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  1. Avatar von VanDyck
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Molito Beitrag anzeigen
    Sprich also , sie haben selbst eine absolute Fehleinschätzung begangen, für die niemand was kann, außer sie selbst.
    Und nun wählen sie deswegen eine Partei, die ihnen NICHT hilft, aber dafür anderen schadet.
    Tja, viele afd-Wähler sind eben irrational, bzw. deren Wahlentscheidung ist es.
    Die afd selbst ist irrational.
    Der Rechtsextremismus ist irrational.
    Und weil das alles so ist, ist es auch fast völlig unerheblich, ob 'die Politik' die vielen (angeblichen) Probleme löst oder nicht ... die Irrationalität wird bleiben.

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Die Mietsteigerungsproblematik löst aber momentan eher die Linke zB in Berlin und sicher nicht die AfD.
    Das sieht der Wolfgang bestimmt ganz genau so ...
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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  2. Avatar von mono17
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Da spielen viele Dinge mit. Hauptsächlich das Empfinden, dass die DDR quasi von der BRD geschluckt wurde. Man darf nicht vergessen, dass sich für sehr viele Menschen das Leben grundsätzlich geändert hat und viele tatsächlich durch Arbeitsplatzverlust, den Verlust der staatlich garantierten Sicherheit und durch gefühlte Bevormundung durch den Westen massiv betroffen waren.
    ...

    Da geht's gar nicht um eine Alternative, sondern hauptsächlich darum, Merkel abzuwählen.
    Wobei es da langsam echt absurd wird.
    Das mit der Wiedervereinigung und den blühenden Landschaften war Helmut Kohl.
    Da kam sogar noch Gerhard Schröder, bevor Angela Merkel Kanzlerin wurde.

    Dass sich das Leben für die Menschen im Osten mehr geändert hat als für die im Westen, stimmt.
    Und jetzt komnt halt eine Generation ins Machtalter,die damals nicht gefragt wurde und keine Möglichkeit hatte, mitzubestimmen. In deren sehr prägende Lebensphase der Pubertät das Ganze fiel. Die ja alleine schon verunsichernd genug ist
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


  3. Registriert seit
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Die Mietsteigerungsproblematik löst aber momentan eher die Linke zB in Berlin und sicher nicht die AfD.
    Wenn man der Meinung ist, steigende Mieten ließen sich einfach mal so per Gesetz verbieten, kann man das so sehen.

    Ist man der Meinung, Migranten würden die Mieten in die Höhe treiben, würde auch die AFD das Problem lösen.

  4. Avatar von VanDyck
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Und mit ein paar mehr Klicks ist eben auch über Ramelow mehr zu erfahren, über seine Zeit als Wessi vor 1990. Dieser Teil seiner Biographie scheint mir im Vergleich zum Beispiel zu der von Trittin und Fischer deutlich nebulöser, verborgener. Warum ist das so?
    Du KONSTRUIERST nur eine 'nebulöse und verborgene' Biographie von Bodo Ramelow.
    Du stellst lauter links ein, die viel über die DKP berichten, was in Marburg so los war vor 30-40 Jahren, wo dann aber über Herrn Ramelow konkret gar nichts zu lesen ist.
    Damit SUGGERIERST du nur eine 'nebulöse und verborgene' Biographie von Bodo Ramelow.
    Das über Herrn Ramelow selbst und ganz konkret fast gar nichts zu lesen ist in den vielen Sätzen aus den links, die du hier eingestellt hast, scheint dir gar nicht aufzufallen.
    Aus deinen ganzen verlinkten Sätzen geht so gut wie nichts hervor, was man wenigstens als konkreten Anhaltspunkt (z..B. Wahlaufruf für die DKP, oder positive Äußerungen bzgl. der DKP-Politik, oder ähnliches) dafür hernehmen könnte, dass Bodo Ramelow vor 30-40 Jahren evtl. ein DKP-Sympathisant gewesen wäre.
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    Geändert von VanDyck (17.02.2020 um 08:07 Uhr)

  5. Avatar von Alaska
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Das über Herrn Ramelow selbst und ganz konkret fast gar nichts zu lesen ist in den vielen Sätzen aus den links, die du hier eingestellt hast, scheint dir gar nicht aufzufallen.
    Doch, genau das ist mir aufgefallen.

    Trittin macht keinen Hehl daraus, dass er mal KP-Sympathisant war. Auch Fischer steht wohl dazu, dass er mal Steinewerfer war.

    Ramelow dagegen weist DKP-Nähe von sich, hatte aber mit auffällig vielen DKP-Leuten zu tun, jedenfalls so vielen, dass er eine Anzeige seiner Hochzeit in deren Parteizeitung veröffentlicht. Das schalten von Anzeigen in "Unsere Zeit' war übrigens ein gängiges Mittel der KoKo zur DKP-Finanzierung. Ausserdem macht er Karriere ausgerechnet in der DKP-Hochburg hbv:

    Im Umgang mit den jüngeren Kollegen und in der Arbeit auf dem Gebiet der gewerkschaftlichen Bildung haben die Kommunisten bereits deutlich gezeigt, wie geschickt und erfolgreich sie vorgehen können. Und in zwei Organisationen, der Lehrergewerkschaft GEW und in der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), sind sie ebenfalls schon weit vorangekommen.

    In der GEW eroberten DKP-Sympathisanten in etlichen Städten schon vor Jahren die Vorstände. Der Berliner Landesverband wurde 1976 sogar aufgelöst, weil er sich zu einem Ableger der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW) entwickelt hatte.

    Sehr viel leiser haben die Kommunisten sich in der Gewerkschaft HBV etabliert. Dort hat das DKP-Vorstandsmitglied Ingrid Schuster geschafft, was bislang nur einer anderen Genossin -- in der IG Druck und Papier -- gelang: Sie sitzt im Hauptvorstand der Gewerkschaft.


    (Quelle: Der Unterwanderweg ist lang - DER SPIEGEL 3/1980)

    Aber wir werden wohl seine Memoiren abwarten müssen, um zu erfahren, wie das bei dem dreitägigen SED-Seminar, zu dem er seinen Marburger Kumpel in die DDR mitgenommen hatte, so gelaufen ist.
    "She got a mind of her own And she use it well."
    (The Rolling Stones, Memory Motel)


  6. Registriert seit
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Putzig - um es möglichst fröhlich zu formulieren - wie hier von einigen Protagonisten insinuiert wird, daß die "Linke" eine ganz normale Partei sei mit der man sozusagen bedenkenlos zusammenarbeiten könne. Ein Herr Ramelow ist nun einmal ein führendes Mitglied genau jener Partei.

    Da ich in meinem Bundesland (Hessen) mehrfach im TV und einmal live bei einer Diskussion einer Frau Janine Wissler begegnet bin, hatte ich in der Sache mal recherchiert. Ihre Aussagen konnte ich teilweise nämlich nicht fassen und glauben. Frau Wissler ist m. W. (man möge mich gerne korrigieren) immerhin stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei "Die Linke" und seit mehr als 10 Jahren Fraktionschefin "Der Linken" im Hessischen Landtag.

    Wie mir mehrere Journalisten bestätigten, ist Frau Wissler von "Der Linken" eines der prominentesten und wichtigsten Mitglieder der trotzkistischen Organisation "Marx21" - übrigens einer von insgesamt sieben (lt. der Journalisten) vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Strömungen und Arbeitsgemeinschaften in der Partei "Die Linke", die aus der Parteikasse finanzielle Zuwendungen erhalten.

    Neben "Marx21" (hier werden auch antizionistische Positionen vertreten) nannten die Journalisten in Verbindung mit der Partei "Die Linke" noch diverse andere und vergleichbare Organisationen und Gruppierungen ("Sozialistische Alternative" (SAV) ebenfalls eine trotzkistische Gruppe, "Sozialistische Linke", eine Strömung, die wie "Marx21" vom Verfassungsschutz beobachtet wird - die Liste ließe sich mit Namen wie "Kommunistische Plattform", "Interventionistische Linke", "Marxistische Forum", der "Roten Hilfe") usw. beliebig fortsetzen.

    Es gehört - dazu reicht schon eine kurze Beschäftigung mit den Zielen und Programmen dieser Gruppierungen - daher eine signifikant gestörte Wahrnehmung dazu, diese "Linke" als eine "ganz normale Partei wie alle anderen" anzusehen.

    Es ist mir daher nachvollziehbar, daß eine Union eine Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch mit der Partei "Die Linke" ablehnt - ohne daß man dabei diese Parteien gleichsetzt. Es gibt aber in beiden Fällen valide - wenn auch andere - Gründe, eine Zusammenarbeit auszuschließen.

    Warum wohl beobachtet der Verfassungsschutz diverse (insgesamt wohl sieben) als extremistisch eingestufte Strömungen und Arbeitsgemeinschaften der Partei "Die Linke" ?


    Bevor hier nach einem "Beleg" gerufen wird: Der Journalist Markus Wehner (Berlin) hat dazu heute in der "FAZ-Printausgabe" vom 17. Februar 2020 auf Seite 3 einen Artikel geschrieben (Titel: "Die Republik aufmischen", Untertitel: "In der Linken haben Feinde der Demokratie großen Einfluss" -) der sich exakt mit den Ergebnissen meiner damaligen Nachfrage deckt.
    Geändert von kurant (17.02.2020 um 10:36 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Und jetzt komnt halt eine Generation ins Machtalter,die damals nicht gefragt wurde und keine Möglichkeit hatte, mitzubestimmen. In deren sehr prägende Lebensphase der Pubertät das Ganze fiel. Die ja alleine schon verunsichernd genug ist
    Also, das versteh ich ehrlich nicht.

    Bei mir fiel der Mauerbau in meinem 18. Lebensjahr. Verunsichernd fand ich das, wenn überhaupt, nur kurz. Es fühlt sich wie Frühling und Aufbruch an. Diese Hoffnung bekam Risse, die erst einmal nicht so sichtbar waren, weil man mit Familie und dem Aufbau einer beruflichen Existenz beschäftigt war. Zum AfD Wähler wird man da nicht.

    Für mich ist das System Parteiendemokratie sinnlos, weil ja nicht mal in einer Partei sich alle einig sind.

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Auch Fischer steht wohl dazu, dass er mal Steinewerfer war.

    Das adelt ihn und seine politischen Taten.

  8. Avatar von auxout
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das adelt ihn und seine politischen Taten.
    Meinst Du das sarkastisch?
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

  9. Inaktiver User

    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    Meinst Du das sarkastisch?
    Ich dachte das wär klar.

  10. Avatar von mono17
    Registriert seit
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    AW: Die Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Also, das versteh ich ehrlich nicht.
    ...

    Für mich ist das System Parteiendemokratie sinnlos, weil ja nicht mal in einer Partei sich alle einig sind.
    Mit 18 warst du ja fast erwachsen.
    Ich sage auch nicht,dass es irgendetwas gibt,was dazu führt,dass jemand AfD wählt.

    Es geht mir eher darum,dass die tatsächliche Erschütterung/Änderung des Lebens vermutlich in Ost grösser war als in West.


    Und: Du willst Monarchie?
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