Antworten
Seite 122 von 126 ErsteErste ... 2272112120121122123124 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.211 bis 1.220 von 1252
  1. User Info Menu

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Ich habe auch nicht behauptet, dass das "ein super Gefühl" macht.

    Rentengerechtigkeit bedeutet aber nicht mehr Geld für die Rentner, sondern auch einen Umbau des Systems im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Vermeidung einer Überlastung der jüngeren Generationen.

  2. Inaktiver User

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Es hat auch nie jemand versprochen, dass man mit der staatlichen Rente alleine klarkommen wird. Es wurde immer gesagt, dass man privat zusätzlich vorsorgen muss, wenn man seinen Lebensunterhalt auch nur einigermaßen aufrecht erhalten will. In den letzten 20 Jahren verstärkt. Aber das hatten wir alles schon x mal in anderen Strängen.
    Stimmt.
    Und eine niedrige staatl. Rente ist nicht unbedingt mit Altersarmut gleichzusetzen. Zu berücksichtigen wären da noch z.B. Witwenrenten, Betriebsrenten o.a. Einnahmen (z.B. aus Immobilien) und natürlich auch das Haushaltseinkommen (Ehepaare).

  3. User Info Menu

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stimmt.
    Und eine niedrige staatl. Rente ist nicht unbedingt mit Altersarmut gleichzusetzen. Zu berücksichtigen wären da noch z.B. Witwenrenten, Betriebsrenten o.a. Einnahmen (z.B. aus Immobilien) und natürlich auch das Haushaltseinkommen (Ehepaare).
    Hat nicht jede/jeder und es konnte auch nicht jede/jeder vorsorgen, aber das führt vom Thema weg bzw. hatten wir in diversen Strängen schon.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  4. Inaktiver User

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Die Mittelvergeiche, die in diesem Strang vorgenommen wurden, vergleichen wieder nur den monetären Aspekt.
    Der Ausgewogenheit und Fairness halber finde ich, man sollte den Zeitaspekt auch mit einbeziehen.

    Der HartzIV-Empfänger, der so viel oder fast so viel zur Verfügung hat wie der Geringverdiener, hat im Gegensatz zu Letzterem ZEIT. (Die wenigsten werden ganztags auf Stellensuche sein.)
    Das sollte man m.E. zumindest ideel, also bei Diskussionen wie diesen, gegenrechnen.
    Da das nicht geschieht, empfinde ich bei solchen Aussagen spontan Solidarität für die den ganzen Tag hart arbeitenden Geringverdiener.

    Wenn ich Sätze lese wie "Der HartzIVler kann andere nicht einladen.", dann wundere ich mich schon, denn im Gegensatz zum Geringverdiener kann der Hartz-IV-Bezieher mit seiner freien Zeit Anderen weitaus mehr Gutes tun als sie mal zum Essen einzuladen.

  5. Inaktiver User

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Noch einen Schritt weiter gedacht:
    Erst ab Einkommen X steht ein Arbeitnehmer m.E. besser da als ein Hartz-IV-Empfänger.
    Die Rechnung dahinter: Hartz IV + Wert von 40 freien Stunden vs. 40-Stunden-Gehalt.
    Oder umgekehrt: Hartz IV vs. 40-Stunden-Gehalt minus Wert von 40 freien Stunden

  6. User Info Menu

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Danke, Galah11
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  7. User Info Menu

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    @Galah
    Genau das, was Du machst, ist politisch beabsichtigt:
    Die Geringstverdiener*innen gegen die Hartz4*Empfänger*-innen auszuspielen. Stichwort Lohnabstandsgebot.
    Ich halte den Mindestlohn von 9,xy Euro für eine Unverschämtheit und poltisch dumm, denn daraus ergibt sich die Altersarmut von morgen.

    Das Argument, dass höhere als die aktuellen Sozialleistiungen unfair gegenüber gering Bezahlten wären, höre ich praktisch nie von Geringbezahlten.

