Ihr bezieht Euch auf die Grundrente, die noch in der Diskussion ist, oder ?
Dadurch, dass noch nicht alles klar ist, ist es schwierig darüber zu diskutieren.
Falls es aber um die Rente an sich geht:
Hier sind die Unterschiede zwischen Kindererziehungszeiten (Max. 3 Jahre pro Kind, Entgeltpunkte) und
Kinderberücksichtigungszeiten (Max. 10 Jahre, kommt in diesem Zeitraum ein weiteres Kind, keine Verlängerung, gilt als Wartezeit):
DRV - Kindererziehung
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Thema: Grundrente
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10.11.2019, 06:34Inaktiver User
AW: Grundrente
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10.11.2019, 08:12
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10.11.2019, 08:18
AW: Grundrente
Was ist das Problem, wenn der Staat Frauen, die nicht gearbeitet haben, die Zeit für Kindererziehung anrechnet?
Hat das Einfluss auf deine Rente?
Außerdem werden doch auch bei der normalen Rente Kindererziehungszeiten angerechnet?
Zeiten der Kindererziehung führen für Mütter und Väter in der gesetzlichen Rentenversicherung zur Versicherungs- pflicht, wenn sie ihr Kind in Deutschland erziehen und gewöhnlich auch dort mit ihm leben. Die Rentenbeiträge dafür zahlt der Bund. Neben den leiblichen Eltern kön- nen auch andere Elternteile (zum Beispiel von Adoptiv-, Stief- oder Pflegekindern) unter bestimmten Voraussetzungen Kinder- erziehungszeiten erhalten.
...
Die Berücksichtigungszeit für Kinderer- ziehung beginnt mit dem Tag der Geburt und endet nach zehn Jahren. Dabei spielt es keine Rolle, wann das Kind geboren ist.
https://www.berlin.de/familie/de/ass...oad/asset-1803Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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10.11.2019, 08:26
AW: Grundrente
Die Berücksichtigungszeit für Kinderer- ziehung beginnt mit dem Tag der Geburt und endet nach zehn Jahren. Dabei spielt es keine Rolle, wann das Kind geboren ist.
https://www.berlin.de/familie/de/ass...oad/asset-1803
Die Berücksichtigungszeit endet nur vor den 10 Jahren, wenn das Kind stirbt. Bei der normalen Rente. Wie es in der Grundrente sein wird, ist noch nicht entschieden.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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10.11.2019, 09:31
AW: Grundrente
Ich finde das auch reichlich merkwürdig, dss anzuprangern.
Also gut. Dann mal ganz persönlich.
Ich saß damals während der Kinderzeit in der absoluten Pampa.
Klar, meine Entscheidung, ich wollte Aufwachsen am Land ermöglichen und bin deshalb umgezogen.
Aber: einen entsprechenden Job hätte ich da kaum finden können, bei der geringen Anzahl an für mich erreichbaren Unternehmen.
Die Qualität des Kindergartens dort lief unter Aufbewahrungsanstalt, obwohl ich aus anderen Gegenden richtig gute Kindergärten kannte und deshalb damit nicht gerechnet hatte.
Da noch weitere ungünstige Umstände dazukamen, habe ich mich angepasst und kurzerhand meine beruflichen Pläne verworfen. Komplett umgedacht.
Mein Job - und genau so verstand und verstehe ich das - war dann Kindererziehung.
Ich krame die alten, im Forum schon mal genannten Beispiele heraus:
Nachmittags an vielen Tagen/Woche open house und/oder Betreuungskinder anwesend - so waren bis zu 10 Kinder im großen Haus.
100 qm Outdoorspielplatz hergerichtet, sicher umzäunt.
Spaziergänge zu Getreidefeldern, Ähren erfühlen, betrachten, Getreidekörner sehen. Zu Hause gekaufte Getreidepackungen öffnen, sehen, fühlen, Verbindung herstellen.
Mit Getreidemühle Mehl herstellen - was ist Mehl? Wie entsteht es?
Erklärungen, aber (leider) kein Ausflug zu Mühle.
Aus diesem Mehl je nach Sorte Brot, Plätzchen, Kuchen, Pizza gebacken.
Gemeinsames Essen.
Eier färben - Naturfarben selbst herstellen, Eier vorher mit Bändern/Gummis umwickeln, damit kleine Blätter befestigen vor Färbegang.
Jeder nimmt Eier mit nach Hause.
Eier auspusten und bemalen (zusätzlich bitte ausgepustete Eier mitbringen). Gemeinsam Rührei zubereiten und essen, Eier mitnehmen.
Den richtigen Umgang mit Tieren lehren (nicht grob, nicht laut, kein Rennen im Stall. Patentier versorgen.
