Hallo vorbei,
ich kann Deine Irritation nachvollziehen und finde sie auch in klimaschutzaffinen Bekannten wieder, die ihre Haustiere (quasi Teil der Familie) regelmäßig aus ihren Klimabilanzen ausblenden.
Im Gegensatz zu früher , als Hunde Schafherden bewachten und Katzen Mäuse jagten, erfüllen Haustiere zum einen keine praktische Funktion, zum anderen wird um für ihr Wohlergehen wesentlich mehr Aufwand betrieben, etwa reich- sprich; fleischhaltigeres Futter.
M. E. ist der Einfluss aufs Klima zu groß, um ihn gänzlich zu ignorieren:
Zitiert aus der WirtschaftsWoche:
...Doch was ist die Lösung des Klima-Dilemmas auf vier Pfoten? Hunde und Katzen abschaffen? Das meinen zumindest die beiden neuseeländischen Autoren Robert und Brenda Vale in ihrem 2009 erschienen Buch "Time to Eat the Dog?". Ihren Berechnungen zufolge sind allein die Klimakonsequenzen des Futteranbaus für die Haustiere dramatisch.
Mit der Unterscheidung von Haus- und Nutztieren habe ich generell ein Probleme - beide nutzen dem Menschen, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Und beide ereilte wohl dasselbe Schicksal, ginge der Bedarf stark zurück: es gäbe schlicht weniger "Nachschub" durch Vermehrung (sie würden weder vorzeitig getötet noch dürften sie unbehelligt auf grüner Wiese tollen.)
Zum emotionalen Gehalt: ich "liebe" weder Autos noch Flugzeuge, aber sie bieten mit mittelbar einen nicht unbeträchtlichen emotionalen Mehrwert, den ich nicht missen möchte. Die Redwoods, Whalewatch und die tunesische Wüste lassen sich schwer mit zwei Wochen Camping im Schwarzwald kompensieren. Mir tut aufrichtig leid, dass meine Kinder das nicht mehr (zumindest mit derselben Unbefangenheit) erleben können.
Deinem letzten Satz stimme ich zu.
LG B&B
Antworten
Ergebnis 61 bis 62 von 62
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20.12.2019, 23:53
AW: Verzicht im Dienst des Klimas
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21.12.2019, 09:51Inaktiver User



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