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  1. Avatar von Punpun
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Hatte erst überlegt ihn bei Sucht als Arbeitnehmerproblem einzustellen und mich dann aber umentschieden es bei Politik und Tagesgeschehen zu machen.
    Weil ich denke, dass so etwas viel größere relevante gesellschaftliche Auswirkungen (wenn auch nur bsw. Hinterkopf) auf Bevölkerung , Stadt, Staat haben könnte.
    Dies nicht nur für die einzelnen Polizisten sondern allgemein zunehmend ein Problem dastellen könnnte und als weiterer schleichender Vertrauensverlust angesehen werden könnte
    Hinzu kommen ja auch noch aktuell viele andere aktuelle Meldungen hinsichtlich Vertrauen in die "Stärke" der Polizei ausser Stellenabbau, Sucht, Burn Out oder Depressionen wie Reichsbürger und Neonazisympathie bsw..
    Das sind vielleicht alles die selben moderne Probleme die genauso gut bei einem großen Industriekonzern ebenso vorhanden sind , hier wirken sich aber Image und Vertrauensverlust gegenüber dem Arbeitgebe (Politik, Polizei, Staat seitens des Polizisten ) und gegenüber des Arbeitnehmers (Staatsdiener auf Bürger ) sich viel besorgniserregender und sensibler in der Aussenwirkung als Kettenreaktion auf die Bevölkerung aus.
    Vor allem die Frage : Wer soll den in Zukunft überhaupt denn nun noch Polizist werden vom durchsetzungsfähigen Charakter und gleichzeitig vom seelischen sensiblen Standvermögen und einer politisch- genehmen Seite her ?
    Das ist doch fast dann wie eine unmögliche Eierlegende Wollmilchsau, irgendwo muss man wohl Abstriche machen müssen .

    Wenn man den Thread jetzt evtl. doch woanders hin verschieben möchte wäre das ok, wollte nur meine Gedanken dazu kundtun warum ich ihn hier eingestelt hatte
    Geändert von Punpun (09.11.2019 um 11:11 Uhr)

  2. Avatar von chaos99
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    AW: Ein Viertel der Berliner Polizisten hat ein Alkoholproblem

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Chaos, ich möchte nicht, dass Du mein Posting, mit dem ich die Belastungen eines Polizeibeamten, egal in welcher Stadt, keineswegs bagatellisieren wollte, als Aufhänger für eine derart blöde Antwort nutzt. Bitte nimm mein Zitat daraus, ich möchte mit solchen Aussagen wie von Dir nicht in Verbindung gebracht werden.
    Dem kann ich leider nicht nachkommen.

    Jeder kann eine andere Meinung haben.
    Das muss Dir nicht gefallen, aber
    Ich bitte Dich, dass zu respektieren.
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)


  3. Registriert seit
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Ich stelle mir, gerade in Großstädten, und da gerade in besonders belasteten Stadtteilen, die Arbeit eines Polizisten als sehr belastend, körperlich, geistig, seelisch und auch frustrierend vor.

    Zu den ganz normalen, immer schon vorhandenen Belastungen dieses Berufs kommt wohl ein zunehmendes Gefühl des "Nicht Anerkannt seins" dazu. Es ist teilweise geradezu "chic", Polizisten zu beschimpfen ( unlängst hörte ich bei einer Verkehrskontrolle "staatliche Wegelagerei" von einem Herrn, der ein Bußgeld zahlen musste).

    Polizist zu sein ist in weiten Teilen der Bevölkerung nichts, was anerkannt wird.

    Dazu die Arbeitsbelastung, Probleme mit schlechter Ausstattung und das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen, weil ein gerade festgenommener Straftäter am nächsten Tag frei herumspaziert und dem Polizisten quasi eine lange Nase dreht, das kann schon gewaltig frustieren.

    Zudem kann, wer sich mal für den Polizeidienst entschieden hat, nicht mal schnell bei Nichtgefallen einen vergleichbaren Job suchen. Im privaten Sicherheitsgewerbe werden Niedriglöhne gezahlt, zudem trifft man da durchaus als Ex Polizist auf ehemalige Kundschaft.
    Ich weiß von jemandem, der länger als verdeckter Ermittler arbeitete und heute Sicherheitschef bei einem großen Industrieunternehmen ist, aber das ist eine andere Liga als der "normale Streifenbeamte".

    Solche Gemengelagen mit Alkohol "aufzulösen" ist nicht neu, das Feierabendbier nach der Schicht gab es schon zu Zeiten, zu denen der Großvater meines Mannes Polizist war. Nur ist Schichtnachbesprechung heute offiziell und eher bei Kaffee oder Tee.

    Ich sehe es, allerdings bezogen auf alle Berufsgruppen, ähnlich wie Paraplumeau - es wird eher weniger getrunken als vor 30, 40 Jahren, aber es wird, auch in allen Bereichen, eher über kritischen Konsum gesprochen und man ist sensibilisierter.


