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  1. Avatar von hillary
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Der Staat soll Infrastruktur zur Verfügung stellen. ...

    Der Staat ist da gut, wo es um Grundversorgung geht. ..Private würden diese Gebiete ohne Service lassen, oder zu einem sehr teuren Preis; der Staat mit seinem service publique versorgt alle seine Bürger, egal wo sie wohnen, und teilt die Kosten auf alle auf, auf die Solidargemeinschaft.

    Wo die Infrastruktur gut ist, ist das eine gute Voraussetzung für das Schaffen von Wohlstand.

    gruss, barbara
    Fettung von mir und Danke Bae,
    der Staat erhebt Steuern um seinen Aufgaben nachzukommen. Eigentlich prima Lösung und dürfte gerecht zugehen.
    Wird aber von denen, die einen sehr hohen Anteil an Steuern zahlen müssen, als nicht gerecht empfunden.
    Kurant hat schon mehrfach im AfD-Strang von Steuerflucht gesprochen, ich werte das jetzt mal nicht, sondern werfe es in die Diskussion. Wer viel hat zahlt viel, wer wenig hat zahlt wenig. So weit, so gut. Jetzt bekommt der weniger Habende aber
    durch die Einnahmen des Staates von den "Reicheren" etwas "gesponsert" also der Staat finanziert davon Sozialausgaben, von denen der Reichere erstmal nichts hat. Ich zB. zahle knapp 60 € Steuern im Monat, Steuerklasse 1, der Staat bekommt von mir also nicht viel, gerade mal 5 % meines Gehalts. Für mich ok, sollte das nun für alle gelten?
    Ich fahre aber täglich über vom Staat finanzierte Straßen und lebe in einer Verwaltungsgemeinde, wo Angestellte für das Funktionieren des Gemeinwesens sorgen und und und...
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.



  2. Registriert seit
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Schöner Strang

    Soziale Gerechtigkeit sehe ich als Leitmotiv in einer Demokratie und als Aufgabe des Staates, in diesem Sinne zu handeln in Form von Gesetzen. Die soziale Marktwirtschaft ist ein Teil dieses Konzeptes.

    Doch ich befürchte, dass das immer weniger Menschen auch so sehen - es sei denn, sie sind selbst Nutzniesser solcher Regulation. Dabei wird auch vieles für selbstverständlich genommen und andererseits werden dann die Kosten , dieser Selbstverständlichkeiten beklagt.

    Soziale Gerechtigkeit ist für mich in erster Linie Chancengleichheit.
    Zugang zu Bildung und eine Absicherung des Existenzminimums.
    Gerechtigkeit bei der Verteilung der Lasten.

    Wer sollte das sonst leisten - eine "freie" Wirtschaft? Angebot und Nachfrage?
    Daran glaube ich nicht.
    Ich kenne keine Beispiele, in denen Betriebe in der freien Wirtschaft Zugeständnisse an ihre Belegschaft machen außer aus Konkurrenzgründen.

    Ich wünsche mir mehr Philosophie und Ethik bei dem Thema soziale Gerechtigkeit, weniger Interessenvertretung von Gruppen jeglicher Art.

    Was ist (soziale) Gerechtigkeit überhaupt und was kann, was will eine Gesellschaft erreichen.
    Think before you print.


  3. Registriert seit
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    ..... Wer viel hat zahlt viel, wer wenig hat zahlt wenig. So weit, so gut. Jetzt bekommt der weniger Habende aber
    durch die Einnahmen des Staates von den "Reicheren" etwas "gesponsert" also der Staat finanziert davon Sozialausgaben, von denen der Reichere erstmal nichts hat....
    Der Reichere hat schon etwas davon, es lässt sich nur nicht monetär abbilden.

    Was ich nicht möchte ist ein Charity-Modell wie in den USA, wo die Reichen dann frei entscheiden können wie weit sie sich finanziell engagieren wollen für eine Gesellschaft.

    Es wird immer nur auf die Abgaben geschielt, was übrig bleibt wird als "kläglicher Rest" deklariert.

