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  1. Inaktiver User

    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Ich bin in einige Jahren vielleicht selbst betroffen. Ich allerdings, bin nicht, wie viele andere hier, so verwurzelt. Sollte es mit meinem Mann bis dahin halten und wir beide noch leben ... hm. Gut, das ist nun nicht abhängig von der Co2-Steuer, so lange das Benzin noch irgendwie bezahlbar ist. Vielleicht würden wir dann auf ein Auto reduzieren und schon haben wir das Geld wieder raus, sozusagen.
    Trotzdem kann ich die Leute hier verstehen und ich würde heute um´s Verrecken nicht mehr in eine kleine Stadtwohnung ziehen. Zumal ich sie mir mit Fahrstuhl und in einer einigermaßen netten Gegend gar nicht mehr leisten könnte. Und Stadt heißt nicht automatisch, dass man als alter Mensch alles zu Fuß hin bekommt.

    Das Thema ist ja durch Menschen entstanden, die eben auf dem Land leben und jeder sieht sich selbst nun mal zuerst. Ich bin ein wenig irritiert, wie abfällig manche ältere Leute und deren Bedürfnisse sehen. Denn ich meine, so lange das irgendwie geht, wäre es schön, wenn jede und jeder im Alter entscheiden könnte wie und wo er/sie lebt. Ist wahrscheinlich eine schöne Illusion.

    Und wahrscheinlich läuft es in der Tat auf Soylent grün raus....

  2. gesperrt

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    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und heute schreibst du das du gar niemanden kennst der wegen dieser Steuererleichterung gerne pendelt.
    nein, auch das schrieb ich nicht.

    ich schrieb, dass ich niemanden kenne, der lange Pendelwege um ihrer selbst willen (!) geil findet. und der zum Beispiel in den Ferien täglich die Pendelstrecke abfährt, ohne dass es einen beruflichen Grund dafür gibt.

    Leute pendeln, weil man halt irgendwo wohnen und irgendwo arbeiten muss. und ausrechnet, was unter sem Strich die am wenigsten schlechte Lösung ist.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Einen kleinen Widerspruch sehe ich da schon
    naja, ich kann auch andern Dinge unterstellen, die sie weder sagen noch meinen, und sie dann auf meine selbst gemachten Widerspüche hinweisen. ^^ konstruktive Diskussionskultur ist das aber nicht.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nein, auch das schrieb ich nicht.

    ich schrieb, dass ich niemanden kenne, der lange Pendelwege um ihrer selbst willen (!) geil findet. und der zum Beispiel in den Ferien täglich die Pendelstrecke abfährt, ohne dass es einen beruflichen Grund dafür gibt.

    Leute pendeln, weil man halt irgendwo wohnen und irgendwo arbeiten muss. und ausrechnet, was unter sem Strich die am wenigsten schlechte Lösung ist.
    #255
    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Sprich, der Pendler darf abhängig vom Weg ein geringereres als das tatsächliche Einkommen deklarieren - und das überproportional mehr, je weiter der Weg ist - und klar schafft das einen Anreiz, nämlich den Anreiz zu langen Pendelwegen!
    Im zwischen den Zeilen lesen hab ich leider eine Leseschwäche, sorry

  4. Inaktiver User

    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Thema ist ja durch Menschen entstanden, die eben auf dem Land leben und jeder sieht sich selbst nun mal zuerst. Ich bin ein wenig irritiert, wie abfällig manche ältere Leute und deren Bedürfnisse sehen. Denn ich meine, so lange das irgendwie geht, wäre es schön, wenn jede und jeder im Alter entscheiden könnte wie und wo er/sie lebt. Ist wahrscheinlich eine schöne Illusion.
    das hat aber niemand bestritten. es will auch niemand verbieten, dass alte menschen auf dem land leben. nicht mal die grünen! nicht mal ich!

    es ist nur die frage, in welche richtung man politisch subventioniert, welche entwicklung man fördert und welche nicht, und ob nun die rentner auf dem land auch eine subvention fürs autofahren brauchen.

    es fliegen ja auch menschen zu ihrem vergnügen und zum schaden der umwelt in urlaub, und für manche ist das superwichtig und supertoll. (viele von denen sind auch rentner.) aber müssen wir deshalb das flugbenzin subventionieren?

  5. Inaktiver User

    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Wegwarteline, den Beitrag hast du vielleicht übersehen, aber könntest du mir noch diese Frage beantworten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gehen denn alle davon aus, dass sie Auto fahren können bis zum Tod oder bis zum Pflegeheim?
    Das gilt sinngemäß natürlich auch für die Bewirtschaftung von Haus und Garten, von denen du sprachst.