  4. Registriert seit
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Polizist zu sein ist in weiten Teilen der Bevölkerung nichts, was anerkannt wird.
    Das stimmt einerseits; ist andererseits aber auch etwas, das alle wissen, und zwar längst bevor sie daran denken, diesen Beruf zu ergreifen.

    Dazu die Arbeitsbelastung, Probleme mit schlechter Ausstattung und das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen, weil ein gerade festgenommener Straftäter am nächsten Tag frei herumspaziert und dem Polizisten quasi eine lange Nase dreht, das kann schon gewaltig frustieren.
    ich denke schon, dass die internen Regeln, Bräuche und Umgangsformen eine Menge ausmachen. Sowohl was die Gesundheit wie auch die Stimmung betrifft, und auch die Qualität der Arbeit.

    Dass Leute es nicht mögen, Bussen zu kriegen, klar doch; aber immerhin der eigene Chef sollte hinter einem stehen und einem das Leben möglichst leichter und nicht schwerer machen.





    Ich sehe es, allerdings bezogen auf alle Berufsgruppen, ähnlich wie Paraplumeau - es wird eher weniger getrunken als vor 30, 40 Jahren, aber es wird, auch in allen Bereichen, eher über kritischen Konsum gesprochen und man ist sensibilisierter.
    Eventuell wird auch vermehrt Anderes konsumiert als noch vor ein paar Jahren.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  5. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Ich halte gute Polizeiarbeit in unseren Zeiten für einen ganz schweren und schwierigen Job und ziehe meinen Hut vor Menschen, die sich trotzdem dafür entschieden haben und/oder immer noch dabei sind.

    Wie extrem psychisch belastend dieser Beruf heutzutage ist und wie alleingelassen sich die Betroffenen wohl oft fühlen zeigt die leider alarmierende Häufung von Suiziden unter Polizisten in Frankreich.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



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  6. Avatar von Lukulla
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    Die Kontraste-Reportage zeigt eindrücklich, wie die Polizei von der Politik allein gelassen wird und sich dabei auch immer wieder von Passanten und Parkbesuchern als Rassisten beschimpfen lassen muss, wenn sie gegen Drogendealer vorgeht. markiert von mir

    Wie immer, es ist die gesellschaftliche Stimmung, die von politischer Seite so gewollt ist und von einigen/ vielen Bürgern getragen wird. Schwarze, Flüchtlinge oder Ausländer sind generell zu schützen, egal ob sie gewalttätig oder kriminell sind. Polizisten wird racial profiling vorgeworfen, wenn sie anhand von äusseren Merkmalen (was auch sonst?) nach potentiellen Straftätern fahndet.
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  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Die Kontraste-Reportage zeigt eindrücklich, wie die Polizei von der Politik allein gelassen wird und sich dabei auch immer wieder von Passanten und Parkbesuchern als Rassisten beschimpfen lassen muss, wenn sie gegen Drogendealer vorgeht. markiert von mir

    Wie immer, es ist die gesellschaftliche Stimmung, die von politischer Seite so gewollt ist und von einigen/ vielen Bürgern getragen wird. Schwarze, Flüchtlinge oder Ausländer sind generell zu schützen, egal ob sie gewalttätig oder kriminell sind. Polizisten wird racial profiling vorgeworfen, wenn sie anhand von äusseren Merkmalen (was auch sonst?) nach potentiellen Straftätern fahndet.
    Dabei wollen die Bullen im Görli doch nur für den eigenen Bedarf kaufen. Also die, die nicht an der Flasche hängen natürlich.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  8. Avatar von Lukulla
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das ist wirklich absoluter Schwachsinn.

    Grund für die damals von der Polizeiführung in Auftrag gegebenen Studie waren ein gestiegener Krankenstand und viele Versetzungen in den Ruhestand wegen psychischer Störungen.
    ...
    Allerdings kritisierten 77 Prozent mangelnde Rückendeckung durch die Behörde und 67 Prozent die Behandlung durch ihre Vorgesetzten. 56 Prozent glauben, dass es nicht fair und gerecht zugehe.
    ...
    Gefragt wurde 2017 auch nach körperlichen Beschwerden. Fast die Hälfte der Befragten (47,5 Prozent) hatte Schlafstörungen oder Schmerzen in Schultern und Rücken.
    33 Prozent hielten es für eher oder sehr wahrscheinlich, aus gesundheitlichen Gründen in Frühpension zu gehen.
    berliner kurier

    Offenbar hast Du den Artikel nicht gelesen, denn hier werden mannigfache Probleme angesprochen, die ich so massiv von anderen Berufen nicht kenne, Lehrer ausgenommen.
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  9. Avatar von Lukulla
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Hier eine Zusammenfassung der Studie; Stand 2014: https://www.ewi-psy.fu-berlin.de/ein..._2013-2014.pdf
    Ich sehe da viel Besorgnisserregendes.
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  10. Avatar von Lukulla
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    AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Dabei wollen die Bullen im Görli doch nur für den eigenen Bedarf kaufen. Also die, die nicht an der Flasche hängen natürlich.


    Ich kann Deine Verärgerung gut nachvollziehen.
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