    Ganz ehrlich: ich würde gerne 1 Million Steuern zahlen im Jahr.
    Denn von dem "kläglichen Rest" könnte ich immer noch saugut leben.
    Think before you print.

  4. Avatar von hillary
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    @ print, .
    Sodele, ich wünsche euch allen hier einen schönen Abend und ne gute Diskussion, ich mach mich vom Acker, letzte Nachtschicht diese Woche. GSD
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.


  5. Avatar von mono17
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Es ist irgendwie logisch, dass Menschen,die mehr Geld haben, auch mehr Steuern bezahlen.
    Wer mehr hat, kann auch mehr abgeben.
    Letztlich ha jede etwas davon,eine zu starke Differenz sorgt für Heute und Spalte die Gesellschaft. Auf dem Weg sehe ich die Gesellschaft leider momentan.
    Es müsste mehr Ausgleich geben.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


  6. Registriert seit
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    @ print, .
    Sodele, ich wünsche euch allen hier einen schönen Abend und ne gute Diskussion, ich mach mich vom Acker, letzte Nachtschicht diese Woche. GSD
    Schaff's gut (wie man in meiner Gegend sagt)
    Think before you print.


  7. Registriert seit
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Es ist irgendwie logisch, dass Menschen,die mehr Geld haben, auch mehr Steuern bezahlen.
    Wer mehr hat, kann auch mehr abgeben.
    Letztlich ha jede etwas davon,eine zu starke Differenz sorgt für Heute und Spalte die Gesellschaft. Auf dem Weg sehe ich die Gesellschaft leider momentan.
    Es müsste mehr Ausgleich geben.

    Besser als einen direkten Ausgleich fände ich tatsächlich mehr Gerechtigkeit, die von den Menschen verstanden und akzeptiert wird.

    Da sitzen aber alle in einem Boot - das schauen auf den schnellen eigenen Vorteil, das vermeiden langfristigen Engagements oder gar Verzicht: wer ist da dabei?

    Da fehlt auch oft der Sinn im System. Warum sich abstrampeln für nichts oder wenig?
    Wenn "möglichst viel besitzen" das Leitmotiv ist, dann wundert es nicht wenn sich keiner mehr die Hände schmutzig machen will.
    Da steigen dann auch Menschen aus dem System aus, unterlaufen es oder sind eben unzufrieden.

    Es gibt aber auch LKW-Fahrer und Krankenschwestern, die ihren Beruf lieben. Ganz ohne Belohnungssysteme. Diese Menschen empfinden ihre Arbeit als sinnvoll.
    Da wirkt eine intrinsische Motivation die nicht von der Bezahlung abhängig ist, sofern man gut davon leben kann.
    Was sie nicht lieben, sind dann eher mal die Arbeitsbedingungen.
    Trotzdem sind sie für mich Gewinner.
    Think before you print.

  8. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    ich mach mich vom Acker, letzte Nachtschicht diese Woche. GSD
    Komm gut durch die Nacht, hillary
    (kann dir gut nachfühlen, meine Nächte sind gestern zuende gegangen ...)

    Sorry an die anderen für's OT
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
    Alle nicht mit "Moderation" gekennzeichneten Beiträge geben meine private Meinung als Userin wieder.

  9. Avatar von Akzent
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Soziale Gerechtigkeit beinhaltet Leistungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit und Verteilungsgerechtigkeit.

    Ist das Gehalt der Maßstab für Leistung?
    Leistet ein Manager mehr als ein Lokführer?
    Eine Lehrerin mehr als eine Erzieherin?
    Ja,Soziale Gerechtigkeit betrifft das Zusammen wirken von vielen Menschen, kann auch Gesellschaften sagen innerhalb eines Staates aus der Perspektive des Verhaltenvermögens miteinander und hat erstmal mit Geld nichts zu tun.

    Wenn allerdings das Geld bzw. das Gehalt in einem übermäßigen Maß von Geldwert durch Arbeit ungleich verteilt wird, kann es auch in innerhalb einer Gesellschaft problematischer werden. Den Nutzen und das entsprechende Wertvermögen von Geld kennt jeder Mensch.

    Sozial gerecht ist wahrscheinlich die Planwirtschaft in der dann auch noch jeder Mensch gleich viel verdient. Wahrscheinlich mit weniger Anreiz Leistung zu bringen. Ich denke Leistung bringen , von mir aus auch zur Maschine, ist ein natürliches Merkmal von Menschen damit umgehen zu wollen. Leistungen oder Bringleistung im Arbeitsprozess lässt sich auch nur über Geld belohnen bewerten, und für jeden ein Grundgehalt Vorraussetzung ist. mit dem man gut leben kann. Dann macht doch Arbeiten Spass.

    Vielleicht müssen die Arbeitsbewertungen , auch Arbeitsplatzbewertungen und den dazugehörenden Vorteil für Geschäftsleute in einigen Branchen wieder angepasst werden. In Zeiten einer Rezession wird es nicht möglich sein. Aber in einer guten Konjunkturphase und Vollzeitarbeit kann man das sicher gut bewerten.

    Arbeitsbewertungen und die dazugehörenden Optionen fehlen sicher in einigen Branchen der Marktwirtschaft um Grundgehälter zu garantieren oder Gehalsterhöhungen zu rechtfertigen. Für Staatliche Arbeitsplatzbewertungen wie bei BAT oder TVÖ u. a. war das System Staat ziemlich schnell, dies einzuführen.

    Andere Branchen zur Arbeitsbewertung überlässt man dem Markt, weil hier wesentlich andere Dynamiken für den Wettbewerb gelten. Der Staat greift dann wieder z. B. zum Mindestlohn ein. Was bei staatlichen Arbeiten nicht der Fall ist. Dort bleiben die Arbeitsbewertung statisch zur Beurteilung einer Arbeitsbewertung. Hier kann man dann auch nicht Umsatzverlust, Gewinnverlust gegenüber stellen.

    Dein Vergleich Lehrerin gegenüber Erzieherin - kann denn eine Lehrerin Erzieherin sein.

    Also von der Kompetenz her?

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee


  10. Avatar von LichtereChakren
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Die grossen Kirchen ( Christen sind nicht alle katholisch!) tun aber wirklich sehr viel,da gehören ja auch Caritas und Diakonie dazu. Es gibt jede Menge Kindergärten, Krankenhäuser usw ,die in kirchliche Trägerschaft sind.
    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Ganz genau so ist es! Es wäre eine Katastrophe wenn die Kirchen ihr karitatives Engagement einstellen würden... sollte man bei dem allseits beliebten Kirchen-bashing vielleicht auch mal drüber nachdenken...
    Irrglaube bei 2 erfahrenen BRICommlerinnen entdeckt! Gegeninformationen werden eingeleitet ...

    Caritas und Diakonie finanzieren sich zu 90-95% aus staatlichen Zuwendungen. Kirchliche Krankenhäuser und Altenheime finanzieren sich ganz von Kranken- und Pflegekassen bzw. Selbstbeteiligungen, kirchliche Kindergärten fast ganz durch Steuermittel / Elternbeiträge (Quelle). Auch zahlt der Steuerzahler das Gehalt der Bischöfe. (Ein Kirchenfinanzierungskritiker bringt auf einer privaten Seite seine weitergehende Zusammenstellung.)
    „Wer Tiere, eingepfercht als Massenware, als Schlachttiere hält, ist nicht besser als der, der sie tötet.

    Wer das Fleisch der gequälten und hingerichteten Tiere verzehrt, ist nicht besser als der, der sie für die Hinrichtung hält.

    Tötungsrituale zu den sogenannten kirchlichen Festtagen, einerlei, ob das Opfer eine Gans, ein Reh oder ein Weihnachtsbaum ist, sind gegen das Gesetz des Lebens.“


    Verkürzt aus
    „Die redende All-Einheit“
    Geändert von Analuisa (23.11.2019 um 08:30 Uhr) Grund: Zitate repariert

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