ich persönlich an, ohne irgendeiner Partei das Wort zu reden.
    Das Lobo-Zitat hört sich im ersten Moment gut an, ist aber bei genauerem Hinsehen, sehr gefährlich.

    Nach seiner Definition wäre jeder, der Rechtsextremismus bekämpft, ein Demokrat. Und das, mit Verlaub, ist eben schlichtweg nicht wahr.

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