  6. Inaktiver User

    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es ist nur die frage, in welche richtung man politisch subventioniert, welche entwicklung man fördert und welche nicht, und ob nun die rentner auf dem land auch eine subvention fürs autofahren brauchen.
    Kommunen könnten gefördert werden, um auf dem Land (und vielleicht auch speziell für ältere Menschen) eine Art Fahrdienste mit E-Autos in bestimmten Zeitabständen zu fördern. Undundund

    Letztendlich müssten auch Zuschüsse bezahlt werden, wenn alle in die Stadt ziehen.

  7. Inaktiver User

    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn wir heute zwei Personen haben:
    Anna: Wohnung = 500 Euro, Transportkosten 400 Euro (langer Pendelweg, 2,5 Stunden Fahrt/Tag), total 900 Euro
    Berta: Wohnung = 800 Euro, Transportkosten 100 Euro (kurzer Pendelweg, 30 Min. Fahrt/Tag), total 900 Euro

    ... so kriegt nur Anna einen Vorteil raus. Berta aber nicht, obwohl ihr Verhalten umweltfreundlicher ist als Annas Verhalten!
    Das Beispiel ist m.E. unvollständig. Es fehlt das oben von mir in rot Eingefügte, nämlich die verlorene Lebenszeit. Das wiegt eine Pendlerpauschale nicht annähernd auf.
    In Deinem Bsp. hat den Vorteil daher nicht Anna, sondern Berta.

    Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich bin Anna.
    Nach >10 Jahren Extrempendeln habe ich erkannt, dass Pendeln so ähnlich wirkt wie geruchloses Giftgas.
    Das Pendeln selbst tut nicht weh. (Ich lese, denke nach, meditiere, döse, beobachte Menschen, mache energetische Experimente, spaziere gerne durch Bahnhöfe, etc.)
    Der Schmerz ist an anderer Stelle: Wenn man abends, wenn andere schon lange auf der Coach chillen, noch Dinge erledigt, zu denen man am Tag nicht gekommen ist, wenn immerzu Zeit fehlt, wenn man ständig in einem Gehetzt-Modus ist, wenn man dauermüde ist...

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Die jetzigen Alten, also über 65, eher über 70 haben nicht gelernt, zu teilen mit den Nachbarn sich zu vernetzen, um Hilfe zu fragen. Die hocken alleine in ihrem Haus und warten auf die Kinder, wenn sie keine haben, auf die Caritas. Dass sich einer aufschwingt und beim Nachbarn klingelt ist die absolute Ausnahme.
    Die setzen sich auch nicht auf die Mitfahrbank. Das könnte ja bedürftig aussehen und überhaupt zu fremden Leuten sich ins Auto setzen.
    Die jetzige junge Generation, die sich dauernd vernetzt, wird das mal anders handhaben.
    So ist es!
    Und genau diese "Alten" echauffieren sich aus dem gleichen Grund über Konsumverzichtdiskussionen vor Umwelthintergrund.
    Das muss etwas mit deren Nachkriegsjugend zu tun haben, in der der Aufbau von Besitz und Status das A und O war.
    Ich bin hier sehr hoffnungsvoll, was die jüngeren Generationen betrifft.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist unflexibel! Es kann wohl jeder verstehen, wenn man mit 80 nicht mehr umziehen möchte, das allerdings ist hausgemacht: Mit 60 sind dieselben Menschen oft noch fit genug für den Umzug, körperlich und geistig, dann wird das aber solange geschoben, bis es wirklich unzumutbar ist.
    So ist es, die heute Ü70jährigen, sofern sie ein Haus hatten, haben den Zeitpunkt zur Verkleinerung fast alle verpasst. Aus den von Lukulla o.g. Gründen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mag sogar unflexibel sein, aber nicht negativ besetzt, sondern für mich vollkommen verständlich, dass man das alles nicht für ein Leben in einer kleinen Butze eintauschen mag. Der Tod kommt früh genug.
    Bei dieser Aussage stehen mir allerdings die Haare zu Berge.

