Hatte erst überlegt ihn bei Sucht als Arbeitnehmerproblem einzustellen und mich dann aber umentschieden es bei Politik und Tagesgeschehen zu machen.
Weil ich denke, dass so etwas viel größere relevante gesellschaftliche Auswirkungen (wenn auch nur bsw. Hinterkopf) auf Bevölkerung , Stadt, Staat haben könnte.
Dies nicht nur für die einzelnen Polizisten sondern allgemein zunehmend ein Problem dastellen könnnte und als weiterer schleichender Vertrauensverlust angesehen werden könnte
Hinzu kommen ja auch noch aktuell viele andere aktuelle Meldungen hinsichtlich Vertrauen in die "Stärke" der Polizei ausser Stellenabbau, Sucht, Burn Out oder Depressionen wie Reichsbürger und Neonazisympathie bsw..
Das sind vielleicht alles die selben moderne Probleme die genauso gut bei einem großen Industriekonzern ebenso vorhanden sind , hier wirken sich aber Image und Vertrauensverlust gegenüber dem Arbeitgebe (Politik, Polizei, Staat seitens des Polizisten ) und gegenüber des Arbeitnehmers (Staatsdiener auf Bürger ) sich viel besorgniserregender und sensibler in der Aussenwirkung als Kettenreaktion auf die Bevölkerung aus.
Vor allem die Frage : Wer soll den in Zukunft überhaupt denn nun noch Polizist werden vom durchsetzungsfähigen Charakter und gleichzeitig vom seelischen sensiblen Standvermögen und einer politisch- genehmen Seite her ?
Das ist doch fast dann wie eine unmögliche Eierlegende Wollmilchsau, irgendwo muss man wohl Abstriche machen müssen .
Wenn man den Thread jetzt evtl. doch woanders hin verschieben möchte wäre das ok, wollte nur meine Gedanken dazu kundtun warum ich ihn hier eingestelt hatte
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 21
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09.11.2019, 10:34
AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht
Geändert von Punpun (09.11.2019 um 11:11 Uhr)
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09.11.2019, 11:09Inaktiver User
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09.11.2019, 12:22
AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht
Ich stelle mir, gerade in Großstädten, und da gerade in besonders belasteten Stadtteilen, die Arbeit eines Polizisten als sehr belastend, körperlich, geistig, seelisch und auch frustrierend vor.
Zu den ganz normalen, immer schon vorhandenen Belastungen dieses Berufs kommt wohl ein zunehmendes Gefühl des "Nicht Anerkannt seins" dazu. Es ist teilweise geradezu "chic", Polizisten zu beschimpfen ( unlängst hörte ich bei einer Verkehrskontrolle "staatliche Wegelagerei" von einem Herrn, der ein Bußgeld zahlen musste).
Polizist zu sein ist in weiten Teilen der Bevölkerung nichts, was anerkannt wird.
Dazu die Arbeitsbelastung, Probleme mit schlechter Ausstattung und das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen, weil ein gerade festgenommener Straftäter am nächsten Tag frei herumspaziert und dem Polizisten quasi eine lange Nase dreht, das kann schon gewaltig frustieren.
Zudem kann, wer sich mal für den Polizeidienst entschieden hat, nicht mal schnell bei Nichtgefallen einen vergleichbaren Job suchen. Im privaten Sicherheitsgewerbe werden Niedriglöhne gezahlt, zudem trifft man da durchaus als Ex Polizist auf ehemalige Kundschaft.
Ich weiß von jemandem, der länger als verdeckter Ermittler arbeitete und heute Sicherheitschef bei einem großen Industrieunternehmen ist, aber das ist eine andere Liga als der "normale Streifenbeamte".
Solche Gemengelagen mit Alkohol "aufzulösen" ist nicht neu, das Feierabendbier nach der Schicht gab es schon zu Zeiten, zu denen der Großvater meines Mannes Polizist war. Nur ist Schichtnachbesprechung heute offiziell und eher bei Kaffee oder Tee.
Ich sehe es, allerdings bezogen auf alle Berufsgruppen, ähnlich wie Paraplumeau - es wird eher weniger getrunken als vor 30, 40 Jahren, aber es wird, auch in allen Bereichen, eher über kritischen Konsum gesprochen und man ist sensibilisierter.
