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  1. Avatar von mono17
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Das ist mir zu allgemein.
    Was willst Du denn damit sagen?
    Was ist denn Verantwortung fürÄrmere?
    Und Was ist denn mehr Geld haben

    Je mehr ich verdiene, desto mehr Steuern zahle ich, und damit unterstütze ich auch den Sozialstaat.
    Ja,das ist eine Form.

    Aber zB der Krankenkassenbeitrag ist gedeckelt und ab einer vergleichsweise niedrigen Summe kann man da auch raus. Darüber lässt sich schon diskutieren.

  2. Avatar von hillary
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Weil es die Funktion des Staates auf die Überwachung der sozialen Gerechtigkeit reduziert.
    Das ist aber nur eine von diversen Funktionen.

    Liegt ja an den Usern in welche Richtung wir diskutieren, wir wollten es eigentlich nur aus dem AfD-Strang verlagern, weil es dort in den letzten Beiträgen zu oft vorkam und nun nicht nur AfD-Thema ist.
    Im Prinzip gehts um soziale Marktwirtschaft und der Verantwortung des Staates.
    Ja für was ist der Staat denn verantwortlich zu machen? Für all das was keinen Profit bringt? Womit soll das bezahlt werden? Der real existierende Sozialismus ist ja nun das Beispiel für: So gehts nicht.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.



  3. Registriert seit
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Bezahlt werden soll das mit Überschüssen aus all dem, was Profit bringt, also aus Steuern.


  4. Registriert seit
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Mal ganz generell zu unserem Modell der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV):

    Der sogenannte Generationenvertrag (wohlgemerkt ein "Vertrag") stammt m. W. aus den 50er Jahren (glaube 1957) und beruht auf der Entscheidung der Adenauer Regierung das sog. Umlageverfahren einzuführen: Dabei handelt es sich um die Verlagerung der Altersvorsorge-Finanzierung von den aktuell Erwerbstätigen auf die nachfolgende Generation.

    Schon in diesem Grundgedanken steckt eine extreme sprachliche Ungenauigkeit (um das Wort Zynismus zu vermeiden): Verträge kommen nämlich durch Willenserklärungen der beteiligten Vertrags-Parteien zustande. Die nachfolgende Generation hat die für das Zustandekommen des Vertrages erforderliche Willenserklärung zur Übernahme dieser gewaltigen Finanzlast nicht abgegeben. Im Rechtssinne ist damit ein Vertag nie zustande gekommen.

    So richtig habe ich nie verstanden, warum dieser einfache Tatsache so gut wie nie angesprochen wird …

    Auch die zugrundeliegende These (Zitat: "Kinder kriegen die Leute eh") ist - in dieser Pauschalität jedenfalls - kaum noch haltbar.

    Dazu kommt noch, daß nicht nur die Adenauer Regierung sondern auch alle nachfolgenden Regierungen die quantitative und qualitative Ausgewogenheit der Interessen zwischen der jeweils erwerbstätigen und der jeweils nachfolgenden Generation teilweise sträflich vernachlässigt haben.

    Wie sehr das Ganze inzwischen aus dem Ruder gelaufen ist, zeigt der jährlich benötigte Zuschuss aus der Steuerkasse in die Rentenkasse von ca. 100 Milliarden Euro - Tendenz weiter steigend.

    By the way: Gleiches gilt auch für die Pensionslasten (Beamte). Jedes Unternehmen muß für solche Zusagen (Renten-Anwartschaften sind eigentumsgleiche Rechte) verbindlich und nachweislich entsprechende Rücklage in adäquater Höhe bilden. Das hat unsere Politik bei den Beamten glatt "vergessen" …

    Eine Systemkorrektur oder ein Systemwechsel des gesamten Rentensystems wäre überfällig. Darauf haben Experten und Fachleute dringend hingewiesen.

    Das erste Mal habe ich das gelesen im Jahr 1989 ...
    Geändert von Analuisa (22.11.2019 um 20:10 Uhr) Grund: Beitragsüberschrift nach Verschiebung angepasst

  5. Avatar von Loop1976
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Es würde vermutlich funktionieren, wenn es weniger Betrüger gäbe, Steuerflucht, Verschwendung von Steuermitteln usw usf.
    Mit dem Geld, was der Scheuer versenkt, kann man sehr vielen Menschen helfen.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  6. Avatar von Brombeerkatze1
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Wie auch immer du auf die kommst...
    Die grossen Kirchen ( Christen sind nicht alle katholisch!) tun aber wirklich sehr viel,da gehören ja auch Caritas und Diakonie dazu. Es gibt jede Menge Kindergärten, Krankenhäuser usw ,die in kirchliche Trägerschaft sind.
    Ganz genau so ist es! Es wäre eine Katastrophe wenn die Kirchen ihr karitatives Engagement einstellen würden... sollte man bei dem allseits beliebten Kirchen-bashing vielleicht auch mal drüber nachdenken...

  7. Avatar von Sprachlos
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    @kurant, das Problem mit der Rente ist einfach, dass die Schere der Wertschöpfung aus Kapital gegenüber der Wertschöpfung aus Arbeit weit auseinander klafft und das wird immer schlimmer. Nur beteiligt sich das Kapital ganz unzureichend, um nicht zu sagen gar nicht, an der Aufrechterhaltung des Sozialsysteme obwohl es immer mehr Wert schafft und Gewinn abschöpft.

    Stattdessen wird zukünftig immer mehr menschliche Arbeitskraft freigesetzt und immer weniger Arbeitnehmer sollen das Rentensystem aufrecht erhalten. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Darum bin ich ganz bei dir, dass dieses System grundlegend reformiert gehört und zwar durch Beteiligung des Kapitals am Rentensystem in Form einer Wertschöpfungsabgabe.
    Das war jetzt auch ot aber ich kann das so nicht unkommentiert stehen lassen.
    Geändert von Analuisa (22.11.2019 um 20:10 Uhr) Grund: Beitragsüberschrift nach Verschiebung angepasst


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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Die überaus reiche katholische Kirche könnte mit ihrem grenzenlosen Reichtum viel machen.

    tut sie ja auch

    ich kenne gerade unter Katholikinnen einige, die konsequent eine stille Nächstenliebe pflegen. und auch in der Insitution Katholische Kirche gibt es nicht nur Skandale, sondern wirklich auch viel gute Arbeit.

    Ach, was ich noch gern hätte: Staat, dem man ausweichen kann. Ich will auf engem Raum mehrere staatliche Systeme zur Auswahl haben, und wenn mir eins nicht gefällt, kann ich ins nächste wechseln, und das ohne weite Strecken wegziehen zu müssen. Ich finde Staaten aktuell etwas zu alternativlos.


    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Ja für was ist der Staat denn verantwortlich zu machen? Für all das was keinen Profit bringt? Womit soll das bezahlt werden?
    Der Staat soll Infrastruktur zur Verfügung stellen. Zum Beispiel eben ein System der Trinkwasserverteilung per Leitung in jede Wohnung, wie es heute Standard ist. Firmen wie Private können günstig diese Infrastruktur nutzen, und weil sie verfügbar ist, können sie ein Geschäft aufbauen. Der Ertrag des Geschäfts wird besteuert, womit wiederum das Wassersystem unterhalten und gewartet wird.

    Der Staat ist da gut, wo es um Grundversorgung geht. Die Versorgung kleiner Dörfer in Bergtälern generiert meist überdurchschnittliche Kosten pro Kopf; Private würden diese Gebiete ohne Service lassen, oder zu einem sehr teuren Preis; der Staat mit seinem service publique versorgt alle seine Bürger, egal wo sie wohnen, und teilt die Kosten auf alle auf, auf die Solidargemeinschaft.

    Wo die Infrastruktur gut ist, ist das eine gute Voraussetzung für das Schaffen von Wohlstand.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  10. Registriert seit
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    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    @kurant, das Problem mit der Rente ist einfach, dass die Schere der Wertschöpfung aus Kapital gegenüber der Wertschöpfung aus Arbeit weit auseinander klafft und das wird immer schlimmer.

    Nur beteiligt sich das Kapital ganz unzureichend, um nicht zu sagen gar nicht,an der Aufrechterhaltung des Sozialsysteme.

    Vielmehr wird immer menschliche Arbeitskraft freigesetzt und immer weniger Arbeitnehmer sollen das Rentensystem aufrecht erhalten. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Darum bin ich ganz bei dir, dass dieses System grundlegend reformiert gehört und zwar durch Veteiligung des Kapitals am Rentensystem in Form einer Wertschöpfungsabgabe.
    Das war jetzt auch ot aber ich kann das so nicht unkommentiert stehen lassen.
    Ad 1: Ich habe sehr viele Untersuchungen dazu gelesen. Die Hauptursachen für die Probleme klangen aber unisono völlig anders (Demographie, Alterspyramide, Rentenbezugsdauer, Renteneintrittsalter usw.). Seltsam …

    Ad 2: Sollte mit dem "das Kapital" die Unternehmen gemeint sein ? Da ich auch lange festangestellt war, habe ich mir mehrfach meine Gehaltsabrechnung angesehen. Der Abstand Brutto versus Netto war absurd hoch - der Abstand "Aufwendungen für das Unternehmen" und mein "Netto" noch absurder, was an den Sozialbeiträgen lag. Die Aussage "um nicht zu sagen das Kapital beteiligt sich gar nicht an den Sozialsystemen" erscheint mir daher abwegig.

    Ad 3: Da Unternehmen in der Wahl ihres Standortes (noch) frei sind, dürften sie sich sehr gut überlegen, wo der liegt und ob sie eine zusätzliche Abgabe ("Wertschöpfungsabgabe") zahlen wollen. Mir ist auch nicht ganz klar, wie ein Unternehmen das am Weltmarkt mit amerikanischen, chinesischen usw. Mitbewerbern konkurrieren soll, die eine solche Zusatzabgabe nicht zahlen ?

    Das war jetzt auch ot aber ich kann das so nicht unkommentiert stehen lassen
    Geändert von Analuisa (22.11.2019 um 20:11 Uhr) Grund: Beitragsüberschrift nach Verschiebung angepasst

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