  8. Inaktiver User

    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kommunen könnten gefördert werden, um auf dem Land (und vielleicht auch speziell für ältere Menschen) eine Art Fahrdienste mit E-Autos in bestimmten Zeitabständen zu fördern. Undundund...
    Sehe ich ähnlich, ich wohne nicht auf dem Land weil's billiger ist, sondern weil in der Stadt keine mir zusagende Wohnung vorhanden war und mein LG meinte, ich brauche nicht noch eine eigene Wohnung, ich könnte doch zu ihm ziehen.
    Wir haben eine alte Scheune ausgebaut, weil es für uns wichtig war, Wohnen und Gewerbe zusammen betreiben zu können. Ich pendele nicht in die Stadt zum Arbeiten, ich pendele ins Umland. Und so ist es hier in Ostdeutschland in vielen Ecken, die Industrie ist nicht in Stadtnähe sondern in Gewerbezentren an der Autobahn, die Betriebe in der Stadt oder am Stadtrand wurden dichtgemacht.
    Es gibt aber durchaus Dörfer in denen gar nix mehr ist und da wohnen oftmals nur noch alte Menschen. Weil die Jungen dort nichts hält, da stehen Häuser leer und es gibt auch keine Chancen für einen guten Verkauf. Weil da nur Ödnis ist.
    Das Landsterben hat in manchen Gegenden, zumindest in Ostdeutschland, schon begonnen.
    Weil ewig und drei Tage pendeln will wirklich keiner, nicht mal mit 'nem Dienstwagen.
    Meine Eltern sind über 80, noch nie Auto besessen und meine Mutter ist schon sehr lange nicht mehr gut zu Fuß. Die wohnen in einem 100 Jahre alten Mehrfamilienhaus, das ihnen gehört. Wohnstandard sehr bescheiden, es ist ein Dach überm Kopf, trocken und warm. Sie wollen aber nicht verkaufen, weil sie sich nicht von dem trennen könne, was sie einmal selbst geschaffen haben. Ist vielleicht grade die Generation derer, die im Krieg Kinder waren, aus ihrer alten Heimat flüchten mussten und ihr mühselig Erspartes ins Eigenheim gesteckt haben. Als meine Eltern das Haus kauften und anfingen zu renovieren, sprachen sie immer davon, dass sie das für ihre Kinder und Enkel tun. Hats sich gesch..., keins der Enkel hat Arbeit im Ort, denn da ist nix, sie müss(t)en alle pendeln. Mein Bruder wohnt noch da, aber selbst der hat keine Arbeit mehr im Ort (Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern), er pendelt auch. So siehts nämlich aus.
    Und da wo keine jungen Menschen mehr sind, passiert auch nix für Rentner...

    Das hat nix mit den Grünen zu tun.

  9. VIP

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    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Was wären denn dann rentnerfreundliche Ideen? Was würde den Rentnern helfen?

    Hier gibt es die Möglichkeit, dass alleinlebende Hausbesitzer, Zimmer in ihren Häusern vermieten, meist Studenten - auch gegen Hilfe und Gesellschaft. Klar, muss man mögen.

    Meine Schwiegereltern haben schon vor 20 Jahren ihr Bad „altersfreundlich“ umgebaut. Das Auto haben sie verkleinert, auch wegen der Kosten und im Alltag fahren sie viel Fahrrad. Die oberen Stockwerke sind vermietet, so dass sie sich nur noch um die eigene Wohnung kümmern müssen. Der Vorgarten wurde zu Stellplätzen...

    Meine Eltern haben die Kurve vor 15 Jahren nicht bekommen, um in eine altersgerechte Wohnung (bei uns oder vor Ort) zu ziehen und nun ist es im Grunde zu spät, weil mein Vater sich nicht mehr umgewöhnen kann (zu alt, zu blind). Der Bruder meines Vaters hat es richtig gemacht: er hat das Haus verkauft und ist in eine altersgerechte Wohnung am Ort umgezogen. Mit Fahrstuhl und Pflegestation im Haus (mobile Pflege; Wohnungseigentümer erhalten vergünstigten Service für Pflege und Alltagsbetreuung). Freunde meiner Schwiegereltern werden nun in eine Wohnung in der Nähe ihrer Kinder ziehen. Das Haus ist ihnen zu groß geworden.

    Ich würde mir wünschen, dass es mehr „Mix-Modelle“ oder Generationenhäuser gibt. Wo bewusst Menschen jeder Generation wohnen, es Treffpunkte für Freizeitgestaltung gibt und einen „Quatiersmanager“, der das tut, was früher ein Pfarrer gemacht hat und wofür sie heute kaum noch Zeit haben.
    Und wenn man guten Kontakt zu jüngeren Nachbarn hat, dann findet sich bestimmt jemand, der einen mal fährt. Mit dem Auto oder mit der Rikscha (das bieten rüstige Senioren für nicht mehr rüstige Senioren bei uns an).

    Die Wohnungen oder Wohnhäuser könnten so gestaltet sein, dass man aus einem Haus später leicht mehrere Wohnungen machen kann. Es gibt ja Menschen, die schon bewusst so bauen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  10. gesperrt

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    AW: Haltet Ihr die Grünen für rentnerunfreundlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im zwischen den Zeilen lesen hab ich leider eine Leseschwäche, sorry
    Ein wirtschaftlicher Anreiz, der von einer bestimmten gesetzlichen Situation ausgeht, ist nach wie vor nicht dasselbe wie eine persönliche Vorliebe.

    Die mir bekannten Zahlen sagen, dass Pendeln ab 45 min pro Weg als Belastung erfahren wird.


    gruss, barbara

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