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09.11.2019, 12:49
AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht
Das stimmt einerseits; ist andererseits aber auch etwas, das alle wissen, und zwar längst bevor sie daran denken, diesen Beruf zu ergreifen.
ich denke schon, dass die internen Regeln, Bräuche und Umgangsformen eine Menge ausmachen. Sowohl was die Gesundheit wie auch die Stimmung betrifft, und auch die Qualität der Arbeit.Dazu die Arbeitsbelastung, Probleme mit schlechter Ausstattung und das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen, weil ein gerade festgenommener Straftäter am nächsten Tag frei herumspaziert und dem Polizisten quasi eine lange Nase dreht, das kann schon gewaltig frustieren.
Dass Leute es nicht mögen, Bussen zu kriegen, klar doch; aber immerhin der eigene Chef sollte hinter einem stehen und einem das Leben möglichst leichter und nicht schwerer machen.
Eventuell wird auch vermehrt Anderes konsumiert als noch vor ein paar Jahren.Ich sehe es, allerdings bezogen auf alle Berufsgruppen, ähnlich wie Paraplumeau - es wird eher weniger getrunken als vor 30, 40 Jahren, aber es wird, auch in allen Bereichen, eher über kritischen Konsum gesprochen und man ist sensibilisierter.
gruss, barbara
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09.11.2019, 13:53Inaktiver User
AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht
Ich halte gute Polizeiarbeit in unseren Zeiten für einen ganz schweren und schwierigen Job und ziehe meinen Hut vor Menschen, die sich trotzdem dafür entschieden haben und/oder immer noch dabei sind.
Wie extrem psychisch belastend dieser Beruf heutzutage ist und wie alleingelassen sich die Betroffenen wohl oft fühlen zeigt die leider alarmierende Häufung von Suiziden unter Polizisten in Frankreich.
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09.11.2019, 16:05
AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht
Die Kontraste-Reportage zeigt eindrücklich, wie die Polizei von der Politik allein gelassen wird und sich dabei auch immer wieder von Passanten und Parkbesuchern als Rassisten beschimpfen lassen muss, wenn sie gegen Drogendealer vorgeht. markiert von mir
Wie immer, es ist die gesellschaftliche Stimmung, die von politischer Seite so gewollt ist und von einigen/ vielen Bürgern getragen wird. Schwarze, Flüchtlinge oder Ausländer sind generell zu schützen, egal ob sie gewalttätig oder kriminell sind. Polizisten wird racial profiling vorgeworfen, wenn sie anhand von äusseren Merkmalen (was auch sonst?) nach potentiellen Straftätern fahndet.Körperlich Distanz
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09.11.2019, 16:42
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09.11.2019, 17:26
AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht
Grund für die damals von der Polizeiführung in Auftrag gegebenen Studie waren ein gestiegener Krankenstand und viele Versetzungen in den Ruhestand wegen psychischer Störungen.
...
Allerdings kritisierten 77 Prozent mangelnde Rückendeckung durch die Behörde und 67 Prozent die Behandlung durch ihre Vorgesetzten. 56 Prozent glauben, dass es nicht fair und gerecht zugehe.
...
Gefragt wurde 2017 auch nach körperlichen Beschwerden. Fast die Hälfte der Befragten (47,5 Prozent) hatte Schlafstörungen oder Schmerzen in Schultern und Rücken.
33 Prozent hielten es für eher oder sehr wahrscheinlich, aus gesundheitlichen Gründen in Frühpension zu gehen.berliner kurier
Offenbar hast Du den Artikel nicht gelesen, denn hier werden mannigfache Probleme angesprochen, die ich so massiv von anderen Berufen nicht kenne, Lehrer ausgenommen.Körperlich Distanz
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09.11.2019, 17:31
AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht
Hier eine Zusammenfassung der Studie; Stand 2014: https://www.ewi-psy.fu-berlin.de/ein..._2013-2014.pdf
Ich sehe da viel Besorgnisserregendes.Körperlich Distanz
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09.11.2019, 17:34
AW: Studie über beruflich bedingte Belastungen Berliner Polizisten veröffentlicht
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