Ausflüge, ob Tierschutzprojekte, Museen, Kunstausstellungen, Sportveranstaltungen, Zoos. Allerdings maximal 3 Besuchskinder. Geburtstage (reiten, Outdoorparcours, Spiele, essen) bis 12 Kinder, das mit Unterstützung.
Mit diversen Materialien werken und basteln, experimentieren. Kleine Kunstprojekte.
Es gab 4 m Regalwand mit unterschiedlichsten Materialien.
Sandkiste bauen, streichen.
Motorik-/Feinmotorikübungen, kinesiologische Übungen. Balancebretter, Reifen usw.
Tastspiele, Barfußparcours, sich gegenseitig mit Fingerfarben bemalen, mit verbundenen Augen erschmecken, was man gerade isst.
Musik, Singen, Vorlesezeit im Winter bei Kerzenlicht und Tee.
Unterstützung durch Mutter o. a. hatte ich nicht.
Das war Arbeit.
So, jetzt hatte ich nebenbei noch einen kleinen Hof zu versorgen und hatte später einen Minijob (ich musste auch mal Erwachsene über etwas anderes als Kinderthemen reden hören). Aber:
ich hatte ja die Vormittage zur Verfügung für Haus, Hof, Stall. Klar, die ersten Jahre mit eigenem Nachwuchs, ab Schulzeit dann solo, da aber Minijob. Teilweise war das dann schon heftig. Dann habe ich den Minijob aber auch mal ruhen lassen, wenn es organisatorisch/kräftemäßig zu eng wurde.
Auch ohne Hof und Minijob wäre das anstrengend gewesen. Heute hätte ich die Energie dafür nicht mehr.
In dem Maße ist das neben einem normalen Teilzeit- oder Vollzeitjob nicht machbar.
Auch wenn es nicht so extrem ernst genommen wird wie von mir, Vollzeit-Kinderbetreuung läuft intensiver als neben einer Berufstätigkeit. Oder sollte es zumindest.
Berufstätig tut man alles, was man kann! Und da fehlt in der Regel (!) nicht wirklich etwas, um ein Kind großzuziehen.
Ohne Berufstätigkeit besteht die Möglichkeit zur Kür. Den Job der Kinderförderung übernehmen. Nach eigenen Ansprüchen ausfüllen.Geändert von Lizzy1234 (10.11.2019 um 09:36 Uhr)
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10.11.2019, 09:51Inaktiver User
AW: Grundrente
@zuwenig
auch auf die Gefahr hin, dass es bei dir als eine "blöde Bemerkung mehr" ankommt und Beispiele immer etwas hinken:
Man argumentiert doch i.d.R. (d.h.: im bestehenden System- beim bedingungslosen Grundeinkommen ist der Ansatz anders) auch nicht, dass manche Menschen nicht erwerbstätig sein können und darum eine Grundsicherung erhalten - und dass man deshalb zusätzlich zu seinem eigenen Einkommen auf den Grundsicherungsbetrag des Staates Anspruch hat ....
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10.11.2019, 10:32
AW: Grundrente
Mal ganz unabhängig von der Grundrente finde ich, man ist im Leben glücklicher, wenn man nicht schaut, was andere haben oder bekommen.
“You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”
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10.11.2019, 12:02
AW: Grundrente
Es geht doch nicht darum, das ich nach anderen schaue, die etwas bekommen, was ich nicht bekomme.
Auch geht es nicht darum, dass ich meine noch eine Grundrente zu verdienen. Hab ich auch nie gesagt.
Es geht um die Ungleichbehandlung Berufstätige Mütter / nicht berufstätige Mütter bei der Kinderbe-
rücksichtigungszeit von 10 Jahren. Als berufstätige Mutter (Geburt vor 1992) bekomme ich 2,5 Jahre
angerechnet (Durchschnittslohn aller Arbeitnehmer).
Die 10 Jahre bei nicht berufstätigen Müttern zählen aber vollständig für die Anrechnung bei der Grund-
sicherung, nützen mir danach, wenn ich dann noch 25 Jahre z. B. Teilzeit in die Rentenversicherung
einzahle.
Und wenn ich mir dann überlege, es würde z. B. keine Überprüfung für Bedürftigkeit stattfinden, finde ich es
nicht i. O.
Das wissen wir ja noch nicht, wie es dann kommt. Da tendiere ich aber schon eher zur CDU.
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10.11.2019, 12:11
AW: Grundrente
Woher hast du deine Information, dass Berücksichtigungszeiten bei Berufstätigen früher enden?
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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10.11.2019, 12:11Inaktiver User
AW: Grundrente
Du meinst jemand, der 25 Jahre eingezahlt hat und wenigstens ein Kind erzogen hat und dabei 10 Jahre zu Hause war, ist besser gestellt, als jemand, der nach der Elternzeit 32 Jahre gearbeitet hat?


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