    Was das Einladen angeht:
    Ich schrieb ja, davon fange ich gar nicht erst an, denn ich weiss ja, was dann kommt.

    Frage: was sind denn 160 angeblich freie Stunden wert?
    Wer misst, wieviele von den Stunden wirklich frei sind?
    Wer legt deren Wert fest?

  8. User Info Menu

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    Ich wünsche mir Rentengerechtigkeit insofern, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, eine Rente erhalten, die zum Leben reicht.

    Das wünsche ich mir auch.
    Ich habe im Umfeld einige, die wirklich hart gearbeitet haben u.a. eine Krankenschwester.
    Alle hatten nicht das Glück, zu erben.

    Die Krankenschwester (71) macht, um sich ein bisschen etwas leisten zu können, was über den Grundbedarf rausgeht, Nachtdienste in der Psychiatrie.

    Ein netter Bekannter von mir, er war jahrelang Teilzeitkraft in meinem Verein, fährt mit Mitte 70 noch Medikamente aus, um sich finanziell über Wasser halten zu können. Seine Frau und Mutter der gemeinsamen Tochter war Hausfrau und hat ihm vor 17 Jahren erklärt, dass sie auf Frauen steht und eine Freundin hat.
    Sie hat sich nie so recht um Arbeit bemüht und partizipiert an seiner Rente.
    Mit Mitte 50 wurde ihm gekündigt und er hat dann jahrelang eine Halbtagesstelle gehabt.

    Dies sind sicher 2 Einzelschicksale, sie berühren mich aber.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  9. User Info Menu

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Es wird hoffentlich keine Rentenerhohungen mehr geben, sondern eine gescheite Rentenreform.

    Nur weil es mehr Ü50 als Ü30 gibt können wir uns nicht wie die Made im Speck auf Kosten der Jüngeren aufführen.

  10. User Info Menu

    AW: Soziale Gerechtigkeit oder welchen Staat hätten 's denn gern?

    Ich denke, die Themen Sozialleistungen, Mindestlohn und Mindestrenten sollten nicht unabhängig voneinander oder gegeneinander diskutiert werden, sondern im Verbund.


    Über 2,5 Mio. Vollzeiterwerbstätige haben ein Brutto von weniger als 2.000 Euro im Monat.
    Einkommen: Millionen Deutsche verdienen unter 2.000 Euro im Monat


    Interessante Zahl, denn sie besagt:
    Die verdienen kurz unter 12,50 Euro pro Stunde oder weniger.
    Nicht Wenige werden vermutlich den aktuellen Mindestlohn von 9,60 Euro bekommen.


    Netto haben diese Leute (StKl.1, keine Kirchensteuer) rund 1.400 Euro bzw. als Mindestlöhner 1.168,00 Euro.
    Letzteres sehe ich nicht mehr in einem angemessenen Abstand zu Hartz4, selbst dann nicht, wenn diese Leute dann evtl. Anspruch auf Wohngeld haben.
    (@Sariana, kannst Du nicht vielleicht Wohngeld bekommen?
    Haben Rentner Anspruch auf Wohngeld?)


    Nun planen ja mindestens drei Parteien, den Mindestlohn auf 12 (SPD, Grüne) bzw. 13 (Linke) Euro zu erhöhen. Ich denke, die 13 Euro sind angemessener, auch angesichts obiger Zahlen.
    Damit wäre schon einmal mehr Abstand zu Hartz4 geschaffen.


    Bei den kleinen Renten bzw. Grundsicherung denke ich, dass diese über "normaler Existenzsicherung" liegen müssten, denn viele alte Menschen haben es beispielsweise mit zusätzlichen Gesundheitskosten zu tun. Zudem haben alte Menschen vermutlich schlechtere Chancen auf einen Zuverdienst - viele Minijobs sind halt körperliche Arbeit.

Antworten
Seite 122 von 126 ErsteErste ... 2272112120121122123124 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •